Nachdem Hoshiko und Ben den Zirkus in Brand gesetzt haben, sind sie nun auf der Flucht. Doch Bens Mutter wird alles daran setzen, um ihn zu finden und Rache zu nehmen; ihn in die Enge zu treiben und dazu zu zwingen, sich für Hoshiko zu opfern. Denn die tödlichste Show der Welt ist wieder zurück. Und wenn Ben dachte, er würde ihre dunkelsten Geheimnisse schon kennen, dann muss er nun feststellen, dass er das wahre Ausmaß des Schreckens unter dem Kuppeldach erst jetzt kennenlernen wird - als die neue Attraktion des Zirkus ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Berlin
5/5
07.06.2021
eBook (ePUB 3)
Absolutes Highlight - ich werde diese Reihe definitiv noch einmal lesen
Was für ein grandioses Buch. Ich bin richtig froh, dass ich zum Ende des Jahres noch so eine tolle Dilogie gelesen habe und zähle somit beide Bücher zu meinen Jahreshighlights für 2019.
Ich habe das erste Buch absolut geliebt und das hat natürlich die Messlatte für den zweiten Band ziemlich hoch gesetzt. "Die Arena: Letzte Entscheidung" steht seinem Vorgänger in absolut nichts nach. Es hat alle meine Erwartungen sogar übertroffen und es war im Endeffekt fast noch, als ich erwartet hatte. Nachdem ich vor ein paar Wochen bereits Band 1 gelesen hatte, wusste ich, dass ich die Fortsetzung so schnell wie möglich lesen muss, denn Teil 1 endete für mich einfach in einem absoluten Cliffhänger. Und nun kann ich nicht anders, als zu spekulieren, ob das letzte Kapitel eine Vorbereitung auf einen potenziellen dritten Teil war... Ich bin einfach auch noch nicht bereit, Ben und Hoshi loszulassen.
Kurz umrissen: Wir befinden uns in einer futuristischen Welt, in der die Menschen in zwei Gruppen, Pures und Dregs, aufgeteilt sind. Die Pures sind die überlegene Gruppe und behandeln die Dregs, als wären sie der reinste Abschaum. Dann gibt es da noch den Zirkus, in dem die Dregs zur Belustigung der Pures‘ auftreten und gefährliche Spektakel vollführen, die oft auch tödlich enden.
ACHTUNG SPOILER:
Band 2 knüpft direkt an die Stelle an, bei der der erste Band mit unseren Hauptfiguren aufgehört hat. Ben und Hoshi konnten fliehen. Der Zirkus inklusive Sabatino liegt in Schutt und Asche. Eine Weile können Hoshi, Ben und Greta entkommen und somit sind sie Tag täglich auf der Flucht. Doch das ist nur die Ruhe vor dem Sturm. Denn dies soll leider nicht so bleiben. Der Zirkus wird wieder aufgebaut und er wird schrecklicher und schlimmer werden als je zuvor, denn nun unterliegt er der Gunst Vivianne Banes.
Was mir leider nicht ganz so gut gefallen hat, ist das unsere Protagonisten Ben und Hoshi zudem sehr zeitig im Buch voneinander getrennt werden und erst sehr spät im Buch wieder aufeinander treffen. Die Dynamik der zwei ist einfach zu schön gewesen im ersten Band. Für den Fortlauf der Geschichte war es jedoch absolut notwendig, damit wir an den verschiedenen Fronten erfahren, wie es nun weiter gehen wird.
FAZIT: Absolutes Highlight - ich werde diese Reihe definitiv noch einmal lesen und auch zukünftig nach weiteren Werken von Hayley Barker Ausschau halten.
Lexa
aus Ulm
5/5
05.09.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Noch grausam grandioser!
