The #1 New York Times bestselling investigative story of how three successive presidents and their military commanders deceived the public year after year about America's longest war, foreshadowing the Taliban's recapture of Afghanistan, by Washington Post reporter and three-time Pulitzer Prize finalist Craig Whitlock.
Unlike the wars in Vietnam and Iraq, the US invasion of Afghanistan in 2001 had near-unanimous public support. At first, the goals were straightforward and clear: defeat al-Qaeda and prevent a repeat of 9/11. Yet soon after the United States and its allies removed the Taliban from power, the mission veered off course and US officials lost sight of their original objectives.
Distracted by the war in Iraq, the US military become mired in an unwinnable guerrilla conflict in a country it did not understand. But no president wanted to admit failure, especially in a war that began as a just cause. Instead, the Bush, Obama, and Trump administrations sent more and more troops to Afghanistan and repeatedly said they were making progress, even though they knew there was no realistic prospect for an outright victory.
Just as the Pentagon Papers changed the public's understanding of Vietnam, The Afghanistan Papers contains "fast-paced and vivid" (The New York Times Book Review) revelation after revelation from people who played a direct role in the war from leaders in the White House and the Pentagon to soldiers and aid workers on the front lines. In unvarnished language, they admit that the US government's strategies were a mess, that the nation-building project was a colossal failure, and that drugs and corruption gained a stranglehold over their allies in the Afghan government. All told, the account is based on interviews with more than 1,000 people who knew that the US government was presenting a distorted, and sometimes entirely fabricated, version of the facts on the ground.
Documents unearthed by The Washington Post reveal that President Bush didn't know the name of his Afghanistan war commanderand didn't want to meet with him. Secretary of Defense Donald Rumsfeld admitted that he had "no visibility into who the bad guys are." His successor, Robert Gates, said: "We didn't know jack shit about al-Qaeda."
The Afghanistan Papers is a "searing indictment of the deceit, blunders, and hubris of senior military and civilian officials" (Tom Bowman, NRP Pentagon Correspondent) that will supercharge a long-overdue reckoning over what went wrong and forever change the way the conflict is remembered.
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Bewertung aus Ennepetal am 30.11.2021
Bewertungsnummer: 1614948
Bewertet: eBook (ePUB)
Dieses Buch wird die Erinnerung an den Krieg in Afghanistan für immer verändern.
Die bahnbrechenden Enthüllungen des Washington Post-Reporters und dreimaligen Pulitzer-Preisfinalisten Craig Whitlock zeigen eindrücklich, wie drei aufeinanderfolgende Präsidenten – Bush, Obama, Trump – und ihre militärischen Befehlshaber die weltweite Öffentlichkeit konsequent über Amerikas längsten Kriegseinsatz belogen.
20 Jahre nach 9/11 offenbart sich die zweck- und planlose Mission, deren absehbares Scheitern viel zu lange bewusst verborgen wurde: Die Afghanistan Papers sind ein schockierender Bericht, der auch die Rückeroberung Afghanistans durch die Taliban vorwegnahm. Whitlock liefert Dokumente und eine längst überfällige Abrechnung über all das, was schiefgelaufen ist.
Meinung:
The Afghanistan Papers ist ein schockierender Bericht darüber, was im 20 Jahre andauernden Krieg der USA gegen die Taliban und Al-Qaida in Afghanistan schiefgelaufen ist.
Das Scheitern dieses Krieges in Afghanistan, eines immens teuren und brutalen, zwei Jahrzehnte andauernden Projekts der amerikanischen Elite, offenbart viel über die Art und Weise, wie die US-Regierung heute funktioniert.
Dieses Buch basiert auf Akten, die Whitlock bei der Regierung eingeklagt hat, um sie von der internen Afghanistan-Kriegsaufsichtsbehörde zu erhalten.
Inzwischen, seit Kabul eine Woche nach dem Abzug der USA an die Taliban gefallen ist, weiß man in groben Zügen, wie es um Afghanistan steht.
Mir fehlen die Worte angesichts der absoluten Inkompetenz so vieler, die an diesem Krieg beteiligt waren.
Die Fehler, Irrtümer und regelrechten Dummheiten aller Regierungen während dieses Krieges waren wirklich erschreckend.
Was im Wesentlichen getan wurde, war die Schaffung einer afghanischen Marionettenregierung, die von Inkompetenz und Korruption geprägt war.
Whitlock nutzt eine breite Palette von Quellen, um diese Enthüllung zu dokumentieren.
Whitlock zufolge begann der Krieg als Reaktion auf den 11. September 2001.
Sein Ziel war es, Al-Qaida zu finden und zu bestrafen.
Die Bürokraten der Bush-Regierung verwechselten jedoch die Taliban mit Al-Qaida, und die Mission verlagerte sich auf die Zerschlagung der Taliban und den Aufbau eines Staatswesens.
Die Afghanistan Papers sind eine Chronik der Pannen, Fehltritte und Missverständnisse.
