Philippine soll den Seppel heiraten, das haben sich ihr Vater und der Vater vom Seppel nach der Sonntagsmesse ausgemacht. Aber das geht nicht, denn der Seppel ist ein böser Bub, der den Hendln die Flügel ausreist und Frosche bei lebendigem Leib zerschneidet. Philippine läuft davon - nicht leicht für ein Mädchen im 18. Jahrhundert.
Der Weg von ihrem Dorf nach Wien ist weit. Sie verkleidet sich als Bub, wird von einem Jesuitenpater aufgelesen, besucht das Gymnasium. Studiert in Rom Medizin, in Coimbra Kartografie. Sie will ins Reich der Mitte, wie so viele Jesuiten vor ihr.
Immer wieder droht sie aufzufliegen. Aus Rom muss sie fliehen. In Coimbra begegnet sie einem jungen Mann, Adam aus Regensburg. Als er erfährt, dass Philipp eine Philippine ist, stößt er sie von sich. Die junge Frau ist auf sich selbst zurückgeworfen. Sie muss weg, weit weg, am besten nach China, mit brennenden Fragen im Gepäck: Wer ist sie wirklich? Sind Frauen den Männern wirklich intellektuell unterlegen? Ist die Aufklärung der Ausweg aus dem Unglück?
Kundinnen und Kunden meinen
3.2/5.0
Bewertung
aus Leutesdorf
5/5
21.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schwere Zeiten für Frauen
Im 18. Jahrhundert soll Philippine in jungen Jahren mit einem gruselig, grausamen Bauerssohn verheiratet werden, so haben es sich zumindest die Väter beim Sonntagssuff vereinbart. Doch die haben die Rechnung ohne die junge Braut gemacht. Sie flieht von zu Hause und geht künftig als Philipp durch die Weltgeschichte. Strandet als erstes bei Paten und darf Medizin studieren. Ihr weiteres Leben ist sehr aufregend, immer im Hinterkopf, dass ihr Versteckspiel auffliegen könnte.
WO DAS LICHT HERKOMMT von CLEMENTINE SKORPIL ist für mich ein gutes Buch, dass mal wieder deutlich macht, wie schwer es Frauen im Mittelalter hatten und bis heute noch teilweise haben. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und hatte die über 280 Seiten kein Problem der Geschichte zu folgen. Im Gegenteil, nach jeder Pause hab ich mich gefreut zu erfahren, wie es mit PhilippINE weiter geht. Von mir bekommt das Buch 5 verdiente Sterne.
Renate
aus Leutesdorf
5/5
21.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Schwere Zeiten für Frauen Im…
Schwere Zeiten für Frauen Im 18. Jahrhundert soll Philippine in jungen Jahren mit einem gruselig, grausamen Bauerssohn verheiratet werden, so haben es sich zumindest die Väter beim Sonntagssuff vereinbart. Doch die haben die Rechnung ohne die junge Braut gemacht. Sie flieht von zu Hause und geht künftig als Philipp durch die Weltgeschichte. Strandet als erstes bei Paten und darf Medizin studieren. Ihr weiteres Leben ist sehr aufregend, immer im Hinterkopf, dass ihr Versteckspiel auffliegen könnte. WO DAS LICHT HERKOMMT von CLEMENTINE SKORPIL ist für mich ein gutes Buch, dass mal wieder deutlich macht, wie schwer es Frauen im Mittelalter hatten und bis heute noch teilweise haben. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen und hatte die über 280 Seiten kein Problem der Geschichte zu folgen. Im Gegenteil, nach jeder Pause hab ich mich gefreut zu erfahren, wie es mit Philippine weiter geht. Von mir bekommt das Buch 5 verdiente Sterne.
