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  • Produktbild: Dreieinhalb Stunden
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Artikelbild von Dreieinhalb Stunden
Robert Krause

1. Dreieinhalb Stunden

Dreieinhalb Stunden Wie entscheidest du dich?

Gesprochen von
115

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Tanja Fornaro + weitere

Spieldauer

8 Stunden und 33 Minuten

Erscheinungsdatum

20.07.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839819296

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Spieldauer

8 Stunden und 33 Minuten

Erscheinungsdatum

20.07.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

gekürzt

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Argon

Sprache

Deutsch

EAN

9783839819296

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Magnolia

    5/5

    09.08.2021

    Hörbuch (Audio)

    Deutsch-deutsche Geschichte - ein Hörerlebnis

    Der Interzonenzug verlässt am 13. August 1961 München mit Ziel Ostberlin. Unter den Reisenden kursiert das Gerücht, dass die Grenze geschlossen werden sollte, eine schwerwiegende Entscheidung steht an: Lieber hier bleiben, im Westen, dem alten Leben endgültig den Rücken kehren oder doch wieder zurück in die vertraute Umgebung mit ungewisser Zukunft. Was tun? Diese ungekürzte Hörbuch-Ausgabe von „Dreieinhalb Stunden“ habe ich sehr genossen, bin dank der beiden Erzähler Tanja Fornaro und Robert Frank, die abwechselnd lesen, ganz tief in diese Geschichte abgetaucht, habe mich zurückgelehnt und ihren Stimmen und Stimmungen gelauscht. Sie vermitteln all die Emotionen sehr gut nachvollziehbar. Ihnen gelingt es mühelos, den einzelnen Figuren Charakter und Persönlichkeit zu geben, ihnen Leben einzuhauchen. Das Gerücht um den unmittelbar bevorstehenden Mauerbau macht im Zug die Runde, die Stimmung kippt, jeder einzelne Reisende muss eine Entscheidung treffen, die sein künftiges Leben nachhaltig prägen wird. Die zunehmende Panik konnte ich gut heraushören. So, als ob ich mittendrin wäre, eine der Mitfahrenden. All die hochkochenden Gefühle, die emotionale Erregtheit waren greifbar, direkt hör- und spürbar. Robert Krause, der Autor, versteht es aufs Vortrefflichste, diese sehr beklemmende, trübe Stimmung festzuhalten. Die bedrückende Atmosphäre konnte ich beim Hören deutlich spüren, beiden Sprechern ist es gelungen, dieses Zeugnis deutsch-deutscher Geschichte wohltemperiert und authentisch zu präsentieren. Jede einzelne Figur hat ihre Wesensmerkmale und obwohl es doch so einige Reisende sind, sind sie sehr gut zu unterscheiden. Jeder von ihnen muss sich entscheiden, hat seine Argumente und außerdem drängt die Zeit. Es werden etliche Schicksale eingefangen, die Fassade bröckelt zusehends. Marlies etwa wusste schon vorher davon, ihr Vater Paul ist Offizier bei der Berliner Volkspolizei. Aber sagt sie etwas? Gerd, ihren Mann, will sie nicht einweihen, denn sie fürchtet, dass er hier bleiben will, die beiden Kinder dürfen auch nichts mitbekommen. So nimmt das Unvermeidliche seinen Lauf. Nicht nur Marlies, auch Gerd übt sich in Heimlichkeiten, die so harmonische Familie droht zu zerbrechen. Eine Musikband will zurück in den Osten, sie haben ihre ganz eigenen Probleme, die Vergangenheit, die Lebensentwürfe werden ausgebreitet, nichts was zur Sprache kommt ist schön, Vertrauen schwindet. Ein westlicher Kommissar ist in ganz anderer Mission hier und auch seine Ermittlungen fördert Verborgenes zutage. Die Grenze kommt näher, eine Entscheidung muss getroffen werden. Alle Schicksale werden durchleuchtet, es kommt nie Langeweile auf. Man fiebert mit den einen und kann die anderen so gar nicht verstehen, diese wenigen Stunden haben es in sich. Eine sehr bewegende Zeitreise in die unschöne deutsche Vergangenheit wird sehr lebendig dargestellt, aufs vortrefflichste erzählt. Der bekannteste Satz von Walter Ulbricht vor dem Mauerbau vor 60 Jahren „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“ war eine große Lüge, vergessen wird er wohl noch lange nicht sein. Robert Krause nimmt sich des Themas an und legt mit „Dreieinhalb Stunden“ ein beeindruckendes Zeugnis deutsch-deutscher Geschichte vor. Wie würde man selber entscheiden, hätte man seine Wurzeln im Osten, müsste vieles und Viele zurücklassen? Eine Entscheidung, die endgültig ist. Ein Stück deutsch-deutscher Geschichte wird hier sehr lebendig erzählt. Ihre Schicksale haben mich berührt, aufgewühlt und traurig gemacht. Gekonnt und sehr lebendig in Szene gesetzt hat Audible Hörbuch mit seinen beiden Sprechern daraus einen absoluten Hörgenuss gezaubert, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

