Produktbild: Aufzeichnungen aus dem Untergrund
Band 25

Aufzeichnungen aus dem Untergrund Roman. Übersetzt und mit einem Nachwort von Ursula Keller

Aus der Reihe Manesse Bibliothek
3

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.09.2021

Verlag

Manesse

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

15,5/9,8/2,2 cm

Gewicht

192 g

Farbe

Avocado / Kaffee

Originaltitel

Zapiski iz podpolʹja

Übersetzt von

Ursula Keller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2536-3

Beschreibung

Rezension

»Eine Abrechnung, die sich gewaschen hat, flächendeckend, allzeit aktuell, obwohl sie im Original schon 1865 veröffentlicht wurde.« ("Kleine Zeitung, Lesezeichen-Newsletter, Werner Krause")
»Es ist auf jeden Fall dieses psychologische Feingefühl, diese logisch erscheinende Abkehr von der Welt, die der Autor so nachvollziehbar erschreibt.« ("kultkomplott.de, Jörg Konrad")
»Dieser gnadenlose Querdenker aus der Verwaltung führt uns weit auf die Gipfel seiner Verzweiflung, die eine weitestgehend selbstgemachte scheint, aber lesen sie selbst und erfreuen sie sich an der wohlfeilen Neuübersetzung und der buchgestalterischen Schönheit des Bandes.« ("kulturexpresso.de, Frank Willmann")
»Geschrieben 1862, zählt dieser Kurzroman heute zu Dostojewskis bedeutendsten Werken. Psychologisch präzise zeichnet er darin ein komplexes Menschenbild. Ursula Keller hat den tragikomischen Klassiker über Vereinsamung und Verhärtung für den Manesse Verlag mit allen derben und umgangssprachlichen Wendungen neu übersetzt und ein informatives Nachwort dazu verfasst.« ("Heilbronner Stimme, Christoph Feil")
»Dostojewskis Werke zählen unverrückbar zum Kanon der großen Weltliteratur.« ("Rhein-Zeitung, Karsten Packeiser")
»Als ›wahren Geniestreich der Psychologie‹ lobte Friedrich Nietzsche das Porträt eines Wutbürgers in den ›Aufzeichnungen aus dem Untergrund‹.« ("dpa, Westdeutsche Zeitung u.v.a.")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.09.2021

Verlag

Manesse

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

15,5/9,8/2,2 cm

Gewicht

192 g

Farbe

Avocado / Kaffee

Originaltitel

Zapiski iz podpolʹja

Übersetzt von

Ursula Keller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7175-2536-3

Herstelleradresse

Manesse Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

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  • Gedankenlabor

    5/5

    15.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Aufzeichnungen aus dem Untergrund“

    >>Ich vermochte nicht nur nicht bösartig, sondern auch sonst nichts zu sein: nicht böse noch gut, nicht Mistkerl noch Ehrenmann, nicht Held noch Insekt. Und nun friste ich mein Leben in meinem einsamen Winkel und verhöhne mich selbst,...<< „Aufzeichnungen aus dem Untergrund“ von Fjodor M. Dostojewski ist anlässlich des 200. Geburtstags am 11.11.2021 eine Neuübersetzung durch Ursula Keller, erschienen im Manesse Verlag. Zuerst einmal muss man sagen, dass dieses neue Gewand wirklich gelungen ist und für mich einen Teil der Stimmung dieser besonderen 'Aufzeichnung' gut einfängt! Insgesamt finde ich, beweist der Manesse Verlag bei der Gestaltung der neu aufgelegten Klassiker ein sehr gutes und geschmackvolles Händchen, wie ich finde. Auch die Übersetzungen empfand ich bisher als wirklich gut und vor allem immer mit den nötigen Erklärungen und Nachweisen etc. zum Verständnis. Nun kommen wir aber zu Dostojewski's Werk... und hier maße ich mir nicht an eine Kritik, geschweige denn eine fachlich fundierte Analyse oder Dergleichen zu schreiben, da ich dafür gar nicht den nötigen fachlichen Backround habe. Viel mehr möchte ich auch hier auf mein Lesegefühl eingehen. Innerhalb eines Monologs lässt der Ich-Erzähler uns hier sehr an seinen Gedanken teilhaben, diese zeugen nach meinem Empfinden von größtem Groll gegen Menschen und nicht zuletzt auch gegen sich selbst. Gleich zu Beginn setzte sich für mich eine melancholische aber auch sehr aggressive, mitunter von Ironie behaftete freche und negative Grundstimmung ein, die sich beim lesen durch das ganze Werk zog und mich dieses Buch hat wirklich nur in Häppchen lesen lassen können. Denn diese Negativität schlug auf mich als Leser über und es viel mir mitunter auch ein bisschen schwer mich von den Gedanken, die damit einher gingen loszureißen. Letztlich übt der Ich-Erzähler hier nicht nur Kritik an sich selbst und anderen Menschen gegenüber, er benennt letztlich eben auch die Fehler im System und was daraus resultiert. Er greift alte Muster auf und zeigt, dass der Mensch aus seinen Fehlern letztlich nicht lernt, sondern diese wieder und wieder macht. Man schaut in den Spiegel und sitzt gleichzeitig in einem dunklen Loch, so hat es sich für mich beim Lesen mitunter angefühlt. Letztlich war „Aufzeichnungen aus dem Untergrund“ eine echte Herausforderung, die ich ganz sicher nicht in Gänze aufnehmen konnte, dafür braucht es nach meinem Empfinden noch ganz ganz viele Blickwinkel mehr auf die Erzählung und auch vom Verständnis wesentlich mehr Hintergrundwissen. Aber mich hat dieses Buch sehr neugierig gemacht, wer Dostojewski ist, wie er gelebt hat, was sein Leben geprägt hat, mit welchen Menschen er sich umgeben hat und vor allem was vielleicht Auslöser, Ereignisse waren, die ihn haben solch eine innere Dunkelheit schreiben lassen. Und nach ein bisschen mehr Hintergrund zum Autor selber, gelingt mir dann vielleicht auch ein weiterer etwas veränderter oder erweiterter Blick auf sein Werk.

