In der Silvesternacht verschwinden vor der Küste Cornwalls drei Männer spurlos von einem Leuchtturm. Die Tür ist von innen verschlossen. Der zum Abendessen gedeckte Tisch ist unberührt. Die Uhren sind stehengeblieben. Zurück bleiben drei Frauen, die auch zwei Jahrzehnte später von dem rätselhaften Geschehen verfolgt werden. Die Tragödie hätte Helen, Jenny und Michelle zusammenbringen sollen, hat sie aber auseinandergerissen. Als sie zum ersten Mal ihre Seite der Geschichte erzählen, kommt ein Leben voller Entbehrungen zutage - des monatelangen Getrenntseins, des Sehnens und Hoffens. Und je tiefer sie hinabtauchen, desto dichter wird das Geflecht aus Geheimnissen und Lügen, Realität und Einbildung.
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Die Einsamkeit eines Leuchtturms
Tauriel aus Wuppertal am 29.08.2021
Bewertungsnummer: 1558009
Bewertet: Hörbuch-Download
Ich kam in den Genuss,Hörbuch und Buch zeitgleich zu lesen und zu hören.Das Hörbuch wird von den beiden gut umgesetzt und ich habe das Gefühl, mich mit Timo Weisschnur unter die Leuchtturmwärter zu begeben .Aber auch die Perspektivwechsel durch Tessa Mittelstaedt zu den hinterbliebenen Frauen ist gelungen.
Ich habe mich über 10 Stunden gut unterhalten gefühlt.
Ausgeliefert auf engstem Raum
Dauerleserin am 23.04.2022
Bewertungsnummer: 1700152
Bewertet: eBook (ePUB 3)
In der Nacht zu Silvester im Jahr 1972 geschieht auf dem Leuchtturm von Maiden Rock, einem Leuchtturm in einer schwer zugänglichen Lage vor der Küste Süd-Englands, ein Drama: drei Leuchtturmwärter verschwinden spurlos. Der Leuchtturm ist leer, als ein Boot mit der Ablösung anlegt. Mysteriös sind die Spuren, die man im Leuchtturm findet: zwei stehengebliebene Wanduhren , ein gedeckter Tisch, und scheinbar hatte einer der Männer den Leuchtturm ohne seine Regenjacke verlassen, was unüblich ist. Noch dazu war die Tür zum Leuchtturm von innen abgesperrt. Die drei verschwundenen Leuchtturmwärter wurden nie gefunden. 20 Jahre später rollt der Schriftsteller Dan Sharp den Fall noch einmal von vorne auf und befragt unter anderem die drei Ehefrauen der verschwundenen Männer. Dan Sharp sticht dabei in ein Wespennest, das sich auch nach der langen Zeit nicht beruhigt hat …
„Manche Geheimnisse sollen einfach nicht aufgedeckt werden.“ (eBook, S. 522)
Cover und Schreibstil:
Das Cover von „Die Leuchtturmwärter“ ist schlicht gehalten, aber es ist wirklich schön. Das Cover ist ziemlich blau, aber das passt natürlich zu diesem Buch. Abgebildet ist ein Leuchtturm – DER Leuchtturm – umgeben von vielen Wellen. Durch die Art und Weise wie das Bild gemalt ist, wirkt es fast dreidimensional.
Der Schreibstil der Autorin Emma Stonex ist flüssig. Durch ihre spezielle Ausdrucksweise schafft sie es sogar, einfache Beschreibungen der Örtlichkeiten und der Natur spannend zu gestalten. Die Autorin hat das Buch in zwei Zeitebenen geschrieben. Die eine Zeitebene spielt im Jahr 1992, als Dan Sharp den Fall neu aufrollt. Die andere Zeitebene beschäftigt sich mit den Tagen vor dem Verschwinden der Männer. Hier erzählt die Autorin das Geschehen auf dem Leuchtturm aus der Perspektive der drei Männer.
