Nach dem Tod ihrer Eltern versucht die Journalistin Louise Brown der Endlichkeit des Lebens etwas Sinnstiftendes abzugewinnen. Sie wird Trauerrednerin und Zeugin dessen, was von uns bleibt. Dies verändert nicht nur ihre Einstellung zum Tod, sondern auch ihre Haltung zum Leben. Louise Brown schenkt uns unvergessliche Bilder, die daran erinnern, was uns als Menschen ausmacht. Ein tröstendes und befreiendes Buch, das Mut macht, das Leben auf die Dinge auszurichten, die von Bedeutung sind.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Esther N.
Book Circle Community
5/5
19.01.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein schönes, ruhiges, stilles Buch
Zum Inhalt: Die Journalistin Louise Brown wird nach dem Tod ihrer Eltern Trauerrednerin. Diese Arbeit verändert nicht nur ihre Einstellung zum Tod, sondern auch ihre Haltung zum Leben. Sie lässt uns an ihren Erfahrungen und Gedanken teilhaben.
Meine Meinung: Seit ich Mutter bin fürchte ich mich vor dem Tod. Ich fürchte mich davor, dass meine Liebsten mich zu früh verlassen oder ich ihnen zu früh Lebewohl sagen muss. Auch realisiere ich je älter ich werde wie vergänglich das Leben ist. Ich muss lernen über den Tod zu sprechen und ihn zu akzeptieren. Dieses Buch war mein Einstieg im Umgang mit diesem Thema. Es ist ein schönes Buch, das mich auf sanfte Art und Weise zum Nachdenken anregte. Ich kann aber nicht sagen, dass es mich zu trösten oder zu befreien vermochte. Es bestätigte mich darin, das Leben auf die Dinge auszurichten, die tatsächlich von Bedeutung sind.
Bewertung
aus Jena
5/5
09.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bewegend und Augenöffnend
Ein Thema mit dem ich mich lange nicht auseinander setzen wollte, mit welchem aber jeder von uns früher oder später einmal konfrontiert werden wird. Wie die Autorin bzw. die Trauerrednerin selbst noch einmal herausstellt, handelt es sich bei dem Thema Tod und Sterben um ein Thema, welches noch immer ein wenig tabu ist. Man spricht selten darüber, trifft keine oder viel zu späte Vorkehrungen und ist dann umso betroffener, wenn ein solcher Fall eintritt. Dabei geht es nicht nur um den Tod von Freunden, Familie oder Bekannten, sondern auch um die eigene Endlichkeit.
Ich finde das Buch super schön und bewegend geschrieben. Es gibt viele kleine private Einblicke in persönliche Erfahrungen der Autorin zusammen mit den Hinterbliebenen und viele große augenöffnende Eindrücke, die wir alle in unserem Alltag integrieren können, um ein wenig klarer in der Situation zu reagieren und zu verstehen. Ich empfehle es jedem weiter für einen sensiblen Einstieg in das Thema.