Teil Eins der Dilogie konnte mich schon mitreißen. Umso gespannter war ich jetzt natürlich auf Teil 2. Ben und Hoshiko haben den Zirkus in die Luft gesprengt und sind auf der Flucht. Doch das Grauen ist noch nicht vorbei. Aus der Asche erhebt sich die Manege erneut – noch grausamer und skrupelloser als zuvor. Und nun erlebt auch Ben am eigenen Leibe was es heißt für Silvio zu tanzen. Währenddessen rücken die Wahlen immer näher. Und der Ausgang wird über die Zukunft aller entscheiden…
Puh was soll ich sagen. Wie schon in Teil 1 schildert die Autorin die Ereignisse mit präziser und ungeschönter Grausamkeit. Menschen werden heruntergemacht, gequält, gefoltert – definitiv nichts für schwache Nerven. Doch in diese Grausamkeit verflechtet sie zarte Bande der Freundschaft und der aufkeimenden Liebe. Und diese Mischung hat für mich den Ausschlag gegeben. Hoshiko und Ben werden erneut voneinander getrennt – doch scheinen sie sich auch in dieser Situation sehr nah zu sein. Dieses Mal haben wir eine umgekehrte Perspektive. Ben ist derjenige der im Zirkus festsitzt und Hoshiko ist draußen und versucht ihn zu retten. Ein sehr interessanter Ansatz. Man spürt das Band zwischen den beiden in jeder Zeile und dass sie für das was sie erreichen wollen brennen. Und auch die Nebencharaktere bestechen durch ihre Liebenswürdig- und Schlagfertigkeit. So habe ich beispielsweise Greta wieder von Anfang an ins Herz geschlossen. Auch eine große politische Komponente fließt in diesen Teil mit ein. Zwei grundverschiedene Seiten stehen sich gegenüber und kämpfen mit den jeweils eigenen Waffen für den Wahlsieg. Das gibt der sowieso schon spannenden Geschichte eine zusätzliche Prise dazu. Der Spannungsbogen wird konsequent aufrechterhalten und zu keinem Zeitpunkt ist die Geschichte annähernd langweilig.
Eine spannungsgeladene Handlung, liebgewonnene Charaktere gemischt mit harten, grausamen Details – ein absolut fesselndes Leseerlebnis und eine klare Empfehlung!
Nicole
aus Nürnberg
5/5
03.05.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolute Spannung
Meine Meinung zum zweiten Teil der Reihe:
Die Arena
Letzte Entscheidung
Wie ich das Gelesene empfinde:
Ich finde es stark wie schnell ich auch in diese Geschichte gefunden habe. Auch wenn in der Geschichte ein Jahr vergangen ist, wo Ben und Hoshi auf der Flucht sind. Denn sie wollen nicht gefunden werden, damit nicht wieder Zustände entstehen können wie im Zirkus, doch der Alptraum wird war, als Ben und Hoshi getrennt werden und Ben jetzt im Zirkus seine Zeit fristen darf. Wie ihr ja schon im ersten Band entdecken durftet, ist das keine leichte Zeit dort. Und es ist alles noch viel härter, grausamer und gemeiner geworden. Ich war teilweise auch baff wie sich einer der Hauptcharaktere als Jesus darstellte und als der Retter gezählt werden wollte, doch Hochmut kommt vor dem Fall.
Charaktere:
Dieses Mal lerne ich Hoshi als die Freie kennen. Lernte ich sie im ersten Teil ja noch als die Zirkusattraktion kennen, so treffe ich jetzt auf sie als starke freie Frau, die dennoch den Mächten ausgesetzt ist, sie muss sich entscheiden auf welcher Seite sie ist und wie es weiter gehen kann und soll. Sie ist mutig das weiß ich schon vom ersten Teil und auch im zweiten Teil ist ihr Mut ihre Waffe und zugleich ihre Stärke.
Ben dagegen ist für mich noch mehr aus sich heraus gewachsen, und dank seines Wissens das er in der Schule erlernen durfte, das er auch anwenden kann, kann er eine Sache herauszögern bzw. zum Guten nutzen.
Am Ende der Geschichte fand ich alle Charaktere echt treffend, bzw. über zwei Charaktere wunderte ich mich sogar. Denn der eine tritt endlich heraus aus dem was ihn unterdrückte und der andere ist einfach extrem heftig. Und damit ich euch hier nicht die Spannung wegnehme, lest am besten selbst das Buch.
Spannung:
Die Spannung war für mich extrem hoch angesetzt, ich war ja schon vom ersten Band extrem geflasht, doch im zweiten brauchte es ein bisschen bis ich sagen konnte jetzt hat mich die Spannung gepackt. Auch wenn ich ahnte wohin die Geschichte steuert und wie es ausgehen wird. Hier hätte ich mir eher noch gewünscht eine Überraschung zu erleben, dennoch ist die Geschichte unfassbar spannend und ich wollte das Buch die letzten 200 Seiten ganz klar nicht mehr auf die Seite legen und preschte dann einfach hervor und las und las und las.
