Bad Reichenhall, 1905. In dem exklusiven Kurort in den bayerischen Alpen verliebt sich die junge Anna Gmeiner in den Salzsieder Michael. Beide wünschen sich ein besseres Leben. Michael beschließt, sein Glück in der Ferne zu suchen und Anna nachzuholen. Doch dann geschieht ein schreckliches Verbrechen und Anna ist gezwungen, einen anderen Mann zu heiraten. Zwischen Salzbaronen, Hoteliers und reichen Kurgästen aus aller Welt muss sie sich ihren Platz im mondänen Bad Reichenhall erkämpfen. -
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Gudensberg
5/5
19.06.2024
eBook (ePUB)
Grandhotel Schwarzenberg 1.Teil
Wunderbarer Familienroman,interessant und mitreißend,man legt es nicht weg bis es zu Emde gelesen ist.Interessante Charaktere,böse wie gute und sehr mitreisend.Ich freue mich schon auf die nächsten beiden Teile die ich natürlich schon gekauft habe.
Martina *Blubie*
aus Schönau
5/5
08.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Hervorragend recherchierter Auftakt einer Saga
Ich bin mittlerweile sehr vorsichtig, wenn es um historische Erzählungen geht, da ich leider schon oft über schlecht recherchierte und unlogische Machwerke gestolpert bin, die mich fassungslos zurückließen.
Bei Sophie Oliver kann man sich bedenkenlos zurücklehnen und einfach abtauchen in die Geschichte. Wie schon bei den "Radioschwestern" (als Eva Wagendorfer), ist auch hier sorgfältig recherchiert worden, die historischen Ereignisse sind korrekt. Das Setting ab 1905 greifbar geschildert und sprachlich angepasst.
Es macht soviel Freude sich in diese Erzählung fallen zu lassen. Dieses Buch hat einfach alles was ein gutes Buch braucht: toll ausgearbeitete Charaktere, ein spannender Plot, authentische historische Atmosphäre und eine Umgebung die man vor seinem geistigen Auge förmich sieht.
Ich habe beim Lesen alle Emotionen durchlebt, die man als Leser durchleben kann - inklusive Hand vor den Mund "Oh nein!" ausrufend.
Für mich völlig unüblich, habe ich noch vor dem Ende des ersten Bands den zweiten und dritten bestellt, die ich nun sehnsüchtigst erwarte, weil ich dringend weiterlesen will.
Tolle Autorin - tolles Buch. Mein eindringlichste Leseempfehlung!
MoMe
5/5
17.10.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein beeindruckender Auftakt einer Familiensaga
Schon zu Beginn fiel mir Sophie Oliver Schreibstil besonders auf. Er war sehr unaufgeregt und kam ohne Effekthascherei aus. Trotzdem schaffte sie es, die Situationen so einzufangen, dass diese mich auf unterschiedliche Weisen berührten. Dieser beinahe schon nüchterne Erzählstil sorgte dafür, dass die Seiten nur so dahinflogen und ich in diese Geschichte förmlich hineingezogen worden bin.
Dabei achtete Sophie Oliver darauf, dass die Szenen nie unter der Last von Emotionen zusammenbrachen, sondern nahm sogar Abstand von ausführlicheren Beschreibungen. Dadurch erzeugte sie so eine ergreifende Atmosphäre, derer ich mich nie entziehen konnte und die vorherrschenden Gefühle mich oft mit übermannten.
Mithilfe des personalen Erzählers durfte ich mehreren Figuren folgen. Hauptsächlich waren es jedoch Anna und Katharina. Beide in ihrem Charakter so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Aber auch von ihrem gesellschaftlichen Stand her. Während Anna eine arme Häuslerin war, war Katharina eine angesehene Bürgerin Bad Reichenhalls.
Anna schloss ich sofort ins Herz und ihre erlebten Tragödien trafen mich persönlich sehr. Sie tat mir unheimlich leid. Auf der anderen Seite zeigten diese Schicksalsschläge aber auch gnadenlos, wie hart die Zeit damals gewesen ist. Vor allem für die arme Bevölkerung.
