Produktbild: Psychodynamische Beratung in Organisationen

Psychodynamische Beratung in Organisationen Integrative Konzepte und bewegende Begegnungen

Aus der Reihe Therapie & Beratung

44,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2021

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

374

Maße (L/B/H)

20,8/14,4/2,6 cm

Gewicht

554 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3106-8

Beschreibung

Rezension

»Rudolf Heltzel schildert theoretische und klinische Grundlagen und bringt Fallbeispiele. So bekommen die Lesenden profunde Einblicke in die Alltagsarbeit, auch in die Haltung und die Vorgehensweisen des Leiters. Dass traditionelle psychoanalytische Grundlagen wie Neutralität und Abstinenz in dieser Arbeit ihre Grenzen haben, wird im Licht aktueller interpersoneller Ansätze nachvollziehbar betont.«
Klaus Hoffmann, Publik Forum, Nr. 18, 23. September 2022
»Rudolf Heltzel [...] versteht sein Buch als Sammlung und Reflexion seiner Praxiserfahrungen. Er bezeichnet sich selber als ›reflektierten Praktiker‹ (S. 22). Das Angebot nimmt der Leser gerne an, da sich das Buch vom Aufbau, der sprachlichen Gestaltung und inhaltlichen Essenz gut erschließen lässt. Die Ausführungen Heltzels sind in der Tat durchdrungen von seinem Erfahrungswissen, dabei auf adäquatem Niveau im fachlichen Diskurs mit – dem integrativen Ansatz entsprechend – verschiedenen psychosozialen Bezugskontexten und mit wachem Blick auf Person, Organisation und Gesellschaft. Man merkt, dass den Autor selber interessiert, was er schreibt.«
Jan-Christoph Horn, Coaching Magazin
»Rudolf Heltzel macht mit seinem Buch deutlich, wie psychodynamische Beratung in Organisationen gelingen kann. Er wirft zentrale Fragen auf (ethische, technische, haltungs- und rollenbezogene), denen man sich als Berater:in stellen sollte, und gibt vielfältig Anstoß für die Findung kreativer und individuell stimmiger Antworten darauf. Ein gelungenes, mutiges und in seiner Leidenschaft ansteckendes Buch, dem das Potenzial eines Grundlagenwerks für die Praxis innewohnt.«
Fabienne Gutjahr, Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik 60, 2/2024
»Analog zur Idee des ›Erweiterten Kunstbegriffs‹ von Joseph Beuys ließe sich sagen, dass Rudolf Heltzel in seinem Buch eine auf die Organisationsberatung bezogene ›Erweiterte Gruppenanalyse‹ vorlegt. […] Die in Ausbildungsinstituten (früher) öfters zu hörende Frage ›Ist das denn noch (Gruppen-)analyse?‹ lässt sich auf das Buch von Rudolf Heltzel bezogen mit einem klaren Ja beantworten. Eine breite Rezeption ist ihm daher zu wünschen.«
Claas Happach, Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik 60, 2/2024
»Menschen, die in der Supervision und Organisationsberatung tätig sind bekommen eine wunderbare Sammlung an Konzepten, die nicht überall verfügbar und nicht immer leicht zugänglich sind, sowie eine Anleitung wie diese Konzepte anwendbar sind. Zudem bekommen die Leser einen Blick auf ein über Jahre elaboriertes Basiskonzept der Beratung und einige frisch vorgetragene Aspekte, wie mit Beratungsdogmen und Ideologien umgegangen werden kann. Im Grunde ist es ein Lehrbuch im wahrsten Sinne.«
Martin Lüdemann, gruppenanalyse Heft 1/2022
»Eingewoben in die theoretischen und konzeptionellen Kapitel – und dies hebt die Praxisrelevanz des Buches ungemein – sind zahlreiche, zum Teil ausführliche Praxisbeispiele, die den psychodynamischen Ansatz erlebbar machen […]. Wer sich auf das Buch und vor allem auf die vom Autor geschilderten Fallbeispiele einlässt, kann sich als Leser*in auf ›bewegende Begegnungen‹ freuen und erlebt nicht zuletzt – auch dies kann der Rezensent nur andeuten – ›bewegende Begegnungen‹ mit sich selbst.«
Erhard Tietel, supervision 1.2022

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.09.2021

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

374

Maße (L/B/H)

20,8/14,4/2,6 cm

Gewicht

554 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-3106-8

Herstelleradresse

Psychosozial Verlag GbR
Walltorstraße 10
35390 Gießen
DE

Email: info@psychosozial-verlag.de

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  • Produktbild: Psychodynamische Beratung in Organisationen
  • Vorwort
    Martin Altmeyer

    Danksagung

    1 Einführung
    Ein erster Blick in meine Beratungspraxis
    Dies ist die Sicht eines reflektierten Praktikers

    2 Begriffsklärungen, ein Basiskonzept und Herausforderungen, die sich dem Praktiker stellen
    Überblick
    Mein Verständnis zentraler Begriffe
    Organisationsbezogene Beratung
    Was bedeutet »Psychodynamik/psychodynamisch« heute?
    Gruppenanalyse, intersubjektiv-relationale Perspektive und psychodynamische Beratung
    Beratung im Spannungsfeld der Organisation
    Ein Basiskonzept psychodynamisch-gruppenanalytischer Beratung im Spannungsfeld der Organisation
    Herausforderungen, die sich dem Praktiker stellen

