Gemeinsam mit Bernhard Hennen schrieb James A. Sullivan einen der erfolgreichsten deutschen Fantasy-Romane: »Die Elfen«. Mit der vorliegenden High-Fantasy-Dilogie kehrt er nun in sein Heimatgenre zurück. Sullivans elfischer Protagonist, Ardoas, trägt die Seele und die Erinnerungen der legendären Magierin Naromee in sich - und damit eine schwere Bestimmung: Nur er soll in der Lage sein, seinem Volk die vor langer Zeit gestohlene Seelenmagie zurückzubringen. Helfen soll ihm ein mysteriöses Orakel, das jedoch spurlos verschwunden scheint - und mächtige Feinde sind ihm auf den Fersen. Zahlreiche Gefahren lauern auf dem Weg zum Felsentempel von Beskadur, wo sich Ardoas' Schicksal entscheidet. Der erste Band des Zweiteilers »Die Chroniken von Beskadur«: Ein fantastisches Abenteuer, das die klassische High Fantasy neu denkt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Sonja
aus Freiburg
4/5
06.04.2025
eBook (ePUB 3)
Fantasy / Found Family / Elfen / erster Teil einer Dilogie
Einst kamen die Elfen aus Alvasur nach Alvaredur. Und damit ihr Volk in Frieden leben kann hat die Seelenmagierin Naromee einen Plan. Leider wurde sie von Erlun getötet. Doch ihre Seele wird immer wieder geboren, mit dem Drang sich an die vorherigen Leben zu erinnern und den Plan Naromees umzusetzen. Nun ist Ardoras die Inkarnation und er begibt sich auf die Suche nach dem Orakel Niadris. Von Ilbengrund begibt er sich in die Welt der Menschen. Auf dem Weg gibt es aber viele Gefahren, aber auch Hilfe, nur reicht das aus?
Wir folgen hauptsächlich Ardoras, aber auch Jerudana Yelenfurt, Söldnerin, Daludred von Yannau, Sohn des Barons, Velbaree, Elfenkriegerin, Zordura, Ardoras Tante, Caluon, Cousin von Jerudana, Naulina, Söldnerin und einige andere kommen zu Wort, so dass wir ein umfassendes Bild bekommen. Ardoras bewegt sich von Südosten Richtung Norden auf den Pfaden der letzten Inkarnation Ardoana, nur diesmal nicht auf Elfenart, was ihn sehr viel schneller vorankommen lässt. Alle Figuren sind stimmig aufgebaut und wechseln ihre Bündnisse mehrmals, denn jeder hat nur seinen Vorteil im Blick, bis der Ort Beskadur alles verändert.
Das Setting ist stimmig, das Worldbuilding hätte etwas tiefer gehen können, Karte und Glossar sind nötig, für das komplette Bild. Das Abenteuer allerdings hat das richtige Tempo und wir haben immer wieder Ruhephasen zwischen den Aufeinandertreffen. Es gibt auch eine Art Liebesgeschichte, aber generell wird hier kein Wert auf Geschlechter gelegt, weder in der eigenen Identität, als auch in der Wahl des/der Liebespartner, Velbaree hat aktuell drei Liebhaber mit unterschiedlichen Geschlechtszuordnungen.
Die Sprache ist für das Genre sehr zugänglich, aber der Stil sehr sprunghaft, so dass man manchmal das Gefühl hat, man hat was verpasst. Die Kampszenen sind spannend und die Liebe hinter closed doors. Die Erklärungen kommen nach und nach und auch hier ist das Namensverzeichnis sehr hilfreich.
Das Ende hat mich aber schockiert und wenn ich Band zwei nicht schon hätte, weiß ich nicht, ob ich ihn noch gekauft hätte. Und dennoch gebe ich 4 von 5 Sterne, da ich es nicht aus der Hand legen konnte.
Bewertung
5/5
12.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Sehr spannend!
Die ersten 50 Seiten war ich noch etwas skeptisch. Ab dann hat mich das Buch gefesselt und ich konnte es nicht mehr weglegen. Es zeigte mir neue Sichtweisen auf gewisse Aspekte und ich kann es jeder Fantasy begeisterten Person sehr empfehlen!
Schade ist dass es nur zwei Bände gibt…@James A. Sullivan: Chroniken sollten meiner Meinung nach mehr Bände haben. Ich würde diese kaufen.
Yuu
aus Wiener Neustadt
5/5
05.07.2022
Buch (Taschenbuch)
Die vielen Leben der Naromee
Als jemand der sich viel mit Phantastik, Sagen & Mythen beschäftigt und zu dem noch Queer ist, ist es mir ein anliegen dieses Buch weiterzuempfehlen.
Es war wirklich so ungemein schön gelebte Diversität im Alltag als integralen Teil dieser faszinierenden Welt zu begegnen. Die Geschichte liest sich wie ein Heldenepos in dem kein Wort, weder Dialog noch Prosa, ohne Bedeutung ist. Die Hoffnung scheint durch jede Seite hindurch, auch wenn schwierige Wege und Abenteuer überstanden werden müssen. Die Figuren der Geschichte sind äußerst liebenswürdig und es macht Spaß sie am gemeinsamen Weg wachsen zu sehen.
