Produktbild: Der Flug des Raben

Der Flug des Raben Roman

16

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

18.10.2021

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

1531 KB

Originaltitel

Keeper'n Me

Übersetzt von

Ingo Herzke

Sprache

Deutsch

EAN

9783641282592

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

18.10.2021

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

1531 KB

Originaltitel

Keeper'n Me

Übersetzt von

Ingo Herzke

Sprache

Deutsch

EAN

9783641282592

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  • leseratte1310

    5/5

    15.11.2021

    eBook (ePUB)

    Zurück zu den Wurzeln

    Mit drei Jahren wird Garnet Raven von den Behörden in Obhut genommen. Er kommt in verschiedene Pflegefamilien, macht sich als Jugendlicher in die Stadt auf und gerät auf die schiefe Bahn. Als er im Gefängnis ist, erhält er einen Brief seiner Ursprungsfamilie, an die er sich nicht mehr erinnern kann. Nach der Entlassung kehrt er zurück ins Ojibwe-Reservat. Dort verändert sich sein Leben grundlegend und er findet nicht nur ein Zuhause, sondern auch zu sich selbst. Als Kind habe ich gerne spannende Indianerbücher gelesen. Doch welches Unrecht dort geschehen ist, wurde mir erst sehr viel später bewusst bei Reisen nach USA und Kanada und bei Besuchen in Reservaten. Daher hat mich dieses Buch auch gleich angesprochen. Richard Wagamese erzählt in einfacher Sprache die Geschichte von Garnet Raven, der wie so viele indigene Kinder von Staat und Kirche der Familie entrissen wurde, um sie nach weißen Maßstäben zu erziehen. Sie sollten ihre Traditionen und ihre Sprache vergessen. Wagamese weiß, wovon er erzählt, denn auch ihm erging es nicht anders. Raven wurde geprägt von Menschen, mit denen ihn nichts verbunden hat. Die Liebe seiner Familie wurde ihm genommen und er fühlt sich entwurzelt. Ist es da verwunderlich, dass er auf die schiefe Bahn geriet? Doch er bekommt die Chance zurückzukehren zu seinen Wurzeln. Er versteht die Sprache und die Bräuche nicht und kommt sich natürlich fremd vor. Doch Keeper, ein Freund seines Großvaters, kümmert sich um ihn und hilft ihm zu verstehen. Damit heilt sich Keeper gleich selbst von seiner Alkoholsucht. Da die Geschichte zum größten Teil aus der Sicht von Garnet Raven erzählt wird, konnte ich mich gut in ihn hineinfühlen. Es ist eine emotionale Geschichte, die manchmal philosophisch, aber auch humorvoll daherkommt. Mir hat es gut gefallen, etwas über Bräuche und die Kultur der Ojibwe zu erfahren und wie sie mit der Natur leben. Weitere Bücher des Autors sind gleich auf meine Wunschliste gewandert. Lesenswert!

  • Bewertung

    5/5

    20.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dies ist die Geschichte eines...

    Dies ist die Geschichte eines Indianer-Jungen, welcher als Kind aus dem Reservat entführt wurde. Als erwachsener Mann kehrt er zu seiner Familie zurück und spürt, dass er seinen Frieden gefunden hat. Wunderschön geschrieben, mit vielen Emotionen und verbunden mit tiefer Liebe.

  • Bewertung

    5/5

    19.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Weg zurück zu den eigenen Wurzeln

