Unerbittlicher als ihre Schwester verteidigt eine Frau wohl nur eins: ihr Baby.Nach ihrem frenetisch gefeierten, preisgekrönten Bestseller "Meine Schwester, die Serienmörderin" legt Oyinkan Braithwaite ihren zweiten Roman vor. "Das Baby ist meins" ist eine augenzwinkernde Ansage an das Patriarchat, ein spannender Einblick in die nigerianische Gesellschaft - und vor allem eine rasante Geschichte um zwei Frauen, die wie Löwinnen um das süße Baby in ihrer Mitte kämpfen. Natürlich ohne Rücksicht auf Verluste oder gar auf den Mann, der versucht herauszufinden, wem er glauben soll. Und der selbst alles andere als ein Unschuldslamm ist.Die Presse über "Meine Schwester, die Serienmörderin":"Ein Buch als Waffe: Oyinkan Braithwaite erzählt mit blutigem Überschwang von der Emanzipation junger Afrikanerinnen." Volker Weidermann, Der SPIEGEL."Schnell und witzig, ironisch und böse funkelnd. Dieser Thriller hat einen Skorpionstachel und seinen Stich vergisst man nicht." The New York Times
Kundinnen und Kunden meinen
3.8/5.0
Bewertung
5/5
14.02.2021
eBook (ePUB 3)
Wer ist die wahre Mutter?
Kurz nach Beginn des ersten Lockdowns findet Bambi Zuflucht im Haus seiner Tante Bidemi, die kürzlich verwitwet und Mutter geworden ist. Im Haus trifft er zudem auf Esohe, der Geliebten seines verstorbenen Onkels. Sie behauptet in Wahrheit die Mutter des Babys zu sein. Ein Streit um das Baby entfacht. Wer ist die wahre Mutter?
Oyinkan Braithwaite schreibt in klarer, präziser Sprache, die einen gleich in den Text zieht. Auch spart die Autorin in diesem schmalen Buch nicht mit Kritik an der nigerianischen Gesellschaft und der unterschiedlichen Stellung von Mann und Frau.
Bewertung
4/5
24.01.2021
eBook (ePUB 3)
Wenn zwei streiten...
Die Autorin scheint über eine hervorragende Menschenkenntnis zu verfügen, denn die Art wie sie das Denken und Verhalten, bzw. deren Ursachen, beschreibt, ist scharfsinnig beobachtet, authentisch sowie herrlich augenzwinkernd!
Auch die Einblicke in die nigerianische Kultur, die gekonnt nebenbei eingebaut sind, sind faszinierend
Der Schreibstil ist unterhaltsam und mitreißend, die Charaktere sind undurchsichtig sowie psychologisch interessant, ja und die Handlung ist ein tragisch-komisches Kammerspiel, die den Corona Lock Down geschickt nutzt! Schade, dass die Geschichte nur gut 100 Seiten umfasst!
thrill.tastic
3/5
01.06.2021
eBook (ePUB 3)
Lockdown-WG wider Willen
Mit "Das Baby ist meins" bringt die Erfolgsautorin Oyinkan Braithwaite einen weiteren Roman mit Setting in Lagos auf den Markt, der allerdings nur 128 Seiten aufweist.
Der Protagonist Bambi zieht notgedrungen bei seiner Tante Bidemi ein, die er seit einiger Zeit nicht gesehen hat. Er ist überrascht, dass er die kürzlich verwitwete Frau nicht alleine vorfindet. Mit ihr im Haus wohnen die junge Esohe und ein kleines Baby, von dem jede der beiden Frauen behauptet, die Mutter zu sein. Aufgrund des Corona-Lockdowns müssen die drei in den nächsten Wochen miteinander zurecht kommen und Bambi versucht herauszufinden, wem er glauben schenken soll.