    3 Ökonomisierung, Traumatisierung, Fragmentierung, Covid-19 und die gruppenanalytische Antwort darauf
    Überblick
    Zum Kontext organisierter Arbeit
    Ein kleiner Umweg zu Beginn (aus gegebenem Anlass)
    Stimmen von Ethikern
    Eindrücke aus Coaching-Gruppen
    Eindrücke aus Teamsupervision und Einzelcoaching
    Das bundesweit einmalige Forschungsprojekt »SEEGEN«
    Eine qualitativ-empirische Studie im Auftrag der DGSv
    Zerreißen von Zusammenhängen, Zunahme von Fragmentierung
    Organisationspathologien infolge kumulativer Traumatisierungen
    Angriffe auf Verbindungen (Bion) und mangelnder Zusammenhalt (Nitsun, Hopper)
    Versuch, Zusammenhänge zu verstehen und sie einzuordnen
    Exkurs: Covid-19 – eine Tiefenkrise mit massivem Traumatisierungspotenzial
    Connecting-Function (Nitsun) und Holding-Together-Function (Hearst) in der gruppenanalytischen Beratung
    Connecting-Function in der Beratung

    4 Zwischen Fantasie und Realität – Übergangsräume in Supervision und Beratung
    Überblick
    Winnicotts Konzept des Übergangsraumes (Potential Space)
    Supervision und Beratung eröffnen Möglichkeitsräume
    Potential Space in der gruppenanalytischen Organisationsberatung
    Übergangsräume – was braucht es, um sie einzurichten und zu pflegen?
    Die Gefährdung oder Zerstörung von Übergangsräumen der Supervision und Beratung
    Die Realität wird der Fantasie untergeordnet
    Realität als Abwehr der Fantasie
    Dissoziation von Realität und Fantasie
    Ausschalten von Realität und Fantasie

    5 Intersubjektiv-relationale Psychoanalyse, Gruppenanalyse und psychodynamische Beratung
    Überblick
    Die Entwicklung einer neuen Perspektive
    Postmoderne Welten: Pluralistisch, kontextuell, konstruiert, dynamisch
    Integration statt Abschottung
    Der Mensch – ein sozial konstituiertes Wesen
    Ko-Konstruktionen und Kontextabhängigkeiten
    Die Analytikerin/die Beraterin als Person
    Selektive Selbstenthüllung zum Nutzen des Anderen
    Selbstkritik und Ent-Idealisierung
    Jenseits der Technik
    Zwischenfazit und Übersetzung in das Feld der psychodynamischen Beratung
    Die Außerkraftsetzung der Abstinenzregel als Prinzip
    Abschließendes Fallbeispiel einer Beratung, die scheitert

    6 Gruppenanalytische Supervision und Beratung jenseits der Kleingruppe
    Überblick
    Die analytische Großgruppe – ein zwiespältiges Vorbild
    Das relationale Verständnis der Psychoanalyse eröffnet neue Chancen auch für Gruppenanalytiker
    Blick zurück auf Foulkes (und Bion)
    Grundannahmen (»basic assumptions«) und »Arbeitsgruppe«
    Es geht darum, Foulkes und Bion zu integrieren
    Dialog, Kontext und Gruppenbewusstsein
    Praxis organisationsbezogener Beratung größerer Gruppen
    Erstes Beispiel: Zwei Sitzungen einer Großgruppensupervision
    Zweites Beispiel: Zwei Sitzungen einer Großgruppensupervision
    Modifizierte, gruppenanalytisch fundierte Beratung jenseits der Kleingruppe
    Fazit

    7 Komplexberatungen – Theorie und Praxis
    Überblick
    Handwerkliche Herausforderungen
    7.1 Komplexität, Beziehung, Vertrauen und intersubjektive Passung
    Überblick
    Einfache Komplexität
    Alle Beratungen sind komplex
    Alle Beratungskonzepte sind komplex zusammengesetzt
    Fürstenaus Beitrag zur organisationsbezogenen Beratung
    Schmale Erfahrungsbasis, gebremster Diskurs, berufliche Identitätsängste
    Die Basis: Beziehung – Vertrauen – Feldkenntnis
    Persönliches Vertrauen – ein Matrixphänomen
    Was sind Komplexberatungen?
    Komplexaufträge werden gemeinsam gefunden
    Wie Auftrag und Berater zusammenpassen oder: Wie unser »Idiom« Ausdruck findet
    Der Beitrag des Beraters zur dialektischen Begegnung
    7.2 Triangulierungskompetenz, multiple Gegenübertragung und innere Gruppe
    Überblick
    Institutionelle Triangulierung
    Von der triadischen zur Triangulierungskompetenz des Beraters
    Trianguläre Räume und der konsolidierte Dritte
    »I contain multitudes« (Bob Dylan): Multiple Gegenübertragungen und multiples Selbst
    Die Gruppeneigenschaften des Individuums
    Innere Gruppen und psychische Gruppalität
    7.3 Fragen aus der Praxis
    Überblick
    Fünf interessante Fragen
    Worin finden wir Orientierung?
    Noch einmal konkret: Alles in einer Hand? Oder im Verbund mit anderen?
    Unter welchen Umständen kann diese Arbeit gelingen?
    Was wird mit wem kommuniziert? Und was definitiv nicht? Ist Sprechen über Abwesende erlaubt?
    Vor- und Nachteile sowie Kontraindikationen des vorgeschlagenen Konzepts