Ein äußerst wundervolles Leseerlebnis mit viel Hingabe und Anregungen über das Geschriebene nachzudenken.
Teil Eins bereitet die Bühne fabelhaft für den nächsten Band vor.
Für alle die mit dem sagenhaften Schreibstil als Gelesenes nicht klarkommen kann ich das Hörbuch empfehlen! Toll erzählt!
Eine klare Empfehlung für Personen die mythenhafte Phantastik & fast ritterliche Romantik mögen!
Bewertung
5/5
10.11.2021
Buch (Taschenbuch)
Elfen wohin man schaut! Und gut...
Elfen wohin man schaut! Und gut zu lesen ist die Geschichte auch . Die Protagonisten haben die Möglichkeit, sich zu entwickeln und nicht bei jedem ist klar auf welcher seite er letztendlich steht oder ob er überleben wird. Macht Lust auf mehr.
faanielibri
5/5
04.11.2021
Buch (Taschenbuch)
High Fantasy, wie ich sie liebe: Eine unglaublich detaillierte Welt, unzählige, vielschichtige Figuren, eine Reise voller Gefahren!
‚Das Erbe der Elfenmagierin‘ von James A. Sullivan war das zweite Buch, das wir im Buchclub ‚Zum Legendarium‘ gelesen haben. Es ist High Fantasy, wie ich sie liebe: Eine unglaublich detaillierte Welt, unzählige, vielschichtige Figuren, eine Reise voller Gefahren. Und auch wenn die Reise größtenteils sehr ruhig ist, konnte sie ihren Zauber voll entfalten.
Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, habe ich gemerkt, dass es eine sehr anspruchsvolle Geschichte werden wird, die meine volle Aufmerksamkeit braucht. Viele Figuren, Diversität, Inkarnationen, die 2000 Jahre zurückreichen. Ich liebe diese Komplexität und kann mir Gott sei Dank Namen gut merken und auch zuordnen. So fiel mir der Start ins Buch leichter.
Es beginnt sehr ruhig und doch habe ich mich keine Sekunde gelangweilt. Die bedächtige und erhabene Erzählweise passt zur Geschichte und zum Setting. Trotz der ruhigen Erzählweise schreitet die Handlung schnell voran bzw. ist die Reise sehr zügig. Sie ist lang und ich kann verstehen, dass nicht alle Stationen in aller Ausführlichkeit beschrieben werden. Doch es hat mich trotzdem ein bisschen gestört und ich habe mich gefragt, ob nicht weniger Stationen, die dafür detaillierter beschrieben worden wären, besser gewesen wären. Es wirkte so etwas gehetzt.
Ich fand es auch nicht so gelungen, dass die Reisenden eigentlich überall nett empfangen werden, alles glatt läuft und keinerlei Hindernisse ihren Weg kreuzen. Es lief mir einfach etwas zu glatt, aber das mag, wie die kurzen Stationen, dem geschuldet sein, dass der Fokus auf späteren Ereignissen liegt. Doch diese Kleinigkeiten haben meine Lesefreude eigentlich kaum gestört.
Die Geschichte spielt in einer Welt, deren Ausmaß man mithilfe der schönen Karte in der vorderen Klappe erahnen kann. Prächtig und atmosphärisch beschrieben, besiedelt mit allerlei Völkern, durchzogen mit magischen Elfenpfaden, deren Beschreibungen traumhafte Bilder heraufbeschwören lassen. Ich mochte vor allem auch die Diversität der Welt, so, als wäre sie nie anders gewesen (mehr zu diesem Konzept der ‚Progressiven Phantastik‘ findest du hier). Das ist in der englischen Fantasy schon längst angekommen und ich freue mich, dass die Diversität der Geschlechter und Geschlechtsidentitäten auch immer mehr den Weg auf den deutschen Buchmarkt finden.
Wir begleiten Protagonist Ardoas auf seiner Reise durch die Welt Alvaredur, auf der Suche nach seiner Erinnerung. Er ist eine Inkarnation der Elfenmagierin Naromee, doch zur Enttäuschung aller erinnert er sich nicht an deren Wissen. Aufzeichnungen einer früheren Inkarnation führen ihn schließlich auf die Suche nach einem Orakel, das die Hoffnung ihn ihm weckt, seine Erinnerungen zu erlangen.
Ich bin eigentlich eine personenbezogene Leserin, die meist eine Verbindung zu den Figuren braucht, um sie zu mögen bzw. um ihr Handeln nachvollziehen zu können. Hier habe ich diese Verbindung nicht zu einzelnen Personen aufbauen können, dafür aber zu der Gemeinschaft, die sich der Gefahren Alvaredurs stellt. Es ist eine so besondere Beziehung, die diese drei Figuren haben, so respektvoll und voller Liebe, Hingabe und Vertrauen. Die Liebesszenen werden nur kurz angeschnitten und überlassen eigentlich alles der Fantasie, waren aber dabei so eindringlich und gefühlvoll, ohne sich den Lesenden aufzudrängen. Sie bleibt im Hintergrund, beschreibt aber alles, was die Gemeinschaft ausmacht. Ich bin immer noch begeistert von dieser Erzählweise und hoffe, dass ich im Finalband noch mehr davon bekomme. 4,5 Sterne.
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