Wie aus der Idee, in nur zehn Tagen einen Film über Albanien zu drehen, ein wilder Roadtrip voll wunderschöner Landschaften und inspirierender Begegnungen wurde, erzählt Nico Mateew in diesem Buch nach eigenen Erlebnissen. Ein Ökonom mit Karriere, eigenem Haus und einer gesunden Familie beginnt am gewählten Weg zu zweifeln. Immer mehr hinterfragt er seine Arbeit in einem großen Unternehmen. Ein Urlaub in der bulgarischen Heimat seines Vaters führt ihm vor Augen, dass sein Leben auch ganz anders aussehen könnte. Zurück im Alltag plant er die nächste Reise. Diesmal will er das ihm unbekannte Albanien erkunden und einen Dokumentarfilm drehen über die Menschen, die Küche und die Seele des kleinen Landes. Ohne festes Drehbuch und mit einem Zwei Mann Drehteam macht er sich mitten im Dezember auf zu einer Reise voller Überraschungen. Zehn Tage später weiß er, dass Kopfschütteln ja und Nicken nein bedeutet, welche kulinarischen Raffinessen und Exportschlager es hier gibt und wie Berat zur Stadt der 1000 Fenster wurde. Er hat eine Kochschule und ein Galadinner im Präsidentenpalast besucht sowie den Humor und die Herzlichkeit der Menschen kennengelernt. Nun will er nichts lieber, als bald mit seiner Frau und den Töchtern in das kleine Balkanland zurückzukehren.
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Eindrucksvolle Schilderungen…
Tara aus Ratingen am 21.06.2021
Bewertungsnummer: 2746229
Bewertet: eBook (ePUB)
Eindrucksvolle Schilderungen aus Albanien „10 Tage im Herzen der Ferne“ ist das Debüt des Autors Nico Mateew. Der Ich-Erzähler ist Manager in einer großen Firma und mit seinem Leben höchst unzufrieden. Er will etwas ändern und fängt an zu planen. Zunächst macht er eine Reise nach Bulgarien, dann möchte er einen Film über Albanien - das Land, die Menschen, die Küche - drehen. Schnell stellt er fest, dass alles anders läuft als geplant und anders manchmal genauso gut sein kann. Das Drehbuch ist nicht immer optimal, aber im Grunde ist das egal, es war einfach als Vorbereitung notwendig. Die Kontraste zu Deutschland sind enorm. Es ist nicht nur, dass die Menschen ärmer sind, sie haben auch eine total andere Einstellung zum Leben. Während der Leser im ersten Teil des Buches viel über den Protagonisten erfährt, begibt er sich im zweiten Teil auf einen wundervollen Roadtrip durch Albanien. In diesem habe ich eine Menge Wissenswertes über ein mir bisher eher unbekanntes Land erfahren. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es interessant und unterhaltsam zugleich war und kann es es jedem, der sich für andere Länder und Kulturen interessiert nur empfehlen.
10 Tage im Herzen der Ferne
Bewertung aus Wertingen am 12.08.2022
Bewertungsnummer: 1765965
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Buch, das uns Demut und das eínfache Leben lehrt. Der Autor beschreibt in Teil 1 seinen beruflichen Werdegang bishin zu seinem Aufstieg als Manager. Doch teilweise sieht er seine Arbeit als sinnlos an, er würde fast sagen, wenn er im Urlaub ist, vermißt man ihn überhaupt nicht. Um innerlich etwas ruhiger zu werden, verbringt er seinen Urlaub in Albanien, dem Heimatland seines Vaters. Dort erkennt er, wie zufrieden und bescheiden die Leute sind. Wenn sie mit ihrer Familie zusammensitzen beim Essen, dann sind sie glücklich. Was brauchen sie dazu noch Luxus? Sie vermissen ihn nicht. In Teil zwei beschließt der Autor dann, einen Film über Land und Leute zu drehen. Mit ihm gehen ein Amerikaner und ein Chinese. In Albanien haben sie einen Reiseführer der ihnen als erstes beibringt, dass man die Termine nicht immer pünktlich einhalten kann, man lebt ja schließlich auch. Und so bereisen sie das Land, machen Halt in den verschiedensten Stationen, besuchen Menschen in einer Farm, in einem Boutique-Hotel, einen Kindergarten, eine Kochschule, ein Bunker Hotel, eine alte Großmutter. Und überall werden sie mit offenen Armen empfangen, trinken Raki mit den Einheimischen, sie werden bekocht, alles naturbelassene Lebensmittel, keine Chemie und das Wort Bio mögen sie nicht unbedingt. Es entstehen die besten Gerichte aus den einfachsten Zutaten, jedoch ist einmal auch ein Ziegenmagen dabei, nicht jedermanns Sache. In diesen 10 Tagen lernen die drei Männer, was es bedeutet, einfach und bescheiden zu Leben, sich keine Sorgen um den nächsten Tag zu machen, sondern zu feiern und wenn einer etwas nicht zum Kochen hat, bekommt er die Zutaten von einem anderen. Sie kehren geläutert, bekehrt und zufrieden in ihr Leben zurück mit dem Vorsatz, nun sich nicht mehr vom Hamsterrad vereinnahmen zu lassen.
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