Caro und Ryu sind in Abkhinda angelangt, wo die Gilde der Bildvagabunden residiert, großzügig unterstützt vom Herrscher des Landes, dem Tanios. Mit deren Wissen über die Welten, angesammelt über Jahrhunderte in einer riesigen Bibliothek, wollen sie nun endlich den Weg nach Hause finden. Aber ihre Erleichterung, die Gilde aufgespürt zu haben, ist nicht von langer Dauer. Der Tanios regiert das Land mit harter Hand und verlangt für all das Gold, das er der Gilde gibt, unbedingten Gehorsam und Willfährigkeit. Der Drache Ryu kommt ihm gerade recht: Er sieht sich mit einer erstarkenden Rebellion konfrontiert und mit was ließe sich die besser niederschlagen als mit Drachenfeuer? Und dann ist da noch Banor, der Zentaur, der ihnen nach Abkhinda gefolgt ist, um sich zu rächen …
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
6 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
Ein gelungener Abschluss
Anna625 am 21.01.2021
Bewertungsnummer: 1428315
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Feuerpalast" ist der vierte und letzte Teil der Bildvagabunden-Reihe. Darin reisen Caro und Ryu mithilfe von Wandersteinen durch spezielle Bilder in die jeweils darauf abgebildete Welt. Nachdem ihnen im vorherigen Band nur knapp die Flucht aus dem Dämmerreich gelungen ist, befinden sie sich nun tatsächlich in Abkindha - der Welt, in der sie die Gilde der Bildvagabunden anzutreffen hoffen, um mit deren Unterstützung endlich einen Weg zurück auf die Erde und in den Mamorpalast zu finden. Tatsächlich werden die beiden in der neuen Welt überraschend freundlich in Empfang genommen, denn Bildvagabunden sind hier im Gegensatz zu allen bisherigen Welten ein akzeptierter Bestandteil der Gesellschaft. Sogar der Tanios, der Herrscher Abkindhas, möchte Caro und Ryu persönlich kennenlernen. Doch steckt dahinter wirklich bloß das Interesse an Geschichten aus fremden Welten, oder hat der Tanios es auf etwas anderes abgesehen?
Auch Banor, ein Mavrosryk, der Caro und Ryu eigentlich im Dämmerrreich gefangennehmen wollte, ist wohlbehalten in Abkindha angelangt - gegen seinen Willen allerdings, denn er wusste bisher nichts von den Bilderreisen. Kein Wunder also, dass er Caro und Ryu nicht auf ihrem Weg zur Gilde begleiten, sondern sich zunächst ins Hinterland begeben möchte. Dabei trifft er auf Rebellen, die gute Gründe haben, den aktuellen Tanios zu stürzen. Als Krieger und Feind der vom Tanios unterstützten Bildvagabunden schließt Banor sich ihnen kurzerhand an.
Die Handlung knüpft nahtlos an die von Band 3 an, während des Lesens kommen aber schnell nach und nach alle Erinnerungen zurück, sodass das kein Problem darstellt. Es gibt wieder zwei Handlungsstränge. Den von Caro & Ryu, der zunächst hauptächlich in der Stadt bzw. der Gilde spielt, wo die beiden in der Bibliothek das Wissen über die Welten aktualisieren, die sie bereist haben; und den um Banor, welcher sich den Rebellen angeschlossen hat. Beide Handlungsstränge sind spannend geschrieben, und gerade durch Banor als Protagonist kommt eine interessante zweite Perspektive mit in die Geschichte hinein.
Mag man zunächst noch denken, dass die Weiterreise hier kein großes Problem werden sollte - immerhin müssen sich die Bildvagabunden nicht versteckt halten und bekommen sogar offizielle Unterstützung - wird bald deutlich, dass es so einfach dann doch nicht werden soll. Denn schnell wird klar, dass der Tanios insbesondere Ryus Fähigkeiten für sich nutzen möchte, um das Aufbegehren der Rebellen im Keim zu ersticken, bevor es ihm gefährlich werden kann. Das bringt Caro und Ryu in eine Zwickmühle, wollen sie doch eigentlich nichts anderes, als einfach nur schnellstmöglich nach Hause zurückzukehren. Und erst recht wollen sie nicht in einen Krieg mit hineingezogen werden.