    Dies ist die Geschichte des jungen Garnet Raven, der als kleines Kind als Angehöriger des Ojibwe Stammes seiner Familie entrissen wurde und dann in ständig wechselnden Pflegefamilien aufwachsen musste. Orientierungslos und ohne Wurzeln wird er bald zum Kleinkriminellen und landet schließlich im Gefängnis. Dort erreicht ihn ein Brief von seinem Bruder Stanley, der ihn auffordert, nach seiner Entlassung nach Hause zu kommen. Doch dieses Zuhause, seine wirkliche Familie, die Sprache, die Kultur seines Volkes, all das ist ihm fremd. Keeper, ein trockender Alkoholiker, den Garnets Großvater, ein traditioneller Medizinmann, einst auswählte, das alte Wissen zu bewahren und weiterzugeben, nimmt sich des jungen Mannes an, auch um etwas wieder gut zu machen, denn der Alkohol hat ihn an der ihm übertragenen Aufgabe scheitern lassen. Er führt Garnet ein in diese ihm anfangs so fremde Welt und erfährt daraus selbst die Kraft, um sich den Dämonen seiner Sucht zu stellen. Der 2017 verstorbene Autor Richard Wagamese war eine wichtige indigene Stimme seines Landes. Die Geschichte, die er hier erzählt, sein 1994 erschienener Erstlingsroman, ist zum großen Teil auch seine Geschichte und all das, was er hier in derart einfacher naher Sprache so überaus kunstvoll an uns heranträgt, uns mitnimmt hin zu den Schicksalen, die die indigene Bevölkerung, von Staat und Kirche dirigiert, erleiden hat müssen, ist auch ihm geschehen. Erst kürzlich hat das Auffinden von Massengräbern, die in der Nähe von Orten gefunden wurden, an denen einst solche Heime, in denen indigene Kinder zur 'Anpassung an die weiße Mehrheitsgesellschaft' gezwungen werden sollten, standen, weltweit für Empörung gesorgt und in Kanada selbst zu einem heftigen gewalten Aufschrei gegen die Institutionen, die diese Häuser betrieben haben. Dieser Roman ist auf seine ganz eigene Art unendlich 'schön' und sehr berührend, ruhig und voller Empathie. Ich wünsche diesem Buch, von ganzem Herzen, eine große Leserschaft. Es lohnt sich!

  • Bewertung

    aus Marl

    5/5

    19.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Weg zurück zu den eigenen…

    Der Weg zurück zu den eigenen Wurzeln Dies ist die Geschichte des jungen Garnet Raven, der als kleines Kind als Angehöriger des Ojibwe Stammes seiner Familie entrissen wurde und dann in ständig wechselnden Pflegefamilien aufwachsen musste. Orientierungslos und ohne Wurzeln wird er bald zum Kleinkriminellen und landet schließlich im Gefängnis. Dort erreicht ihn ein Brief von seinem Bruder Stanley, der ihn auffordert, nach seiner Entlassung nach Hause zu kommen. Doch dieses Zuhause, seine wirkliche Familie, die Sprache, die Kultur seines Volkes, all das ist ihm fremd. Keeper, ein trockender Alkoholiker, den Garnets Großvater, ein traditioneller Medizinmann, einst auswählte, das alte Wissen zu bewahren und weiterzugeben, nimmt sich des jungen Mannes an, auch um etwas wieder gut zu machen, denn der Alkohol hat ihn an der ihm übertragenen Aufgabe scheitern lassen. Er führt Garnet ein in diese ihm anfangs so fremde Welt und erfährt daraus selbst die Kraft, um sich den Dämonen seiner Sucht zu stellen. Der 2017 verstorbene Autor Richard Wagamese war eine wichtige indigene Stimme seines Landes. Die Geschichte, die er hier erzählt, sein 1994 erschienener Erstlingsroman, ist zum großen Teil auch seine Geschichte und all das, was er hier in derart einfacher naher Sprache so überaus kunstvoll an uns heranträgt, uns mitnimmt hin zu den Schicksalen, die die indigene Bevölkerung, von Staat und Kirche dirigiert, erleiden hat müssen, ist auch ihm geschehen. Erst kürzlich hat das Auffinden von Massengräbern, die in der Nähe von Orten gefunden wurden, an denen einst solche Heime, in denen indigene Kinder zur 'Anpassung an die weiße Mehrheitsgesellschaft' gezwungen werden sollten, standen, weltweit für Empörung gesorgt und in Kanada selbst zu einem heftigen gewalten Aufschrei gegen die Institutionen, die diese Häuser betrieben haben. Dieser Roman ist auf seine ganz eigene Art unendlich 'schön' und sehr berührend, ruhig und voller Empathie. Ich wünsche diesem Buch, von ganzem Herzen, eine große Leserschaft. Es lohnt sich!

