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Emma Jane Unsworth

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Julia Nachtmann + weitere

Spieldauer

9 Stunden und 9 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.04.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Downloaddatei

Anzahl Dateien

166

Verlag

Lübbe Audio

Originaltitel

Adults

Übersetzt von

Viola Krauss

Sprache

Deutsch

EAN

9783838797144

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Spieldauer

9 Stunden und 9 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

30.04.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Downloaddatei

Anzahl Dateien

166

Verlag

Lübbe Audio

Originaltitel

Adults

Übersetzt von

Viola Krauss

Sprache

Deutsch

EAN

9783838797144

Herstelleradresse

Lübbe Audio
Schanzenstr. 6-20
51063 Köln
Deutschland
Email: kundenservice@luebbe.de
Url: www.luebbe.de
Telephone: +49 221 82000
Fax: +49 221 82003150

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1 Sterne

Disruptives Experiment mit Mehrwert

Selina am 23.10.2022

Bewertungsnummer: 1811006

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch wird sicherlich nicht jedermanns Fall sein. Das hat mehrere Gründe und einige kann ich persönlich auch sehr gut nachvollziehen. Zu Anfang hatte ich selbst große Probleme, ins Geschehen zu finden und tat mich schwer, mit der Protagonistin warm zu werden. Doch gleichzeitig entpuppte es sich als eins der relevantesten Bücher im Bezug auf die heutige Zeit, die ich je gelesen habe. „Vielleicht hatten all die Therapeuten ja recht“ ist von vorne bis hinten disruptiv und scheut nicht davor zurück, mit sämtlichen Gepflogenheiten und Normen zu brechen – sowohl inhaltlich als auch formal. Das vermutlich gewöhnungsbedürftigste ist der Aufbau des Buches: Die Kapitel sind weder chronologisch aneinandergereiht, noch folgen sie irgendeiner anderen auf den ersten Blick ersichtlichen Ordnung. Scheinbar willkürlich springen sie in Ereignissen im Leben der Protagonistin umher, was zugegebenermaßen sehr verwirrend sein kann. Lässt man sich jedoch darauf ein, stellt man fest, dass es durchaus ein System gibt – nämlich ein thematisch geordnetes. In Anbetracht der Tatsache, dass sich alles in dem Buch um das Gefühlsleben der Protagonistin Jenny dreht, macht diese intuitive Gliederung definitiv viel Sinn. Thema Jenny: Sie ist definitiv keine gewöhnliche Protagonistin. Sie hat massenhaft Fehler und zwar nicht die von der angenehmen Sorte. Ihre Fehler sind keine à la „leicht tollpatschige Romanheldin stolpert sympathisch durchs Leben“. Jennys Fehler sind nicht schön, sondern zutiefst abstoßend. Für die meisten von uns sind Jennys Eigenschaften höchstwahrscheinlich der größte Albtraum, niemand möchte so verblendet, so oberflächlich und so abhängig von den sozialen Medien sein wie sie. Dennoch bewundere ich die Art, wie Jenny geschrieben wurde. Wenn ein Charakter von Grund auf so fehlerhaft und unsympathisch ist, hat das meistens Gründe. Abgesehen davon ist Jennys Charakterentwicklung wirklich erste Sahne: Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wird sie stetig etwas reifer, erlangt wichtige Erkenntnisse und schlägt letztlich eine wirklich gute Richtung ein. Generell bin ich ein großer Fan der Selbstreflexion, die im Laufe des Buchs konsequent durchexerziert wird – nicht nur bezogen auf Jenny, sondern auch auf die Leserschaft. Gerade diese Selbstreflexion macht das gesamte Buch zusammen mit seiner problematischen Protagonistin auf einer gesellschaftlichen Ebene höchst relevant. Durch die Art, wie wir Jennys unschöne Angewohnheiten mitansehen müssen, werden wir zum Nachdenken angeregt und sinnieren automatisch über unser eigenes Verhältnis zu den angesprochenen Problemen nach. Und auch wenn man sich ohne Punkt und Komma über Jenny aufregen kann, eins muss man Emma Jane Unsworth doch lassen: Sie hat eine Protagonistin geschaffen, die – egal wie gern wir es leugnen möchten – auch irgendwie in einer jeden von uns steckt. Ich für meinen Teil fühlte mich beim Lesen des Öfteren ertappt. Was auf mich anfangs wie ein etwas halbgares Experiment von einem Buch wirkte, hat sich nun als eine rundum gelungene und vor allem höchst wirksame Gesellschaftskritik von einer absolut souveränen Autorin entpuppt, die zweifelsohne weiß, was sie tut. Allein schon im Sinne des Wohls unserer Gesellschaft spreche ich hiermit meine Leseempfehlung aus. Denn auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, es laufen weit mehr Jennys frei draußen herum, als wir denken. Deswegen: Seid nicht wie Jenny. Lest ein Buch.