Loreley
5/5
11.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch umfasst 250…
Dieses Buch umfasst 250 Seiten . Die Autorin ist Louise Brown. Sie arbeitet als Trauerrednerin und Journalistin. Dieses Buch ist ihr Erstlingswerk. Das Cover und die Gestaltung des Buches gefallen mir sehr gut. Es ist schlicht und doch schön. Auch der Schreibstil der Autorin ist im ganzen Buch angenehm . Louise Brown berichtet in diesem Buch wie es ist als Trauerrednerin immer wieder mit dem Tod zu tun zu haben. Also mit der Trauer anderer Menschen und deren Umgang damit einen geliebten Menschen verloren zu haben. Hinzu kommt noch,das Louises Eltern auch vor ein paar Jahren selbst verstorben sind. Sie schildert während des ganzen Buches immer wieder wie es für sie selbst damals war und auch heute noch ist immer wieder an ihre Eltern zu denken. Denn die Trauer ist ein anhaltender Prozess der einen das ganze Leben begleitet. In diesem Roman spendet die Autorin Trost,zeigt das es normal ist fast verrückt zu werden wenn jemand der einem nahe gestanden ist verstirbt. Sie zeigt Wege auf mit der Trauer umzugehen,begleitet einen in diesem Buch in dieser schweren Zeit. Hinzu kommen ihre Berichte als Trauerrednerin .Sie schildert Beispiele von Menschen für die sie eine Trauerrede halten dürfte. Dieses Buch zeigt gleichzeitig auf was für ein Tabuthema der Tod in der Gesellschaft immer noch ist. Der Gedanke an den eigenen Tod macht vielen Angst. Kaum jemand plant seine eigene Beerdigung. Das Beispiel das sie gegeben hat,dass der Tod und Sex beides immer noch so ein Tabuthema ist finde ich sehr gut ! Denn so ist es. Sex und der Tod sind teil des Lebens und dennoch werden sie kaum in der Öffentlichkeit offen angesprochen. Meine Meinung über das Buch : Als Altenpflegerin habe ich immer wieder mit dem Tod zu tun. Und immer wieder ist es anders wenn die Angehörigen angerufen werden oder schon da sind wenn der Bewohner verstorben ist. Auch ich habe schon oft erlebt wie Angehörige verschieden mit dieser Situation umgehen. Einige wissen noch nicht mal welches Bestattungsinstitut sie nun nehmen sollen,weil vorher nie über den Tod mit ihren im Heim lebenden Angehörigen gesprochen wurde. Einige stehen erst mal unter Schock und andere zeigen ihre Trauer durch weinen ganz offen. Und in seltenen Fällen haben sie ihren Angehörigen vor dessen Tod Jahre nicht gesehen. Der Brauch das Fenster zu öffnen damit die Seele entfliehen kann ist auch bei uns Gang und gebe. Oft erlebe ich mit das ein Bewohner so lange wartet bis alle da waren und dann erst stirbt . Mir ist also vieles was die Autorin in ihrem Werk schreibt sehr bekannt. Auch ich selbst habe schon einige Angehörige verloren. Auch jemanden bis zu seinem Tod zu hause gepflegt. Der unmittelbare Moment nachdem jemand verstorben ist wurde von der Autorin sehr gut beschrieben. Denn man merkt,dass dieser Jemand noch da ist . In meinem falle war es eine nicht funktionierende Telefonleitung für ein paar Minuten. In anderen Fällen bleiben Uhren stehen oder Wasserhähne gehen plötzlich an. Bei der Trauerrede die nach dem Tod meiner Oma vom Pastor gehalten wurde ging es mir wie der Autorin . Diese Rede passte von vorne bis hinten nicht zu ihr. Denn mein Onkel hatte dem Trauerredner nicht viel über meine Oma zu sagen. Nicht was für eine tolle Oma sie zu Lebzeiten war,dass sie Humor hatte. .. Ich kann diese Buch absolut jedem empfehlen zu lesen. Nachdem man jemanden geliebten verloren hat um damit besser umgehen zu können. Aber auch davor um sich ohne Angst Gedanken zu machen was man eigentlich selbst später möchte. Gerade damit die Angehörigen nicht ganz so alleine mit allem da stehen .
Janneke
aus Emden
5/5
16.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Einfühlsam und positiv - ohne zu beschönigen!
In dem Buch berichtet die Trauerrednerin und Autorin Louise Brown über ihre Erfahrungen im Umgang mit dem Tod und darüber, was bleibt, wenn wir sterben. Ich bin schwer davon beeindruckt, wie taktvoll und auch wie positiv die Autorin mit dem Thema Tod umgeht und man merkt definitiv, dass sie erfahren im Schreiben ist.