    8 »Freundschaft im Kampf« – reflektierte Parteilichkeit
    in der organisationsbezogenen Beratung
    Überblick
    »Freundschaft im Kampf« (Lazar)
    »Was hilft und ist nützlich?«
    Drei Beispiele reflektiert parteilicher, selektiv selbstenthüllender Arbeitsweise des Supervisors/Beraters

    9 Kasuistik – Zwei Einzelberatungen, drei Generationen, ein Familienunternehmen
    Überblick
    Vorbemerkung
    Das erste Jahr: Frau Schmitz kommt in ihrer Rolle als Führungskraft an und möchte »sportlicher« mit Konflikten umgehen
    Das zweite Jahr: Während Frau Schmitz Erfolge einfährt, werden ihre Eltern Thema. Herr Schmitz formuliert sein Anliegen so: »Der Betriebsrat, meine Mutter und ich!«
    Das dritte Jahr: Drei Generationen, ein Familienunternehmen – nur sagen die Kinder »Nein, danke!«
    Das vierte Jahr: Frau Schmitz entwickelt Selbstbewusstsein und Autonomie. Herr Schmitz fühlt sich –
    als »Symbiose-Spezialist« – bedroht und stellt sich Fragen
    Das fünfte Jahr: Frau Schmitz entdeckt positive Seiten ihrer Mutter an sich und für Herrn Schmitz läuft es insgesamt prima. Allerdings gebe ich Anlass zum Ärger
    Das sechste Jahr: Frau Schmitz emanzipiert sich und gibt alles für die Firma. Herr Schmitz geht »auf halbtags« und erfährt von einem Kaufinteressenten
    Das siebte Jahr: Frau Schmitz genießt eine »berufliche Erntezeit«. Der Verkauf der Firma nimmt Gestalt an und Herr Schmitz sieht sich großen Belastungen und ernsten Risiken ausgesetzt
    Das achte Jahr: Die Verschmelzung der Unternehmen gerät spannungsreich und enttäuschend. Herr Schmitz ist erst fassungslos, dann gesundheitlich belastet. Soll er das Steuer übernehmen?!
    Rückblick des Beraters auf die Beratung
    Frau Schmitz: Miteinander wachsen
    Herr Schmitz: Rückblick

    10 Gute Führung oder: Führung, die »gut genug« ist
    Überblick
    Führen – Mythos und Realität
    Die Bedeutung von Führung – wie sie sich in wissenschaftlichen Studien spiegelt
    Sozialkapital in Organisationen
    Zeitgemäße Führung ist »mehrsprachig« (variabel und situationsabhängig)
    Führung durch Beziehung
    Führen und Geführtwerden
    Containment als zentrale Führungsaufgabe
    Führung und Gesundheit
    Gute Führung fördert den Zusammenhalt der Gruppe und die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft (»Connecting«)
    Ethische Dilemmata im Führungsalltag

    11 Über das Nützliche und das Rechte bei der Beratung der Mächtigen und andere Fragen
    Ein fiktives Gespräch mit Michel de Montaigne
    Überblick
    Über Austausch, Verbundenheit, Freundschaft und Brüderlichkeit
    Über die Sprache des Beraters
    Über Erziehung zur Mündigkeit
    Über die Methode der »geplanten Planlosigkeit«
    Über Selbstreflexion als Methode
    Über die Beteiligung an öffentlichen Angelegenheiten
    Über das Leben und Überleben in schwierigen Zeiten
    Über Vermittlung zwischen Kriegsparteien
    Über die Unabhängigkeit des Beraters
    Über Montaignes Beratungsstil
    Über Ruhm und Eitelkeit des Beraters
    Über die Werte des Beraters
    Über die Ethik des Beraters
    Über Tugenden des Beraters
    Über die Fehlbarkeit des Beraters
    Montaigne und die Pest
    »I’m a man of contradictions …«
    Sich selbst treu bleiben …
    … und zugleich vielseitig und flexibel!
    »Es kommt darauf an …«

    Nachwort
    Wolfgang Weigand

    Liste der Praxisbeispiele, inklusive Interview mit Montaigne
    Kapitel 1
    Kapitel 2
    Kapitel 3
    Kapitel 4
    Kapitel 5
    Kapitel 6
    Kapitel 7.1
    Kapitel 7.2
    Kapitel 7.3
    Kapitel 8
    Kapitel 9
    Kapitel 10
    Kapitel 11

    Literatur

    Drucknachweise