Die erfolgreiche Wirtschaftsanwältin Mia Shaw erlebt den Schock ihres Lebens, als sie ihren guten Freund und Kollegen Chase ermordet auffindet. Den Ehrgeiz, den Mia normalerweise in ihre Arbeit investiert, steckt sie jetzt in die Mordermittlungen - fest entschlossen, die Schuld des Verdächtigen zu beweisen und für Gerechtigkeit zu sorgen. Dagegen ist Noah Ramirez, Inhaber einer privaten Sicherheitsfirma, ganz und gar nicht davon überzeugt, dass sein Freund David tatsächlich der Täter ist. Er setzt alles daran, um zu beweisen, dass David der Mord an Chase untergeschoben werden soll. Dass Mia auf der anderen Seite der Anklage steht, passt Noah überhaupt nicht ... und auch nicht die Gefühle, die die hübsche Anwältin in ihm hervorruft.
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Spannung pur von der ersten bis zur letzten Seite!
Bewertung aus Bargteheide am 11.03.2021
Bewertungsnummer: 1433672
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das Buch „Kein Mangel an Beweisen“ der Autorin Rachel Dylan ist der dritte Band in dieser Reihe, der auch unabhängig von den ersten beiden Bänden gelesen werden kann. Für den großen Zusammenhang macht es aber einfach mehr Spaß, wenn man die Bücher „Tödliche Nebenwirkung“ und „Du bist die Nächste“ bereits gelesen hat.
Mia Shaw, die als Anwältin für eine große Wirtschaftskanzlei arbeitet, erlebt den Schock ihres Lebens, als sie ihren Kollegen und Freund Chase ermordet in seiner Wohnung auffindet. Ihr Ziel wird es dem Verdächtigen David McDonald seine Schuld nachzuweisen. Denn sie ist wie auch die Staatsanwältin überzeugt, dass er der Täter ist. Die Beweise sprechen für seine schuldhafte Tat. Doch im Gegensatz zu Mia ist Noah Ramirez von der Unschuld seines Freundes überzeugt und vermutet, dass David die Tat untergeschoben werden soll. So stehen der Mord und der Verdacht gegen David unvereinbar zwischen Mia und Noah, aber beide entwickeln auch Gefühle füreinander. Wird ihre Beziehung überhaupt eine Chance haben, auch wenn sich herausstellen sollte, dass David der Täter ist? Die Ermittlungen führen in einen Strudel von Geheimnissen und Gefahren.
Wie auch schon in den ersten Bänden erkennt man sofort, dass die Autorin Rachel Dylan aus eigener Erfahrung weiß, wovon sie schreibt. Ihre Kenntnisse als Prozessanwältin und Justiziarin fließen hervorragend in die Geschichte ein. Dazu kommt noch, dass Rachel Dylan in einem guten und absolut fesselnden Stil schreibt, so dass der Spannungsbogen von Beginn des Buches bis zum Ende extrem hoch bleibt. Es ist ein Buch, das man erst nach der letzten Seite wieder aus der Hand legt. Die Charaktere der Protagonisten werden gekonnt und realistisch aufgebaut. Gerade die Gefühle von Wut und Trauer, die Mia nach dem Verlust von Chase durchleidet, werden beeindruckend und wahrhaftig wiedergegeben. Hier hat mich auch begeistert, wie gekonnt die Autorin, Mia ihre Glaubenserfahrung und ihre Zweifel schildern lässt, da sie erst vor einem Jahr zum Glauben gekommen ist. Im Gegensatz zu ihr kann Noah, dessen Vater Pastor war, aus einem viel tieferen Grund schöpfen. Doch auch er berichtet von seinen durchlebten Zweifeln und wird so zum Spiegel für Mia. Diese Gegenüberstellung zeugt von einer gelungenen Authentizität der Geschichte. Mich hat auch dieser Band wieder begeistert und ich empfehle ihn wie auch die anderen Bücher dieser Serie sehr gerne weiter.
Gekonntes Verwirrspiel
Bewertung aus Glauchau am 11.03.2021
Bewertungsnummer: 1436342
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„...Langsam, zitternd wankte sie rückwärts aus dem Schlafzimmer, weil sie den grausigen Anblick nicht länger ertragen konnte. Tränen stiegen in ihr auf, schnell gefolgt von Wut...“
Mia ist Anwältin. Sie war mit Chase verabredet, um bei einem Abendessen sein erstes Jahr als Partner zu feiern. Als er nicht öffnet, betritt sie mit einem Strauß Luftballons in der Hand seine Wohnung. Die entgleiten ihr bei den Blick auf den toten Chase. Ein Verdächtiger ist schnell ausgemacht. Chase hatte Streit mit dem Hausmeister. Mehrere Tatortspuren weisen auf ihn hin.
Die Autorin hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen.
Der Schriftstil ist ausgereift. Einerseits sorgt er für den hohen Spannungsbogen, andererseits lässt er Raum für leise Töne.
Die Personen werden gut charakterisiert. Mia musste sich ihr Studium hart erarbeiten. Ihre Mutter war Alkoholikerin. Ihre momentane Position ermöglicht ihr, den Kredit zurückzuzahlen. Sie hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl. Ihren beiden Freundinnen Kate und Sophie hat sie es zu verdanken, dass sie sich dem christlichen Glauben zugewendet hat.
„...Sophie war ihr Fels in der Brandung gewesen, an dem sich Mia hatte ausweinen können, und hatte mit ihr gebetet. […] Mit anderen Worten: Sophie war die beste Freundin gewesen, die Mia sich wünschen konnte...“
David, der Beschuldigte, bittet Noah, Chef einer Sicherheitsfirma, seine Unschuld zu beweisen. Noah gehört zum Freundeskreis von Mia.
Noch ahnt Mia nicht, dass ihre eigenen Nachforschungen lebensgefährlich sein werden. Irgendjemand möchte nicht, dass zu viele Fragen und eventuell die falschen gestellt werden.
Das Buch bietet einen guten Einblick in das amerikanische Rechtswesen und die unterschiedlichen Interessenlagen der Beteiligten.
Obwohl Mia und Noah auf verschiedenen Seiten des Falls agieren, ist von Anfang an spürbar, dass sich zwischen ihnen mehr entwickeln könnte.
Das Buch zeichnet sich nicht nur durch seine rasante Handlung aus, die immer wieder für Überraschungen gut ist, sondern ebenfalls durch die fein ausgearbeiteten Dialoge. Auf beruflicher Ebene geht es zwischen den Anwälten knall hart zu. Wer nachgibt, hat verloren. Im privaten Bereich darf auch eine Anwältin Zweifel und Fragen haben. Gegenüber Sophie äußert Mia:
„...Aber ich habe das Gefühl, dass alle auf mir herumtrampeln, wo ich doch schon am Boden liege, wenn du weißt, was ich meine. […] Ich frage mich allmählich, ob ich all dem gewachsen bin...“
Berührt werden häufig Glaubensfragen. Hier bringt es Sophie auf den Punkt:
„...Der Glaube ist keine Wunderpille. Es ist wichtig, das zu verstehen. Wir können nicht erwarten, dass der Schmerz einfach aufhört, weil man Gott in sein Leben gelassen hat...“
Es gilt, eine Menge an Beziehungen und Verwicklungen aufzudröseln, bevor klar ist, wer hier wie und warum seine Finger im Spiel hatte.
Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen.
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