Das Buch ist in 3 Abschnitte geteilt, die wiederum in einzelne Kapitel geteilt sind. Das und auch der lockere Schreibstil der Autorin haben dazu beigetragen, dass sie das Buch, trotz des gewichtigen Themas recht leicht lesen lies. Obwohl es mit um die 250 Seiten ein vergleichsweise kurzes Buch ist, habe ich sehr viel mitnehmen können. Das Buch ist zwar weder Ratgeber, noch ein Sachbuch, trotzdem, oder grade deswegen (?) konnte mich die Autorin mit ihren Worten sehr gut erreichen. Einzelne Anekdoten aus ihrem Leben als Trauerrednerin, aber auch als Trauernde fügen sich zu einem roten Faden, der den Leser bzw. die Leserin durch das Buch begleitet.
Ich persönlich brauchte hier und da ein paar Pausen zum Innehalten, Nachdenken und Reflektieren. - Was ich als durchaus positiv erachte. Ein solches Buch möchte nicht gelesen und so schnell es geht zurück ins Regal gestellt werden.
Ich finde es wichtig, dass die Autorin mir einige Denkanstöße geliefert hat und mir das Buch einen Mehrwert bieten konnte. Für mich ist es ein absolutes Highlight!!
dunkelgefunkel
aus Nürnberg
5/5
13.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kann und soll den Schmerz nicht nehmen, aber den Umgang damit erleichtern
»Die Trauer ist eine ständige Erinnerung an die Liebe, die noch da ist, wenn ein Mensch stirbt. Die Liebe, die besteht, weil dieser Mensch so war, wie er war.«
Für so gut wie jeden ist es schwer über die Themen Tod und Sterben nachzudenken oder sogar darüber zu reden. Dabei gehört es zu unserem Leben so sicher wie sonst kaum etwas anderes. Auch die Journalistin Louise Brown konnte die Auseinandersetzung damit lange aufschieben, bis ihre Eltern starben. Dies hat sie dazu gebracht Trauerrednerin zu werden.
Sie berichtet von ihren eigenen Erfahrungen und anderen Hinterbliebenen und deren Umgang mit ihrer Trauer. Durch die Gespräche und daraus entstandene Reden hat sie nach und nach gesammelt, wie wir als Menschen damit umgehen (können), worauf es ankommt im Leben und danach und was es mit uns macht. Sie findet klare und ehrliche, aber zum Teil auch tröstende Worte. Sie erzählt von Verstorbenen für deren Trauerfeier sie Reden geschrieben hat und teilt Auszüge daraus.
Besonders positiv betonen muss ich, dass die Autorin so gut wie keine esoterischen Ansichten eingebaut hat, was ich erst befürchtet hatte. Das ein oder andere Zitat nutzt durchaus Metaphern, aber es wird dadurch einfach etwas persönlicher statt zu kalt und wissenschaftlich.
Insgesamt betont sie wie wichtig es ist, dass wir die Hürde überwinden sollten über diese Themen zu sprechen und nachzudenken, denn treffen wird es uns immer wieder. Auch wenn es den Schmerz nicht nehmen kann, können wir dadurch vielleicht lernen besser damit umzugehen und das Leben mit geliebten Menschen aufmerksamer und bewusster zu genießen.
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5/5
29.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine sehr berührende Lektüre
Dieses Buch hat mich sehr berührt.
Das Thema Tod schieben wir ja gerne zur Seite. Und auch für die Autorin Louise Brown ist erst der Tod der eigenen Eltern der Anlass, Gedanken an den Tod überhaupt zuzulassen. In diesem sehr persönlichen Buch beschreibt sie, wie sie daraufhin zur Trauerrednerin geworden ist. Also zu einem Menschen, der gut zuhören kann, um dann bei der Trauerfeier mit der Wahl der richtigen Worte, Bilder und eine lebendige Erinnerung an den verstorbenen Menschen zu schaffen.
Ihre vielen Gespräche mit Trauernden veränderte sogar ihre persönliche Einstellung zum Leben. Und das kann das Buch auch für uns werden: Eine Anregung über den Sinn des Lebens nachzudenken und vielleicht auch manches neu zu justieren. Eine sehr nachhaltige Lektüre
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