Flamme sein!

Hans Scholl und die Weiße Rose

Beck Paperback Band 6435

Robert M. Zoske

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Beschreibung

Ohne Hans Scholl hätte es die Weiße Rose nicht gegeben. Aber wie kam der 23-Jährige dazu, sein Leben im Kampf gegen Hitler zu riskieren? Robert Zoske zeichnet auf der Grundlage von bisher unbekannten Dokumenten ein neues, faszinierendes Bild des jungen Widerstandskämpfers.

Das Buch beschreibt einen bisher wenig bekannten Hans Scholl, den der Heroismus der Hitlerjugend ebenso anzog wie die Dichtung Stefan Georges und eine naturmystische Frömmigkeit, der Gedichte und Erzählungen schrieb, dessen Freiheitsdrang aber seine größte Leidenschaft war. «Es lebe die Freiheit», waren seine letzten Worte. Das fesselnd geschriebene Buch lässt dieses Vermächtnis eindrucksvoll lebendig werden.

Robert M. Zoske Dr. phil., evangelischer Theologe und Publizist, war bis 2017 Pastor in Hamburg.

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 18.03.2021
Verlag C. H. Beck
Seitenzahl 368 (Printausgabe)
Dateigröße 34720 KB
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783406768040

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Es lebe die Freiheit!

Sikal am 28.01.2018

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Hans Scholl, Gründungsmitglied der Weißen Rose, bezahlte seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus – wie bekannt - mit dem Tod. Was bewegt einen 23-jährigen, sein Leben in den Dienst der Freiheit zu stellen? Robert M. Zoske, Dr. phil., evangelischer Theologe, beschäftigt sich seit längerer Zeit mit der Weißen Rose – von ihm erschien bereits „Sehnsucht nach dem Lichte. Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl.“ Zoske zeichnet ein Bild eines jungen Mannes, der einerseits von der Hitlerjugend ebenso fasziniert ist und bis zum Fähnleinführer aufsteigt, während er sich andererseits der Autokratie Hitlers widersetzt, indem er z.B. verbotene Bücher liest und letztendlich diese bekannten Flugblätter verteilt. Hans Scholl wurde am 22. September 1918 geboren und verlebte seine Kindheit und Jugend in einem religiös orientierten Umfeld. Seine Eltern unterstützten seine Ambitionen der Hitlerjugend beizutreten. Als von den Nationalsozialisten das Verbot sämtlicher „staatsfeindlicher“ Jugendverbände publik wurde, wollte Scholl erst dem politischen Druck nachgeben, entschied sich jedoch um und organisierte im Geheimen diverse Zusammenkünfte und Ausflüge. Sein Enthusiasmus war unbeschreiblich. Er dachte lange Zeit, seine nationalrevolutionäre Anschauung in bündischen und nationalsozialistischen Organisationen verwirklichen zu können – er wollte ein normales Leben führen können und doch war genau dies zu der Zeit zum Scheitern verurteilt. „Ganz leben oder gar nicht!“, wurde zu Scholls Devise. Sein Freiheitsdrang war unumstößlich, was sich natürlich mit der nationalsozialistischen „Gestaltung“ des Landes nicht vereinbaren ließ. Musste diese Zerrissenheit zum Widerstand führen? Scholl kämpfte nicht nur gegen den Nationalsozialismus, sondern auch gegen sich selbst. Einerseits war er zielstrebig und überzeugend, andererseits konnte er sich ganz zurückziehen, wusste nicht wohin sein Weg ihn führen soll, verlor sich in selbstverfassten Gedichten und Erzählungen und spürte auch eine gewisse Unsicherheit aufgrund seiner sexuellen Neigungen. „Hans Scholl sollte bis an sein Ende der werdende Wanderer bleiben, doch nur auf den Wandel wollte er sich trotzdem nicht festlegen. Sprunghaft-widersprüchlich versuchte er, die Gegensätze von Ruhe und Ruhelosigkeit miteinander zu vereinen.“ Seine Beziehungen zu jungen Männern konnte er nicht verheimlichen und geriet – teilweise durch Denunziation sowie unglückliche Zufälle – ins Visier der Gestapo, woraufhin er etliche Tag in Haft verbrachte. Hier merkt man sehr schön die tiefe Verbundenheit innerhalb der Familie, seine Briefe an die Eltern sind sehr berührend und auch die Bemühungen des Vaters, um den Sohn aus den Fängen der Justiz zu befreien, zeigen den Zusammenhalt. Als Medizinstudent war Scholl besonders der Philosophie zugeneigt, beschäftigte sich u.a. mit Nietzsche. Auf seinen Fronteinsätzen wurde er mit den Schrecklichkeiten des Krieges konfrontiert, was seine Haltung noch verstärkte. Ebenso beeinflussten die Radioansprachen Thomas Manns die Flugblätter der Weißen Rose – dies wird durch Zoske hier sehr beeindruckend dargestellt. Ebenso erfährt man in kurzen Kapiteln seine Beziehung zu seiner jüngeren Schwester Sophie, seinen Freund Alexander Schmorell, Traute Lafrenz, Christoph Probst u.a. Im Anschluss an die Biographie findet man noch die Originaltexte der Flugblätter sowie sämtliche Gedichte Hans Scholls. Was mich sehr beeindruckte, war seine tiefe Gelassenheit und Ruhe als er seinem Schicksal entgegensah. Er wusste was ihn erwartet und stand auch in diesen Momenten hinter seinen Überzeugungen. Hier half ihm vermutlich seine Beziehung zur Religion, was man auch in diversen Briefausschnitten herausliest. Zoske ist eine detaillierte und faszinierende Biographie Hans Scholls gelungen. Man merkt seine Kenntnisse über die Weiße Rose und erkennt seine akribischen Recherchearbeiten. Viele Zitate, Briefauszüge und Bilder geben dem Menschen Hans Scholl – fernab der Bewegung – eine Stimme. Dieses Bild gefiel mir ausgesprochen gut, viel Neues durfte ich erfahren. Gerne vergebe ich fünf wohlverdiente Sterne. „Nur wer sich selbst verbrennt, wird den Menschen ewig wandernde Flamme.“ (Christian Morgenstern)

5/5

Es lebe die Freiheit!