  • meine.literaturliebe

    5/5

    12.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Meisterwerk der Weltliteratur

    "Aufzeichnungen aus dem Untergrund" (Erstveröffentlichung 1864) in der Übersetzung von Ursula Keller. Der namenlose männliche Ich-Erzähler präsentiert in einem Monolog die Gedanken eines Außenseiters. Der ehemalige Beamte lebt alleingezogen in einer Kellerwohnung. Er rechnet gnadenlos mit der Gesellschaft und seinen Erfahrungen ab. Der Mensch sei nicht rational, der freie Wille nicht vernünftig. Er berichtet von seiner Beziehung zu einer Prostituierten. Offenbart Scham und Wut, dramatisch und wehleidig. Ein Szenario, das oft in Dostojewskis Werken zu finden ist. Nach Dostojewskis Tod fanden u.a. Friedrich Nietzsche und Franz Kafka große Bewunderung an dem Werk. Tatsächlich habe ich auch einige Szenen in Kafkas "Die Verwandlung" erkannt. In gesellschaftlicher Hinsicht hat der Kurzroman keinesfalls an Aktualität verloren. Ein Meisterwerk der Weltliteratur, das es verdient hat gelesen zu werden.

  • MaWiOr

    aus Halle

    5/5

    12.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dostojewskis Roman „Aufzeichnu…

    Dostojewskis Roman „Aufzeichnungen aus dem Untergrund“ (früherer Titel „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch“) erschien 1864 erstmals in der Zeitschrift „Epocha“. Dostojewskis namenloser Antiheld, ein ehemaliger Beamter der Petersburger Bürokratie, hat sich vor ungefähr zwanzig Jahren in seine ärmliche Behausung in einem Kellergeschoss zurückgezogen. Durch eine kleine Erbschaft hat er auch seinen Dienst als Kollegienassessor quittiert. Nun haust er den ganzen Tag in seinem Kellerloch und meidet jeden Kontakt. Der kurze nihilistische Roman besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil wendet sich der „Untergrundmensch“ gewissermaßen mit einem rhetorischen Monolog an ein imaginäres Publikum, um über sich, seine Krankheiten und die Welt da draußen zu räsonieren. So habe er das Pech, in der abstraktesten und fiktivsten Stadt des Erdballs zu wohnen. Im zweiten Teil berichtet der Verbitterte dann mit schonungsloser Offenheit über sein eigenes Scheitern, über Situationen, die schon viele Jahre zurückliegen - über sein Versagen im Berufsleben oder bei den Intimbeziehungen. Bereits seine früheren Schulkameraden hätten ihn gehasst. Je mehr er sich in seine Generalabrechnung hineinsteigert, desto unerbittlicher wird er, desto größer wird sein Zynismus. Dostojewski dringt sozusagen in das Innere seines Protagonisten ein. Er berichtet nicht aus der Distanz, sondern geht in seinem „Helden“ regelrecht auf. Die Manesse-Ausgabe wird durch zahlreiche Anmerkungen und ein Nachwort der Übersetzerin Ursula Keller ergänzt, die betont, dass die „Aufzeichnungen aus dem Untergrund“ den Auftakt zu Dostojewskis Hauptwerk bilden. Bereits hier hat der Schriftsteller seine späteren Themen, Stereotypen und Intonation angerissen.

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