Fazit:
Helen, Jenny und Michelle, die Ehefrauen der verschwundenen Leuchtturmwärter, werden intensiv befragt. Bei den Befragungen erfährt man interessante Details aus dem Leben der Leuchtturmwärter und ihrer Familien. Es geht aber auch um Beziehungsdramen, Konkurrenzdenken und Teamarbeit. Hier war es sehr interessant, zu lesen, wie die drei Frauen völlig unterschiedlich mit der Situation umgegangen sind. Die Ermittlungen nach so langer Zeit sind äußerst schwierig, denn es gibt viel, was bis jetzt verschwiegen wurde, und genau dies soll nach der Auffassung verschiedener Menschen auch so bleiben.
Das Buch lebt unter anderem von der authentischen Schilderung des Lebens auf dem Leuchtturm und der Ereignisse auf dem Leuchtturm in den Tagen vor dem Verschwinden der Männer. Hinzu kommen u.a. auch Logbucheinträge, die ich sehr gerne gelesen habe. Man kann sich als Lesende/r richtig gut vorstellen, wie eng und einsam es auf einem Leuchtturm ist. Allein diese Schilderungen waren sehr interessant und machen das Buch lesenswert.
Nach und nach bekommt man eine Ahnung, was in der Nacht, in der die Männer verschwanden, passiert ist bzw. ja eher passiert sein könnte. Aber es gibt so viele Verwicklungen und Möglichkeiten, dass man eigentlich bis zum Ende keine Ahnung hat, wohin das Ganze führt. Das Ende ist meiner Meinung nach ein wenig unspektakulär, aber dennoch überraschend und nicht uninteressant. Sagen wir mal so: es passt ganz hervorragend zu diesem Buch! Es ist nicht reißerisch, aber es lässt einen dennoch nicht los.
Warum ist dieses Buch so besonders?
„Die Leuchtturmwärter“ ist für mich aus zwei Gründen ein ganz besonderes Buch. Zum einen bedient sich Emma Stonex einer außergewöhnlichen Sprache. Es gelingt ihr, sowohl die Trauer, die die Witwen empfinden, rüberzubringen als auch deren Wut über ihr verkorkstes, von Entbehrungen geprägtes Leben.
Der andere Grund, vielleicht sogar der wichtigere von beiden, weswegen „Die Leuchtturmwärter“ ein ganz besonderes Buch für mich ist, ist, dass die Geschichte auf einem wahren Fall beruht. Denn Silvester 1900 verschwanden tatsächlich drei Leuchtturmwärter auf dem Flannan-Isles-Leuchtturm, nordöstlich von Schottland, der erst ein Jahr zuvor fertiggestellt worden war. Das Verschwinden der drei Männer wurde nie aufgeklärt.
Leseempfehlung:
„Die Leuchtturmwärter“ ist kein Krimi oder Thriller im herkömmlichen Sinne, aber das Buch ist trotzdem nicht weniger gruselig. Ich empfehle dieses Buch allen, die wie ich fasziniert von Leuchttürmen sind, aber auch allen Krimifans, die Bücher mögen, bei denen auch Schilderungen der wilden Natur, aber auch Gefühle nicht zu kurz kommen. Ich werde noch lange an dieses Buch denken, weswegen ich auch sehr gerne 5 Sterne vergebe.
Die Dauerleserin
Meinung aus der Buchhandlung
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So schön, tief und geheimnisvoll wie das Meer selbst
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Das spurlose Verschwinden dreier Leuchtturmwärter vor der Küste Cornwalls sorgt zwei Jahrzehnte später für mächtig aufgewirbelten Staub und die hinterbliebenen Frauen sind gezwungen, das Geheimnis der Vergangenheit zu lüften und sich der Frage zu stellen, ob mit der Wahrheit allen Betroffenen wirklich geholfen ist.
Emma Stonex springt in ihrem Debüt meisterhaft zwischen Perspektiven und Zeitebenen hin und her: man verliert nie den Überblick, die verschachtelten Entwicklungen sind logisch und gehen in einer atmosphärischen Sprache rundum organisch mit dem thematischen Überbau von Beziehungen und Geheimnissen einher.
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