Doch Anna gab nie auf, egal wie schlimm es gerade auch gewesen sein mag, dafür bewunderte ich sie sehr. Besonders mochte ich ihre Güte und vor allem ihre Charakterstärke. Nie wurde Anna ausfallend und ihre zugewandte, freundliche Art war mir sehr angenehm.
Katharina war mir am Anfang sehr unsympathisch. Sie hatte das Glück, in eine gut betuchte Familie hineingeboren zu werden, in der Wohlstand das Leben angenehm machte und ihr einen gewissen Standard sicherte. Dass Katharina keine Ahnung von der harten und brutalen Welt der niedrigeren Stände hatte, merkte ich besonders dann, wenn sie sich wieder einmal unmöglich gegenüber der Hausangestellten benahm.
Aber auch für sie hielt das Karma eine derbe Überraschung bereit. Auf der einen Seite empfand ich so etwas wie Mitleid mit ihr, auf der anderen Seite dachte ich mir, dass es ihr schon irgendwie recht geschah. Auch hier zeigte Sophie Oliver sehr eindrücklich, was damals so üblich war und welche Regeln es in der Gesellschaft gegeben hatte.
Sowohl Anna als auch Katharina entwickelten sich im Verlauf der Ereignisse weiter und wirkten zum Ende hin wesentlich reifer als zu Beginn. Katharina schaffte es sogar in meiner Achtung zu steigen. Auch wenn sie noch immer kein Lieblingscharakter von mir war, begann ich sie langsam zu mögen.
Prinzipiell wurden alle Figuren mit sehr viel Hingabe und Authentizität ausgearbeitet. Selbst Randfiguren strotzten nur so vor Leben. Damit machte es mir Sophie Oliver auch unglaublich leicht sie alle problemlos auseinanderzuhalten und ich hätte die Übersicht der Figuren der Handlung zu Beginn des Buches gar nicht benötigt.
Ein Antagonist aus dem Buch stach mir besonders sauer auf, der Sauhändler Veit Talhofer. Im wahrsten Sinne des Wortes ein widerliches Schwein und besonders an ihm trat die Niedertracht besonders stark hervor.
Generell herrschte in dieser Geschichte oft eine drückende Atmosphäre, durchzogen von Heimtücke, Missgunst und jeder Menge Intrigen. Und dennoch gelang es Sophie Oliver diesem Buch auch das Licht der Hoffnung zu schenken. Wie gebannt verfolgte ich die Entwicklungen und hoffte auf glückliche Fügungen.
Unterstrichen wurde das Ganze mit reichlich undurchschaubaren Wendungen, die nicht nur die Spannung kontinuierlich hochhielten, sondern auch dafür sorgten, dass ich süchtig nach den Figuren und ihrer Leben wurde.
Der Schauplatz der Handlungen, Bad Reichenhall, war unglaublich schön gewählt. Vor der Kulisse des exklusiven Kurortes, eingerahmt mit seinen malerischen Alpen, stachen die Tragödien in vollem Kontrast hervor.
Ganz am Ende des Buches findet sich noch ein ausführliches Glossar, welches den positiven Gesamteindruck dieses historischen Familiensagaromans abrundete. Beim gesamten Buch war spürbar gewesen, dass Sophie Oliver genauestens recherchiert hatte und damit die Zeit zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts gekonnt zum Leben erweckte.
Fazit:
Ein beeindruckender Auftakt einer Familiensaga, die alles für eine ausgezeichnete Unterhaltung mitbringt. Spannung, Drama, Tragödien, Hoffnung und Liebe. Ich bin jetzt angefixt und werde auch die anderen Teile lesen. Denn ich muss wissen, wie es mit Anna weitergeht.
Book-addicted
5/5
07.09.2020
Buch (Taschenbuch)
Fesselnde Charaktere, ein spannender Plot und ein mitreißender Schreibstil!
*Meine Meinung*
"Grandhotel Schwarzenberg - Der Weg des Schicksals" ist der erste Band einer Familiensaga von Sophie Oliver.