  • Elke Seifried

    aus Gundelfingen

    5/5

    22.07.2021

    Hörbuch (Audio)

    Heimat oder Freiheit, eine schwere Entscheidung

    Ich bin im Westen, ohne Verwandte oder Bekannte in der ehemaligen DDR aufgewachsen und war noch ein kleines Kind als die Mauer fiel. Ich interessiere mich daher stets für die Alltagsgeschichte aus dieser Zeit und die Frage, wie hätte ich mich wohl entschieden, Bleiben oder Flucht, habe ich mir beim Lesen zu dem Thema schon oft gestellt. Aussteigen oder nicht, ist hier die Frage, und eine Antwort alles andere als leicht, denn es gilt, „Alle, die jetzt gingen, verloren ihr Zuhause. Alle, die weiterfuhren, ihre Freiheit.“ Marlies, ihr Ehemann Gerd mit Tochter Elke und Sohn Willi, Carla, Sascha, Siggi und Peter, die vier Bandmitglieder, Anna und ihr Ehemann Gerd, Ingrid deren Sohn Hans und ihr zukünftiger Ehemann Rudolf und schließlich Polizist Arthur, kurze Zeit auch dessen Kollege Andi, sind die Personen im Interzonenzug nach Ostberlin, um die sich diese Geschichte kreist. Dazu gesellen sich noch Marlies Vater Paul, der als Major Fuchs bei der Volkspolizei nicht nur auf seine Tochter wartet, sondern auch entscheiden muss, ob in Berlin gegen die Protestanten Panzer aufgefahren werden, und auch Edith, die Lokführerin, die von Kurt interviewt wird und den Zug im Westen abholen muss. Wo wird am Ende der Geschichte, deren Platz sein? Als Leser lernt man die einzelnen Charakter kennen, erfährt warum sie sich in dem Zug befinden und erlebt die Fahrt und damit den Count Down bis zur finalen Entscheidung Osten oder Westen, wo wird meine Zukunft sein, mit. Existenzängste haben müssen versus eines geregelten Auskommen, Homosexualität im Westen noch verboten, im Osten bereits toleriert, dort wo auch eine Lokführerin, trotz harter körperlicher Arbeit ein für Frauen ein durchaus gängiger Beruf ist, während im Westen Frauen noch ihren Ehemann um Erlaubnis fragen müssen, ob sie denn überhaupt arbeiten gehen dürfen, das sind einige der Fragen, um die sich die Entscheidungen drehen und nicht nur damit erhält man als Leser bzw. Hörer, obwohl sich die ganze Handlung im Mikrokosmos Zug abspielt, zudem einen gelungenen Einblick ins Alltagsleben der Menschen sowohl im Westen als auch im Osten. Der einnehmend, anschauliche Schreibstil hat mich sofort mit in den Zug genommen und die Geschichte hautnah miterleben lassen. Man merkt deutlich, dass der Autor auch Drehbücher, bzw. zumindest das Drehbuch zum gleichnamigen Film verfasst hat. Den brauche ich wohl allerdings jetzt gar nicht mehr, so genau konnte ich mir alles ausmalen. Der Roman wird in kurzen Abschnitten abwechselnd aus allen Perspektiven erzählt. Das ist, um alle besser zu verstehen und um eine möglichst breite Palette an Einstellungen und Meinungen, die das Handeln, die die Entscheidung aussteigen oder ohne Möglichkeit