Die Spannung ist also von Anfang an da und wird auch bis ganz zum Schluss aufrechterhalten. Es gibt einige überraschende Wendungen und Entwicklungen, und auch Abkindha ist als Welt durch ihre individuelle Gestaltung wieder gut von den vorherigen unterscheidbar, sodass es auch in diesem Punkt nicht langweilig wird. Zusätzlich gibt es mehrere Nebenfiguren, von denen eine eine ganz besondere Rolle einnimmt und sehr interessant gestaltet ist.
Insgesamt hat mir hat auch dieser letzte Ausflug in die Bilderwelten wieder sehr gut gefallen! "Feuerpalast" ist ein schöner Abschluss dieser spannenden Reihe, die mir beim Lesen große Freude bereitet hat und mich am Ende zufrieden zurücklässt. Und ich werde ab jetzt definitiv ein Auge auf verdächtig wirkende Bilderrahmen haben, man weiß ja nie!
Der Aufstand
Bewertung aus Eisenach am 24.01.2021
Bewertungsnummer: 1430517
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Caro und Ryu sind Bildvagabunden. Durch ein Bildportal haben sie wieder eine neue Welt erreicht. Doch auch Banor ist ihnen gefolgt. Zu ihrer eigenen Überraschung sind Bildvagabunden hier allgemein bekannt – und offiziell willkommengeheißen. Schnell müssen sie jedoch feststellen, dass sich der Tanio, wie der Herrscher dieser Welt genannt wird, auf diese Weise die besonderen Kräfte der Weltenwanderer zunutze machen will.
Mit diesem 4. Band endet S. C. Keidners Weltenreise-Fantasy-Tetralogie. Mein ‚Problem‘ besteht allerdings darin, dass mir die Bände 1 bis 3 unbekannt sind. Eine Reihe mit ihrem Abschluss zu beginnen, ist natürlich nicht unbedingt die empfehlenswerteste Vorgehensweise. Trotzdem fand ich relativ schnell in die Handlung und die Grundlagen dieser Reihe hinein. Das Gefühl, einige Hintergründe nicht zu kennen, bleibt aber natürlich, was man dem Werk selbstverständlich nicht zulasten legen darf.
Das Prinzip des Abenteuers der Protagonisten dieser Reihe liegt darin, dass ‚Auserwählte‘ verschiedener Heimatwelten mit magischen Relikten in andere Welten reisen können, allerdings ohne genau vorhersehen zu können, wo sie ankommen. Da diese Portale jedoch nur in eine Richtung funktionieren, ist es schwer, einen Heimweg zu finden. So ergeht es auch den beiden Protagonisten Caro, einer jungen Frau von der Erde, und Ryu, den sie unterwegs kennengelernt hat. Sie hoffen immer, an ihrer nächsten Station ein Portal zu finden, dass sie wieder in ihre jeweilige Heimat führt, wobei sie sich andererseits eigentlich auch nicht trennen wollen. Dieses Konzept einer Weltenreise-Fantasy ist mir relativ neu, unterscheidet es sich doch deutlich von den meisten ansonsten ähnlich gelagerten Geschichten.
Die Autorin bedient sich eines auktorialen Erzählers, lässt die Perspektive jedoch zwischen verschiedenen Charakteren pendeln. Die Geschichte lässt sich interessant lesen und bietet ein unerwartetes Ende.
Fazit:
Diese Fantasy-Tetralogie beschreibt ein Konzept, das man wohl treffend als Weltenreise-Irrgarten bezeichnen kann.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.