Fazit:
Das Buch ist gut geschrieben, beeindruckend recherchiert und dadurch deprimierend.
Ein spannendes Buch und wenn man ein tieferes Verständnis für all das bekommen möchte, was schiefgelaufen ist, sollte man es unbedingt lesen. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
Am 7. Oktober 2001 begannen…
sleepwalker am 04.05.2023
Bewertungsnummer: 3004096
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Am 7. Oktober 2001 begannen die USA damit, Afghanistan zu bombardieren und starteten damit den längsten Krieg in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Der Militäreinsatz dort dauerte länger als die Beteiligung an beiden Weltkriegen und der komplette Vietnamkrieg zusammen, nämlich ganze 20 Jahre. Dass dieser Krieg ein einziges Fiasko war und wie es dazu kommen konnte, hat der Investigativjournalist Craig Whitlock in seinem Buch „Die Afghanistan Papers. Der Insider-Report über Geheimnisse, Lügen und 20 Jahre Krieg“ zusammengetragen. Ein bedrückender Zusammenschnitt über Kämpfe, Illusionen, Lügen, Drogen und viel zu viele Tote auf allen Seiten. Eine Chronik des politischen Versagens auf ganzer Linie. Drei aufeinanderfolgende Präsidenten der Vereinigten Staaten (Bush, Obama und Trump) haben gemeinsam mit ihren militärischen Befehlshabern die gesamte Öffentlichkeit über den Afghanistankrieg belogen. Punkt. Sie haben die Welt glauben lassen, ihr Einsatz sei zielgerichtet, verfolge einen Plan und werde früher oder später zum Erfolg führen. Dabei wussten sie selbst nicht einmal, wie dieser Erfolg aussehen würde! In der völlig konfusen Mission wusste selbst der damalige Verteidigungsminister Donald Rumsfeld nicht einmal sicher, wer eigentlich die Bösen waren. Ein namentlich nicht genannter hochrangiger Mitarbeiter des State Department nannte die Mission sinngemäß „Amerika zieht in den Krieg, ohne zu wissen, was es tut“ – und damit fasst er das ganze Debakel hervorragend zusammen. Was folgte war der längste und teuerste Krieg, an dem die USA jemals beteiligt waren. Ziel war es, das Land erst zu verlassen, wenn Stabilität gewährleistet wäre. Das bedeutete, das Land müsste eine stabile Regierung nach amerikanischem Vorbild haben, dazu demokratische Wahlen, ein funktionierendes Oberstes Gericht, eine Korruptionsbekämpfungsbehörde, ein Frauenministerium und ein öffentliches Schulsystem mit Tausenden neuen Schulen und einem modernen Lehrplan. Schöne Worte. Denn im Endeffekt ging es darum, „die Überbleibsel der Taliban“ zu „bombardieren und versuchen, sie zu töten. Genau das haben wir getan, und es hat funktioniert. Sie sind weg. Und dem afghanischen Volk geht es jetzt sehr viel besser.“ Dieser ach so „gerechte Krieg“ sollte so lange dauern, bis „al-Qaida die gerechte Strafe erhalten hat. Es kann morgen so weit sein, es kann in einem Monat so weit sein, es kann ein oder zwei Jahre dauern. Aber wir werden uns durchsetzen.“ Die Geschichte hat alle eines Besseren belehrt. Das Buch endet mit dem offiziellen „Kriegsende“ und dem Abzug der Truppen im August 2021, seither ist noch vieles geschehen. Auf einen konfusen Feldzug folgte ein ebenso konfuser Abzug, Kabul fiel innerhalb kürzester Zeit an die besiegt geglaubten Taliban zurück, die sich systematisch auf diesen Augenblick vorbereitet hatten. Afghanistan ist heute instabiler denn je. Der Krieg war ein Fiasko auf ganzer Linie. Das Buch beinhaltet eine immense Recherchearbeit des investigativen Journalisten Craig Whitlock, der seinen Text mit zahllosen Fußnoten untermauert. Das ist auch nötig, denn die Fakten und vor allem die vielen Personen erschlagen einen beim Lesen fast. Seine Faktensammlung fußt überwiegend auf den „Lesson Learned“-Dokumenten, bestehend aus mehr als 2000 Seiten an bis dahin unveröffentlichten (von der Behörde redigierten) Gesprächsniederschriften. Sprachlich und konzeptionell ist das Buch fast ein Krimi oder gar ein Thriller, bestehend aus einem Wust an strategischen Fehlentscheidungen und politischer Schönfärberei. Ja, stellenweise ist es etwas reißerisch, das tut seiner Qualität keinen Abbruch. Die Sprache des Autors ist die eines Journalisten, mal sachlich, mal flapsig, aber immer nah an der Leserschaft. Konzeptionell geht er chronologisch vor und schafft damit eine ebenso lohnende und aufklärende wie deprimierende Lektüre. Von mir fünf Sterne.
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