Wenn Liebe einfach nicht genug ist. Zerrissen zwischen den Zeiten. Zerrissen zwischen deinem Herz - und allen, die dir etwas bedeuten. Wahrscheinlich war es naiv, zu glauben, in der Vergangenheit könne mir nichts schlimmeres begegnen als eine tote Exfrau. Immerhin habe ich bis vor wenigen Monaten auch noch an 'Glücklich bis an ihr Lebensende' geglaubt. Aber Märchen gibt es nicht und manchmal begegnen sich zwei Menschen, deren Narben niemand zu heilen vermag. Dabei habe ich weitaus größere Sorgen, denn ich kann nicht mehr zurück. Plötzlich stecke ich im 19. Jahrhundert fest, und das ausgerechnet zusammen mit Stickkissen, Nachttopf und ... Kiran. Einem Mann, den ich aller Widrigkeiten zum Trotz noch immer für die Liebe meines Lebens halte. Doch was nutzt sie mir, meine große Liebe, wenn alles andere fort ist? Meine Familie, meine Freunde, mein Leben. Was nutzt sie mir, wenn ich selbst nicht mehr bin, wer ich war?
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Gero151
5/5
29.08.2022
Buch (Taschenbuch)
Starke Fortsetzung
Die Fortsetzung der Seelengarten Trilogie von Jane M. Pan ist sehr gut.
Seelenflieder, so der 2. Band der Reihe knüpft nahtlos an seinen Vorgänger Seelenrose an.
Ich konnte wieder problemlos in die spannende sowie auch romantische Geschichte von Fran und Kiran im 19. Jahrhundert hineinfinden.
Die beiden Charaktere wurden hier in der Fortsetzung stärker ausgearbeitet.
Ich habe vorher noch keinen Zeitreise Roman gelesen, wurde aber sehr positiv überrascht, auch von der Idee, die dahintersteckt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Auch hier ist sich die Autorin wieder treu geblieben und hat eine gute Fortsetzung des Romans veröffentlicht. Stark sind auch wieder die wundervollen Zitate, die ich sehr liebe.
Der zweite Teil hat mir sehr gefallen und mich gut unterhalten und ich hatte schöne Lesemomente.
Ich bin sehr gespannt auf den letzten Teil der Trilogie.
Samantha Faye
aus Freihung
5/5
25.09.2021
Buch (Taschenbuch)
Zwischen zwei Zeitebenen zerrissen ...
Der Zeitreise zweiter Teil ... Liebe könnte so schön sein. Fran spaltet sich quasi zwischen Clogherhead 1816 und der studentischen Gegenwart des Jahres 2016.
Fran und Kiran lieben sich, aber sie kann nicht wirklich verstehen, was mit ihm los ist. Er wird verschlossener und weicht ihr aus.
Diese Doppelexistenz laugt sie aus und fordert ihren Tribut. Sie hat wegen Übermüdung Mühe, ihrem universitären Leben voll konzentriert nachzugehen.
Auch wegen ernsten Gesprächen mit Freundinnen wird ihr klar, daß sie wohl oder übel eine Entscheidung treffen muß. Ihre Familie ist ihr auch wichtig. Soll sie sich noch länger aufreiben?
Aber dann kommt es dicke. Sie kann nicht mehr aus dem Jahr 1816 zurückreisen. Was nun? Sich adaptieren und Kiran zurückgewinnen?
Der Schwerpunkt liegt auf Fran und Kiran. Sie funken auf einer Frequenz - deswegen ist es schade, daß es Differenzen zwischen ihnen gibt. Jedoch nichts, was man nicht ausräumen könnte, oder?
Das Buch ist berührend und aufwühlend sowie mit Tiefgang. Trivialität und Klischees sind absent.
Durch ihr Verhalten und ihre Charakterprofile präsentieren sich die Protagonisten als wahrhaftig und nicht artifiziell. Alles andere als Abziehbilder. Kiran ist ambivalent, aber sein Auftreten durchaus üblich für einen Mann des 19. Jahrhunderts.
Wehmut durchzieht den Plot wie eine Brise durch Herbstlaub. Humor ist ebenso enthalten.