Die drei Hauptakteure erwecken alle keine Sympathie aber trotzdem ist es äußerst unterhaltsam, die Figuren zu beobachten. Sie werden durch wenige Sätze authentisch zum Leben erweckt. Bambi ist ein untreuer Schürzenjäger und Verfechter der Polygamie, der keinerlei Erfahrung mit Kindern hat und sich plötzlich in der Pflicht sieht, den kleinen Jungen aus der Schusslinie der beiden Möchtegern-Mütter herauszuhalten. Tante Bidemi verarbeitet noch den Verlust ihres Ehemannes,von dem sie schwanger war, und fühlt sich bedroht von der viel jüngeren Esohe. Sie nahm die damals ebenfalls Schwangere bei sich auf, um ihr zu helfen, doch dann starb ein Kind und der Streit um das Überlebende entbrannte. Zuzusehen, wie sie wie Furien immer wieder aufeinander los gehen und sich gegenseitig das Leben schwer machen, war für mich ein wenig, wie Trash-TV gucken. Man schüttelt den Kopf aber ich wollte druchgehend wissen, wie es weitergeht, wozu auch der einfache und doch raffinierte Schreibstil von Oyinkan Braithwaite beiträgt. Ich habe die Geschichte in wenigen Stunden durchgelesen.
Die angepriesene Emanzipation eines Spiegel-Redakteurs konnte ich nicht erkennen, im Gegenteil. Ich gewann eher den Eindruck, dass die einzige zurechnungs- und durchsetzungsfähige Person der Mann in der Runde ist. Wem das Baby nun gehört wird am Schluss aufgeklärt und meine Anfangsvermutung hat sich bestätigt. Verglichen mit dem Vorgängerroman "Meine Schwester, die Serienmörderin" verschenkt diese Novelle Potential, es fehlt der Tiefgang und die Unvorhersehbarkeit. Etwas mehr Bezugnahme auf den Schauplatz Lagos hätte ich zu schätzen gewusst aber ich wurde insgesamt gut unterhalten. Ich mag es, wie die Autorin erzählt und werde definitiv mehr von ihr lesen, aber nicht jeder, der ihr Debüt mochte, wird automatisch mit "Das Baby ist meins" glücklich werden. Am Thema Interessierte finden ein kurzweiliges Lesevergnügen.
gst
aus Pirna
3/5
05.02.2021
eBook (ePUB 3)
Für zwischendurch ganz nett
Lockdown in Lagos. Ausgerechnet jetzt – während der Ausgangssperre - schaut Mide auf Bambis Smartphone und entdeckt eine verdächtige Nachricht. Das will sie sich nicht gefallen lassen und wirft ihn aus ihrer Wohnung. Selbst hat er keine. Wo soll er nun hin? Eigentlich dürfte er nicht einmal die leeren nächtlichen Straßen befahren. In seiner Not bricht er bei seiner Tante ein. Nachdem deren Mann gerade an der Krankheit verstorben ist, vermutet er sie bei Verwandten. Doch sie ist zu Hause. Und nicht allein. Auch die Geliebte seines Onkels ist hier und beide Frauen streiten sich erbarmungslos um ein kleines Baby. Beide hatten vor kurzem entbunden, doch ein Kind ist gestorben. Welches? Das versucht Bambi herauszufinden, während er sich liebevoll um dieses kleine Lebewesen kümmert.
Die Nigerianerin Oyinkam Braithwaite war nominiert für den Commenwealth Short Story Preis und ihr Debütroman „Meine Schwester, die Serienkillerin“ war weltweit ein fulminanter Erfolg. Sie lebt in Lagos und schreibt sehr frisch, frech und lebendig.
Ihre zeitaktuelle Erzählung hat mich amüsiert zurückgelassen. Gefallen haben mir die Eindrücke über Lagos und das dortige Leben. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass ihre Zeilen mit flotter Feder geschrieben wurden und dadurch wenig Tiefe enthielten.
Gut geeignet ist das Buch um zwischendurch festzustellen, dass so mancher neben dem Kampf mit dem weltweit agierenden Coronavirus noch ganz andere Probleme lösen muss.
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