Normalerweise bin ich nicht zwangsweise der Typ für historische Familiensagen, doch die Romane der Autorin begeisterten mich in der Vergangenheit immer wieder. Aus diesem Grund griff ich auch zu diesem Werk und bin nun ehrlich gesagt sehr froh darüber!
Es verschlägt uns ins Jahre 1905 und wir begleiten Anna Gmeiner und Katharina von Feil. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Anna hat es nicht leicht, sie lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder in einem kleinen Haus mit einem kleinen Stall und ein paar Tieren, fernab des städtischen Lebens. Gerade im Winter kommt die Familie kaum über die Runden und muss allerhand Abstriche machen, um überleben zu können...
Katharina hingegen wohnt in einem Stadthaus mit Personal und ihr Vater ist der Geschäftsführer der Saline. Sie hat keinerlei Schwierigkeiten durchs Leben zu kommen, und einzig die Frage, welchen Mann sie einmal heiraten wird, beschäftigt die junge Frau.
Der Charakter der Anna gefiel mir unwahrscheinlich gut, denn sie lässt sich niemals unterkriegen - egal was das Schicksal so bringt. Sie kämpft mit allen Mitteln ums überleben und imponiert mir damit sehr. Sieht man hingegen Katharina, so kommt einem deren Leben vergleichsweise harmlos vor. Doch fairerweise muss man sagen, dass auch Katharina mit Problemen zu kämpfen hat - wenn auch anderer Art. Anfangs mochte ich Katharina nicht besonders, allerdings begann ich im Verlauf des Buches immer mehr damit, Verständnis für Ihre Sorgen und Probleme zu entwickeln.
Auch die anderen Charaktere waren stellenweise beeindruckend, die einen mehr, die anderen weniger.
Der Plot ist unfassbar spannend, denn die Erlebnisse und Schicksalsschläge der einzelnen Charaktere (allen voran Anna) berühren und fesseln einen zutiefst. Man will unbedingt wissen wie es weitergeht und fliegt nur so durch die Geschichte. Sie regt aber auch zum nachdenken an und macht uns deutlich, wie manipulativ die reiche Gesellschaftsschicht sein kann und wie sehr Geld die Welt regiert. Die unterschiedlichen Stände der Gesellschaft werden mehr als deutlich und vielen Menschen ist ein gutes Ansehen und ein guter Ruf mehr Wert, als ein wirkliches und gutes Miteinander.
Der Schreibstil ist fesselnd, mitreißend, bildhaft und passt zur Zeit, in der das Buch spielt.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band und darauf zu erfahren, wie es mit Anna, Katharina und den anderen weitergeht.
*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Lübbe Verlag
ISBN: 978-3-404-18062-2
Preis: 10,00 € (Taschenbuch) / 6,99 € (Ebook)
Reihe:
Der Weg des Schicksals
Rückkehr nach Bad Reichenhall
Der Beginn einer neuen Zeit
*Infos zur Autorin*
"Geboren und aufgewachsen in Bayern, verließ Sophie Oliver nach dem Abitur ihre Heimat, um zu studieren und die Welt zu erkunden. Mittlerweile ist sie zu ihren Wurzeln zurückgekehrt und lebt mit Familie und Hund auf dem Land. Sophie liebt die bunte Vielfalt, Schräges genauso wie Schönes sowie »all things British«. Ihre Lebensneugierde drückt sie in ihren Romanen und Kurzgeschichten aus, wobei sie sich darüber freut, in verschiedenen Genres schreiben zu dürfen." (Quelle: Verlagshomepage)
*Fazit*
Ein grandioser Auftakt, der Lust auf mehr macht!
Wertung: 5 von 5 Sterne!