Mir gefällt genauso, daß die verbale Interaktion zwischen den beiden profunde ist.
Und das Ende gestaltet sich flabbergasting ( verblüffend! ). Ich kann kaum Teil Drei ewarten. Danke, Jane M. Pan!!!!!
beagline
4/5
20.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Fran verharrt im 18. Jahrhundert
Teil 2 der Seelengarten- Trilogie
Nachdem mich Seelenrose vollkommen aus den Socken gehauen hatte, tat ich mich mit Seelenflieder von Anfang an sehr schwer. Ich bekam die Geschichte nicht richtig zu packen, daran konnten auch das Kätzchen und der Ortswechsel nichts ändern. Doch ich gab nicht auf.
Ich verstand Frans Verhalten, die, gestrandet im 18. Jahrhundert, ihrer Familie und ihren Freunden nachtrauerte und bewunderte, wie sie trotzdem versuchte, das Beste draus zu machen. Manchmal verhält sie sich aber so egoistisch, dass ich sie am liebsten anschreien möchte. Und mir war auch bewusst, warum sich Kiran so verhielt, wie er es tat. Aber seine traurigen Dackelaugen helfen ihm da auch nicht weiter. Dass da bei beiden die große Liebe im Spiel war/ist, keine Frage, doch mit jeder Seite fragte ich mich, worin das enden würde, wer von den beiden könnte dem anderen wirklich klarmachen, worum es ihr/ihm ging?
Dass es letztendlich so endete, hat mich umgeworfen und tränenreich zurückgelassen.
Ich hoffe jetzt auf einen, für mich annehmbaren, letzten Teil.
Selina
2/5
21.08.2022
Buch (Taschenbuch)
400 Seiten langer Reinfall
Ich sah von Anfang an keine Notwendigkeit für dieses Buch. Und das hat nichts damit zu tun, dass ich „Seelenrose“, den Auftakt der „Seelengarten Trilogie“, nicht mochte. Ich sah deshalb keine Notwendigkeit für die Fortsetzung „Seelenflieder“, weil die wenigen vorhandenen Probleme bereits gelöst waren und wir Zeugen eines hübschen Happy Ends wurden. Beim besten Willen konnte ich mir nicht vorstellen, woher das Material für eine ganze Trilogie kommen sollten.
So langsam kam mir der Verdacht, dass es Jane M. Pan ähnlich ging, sie aber auf Teufel komm raus einen zweiten Band schreiben wollte. Was dabei herauskam, können wir in „Seelenflieder“ lesen: Eine von vorne bis hinten erzwungene Geschichte ohne jegliches Konzept. Dank ihres Debüts wissen wir ja bereits, dass sie nicht viel von Spannungsbögen hält und die Erzählmaus nicht leiden kann. Doch hier wurde der Vogel endgültig abgeschossen. Hat sich die Autorin wirklich hingesetzt und einfach munter drauf los geschrieben, ohne sich auch nur im Entferntesten Gedanken um so etwas wie beispielsweise eine Handlung zu machen?
Zugegeben, zwei Themen mit Konfliktpotenzial waren vorhanden, aus denen man durchaus eine spannende Geschichte hätte bauen können.
Im Zentrum des zweiten Bandes steht die Beziehungskrise, die Fran und Kiran durchleiden. Doch man braucht nicht meinen, dass es zu einer effektiven Auseinandersetzung mit der Situation kommt, durch die sie als Paar wachsen. Nein, die Beziehungskrise der beiden stellt die Ausgangslage des Buches dar und wird in den folgenden 400 Seiten gnadenlos zerredet. Unsere ehemaligen Turteltäubchen treten auf der Stelle und drehen sich hoffnungslos im Kreis. Was bei einem Volkstanz lustig sein mag, bereitet bei Romantasy ab einem gewissen Punkt regelrecht körperliche Schmerzen. Über das ganze Buch hinweg fragte ich mich immerzu, weshalb Fran Kiran nicht verlässt, wenn sie die Beziehung so dermaßen belastet und unglücklich macht. Jegliche Bedenken wurden jedoch immerzu mit demselben Argument totgeschlagen: Wegen der Liebe.