Disruptives Experiment mit Mehrwert

Selina am 23.10.2022
Bewertungsnummer: 1811006
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dieses Buch wird sicherlich nicht jedermanns Fall sein. Das hat mehrere Gründe und einige kann ich persönlich auch sehr gut nachvollziehen. Zu Anfang hatte ich selbst große Probleme, ins Geschehen zu finden und tat mich schwer, mit der Protagonistin warm zu werden. Doch gleichzeitig entpuppte es sich als eins der relevantesten Bücher im Bezug auf die heutige Zeit, die ich je gelesen habe. „Vielleicht hatten all die Therapeuten ja recht“ ist von vorne bis hinten disruptiv und scheut nicht davor zurück, mit sämtlichen Gepflogenheiten und Normen zu brechen – sowohl inhaltlich als auch formal. Das vermutlich gewöhnungsbedürftigste ist der Aufbau des Buches: Die Kapitel sind weder chronologisch aneinandergereiht, noch folgen sie irgendeiner anderen auf den ersten Blick ersichtlichen Ordnung. Scheinbar willkürlich springen sie in Ereignissen im Leben der Protagonistin umher, was zugegebenermaßen sehr verwirrend sein kann. Lässt man sich jedoch darauf ein, stellt man fest, dass es durchaus ein System gibt – nämlich ein thematisch geordnetes. In Anbetracht der Tatsache, dass sich alles in dem Buch um das Gefühlsleben der Protagonistin Jenny dreht, macht diese intuitive Gliederung definitiv viel Sinn. Thema Jenny: Sie ist definitiv keine gewöhnliche Protagonistin. Sie hat massenhaft Fehler und zwar nicht die von der angenehmen Sorte. Ihre Fehler sind keine à la „leicht tollpatschige Romanheldin stolpert sympathisch durchs Leben“. Jennys Fehler sind nicht schön, sondern zutiefst abstoßend. Für die meisten von uns sind Jennys Eigenschaften höchstwahrscheinlich der größte Albtraum, niemand möchte so verblendet, so oberflächlich und so abhängig von den sozialen Medien sein wie sie. Dennoch bewundere ich die Art, wie Jenny geschrieben wurde. Wenn ein Charakter von Grund auf so fehlerhaft und unsympathisch ist, hat das meistens Gründe. Abgesehen davon ist Jennys Charakterentwicklung wirklich erste Sahne: Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wird sie stetig etwas reifer, erlangt wichtige Erkenntnisse und schlägt letztlich eine wirklich gute Richtung ein. Generell bin ich ein großer Fan der Selbstreflexion, die im Laufe des Buchs konsequent durchexerziert wird – nicht nur bezogen auf Jenny, sondern auch auf die Leserschaft. Gerade diese Selbstreflexion macht das gesamte Buch zusammen mit seiner problematischen Protagonistin auf einer gesellschaftlichen Ebene höchst relevant. Durch die Art, wie wir Jennys unschöne Angewohnheiten mitansehen müssen, werden wir zum Nachdenken angeregt und sinnieren automatisch über unser eigenes Verhältnis zu den angesprochenen Problemen nach. Und auch wenn man sich ohne Punkt und Komma über Jenny aufregen kann, eins muss man Emma Jane Unsworth doch lassen: Sie hat eine Protagonistin geschaffen, die – egal wie gern wir es leugnen möchten – auch irgendwie in einer jeden von uns steckt. Ich für meinen Teil fühlte mich beim Lesen des Öfteren ertappt. Was auf mich anfangs wie ein etwas halbgares Experiment von einem Buch wirkte, hat sich nun als eine rundum gelungene und vor allem höchst wirksame Gesellschaftskritik von einer absolut souveränen Autorin entpuppt, die zweifelsohne weiß, was sie tut. Allein schon im Sinne des Wohls unserer Gesellschaft spreche ich hiermit meine Leseempfehlung aus. Denn auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, es laufen weit mehr Jennys frei draußen herum, als wir denken. Deswegen: Seid nicht wie Jenny. Lest ein Buch.