Deswegen gut umgesetzte Spannung.
Schreibstil:
Die Form das erst Ben und dann Hoshi erzählen darf was beide erleben ist gewagt und das gefällt mir nicht in jeder Geschichte, doch hier ist es so passend und unterstreicht das Gelesene noch einmal. Jedes Mal hatte ich auch die Bilder und Szenen wirklich in meinem Kopf und ich wollte da auch nicht mehr auftauchen. Ich fand sogar, das es noch etwas packender erzählt wurde, und es war dieses Mal zwar auch etwas blutig, aber doch um weiten abgespeckter als im ersten Teil, was mir auch gut gefallen hatte.
Zitat im Buch:
Auf Seite 68 fand ich einen Satz den ich mit euch teilen möchte, weil es klar macht, um was es vor allem geht.
Liebe, die andere Menschen besitzen und sie nach dem eigenen Willen umformen will, ist keine Liebe. Das ist das Gegenteil von Liebe.
Der Rahmen im Buch:
Das Buch ist an sich nur eine Geschichte, doch es räumt auf mit dem Zweiklassenschichtsystem. Es geht um mehr. Es geht um alle sind gleich und alle sollten die gleichen Rechte haben. Gar nicht so einfach, denn so etwas umzusetzen und die Privilegien die doch jeder so hatte aufzugeben, erfordert Mut und zugleich ein Ja zu Verantwortung und Veränderung. Das beschreibt dieses Buch wirklich gut, und ich kann mir sogar vorstellen das ein dritter Band zu der Reihe noch erscheinen könnte. Vielleicht nicht unbedingt mit dem Zirkus wie es jetzt im ersten und zweiten Band dargestellt wird, aber doch so das es noch einmal ähnliche Bedingungen gibt. Andererseits ist die Geschichte von Ben und Hoshi abgeschlossen.
Empfehlung:
Diese Geschichte möchte ich jedem an das Herz legen, der bereit ist, sich in eine Welt zu träumen, die ganz klar Fiktion ist und doch noch so vieles mehr. Diese Geschichte zeigt Zustände auf, die in manchen Ecken der Welt immer noch so herrschen. Ich finde es zugleich so extrem spannend zu lesen und ich klebte hier wirklich dick an der Geschichte, weswegen ich auch traurig bin, das sie jetzt zu Ende ist und genau deswegen empfehle ich sie euch. Sie lässt euch egal ob 12 oder 100 Jahre alt abtauchen und abschalten und das auf eine angenehme und ganz arg spannende Zeit.
Bewertung:
Ich gebe auch diesem Teil fünf Sterne und bin wirklich begeistert das ich eine neue Reihe gelesen habe, die mich fesselte, unterhalten hat und zugleich auch mir zeigte, wo Ungerechtigkeiten hinführen können.
Buecherseele79
5/5
04.02.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Es geht mit mehr Spannung weiter!
Die Möglichkeiten zur Flucht waren nie optimal und nach 1 Jahr des Versteckens werden Hoshiko, Greta, Ben und Jack aufgespürt.
Damit die Freunde fliehen können stellt sich Ben und hofft dass seine Freunde untertauchen können.
Während Hoshiko und ihre Freunde in den Slums Unterstützung suchen und erhalten trifft Ben nicht nur auf seine Mutter sondern auf den neu errichteten Zirkus sowie einen alten Widersacher der das Inferno überlebt hat...
Ich dachte dass es nach Band Eins nicht noch spannender und grausamer zugehen könnte, aber da habe ich mich ordentlich in der Autorin getäuscht.
Auch hier nochmals die Warnung – das Buch geht an die Substanz, die Autorin spielt mit der Realität sowie mischt Fiktion hinein, es ist politisch und zeigt einfach nur auf dass Menschen eben doch die grausamsten Bestien auf diesem Planeten sind.
Für Kinder bzw. Jugendliche ist das Buch nicht bedingt zu empfehlen, sie sollten Verständnis von dem aktuellen Geschehen der Gesellschaft haben und sich damit auseinandersetzten können.
Der Schreibstil ist wieder packend, beginnt mit einem Spannungsbogen der sich noch höher und extremer spannt und die Autorin packt alles in den zweiten Band der auch gleichzeitig das Finale enthält.