Dreamworx
aus Berlin
5/5
16.08.2020
Buch (Taschenbuch)
Zwei Frauen auf der Suche nach Glück
1905. Anna Gmeiner ist gemeinsam mit ihrem Bruder bei ihrem Vater in ärmlichen Verhältnissen auf einem Hof am Rand vom Kurort Bad Reichenhall aufgewachsen, wo sich ein reiches und adliges Publikum tummelt, während die normale Bevölkerung von der Salzgewinnung lebt. Als der Bruder stirbt, wird die Lage für Anna und ihren Vater noch schwieriger, da ihnen ein Einkommen fehlt. Dann trifft Anna auf den Salzsieder Michael Schwarzenberg, für beide ist es schnell die große Liebe. Doch Annas Vater möchte Anna erst die Ehe mit Michael erlauben, wenn dieser das Leben für sich und Anna finanzieren kann. Aber dann verliert der zielstrebige Michael durch unglückliche Umstände seine Arbeit und versucht, sich in Amerika ein neues Leben aufzubauen und Anna nachzuholen. Während seiner Abwesenheit hat Annas Vater einen tödlichen Unfall, was Anna dazu zwingt, sich als Küchenhilfe im Haushalt der von Feils auf Burg Schönegg zu verdingen. Doch auch hier ist Anna das Glück nicht lange beschieden, was sie in eine Ehe drängt, die sie eigentlich gar nicht will...
Sophie Oliver hat mit „Grandhotel Schwarzenberg-Der Weg des Schicksals“ einen gelungenen Auftakt für ihre historische Grandhotel-Trilogie vorgelegt. Der flüssig-bildhafte und gefühlvolle Schreibstil gewährt dem Leser eine Zeitreise zu Beginn des 20. Jahrhunderts und stellt ihn an die Seite von Anna, um ihr Schicksal hautnah beobachten zu können. Die Autorin lässt den Leser nicht nur teilhaben an den gesellschaftlichen Gepflogenheiten der damaligen Bevölkerung, sondern zeichnet auch das Bild der Frau zu jener Zeit recht eindrucksvoll. Nicht nur die Diskrepanz zwischen arm und reich ist sehr gut herausgearbeitet, auch die Informationen über die Salzgewinnung sind lehrreich und gut mit der Handlung verknüpft. Mit farbenfrohen Beschreibungen lässt Oliver den berühmten Kurort in den Alpen vor dem inneren Auge des Lesers entstehen, während er Annas harten Lebensweg begleitet, wobei auch einiges an Intrigen und Schicksalsschlägen die Spannung immer weiter in die Höhe treibt, während der Leser mit Anna auf einen glücklichen Verlauf ihres Lebensweges hofft. Sehr gut gelungen ist auch der Vergleich zwischen Anna und der aus wohlhabenden Verhältnissen stammenden Katharina von Feil, die trotz ihrer guten Herkunft auch nicht selbständig über ihr Leben bestimmen kann und sich den Wünschen der Familie beugen muss.
Die Charaktere sind liebevoll inszeniert und mit Leben versehen. Mit ihren menschlichen Eigenschaften wirken sie glaubwürdig und realitätsnah, so dass der Leser sich ihnen schnell verbunden fühlt und mit ihnen fiebert, leidet und hofft. Anna ist eine Protagonistin, der man nur Respekt zollen kann für ihre Stärke. Sie muss durch so viele Prüfungen, doch rafft sie sich immer wieder auf und schaut nach vorn. Sie ist eine Kämpferin durch und durch, die sich dem Leben stellt. Katharina muss sich den Konventionen ihrer Familie beugen, um deren Ehre zu retten. Doch auch sie muss kämpfen, um sich zu befreien, wofür sie einiges an Mut benötigt. Aber auch Michael, Konrad, Friedrich und andere tragen ihren Teil dazu bei, dass die Geschichte rundum spannend, atmosphärisch und kurzweilig ist.
„Grandhotel Schwarzenberg-Der Weg des Schicksals“ ist ein rundum gelungener erster Streich der neuen Trilogie aus der Feder von Sophie Oliver. Die bildhaften Szenerien sowie eindrucksvolle Charaktere lassen den Leser an den Seiten kleben, während Tragödien, Schicksalsschläge und Intrigen sich die Hand geben. Absolute Leseempfehlung und gespanntes Warten auf Band 2!
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