Der Spiegel unserer GenY

Bewertung am 16.10.2022

Bewertungsnummer: 1806522

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zu Beginn viel es mir etwas schwer in den abrupten Schreibstil einzugehen. Die teils kurzen, teils langen Kapitel und die Sprünge in der Zeit. Doch als ich mich daran gewöhnt habe, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Jenny ist eine überspitzte Version vieler GenY. Ihr Handy klebt an ihr und mehr als das perfekte Foto scheint ihr nicht wichtig. Oberflächlich und internet süchtig scheint Jenny nicht nur auf den ersten Blick. Sie ist neurotisch und unsympathisch. Doch wenn wir genauer hingucken, entdecken wir doch jede*r ein Stück Jenny in uns. Wir vergleichen uns mit Bildern auf Social-Media, überlegen zu oft ob oder wann wir etwas posten oder sind besessen von etwas, dass gar nicht existiert. Der britische Humor zieht sich durchs ganze Buch und blickt man mal zwischen die Zeilen hat das Buch nicht nur Witz sondern weist einen auch immer wieder auf seine eigenen "Fehler" hin. Denn wenn es auch eine überspitzte Version darstellt, neigen wir doch dazu unser Leben vom Internet bestimmen oder beeinflussen zu lassen. An den Stellen wo es vielleicht hapert, habe ich mich gefragt ob es eventuell an der Übersetzung. Aber sonst habe ich das Buch gerne gelesen und habe vor allem beim Ende viel gelacht!

Der Spiegel unserer GenY

Bewertung am 16.10.2022
Bewertungsnummer: 1806522
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Zu Beginn viel es mir etwas schwer in den abrupten Schreibstil einzugehen. Die teils kurzen, teils langen Kapitel und die Sprünge in der Zeit. Doch als ich mich daran gewöhnt habe, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Jenny ist eine überspitzte Version vieler GenY. Ihr Handy klebt an ihr und mehr als das perfekte Foto scheint ihr nicht wichtig. Oberflächlich und internet süchtig scheint Jenny nicht nur auf den ersten Blick. Sie ist neurotisch und unsympathisch. Doch wenn wir genauer hingucken, entdecken wir doch jede*r ein Stück Jenny in uns. Wir vergleichen uns mit Bildern auf Social-Media, überlegen zu oft ob oder wann wir etwas posten oder sind besessen von etwas, dass gar nicht existiert. Der britische Humor zieht sich durchs ganze Buch und blickt man mal zwischen die Zeilen hat das Buch nicht nur Witz sondern weist einen auch immer wieder auf seine eigenen "Fehler" hin. Denn wenn es auch eine überspitzte Version darstellt, neigen wir doch dazu unser Leben vom Internet bestimmen oder beeinflussen zu lassen. An den Stellen wo es vielleicht hapert, habe ich mich gefragt ob es eventuell an der Übersetzung. Aber sonst habe ich das Buch gerne gelesen und habe vor allem beim Ende viel gelacht!

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