zur Rückkehr weiter nach Ostberlin fahren, beeinflussen, bieten zu können, natürlich vom Autor geschickt gewählt. Da die Perspektiven sich aber oft und schnell abwechseln, die Anzahl der Charaktere nicht gering ist und ich sowieso ein extrem schlechtes Namensgedächtnis habe, hatte ich meine Probleme, mich in der Geschichte einzufinden, mir einen Überblick über die Mitspieler zu verschaffen und diesen dann auch zu behalten. Das machte mir das Lesen zumindest am Anfang nicht wirklich zu einem entspannten Vergnügen, Es war durchaus Konzentration erforderlich und ohne meinen Notizblock wäre ich wohl nur schlecht zu Rande gekommen. Schon alleine die Frage, wie werden sich die Einzelnen entscheiden, schafft natürlich eine Grundspannung, die mit dem Nähern der Grenze stetig zunimmt und am Ende durch geschickte Wendungen fast zum Zerreisen hoch ist. Einige gut gehütete Geheimnisse kommen zusätzlich ans Tageslicht und sorgen so für Überraschungen, vorhersehbar sind daher nur wenige Entscheidungen, und über mangelnde Spannung kann man wahrlich nicht klagen. Ein Stasi Mitglied, das durch seine Tätigkeit für sich und ein paar andere eine Reise in den Westen ermöglicht hat, ein von der DDR Enttäuschter, weil sie ihm die Aufgabe und den Job genommen haben mit einer Frau, die vom System und dem Kampf gegen den Kapitalismus fest überzeugt ist, eine Frau die zwischen ihrem Sohn im Westen und ihrem Mann und dem Osten entscheiden muss. Bandmitglieder, die im Osten ein geregeltes Einkommen haben, im Westen womöglich wenig Erfolg, einer im Osten, der von Hollywood träumt, sehr gut gefällt mir die große Bandbreite an Einstellungen, die der Autor hier in seinem Roman, abdeckt. Er bietet damit einen gelungenen Querschnitt durch die damalige Bevölkerung. Die einzelnen Charaktere sind äußerst authentisch dargestellt und die Entscheidungen, samt der Gedankenkreisel, die diesen vorangehen, durchaus nachvollziehbar gezeichnet. Die Vielzahl an Akteuren und die vielen Perspektivwechsel, machen den Roman natürlich auch nicht unbedingt zur besten Vorlage für ein Hörbuch. Der Argon Verlag hat meiner Meinung nach jedoch das Bestmögliche daraus gemacht. Schon die Tatsache, dass es sich um zwei Sprecher handelt, erleichtert es dem Hörer ungemein, mit den schnellen Wechseln der Perspektiven zurecht zu kommen. Robert Frank, kenne und schätze ich als Sprecher schon lange. Tanja Fornaro, die mir bis dato unbekannt war, und er sind mit ganz viel Herzblut am Werk und transportieren die sich zuspitzende Atmosphäre dabei äußert gekonnt. Ich habe den beiden mir sehr angenehmen Stimmen sehr gerne zugehört. Alles in allem ein spannender Roman, der mich gekonnt unterhalten hat. 4,5 Sterne wegen meiner Startschwierigkeiten, die allerdings mehr zu fünf als vier tendieren.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    20.07.2021

