Eine Geschichte über Menschen, denen große Veränderungen bevorstehen. Sie sind eine Familie und glauben doch, Fremde zu sein. Was verbindet diese Menschen? - Der Sommer. Da ist zum Beispiel Sacha, 16, die Probleme mit ihrem kleinen Bruder hat, einem hochbegabten, die Schule schwänzenden Einstein-Fan; und eigentlich will sie die Welt retten, aber ihre Eltern sind ihr da auch keine Hilfe. So weit die Gegenwart. In der Vergangenheit verbringen ein anderer Bruder und eine andere Schwester einen wunderschönen Sommer, obwohl sie wissen, dass die Zeit gegen sie arbeitet …
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2020, ein Wendepunkt, ein…
Havers am 14.08.2021
Bewertungsnummer: 2748652
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
2020, ein Wendepunkt, ein Jahr, das uns schmerzlich die Auswirkungen unseres gedankenlosen Verhaltens vor Augen führt und gleichzeitig das Versagen der Politik anprangert. „Sommer“, Abschlussband des Jahreszeiten-Quartetts, setzt zu Beginn des vergangenen Jahres ein. Die Auswirkungen des Brexit werden im täglichen Leben spürbar. Nachrichtensendungen zeigen Bilder erschreckenden Ausmaßes vom anderen Ende der Welt. Australien brennt, Tiere werden zum Opfer der Flammen, Menschen flüchten aus dem Inferno. Die Welt wird erstmals von einem Virus heimgesucht, dessen Auswirkungen in seiner ganzen Tragweite noch niemandem bewusst sind, aber bereits jetzt schon ahnen lassen, dass unser Leben sich für immer verändern wird. Globale Katastrophen, die Politik hilflos. Unfähig Entscheidungen zu treffen. Die Menschen nehmen es hin, verharren in Apathie. Die junge Generation mit ihrem Willen zur Veränderung als Hoffnungsträger. Vier Jahre, vier Jahreszeiten, vier Romane, die unsere Gesellschaft abbilden und uns durch die Augen der schottischen Autorin unsere politische Gegenwart sehen lassen. Zu Werken aus Kunst und Literatur in Bezug gesetzt, letztere meist englische Klassiker wie Shakespeare und Dickens, unaufdringlich und gerade deshalb umso eindringlicher in ihrem Nachhall. „Herbst“, der Brexit-Roman, „Winter“ über Trumpismus, „Frühling“, über Grenzen und die Flüchtlingskrise. „Sommer“ thematisiert die Klimakrise, Covid und dessen Auswirkungen auf unser soziales Leben. Natürlich kann man auch diesen Band einzeln lesen, aber seine besondere Wirkung entfaltet er nur dann, wenn man ihn als Teil der Reihe erlebt, da immer wieder Bezüge zu den Vorgängern hergestellt werden, Kommentare/Anspielungen auf deren Thematik, Personen in Momentaufnahmen in die aktuelle Handlung eingebunden werden, die dort zentrale Rollen hatten. Ali Smith ist eine der großen britischen Gegenwartsautorinnen, die die politische Gegenwart betrachtet, analysiert und mit dem ihr eigenen Sprachgefühl sichtbar macht und kommentiert, zum Nachdenken anregt. Immer brillant und auf den Punkt.
Auf den Punkt
Elke aus Vaihingen an der Enz am 14.08.2021
Bewertungsnummer: 1549615
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
2020, ein Wendepunkt, ein Jahr, das uns schmerzlich die Auswirkungen unseres gedankenlosen Verhaltens vor Augen führt und gleichzeitig das Versagen der Politik anprangert.
„Sommer“, Abschlussband des Jahreszeiten-Quartetts, setzt zu Beginn des vergangenen Jahres ein. Die Auswirkungen des Brexit werden im täglichen Leben spürbar. Nachrichtensendungen zeigen Bilder erschreckenden Ausmaßes vom anderen Ende der Welt. Australien brennt, Tiere werden zum Opfer der Flammen, Menschen flüchten aus dem Inferno. Die Welt wird erstmals von einem Virus heimgesucht, dessen Auswirkungen in seiner ganzen Tragweite noch niemandem bewusst sind, aber bereits jetzt schon ahnen lassen, dass unser Leben sich für immer verändern wird. Globale Katastrophen, die Politik hilflos. Unfähig Entscheidungen zu treffen. Die Menschen nehmen es hin, verharren in Apathie. Die junge Generation mit ihrem Willen zur Veränderung als Hoffnungsträger.
Vier Jahre, vier Jahreszeiten, vier Romane, die unsere Gesellschaft abbilden und uns durch die Augen der schottischen Autorin unsere politische Gegenwart sehen lassen. Zu Werken aus Kunst und Literatur in Bezug gesetzt, letztere meist englische Klassiker wie Shakespeare und Dickens, unaufdringlich und gerade deshalb umso eindringlicher in ihrem Nachhall.
„Herbst“, der Brexit-Roman, „Winter“ über Trumpismus, „Frühling“, über Grenzen und die Flüchtlingskrise. „Sommer“ thematisiert die Klimakrise, Covid und dessen Auswirkungen auf unser soziales Leben. Natürlich kann man auch diesen Band einzeln lesen, aber seine besondere Wirkung entfaltet er nur dann, wenn man ihn als Teil der Reihe erlebt, da immer wieder Bezüge zu den Vorgängern hergestellt werden, Kommentare/Anspielungen auf deren Thematik, Personen in Momentaufnahmen in die aktuelle Handlung eingebunden werden, die dort zentrale Rollen hatten.
Ali Smith ist eine der großen britischen Gegenwartsautorinnen, die die politische Gegenwart betrachtet, analysiert und mit dem ihr eigenen Sprachgefühl sichtbar macht und kommentiert, zum Nachdenken anregt. Immer brillant und auf den Punkt.
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