  • tinstamp

    aus Hürm

    5/5

    16.11.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Geschichtenerzähler

    "Der Flug des Raben" ist der Debütroman von Richard Wagamese, jedoch bereits das dritte Buch, das auf deutsch übersetzt wurde. Leider ist der Autor, der selbst indigene Wurzeln hatte, bereits 2017 verstorben. Der erst 3-jährige Garnet Raven wird gemeinsam mit seinen Geschwistern von den Behörden seiner Familie im Ojibway Reservat entrissen. Während die älteren Kinder zusammenbleiben dürfen und nach wenigen Jahren wieder ins Reservat zurückkehren, wird Garnet immer wieder weitergereicht. Er kommt von einer Pflegefamilie in die nächste und wächst fern der indianischen Kultur in der Großstadt auf. Als er volljährig ist, verlässt er seine Pflegefamilie und versucht seine Identität zu finden. Er selbst fühlt sich nicht wirklich als Indianer. Am meisten zugehörig fühlt er sich bei seinem schwarzen Freund Lonnie und seiner Familie. Garnet beginnt den R&B und den Blues zu lieben und lässt sich einen Afro-Look machen. Schließlich landet er als Kleinkrimineller im Gefängnis, wo we zwei Jahre bleiben muss. Zwanzig Jahre nach seiner Entführung kann seine Familie ihn endlich ausfindig machen und holt ihn zu sich ins Reservat. Als richtiger Exot mit Plateauschuhen, grüner Schlaghose und einem Afro am Kopf steigt er aus dem Bus und wird im Dorf zum Gesprächsthema schlechthin. Garnet spricht weder die Sprache seines Stammes, noch weiß er etwas über seine Familie und die Lebensweise der Indianer. Während seine Mutter und seine Geschwister froh sind, Garnet wieder bei sich zu haben, ist für ihn alles fremd - bis ihn Keeper, ein älterer Mann seines Stammes und Freund seines Großvaters, unter seine Fittiche nimmt. Schon bald stellen die Beiden fest, dass sie jede Menge von einander zu lernen haben und sich eine ganz besondere Freundschaft entwickelt.. Richard Wagamese nimmt sich dem Thema der jungen Indianer an, die von den damaligen Behörden in Heime und zu Pflegefamilien gesteckt wurden, um sie zu "missionieren". Man beraubte sie ihrer wahren Identität, ihrem Glauben und Ritualen und versuchte sie "weiß" zu erziehen. Die jungen Menschen fühlten sich verloren und wussten kaum mehr etwas über ihre Abstammung oder der Lebensweise ihres Stammes. Viele landeten früher oder später im Gefängnis oder verfielen dem Alkohol. In seinem Debütroman "Der Flug des Raben" steckt sicherlich sehr viel persönliches vom Autor. Er selbst wurde ebenfalls in Pflegefamilien groß und litt, wie unser Hauptprotagonist, an Identitätsverlust. Auch Wagamese fand erst mit 23 Jahren seine Familie wieder und war lange zeit auf der Suche nach sich selbst.. Im Roman wird Keeper zum spirituellen Vorbild von Garnet. Langsam führt er ihn an die eigene Kultur heran, bis er das Gefühl hat. langsam angekommen zu sein. Die Verbindung zur Natur und den Tieren ist dabei ein wesentlicher Bestandteil. Aber auch die Gemeinschaft, Liebe und Respekt sind wichtige Themen. Wir könnten uns so einige Scheiben davon abschneiden, wie man mit seiner Umwelt und seinen Mitmenschen umzugehen hat. Wagamese nimmt uns mit auf eine philosophische Reise und bringt dem Leser die Kultur der Indianer näher. Dabei erzählt er ein einfacher und flüssiger Sprache. Er wird zum Geschichtenerzähler, wie Keeper es Garnet ebenso ans Herz legt. Es gibt ernste und philosophische Passagen, aber auch viele humorvolle. Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir die Schlagzeilen über einen grausamen Fund in Kanada lesen mussten, wo man Skelette von unzähligen Kindern und Jugendlichen indigener Abstammung unweit eines Pflegeheimes gefunden hat. Ein grausames Verbrechen der weißen Bevölkerung und der damaligen Behörden, das mich unheimlich wütend macht. Fazit: Ein ruhiger und stimmungsvoller Roman, der uns die Lebensweise und die Weiheiten der indigenen Bevölkerung näher bringt. Es ist an der Zeit die Stimme der First Nations zu hören und ich freue mich schon auf die anderen beiden Romane des Autors, die bereits bei mir eingezogen sind.

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