    Hörbuch (Audio)

    Brillant

    Dreieinhalb Stunden ist ein spannender Roman von dem Schriftsteller Robert Krause. Das Hörbuch wird von den Speichern Tanja Fornaro und Robert Frank mit wechselhaften Stimmen erzählt. Es ist der 13. August 1961, der Zug München nach Berlin Ost fäher um 8 Uhr 10 Minuten ab. Wir lernen die wichtigsten Personen vor Abfahrt des Zuges kennen und können in ihre Empfindungen eintauchen. Während der Fahrt erfahren die Reisenden vom Mauerbau. Es gibt noch drei Stationen bis zur Grenze. Die Stimmung ist so spannungsgeladen., das man sich selber fragt, wie man da entschieden hätte. In dem Fall sind dreieinhlb Stunden fast zu kurz um sich zu entscheiden. Da gehen fast Freundschaften auseinander. Und Familien müssen sich klar werden, was für sie das Beste ist. Robert Krause beschreibt alles so real. Die Sprecher bringen die Personen dann noch besonders ins Licht. Da brauche ich gar keinen Film davon. Ich sehe den Zug und die Personen bildhaft vor mir. Das Buch ist ein Stück Zeitgeschichte.

  • J. Kaiser

    5/5

    18.07.2021

    Hörbuch (Audio)

    Sehr identisch

    Klapptext: Der Interzonenzug D-151 München–Berlin fährt am 13. August 1961 von München durch Bayern Richtung innerdeutscher Grenze. In ihm sitzen viele Menschen auf dem Weg zurück in ihre Heimat DDR. Noch wissen sie nicht, dass dieser Tag ihre Zukunft unwiderruflich verändern wird. Fazit: Dieses Hörbuch spiegelt die Vorkommnisse des 13. August vor 60 Jahren wider. Das Hörbuch ist sehr gut. Die Passagiere dieses Zuges haben genau dreieinhalb Stunden Zeit, um über ihr Leben im Westen, oder hinter der Mauer zu leben. Die Leute wissen noch nicht, dass Ulbricht an diesem Tag die Grenze zum Westen schliessen wird. Die Entscheidung verändert diesen Leuten ihr ganzes Leben. Wie werden sie sich entscheiden? Die beiden Sprecher sind sehr gut. Man hört schon beim Zuhören heraus, dass es keine leichte Entscheidung gab. Will ich die Familie und meine Freunde hinter mir lassen? Das Hörbuch kann ich empfehlen.

  • Jasika

    4/5

    25.10.2021

    Hörbuch (Audio)

    Der Tag des Mauerbaus - Wie würdest du dich entscheiden?

    Der Interzonenzug fährt am 13.08.1961 von München nach Berlin. Manche ahnen es vielleicht, aber die meisten erfahren es erst um Zug, es wird eine Mauer gebaut, die Ost und West trennen soll. Jeder muss sich die Entscheidung treffen, zurück in die Heimat (DDR) oder noch aussteigen und auf ein Leben in der BRD hoffen? Der Roman handelt von vielen unterschiedlichen Personen und ihren Träumen, eine Band, eine Familie, ein älteres Ehepaar.... Das Thema ist packend und man fragt sich unwillkürlich selbst. wie hätte ich mich in dieser Situation entschieden? Die Handlung ist einerseits durchaus spannend, beklemmend und abwechslungsreich, wirkt aber durch die vielen Charaktere andererseits auch viel zu überladen, so dass man kein große Bindung zu ihnen aufbauen kann. Die Beweggründe der einzelnen Protagonisten waren interessant dargestellt und machen ein Stück Geschichte greifbar. Werden sie vorzeitig aus dem Zug steigen oder weiterfahren? Was denken sie von ihrer Heimat, wollen sie zurück oder haben sie andere Pläne? Doch die Zeit rennt ihnen davon.... Das Hörbuch wurde sehr lebendig und emotional von den beiden Sprechern Tanja Fornaro und Robert Frank vorgetragen, ich haben den beiden sehr gerne zugehört. Fazit: Facettenreich und packend erzähltes Stück Geschichte, welche auch erfolgreich verfilmt wurde.

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    Theresa Raupp

    OSIANDER Schwäbisch Hall

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    5/5

    15.08.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Der Zug in die Zukunft?

    Wenn 3 1/2 Stunden über den Fortlauf des Lebens entscheidne können? Welche Schicksale hängen daran? Welche Entscheidungen werden getroffen? Die DDR und Walter Ulbricht stehen kurz vorm Mauerbau. Doch noch weiß keiner im Westen darüber Bescheid, außer ein paar ausgewählten Personen. In "3 1/2 Stunden" wird das Schicksal verschiedener Personen erzählt, die alle mit dem Zug in ihre Heimat - die DDR - fahren wollen (oder sollen) und die während dieser Zugfahrt entscheiden müssen, ob sie wirklich heimkehren. Oder im Westen bleiben. Einblicke in die Gedankenwelt dieser Personen bleiben ebenso wenig aus, wie Schicksale, die sich während einer "einfachen Zugfahrt" entscheiden können. Auch für Leser, die eigentlich keine historischen Romae lesen mögen, bestens geeignet. Spannend erzählt, rasant beschrieben. Zwar nicht in 3 1/2 Stunden, aber ebenso kurzweilig.

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