Sie ist dreißig Jahre alt und heißt Ki¿u, so wie das Mädchen im berühmtesten Werk der vietnamesischen Literatur. Doch sie nennt sich lieber Kim, weil das einfacher ist für ihre Freunde in Berlin. 1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Für das, was sie zurückgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewünscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist. Bis zu jener Facebook-Nachricht. Sie stammt von ihrem Onkel, der seit seiner Flucht in Kalifornien lebt. Die ganze Familie soll sich zur Testamentseröffnung von Ki¿us Großmutter treffen. Es wird eine Reise voller Offenbarungen - über ihre Familie und über sie selbst.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
5/5
22.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Die Gesichte einer vietnamesischen Familie
Kiều ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Aber sie nennt sich lieber Kim, weil es für ihre Freunde in Berlin einfacher ist, auszusprechen. Ihre Eltern sind während des Vietnamkrieges nach Deutschland zum Studieren gekommen. Kim hat sich nie für die Herkunft ihrer Familie interessiert. Jedoch erhielt sie eines Tages eine Nachricht von ihrem in Kalifornien lebenden Onkel. Ihre ganze Familie musste zur Testamentseröffnung von Kims Großmutter nach USA kommen. Die Reise führte zur Entdeckung der Vergangenheit ihrer Familie, deren Konflikte zwischen zwei Brüdern und zur Findung der eigenen Identität. Ein anrührender und lesenswerter Debütroman!
Bewertung
5/5
29.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
interessant und lesenswert
Die Geschichte ist sehr gut geschrieben und eindrücklich geschildert. Es ist interessant diesen Konflikt in Vietnam aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Ich habe dabei auch einiges gelernt. Die Familie und ihre kulturell geprägte Art mit Schwierigkeiten und sehr schlimmen Erlebnissen umzugehen, hat mich einerseits beeindruckt ,aber auch betroffen gemacht.
Es ist eine Geschichte, die zeigt, wie verworren das Leben sein kann und wie schwierig es ist in einem anderen Land, sowie oft auch im Heimatland, akzeptiert zu werden. Eine Geschichte, die uns lernt anderen Menschen tolerant und einfühlsam zu begegnen.
Astrid Wergen
5/5
24.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bewegend
Bereits letztes Jahr hatte ich das Vergnügen, Khuê Pham auf einer Lesung in Berlin zu treffen. Sie hat an diesem Abend ihr Buch „Wo auch immer ihr seid“ vorgestellt, ein Buch, das mich nicht mehr losgelassen hat.
Kièu lebt mit ihrer Familie in Berlin. Angepasst, eingegliedert, kaum Kontakt zu ihrer vietnamesischen Familie lebt Kièu ein recht deutsches Leben. Erst als ihr Onkel aus Amerika versucht, mit ihr Kontakt aufzunehmen, weil die Oma im Sterben liegt, öffnet sich unerwartet eine verschlossene Tür, die Kièu so nicht erwartet hat.
Dieses Buch hat mich aus so vielen Gründen bewegt. Nicht nur, was Herkunft ist. Das kann so vieles sein. Herkunft und Heimat: viele Menschen sind aus ihren Ländern ausgewandert, haben sich in den neuen Heimatländern integriert, haben Traditionen aus alten und neuen Heimatländern vermischt, und damit ganz neue Traditionen geschaffen. Es handelt aber auch von dem Bewusstsein, was mit der 68er Revolution bzgl. Vietnamkrieg ausgelöst wurde. Aber auch, was Familie bedeutet. Denn das ist das, was dieses Buch auch mit vorantreibt. Die Definition von Heimat, von Familie, von Werten, die man mitbekommt, hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Was ist Heimat? Welche Traditionen und Werte gibt man selber weiter, unabhängig davon, woher man kommt. Und besonders die Frage, woher man kommt, die gerade auf ethnische Herkünfte abzielt, empfinde ich heute als kritisch. Viele Menschen sind so integriert, dass diese Frage fast peinlich wirkt. Denn Herkunft definiert sich nicht nur auf eine räumliche Herkunft, sondern auch auf eine ethnische Herkunft und welchen Weg man menschlich gegangen ist.
Ich hätte nicht gedacht, dass man mit 300 Seiten Buch so viele Themen ansprechen kann, und doch ist kein Wort zu viel, alles auf den Punkt gebracht. Es ist weder langweilig, noch zäh, sondern so bewegend und allumfassend. Oft habe ich ein paar Seiten gelesen, nur um das Geschriebene sacken zu lassen, oder zu gewissen Themen weiter zu recherchieren. Es ist eins meiner Jahreshighlights in 2021, ein Herzens- und Seelenbuch.
Bewertung
5/5
15.01.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leuchtendes Romandebüt
Bitte nicht von dem etwas faden Cover täuschen lassen, dahinter verbirgt sich ein wahnsinnig guter Roman! Ein Roman, der auf der Familiengeschichte der Autorin mit vietnamesischen Wurzeln basiert. Dicht erzählt und in den Bann ziehend. Ein Titel, aus dem allerhand mitzunehmen ist über Identität und Individualität, über interkulturelles Miteinander, und vor allem über Vietnam. Ein Buch mit Strahlkraft, ich konnte es nicht aus der Hand legen!
Herr O.
aus Nahe Hamburg
5/5
31.12.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Selbstfindung
Dieses Buch ist herrlich klar und dicht geschrieben, absolute Leseempfehlung. Die Autorin schafft es aus meiner Sicht hervorragend, die Zeit des Vietnamkrieges mit der heutigen zu verknüpfen und dabei die Suche nach dem Selbst der Protagonistin dennoch in den Mittelpunkt zu stellen.
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5/5
12.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Khuê Pham
Wo auch immer ihr seid
Am Sonntagmorgen habe ich das Buch angefangen zu lesen und am Abend hatte ich es fertig gelesen. Es ist immer wieder ergreifend wie sich die Weltpolitik auf Einzelschicksale auswirken kann. Wir schätzen die ihre Küche aber ansonsten wissen wir sehr wenig über unsere vietnamesischen Mitmenschen.
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4/5
30.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein vietnamesischer Familienroman
Khue Pham wird von ihren Eltern in Berlin gebeten mit nach Kalifornien zu reisen um die Grossmutter zu beerdigen.
Dort tun sich für Khue viele Fragen auf.
Warum ist der Vater, ein berühmter Herzspezialist nach Deutschland gegangen? Warum hat er nicht den Kontakt zu seiner vietnamesischen Familie gehalten.Warum ist dieser Teil nach Kalifornien gezogen.
Je mehr Khue erfährt, desto mehr begreifen wir, dass die Frage der Guten und Bösen wie es die 68er Generation glaubte, nicht so einfach auszumachen ist.
Wie so oft im Leben offenbart sich manches wenn man hinter die Kulissen schaut.
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