Aber ist das, was uns hier gezeigt wird, wirklich Liebe? Oder ist es nicht vielmehr eine Zweckgemeinschaft zweier Menschen, die sich prinzipiell ganz sympathisch finden? Würde die Leserschaft die Beziehung der beiden als Liebe wahrnehmen, wenn ihr nicht auf jeder Seite entgegengebrüllt und eingetrichtert werden würde, dass es sich tatsächlich um Liebe handelt? Eine glaubhafte Romanze spielt sich zwischen den Zeilen ab und beschert einem Gänsehaut, weil die Liebe so allgegenwärtig ist. Eine glaubhafte Romanze braucht keine ständigen Erinnerungen. Sonst handelt es sich lediglich um Liebe auf dem Papier.
Des Weiteren steckt Fran in „Seelenflieder“ unangenehmerweise im 19. Jahrhundert fest. In diesen Aspekt des Buches hatte ich große Hoffnungen. Das war mal ein Einfall mit Möglichkeiten! Da hätte die gute Jane so viel draus machen können. Hat sie aber nicht. Anstatt die beiden Protagonisten auf ein turbulentes Abenteuer nach dem andern zu schicken und sie nach einem Ausweg suchen zu lassen, wird die Tatsache, dass Francis nicht mehr zurück kann, einfach hingenommen.
Somit bleiben beide zentralen Themen lediglich Zustände, entwickeln sich jedoch nicht zu einer aktiven Handlung weiter. Dieses Buch ist schlichtweg das Paradebeispiel, dass „einfach drauf losschreiben“ nicht funktioniert. Vor allem dann nicht, wenn man die Kreativität mit der Gabel gegessen hat.
Denn wie unsere geschätzte Autorin bei so einem Setting, bei so vielen Möglichkeiten eben diese ermüdende Geschichte schreiben konnte, wird mir wohl ein Rätsel bleiben. Fran hätte Jane Austen treffen können! Sie hätte sich mit ihr bei einem Tässchen Tee über „Emma“ unterhalten und die Inspiration für „Northanger Abbey“ werden können!
Zu dem Thema sexuelle Übergriffe: Grundsätzlich befürworte ich es, darüber zu schreiben, denn man kann nie genug Aufmerksamkeit auf dieses Thema lenken. Auch „Seelenflieder“ wurde so ein Stück weit interessanter, doch aufgrund der mangelhaften Ausarbeitung wirkte das Ganze mehr wie eine Verlegenheitsaktion, um wenigstens einen Hauch von Relevanz in die Geschichte hinein zu prügeln.
Positiv zu vermerken ist der Schreibstil der Autorin. Auch wenn ich ihn schon im letzten Band ganz nett fand, hat er sich doch hier sichtlich gefestigt und verbessert! Sollte sich Jane M. Pan künftig dazu entschließen, Romane zu schreiben, mit deren Protagonisten sie sich besser identifizieren kann, und sie sich darüber hinaus mit der Erzählmaus anfreundet, bin ich überzeugt, dass das mit der Autorenkarriere noch was werden kann.
Wie sich unschwer erkennen lässt, hat sich meine anfängliche Meinung zu „Seelenflieder“ im Lauf der Geschichte nicht geändert, sondern bestätigt. Ich sehe nach wie vor keinen Grund, weshalb dieses Buch geschrieben, geschweige denn von irgendjemanden als veröffentlichungswürdig befunden werden sollte. Das ganze Ungetüm ist ein 400 Seiten langer Reinfall und ich weiß nicht, wie es gedruckt werden konnte. Dennoch bin ich guter Dinge für den letzten Band „Seelendistel“, denn ab hier kann es ja nur noch bergauf gehen.
Anja Müller
5/5
15.08.2022
eBook (ePUB)
Gelungene Fortsetzung der Zeitreise-Reihe
Auch der 2. Teil dieser Reihe war humorvoll und spannend geschrieben. Ich bin wieder durch die einzelnen Kapitel geflogen. Auch hier ist wieder alles vorhanden, Liebe, Gefühl, Drama und Humor. Der Schreibstil wieder flüssig und einfach. Ich bin schon ganz gespannt wie die Geschichte weitergeht.
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