Sikal am 28.01.2018
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Hans Scholl, Gründungsmitglied der Weißen Rose, bezahlte seinen Widerstand gegen den Nationalsozialismus – wie bekannt - mit dem Tod. Was bewegt einen 23-jährigen, sein Leben in den Dienst der Freiheit zu stellen? Robert M. Zoske, Dr. phil., evangelischer Theologe, beschäftigt sich seit längerer Zeit mit der Weißen Rose – von ihm erschien bereits „Sehnsucht nach dem Lichte. Zur religiösen Entwicklung von Hans Scholl.“ Zoske zeichnet ein Bild eines jungen Mannes, der einerseits von der Hitlerjugend ebenso fasziniert ist und bis zum Fähnleinführer aufsteigt, während er sich andererseits der Autokratie Hitlers widersetzt, indem er z.B. verbotene Bücher liest und letztendlich diese bekannten Flugblätter verteilt. Hans Scholl wurde am 22. September 1918 geboren und verlebte seine Kindheit und Jugend in einem religiös orientierten Umfeld. Seine Eltern unterstützten seine Ambitionen der Hitlerjugend beizutreten. Als von den Nationalsozialisten das Verbot sämtlicher „staatsfeindlicher“ Jugendverbände publik wurde, wollte Scholl erst dem politischen Druck nachgeben, entschied sich jedoch um und organisierte im Geheimen diverse Zusammenkünfte und Ausflüge. Sein Enthusiasmus war unbeschreiblich. Er dachte lange Zeit, seine nationalrevolutionäre Anschauung in bündischen und nationalsozialistischen Organisationen verwirklichen zu können – er wollte ein normales Leben führen können und doch war genau dies zu der Zeit zum Scheitern verurteilt. „Ganz leben oder gar nicht!“, wurde zu Scholls Devise. Sein Freiheitsdrang war unumstößlich, was sich natürlich mit der nationalsozialistischen „Gestaltung“ des Landes nicht vereinbaren ließ. Musste diese Zerrissenheit zum Widerstand führen? Scholl kämpfte nicht nur gegen den Nationalsozialismus, sondern auch gegen sich selbst. Einerseits war er zielstrebig und überzeugend, andererseits konnte er sich ganz zurückziehen, wusste nicht wohin sein Weg ihn führen soll, verlor sich in selbstverfassten Gedichten und Erzählungen und spürte auch eine gewisse Unsicherheit aufgrund seiner sexuellen Neigungen. „Hans Scholl sollte bis an sein Ende der werdende Wanderer bleiben, doch nur auf den Wandel wollte er sich trotzdem nicht festlegen. Sprunghaft-widersprüchlich versuchte er, die Gegensätze von Ruhe und Ruhelosigkeit miteinander zu vereinen.“ Seine Beziehungen zu jungen Männern konnte er nicht verheimlichen und geriet – teilweise durch Denunziation sowie unglückliche Zufälle – ins Visier der Gestapo, woraufhin er etliche Tag in Haft verbrachte. Hier merkt man sehr schön die tiefe Verbundenheit innerhalb der Familie, seine Briefe an die Eltern sind sehr berührend und auch die Bemühungen des Vaters, um den Sohn aus den Fängen der Justiz zu befreien, zeigen den Zusammenhalt. Als Medizinstudent war Scholl besonders der Philosophie zugeneigt, beschäftigte sich u.a. mit Nietzsche. Auf seinen Fronteinsätzen wurde er mit den Schrecklichkeiten des Krieges konfrontiert, was seine Haltung noch verstärkte. Ebenso beeinflussten die Radioansprachen Thomas Manns die Flugblätter der Weißen Rose – dies wird durch Zoske hier sehr beeindruckend dargestellt. Ebenso erfährt man in kurzen Kapiteln seine Beziehung zu seiner jüngeren Schwester Sophie, seinen Freund Alexander Schmorell, Traute Lafrenz, Christoph Probst u.a. Im Anschluss an die Biographie findet man noch die Originaltexte der Flugblätter sowie sämtliche Gedichte Hans Scholls. Was mich sehr beeindruckte, war seine tiefe Gelassenheit und Ruhe als er seinem Schicksal entgegensah. Er wusste was ihn erwartet und stand auch in diesen Momenten hinter seinen Überzeugungen. Hier half ihm vermutlich seine Beziehung zur Religion, was man auch in diversen Briefausschnitten herausliest. Zoske ist eine detaillierte und faszinierende Biographie Hans Scholls gelungen. Man merkt seine Kenntnisse über die Weiße Rose und erkennt seine akribischen Recherchearbeiten. Viele Zitate, Briefauszüge und Bilder geben dem Menschen Hans Scholl – fernab der Bewegung – eine Stimme. Dieses Bild gefiel mir ausgesprochen gut, viel Neues durfte ich erfahren. Gerne vergebe ich fünf wohlverdiente Sterne. „Nur wer sich selbst verbrennt, wird den Menschen ewig wandernde Flamme.“ (Christian Morgenstern)

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