Und natürlich springt das Cover auch hier wieder ins Auge und macht neugierig auf die Geschichte.
Ich selbst finde dies gut umgesetzt, in meinen Augen hätte es einen dritten Band auch gar nicht nötig da alles wunderbar und perfekt in zwei Bücher passt, sonst würde es Längen und womöglich eine unrealistische Entwicklung der Geschichte geben.
Hoshiko und Ben ist die Flucht gelungen, aber wenn man in ganz London gesucht wird und die Grenzen dicht sind, dann sind die Möglichkeiten für ein dauerhaftes Versteck nicht gegeben.
In diesem Band erhält man jetzt auch mehr Einblicke in die Politik der Pures, aber auch in die Slums und Umstände der Dregs und das rundet das Buch und die ganze Geschichte in zwei Büchern perfekt ab.
Hoshiko, Greta und Jack landen in den Slums von London und müssen sie hier durchschlagen.
Doch der Anführer des Slums – Kadir, bietet ihnen Schutz, allerdings müssen sie ihm ebenso einen Gefallen tun.
Denn Kadir unterstützt die Kandidatin für die Präsidentschaftswahlen – Laura Minton.
Sie ist ein Dreg und will versuchen gegen Vivian Baines zu gewinnen damit die Zukunft für Dregs ebenso sauber und rosig erscheint wie für die Pures.
Doch Hoshiko hat ihre Zweifel – an Kadir und an Laura Minton.
Währenddessen ist Ben im neuen Zirkus gefangen, trifft neben Artisten die schon mit Hoshiko gearbeitet haben auf seine Mutter und einen alten Feind von dem er geglaubt hatte er ist tot.
Und der Zirkus bzw. Jahrmarkt ist noch grausamer, tödlicher und feindseliger geworden als es der Zirkus je war.
Hier wird dem Leser sehr oft und sehr regelmässig eine Gänsehaut übergezogen, man glaubt manchmal gar nicht was man in dieser Geschichte liest und was möglich sein könnte bzw. kann.
Der Horror und Gänsehauteffekt liegt auf jeden Fall hier beim neuen Zirkus und seinen grausamen Möglichkeiten.
Die Veränderungen von Hoshiko und Ben haben mir sehr gut gefallen.
Denn auch wenn beide zusammen sein wollen und ein ruhiges, einfaches Leben genießen möchten, so haben sie doch mit ihren alten Geistern und der Vergangenheit, dem Erlebten zu kämpfen.
Gerade diese innere Zerrissenheit bei Hoshiko kam sehr authentisch und gefühlvoll herüber.
Man kann den Zirkus nicht aus den Leuten bekommen, ein Teil davon wird immer dort sein und diese vielen Gedanken machen Hoshiko sehr zu schaffen.
Auch für Ben steht vieles oft an einem Scheideweg und muss sich für einen der zwei Richtungen entscheiden und auch, welches Leben er in Zukunft führen möchte, was kann er mit seinem Gewissen vereinbaren, auf welcher Seite möchte er stehen?
Hier war die Unsicherheit sowie der Adrenalinspiegel immens erhöht denn seine Mutter, Vivian Baines, ist mit allen Wassern gewaschen und man wird als Leser hier und da überrascht und fragt sich welche Folgen es für den Verlauf der Geschichte haben wird.
Am Höhepunkt der Geschichte gibt es einen Cut und die Autorin wechselt in den Epilog über, für den ein oder anderen mag dieser Übergang abrupt erscheinen und zu hingeworfen, ich persönlich finde diese Möglichkeit gut umgesetzt da die Autorin nicht ewig lang noch mit dem Ende sich eine Story „zusammenbastelt“ sondern erzählt was passiert ist, wie es weitergehen könnten, für jeden Einzelnen, den wir in diesen zwei Büchern haben kennenlernen dürfen.
Und der ein oder andere fade Beigeschmack wird bleiben, was super ist weil sich das Buch so in den Köpfen festsetzt.
Ich bin im Ganzen sehr begeistert und angetan von diesen zwei Bänden und empfehle diese äusserst spannende aber auch sehr bewegende Dystopie weiter.
Nancy F.
aus Königswinter
5/5
08.01.2020
Buch (Gebundene Ausgabe)
Würdiger Abschluss
Bereits der erste Teil der Arena-Dilogie "Grausame Spiele" konnte mich vollends begeistern. Die Fortsetzung "Letzt Entscheidung" stand dem ersten Teil jedoch in nichts nach. Es war eher noch dramatischer, noch mitreißender, noch spannender und somit ein mehr als würdiger Abschluss dieser grandiosen Dystopie!
Wie bereits im ersten Band spielt auch dieser Teil der Geschichte nur an wenigen, dafür jedoch handlungsreichen Tagen. Die Geschichte setzt dabei nicht direkt am Vorgänger an, sondern spielt ein ganzes Jahr nach den dortigen Ereignissen. Auf den Inhalt möchte ich gar nicht groß eingehen, um Lesern, die den ersten Teil noch nicht kennen, nichts vorweg zu nehmen.
Ich kann euch jedoch sagen, dass das Buch einen Kaltstart hinlegt - sofort ist man mitten in einer Verfolgungsjagd. Hayley Barker lässt dem Leser und ihren Charakteren keine Zeit zum Durchatmen. Schlag auf Schlag findet sich eine zukunftsweisende Szene nach der nächsten.
Besonders gut gefiel mir, dass sich die Charaktere im Vergleich zum ersten Teil alle weiterentwickelt haben. Alle haben etwas dazu gelernt und reflektieren die Geschehnisse selbstkritisch. Selbstlosigkeit und Mut zeichnet jeden der Protagonisten ganz besonders aus. Aber auch der Zwiespalt, in dem sie gefangen sind. Hoschikos innere Zerrissenheit bezüglich des Zirkus ist das ganze Buch über präsent und wunderbar schriftstellerisch dargestellt - auch wenn es in meinen Augen etwas zu oft thematisiert wurde. Dafür gefielen mir diesmal Bens Kapitel besser als im ersten Teil. Er ist ein unheimlich starker Charakter geworden und doch ist auch er nicht frei von Zweifeln. Seiner Familie den Rücken zu kehren, war immerhin ein sehr großer Schritt.
Auch die neu hinzukommenden Charaktere werden von der Autorin sehr beeindruckend vorgestellt und wunderbar in das Setting implentiert. Auch wenn die "Neuen" für mich nicht sofort Sympatheiträger worden, so waren sie aber trotzdem uneingeschränkt spannend und haben der Geschichte mehr Tempo und Dramatik eingehaucht.
Auch der Widerstand gegen den Zirkus bzw. die Pure-Herrschaft hat ganz neue Ausmaße angenommen. Im ganzen Land gibt es Aufstände, radikale Gruppen haben sich neu aufgestellt und sogar eine Pro-Dreg-Kandidatin ist in der Politik zu finden. Ich fand diese ganzen Dinge sehr realitätsnah beschrieben und toll in die Story eingebettet. All das geschah seitens der Autorin auch nicht ohne die moralischen Aspekte und die Bedeutung von Menschlichkeit unbeachtet zu lassen. Chapeau!
Natürlich spielt auch der Zirkus wieder eine Rolle. Fulminanter als eh und je, da er in Vivian Banks nun eine sehr einflussreiche Unterstützerin gefunden hat. Die Beschreibungen der Arena sind echt beeindruckend! Auch wenn man weiß, was dort Grausames geschieht, kann man sich einer gewissen Faszination (wie bereits im ersten Teil) kaum entziehen.
Das Finale des Buchs umfasste über 100 Seiten, die ich einfach am Stück lesen musste, weil die Spannung sonst nicht auszuhalten gewesen wäre.
"Die Arena - Letzte Entscheidung" war noch komplexer und emotionaler als der erste Band, da man nun tiefer in die dystopische Welt und in das Gefühlsleben der Charaktere eintauchen konnte. Ich bin traurig, dass mich diese Figuren nun verlassen und würde mich jederzeit euphorisch über ein Spin Off freuen. Die dystopische Dilogie hat mich auf jeden Fall schwer begeistert zurückgelassen! Ein absolutes Must Read für Fans dieses Genre!
Und da mir keine so richtig passenden Schlussworte einfallen, lasse ich Hoshi etwas sagen: "Ich glaube, man merkt schon nach kurzer Zeit, was für eine Art Mensch man vor sich hat. Nicht wegen seiner Hautfarbe der wegen seiner Kleidung, die er trägt, sondern am Licht in seinen Augen, an der Art, wie er lächelt, an seiner Körperhaltung." Seite 336
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