Bewertung
aus Birkenfeld
5/5
12.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kluges Mädchen
Ein wunderschön gestaltetes Cover. Ein Buch das man gerne in die Hand nimmt.Entgegen dem ersten Eindruck aus der Leseprobe finde ich nun den Schreibstil der Autorin doch sehr gewöhnungsbedürftig. Gedankliche Sprünge innerhalb der Kapitel sind noch nachvollziehbar, Jedoch zwischen den Kapiteln hatte ich zeitweise Schwierigkeiten die Zusammenhänge richtig zu ordnen. Auch treten etliche Bezeichnungen auf, die ich nicht zuordnen kann. Unsere Protagonistin - das als Junge verkleidete Mädchen - ist ein Kind und später eine junge Frau, die mit viel Mut und Glück ihr Leben meistert. Sehr informativ sind die Kapitel in denen unser verkleidetes Mädchen sich in China befindet. Die Verhältnisse dort sind für uns moderne Menschen unvorstellbar.
Also insgesamt gesehen ist der Roman interessant und lehrreich, nur der Schreibstil ist nicht mein Fall.
Bewertung
aus Oberursel
5/5
28.09.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
coole Story, leider sehr spezieller Erzählstil - muss man mögen
Der Klappentext verspricht: „Ein turbulenter Roman über den abenteuerlichen Lebensweg einer Frau im 18. Jahrhundert“.
Wir befinden uns Ende des Jahrhunderts. Philippine wird in bäuerlichen Verhältnissen geboren, und läuft kurz vor ihrer Verheiratung davon. Sie verkleidet sich als Junge, und als Philipp schafft sie es, in einem Wiener Gymnasium aufgenommen zu werden. Sie ist schlau, sie macht sich gut – wäre nicht immer die Angst vor Entdeckung, und die innere Unruhe, sich das Leben erschwindelt zu haben. Aber als Philipp kann sie in Rom Medizin studieren, und in Coimbra Kartografie. Und macht sich dann auf nach China, sie will an den Hof des Kaisers, um dort Automaten zu bauen.
Soviel kurz zum Inhalt. Spannende Story, cooler Plot. Das hatte mich sofort gefangen. Ich finde historische Romane aus weiblicher Sicht geschrieben immer faszinierend, und Frauen, die aus ihrem weiblichen Leben ausbrechen, um als Mann zu lernen und zu leben, die Fesseln der Gesellschaft zu sprengen, ihr Potential auszuschöpfen, sind für mich immer Heldinnen, deren Geschichten ich liebe. Vor allem, wenn sie noch auf so abenteuerliche Reisen gehen wie Philippine.
Jetzt bin ich aber mit genau diesem Roman ein bisschen zwiegespalten. Und ein wenig überfordert. Der Plot ist klasse, mit dem Stil hab ich echte Probleme. Der Roman ist aus der Ich-Perspektive Philippines geschrieben. Und wie das so ist, wenn man seine Lebensgeschichte erzählt, man springt da gerne mal zeitlich vor uns zurück. Dan fällt einem hier noch was wichtiges zu ein, und dann dort. Was in einer mündlichen Erzählung nett ist, stresst mich als Leser, vor allem wenn ohne Vorwarnung hin und her gesprungen wird. Eben checkt die erwachsene Philippine noch auf einem Schiff ein. Und dann kommen Kindheitserinnerungen aus der Familie, anschliessend hüpfen wir ins Wiener Konvent, plötzlich ist sie als Frau enttarnt und wird vergewaltigt, und dann ist sie wieder irgendwo als Mann – also, ohne Punkt und Komma, und ich war des Öfteren verwirrt und irritiert. Ich fand den Erzählstrang etwas arg holperig.
Und wenn ich sage, Philippine erzählt uns Lesern ihr Leben, dann meine ich das genau so: die Gedanken und Sätze werden oftmals genau so geschrieben, wie man sie salopp spricht. Vor Allem in der wörtlichen Rede kommt einiges an Umgangssprache auf den Leser zu. Ich weiss, ich weiss, das ist ein Stilmittel, dass uns die Protagonisten und ihr Handeln und Denken nahe bringen will, aber ich bin beim lesen eine kleine Spiesserin: ich mag das schlicht nicht. Wenn ständig ein „Mensch“ bei Philippine zum „Mentsch“ wird, dann gefällt mir das nicht. Ich stelle an mir fest, je älter ich werde, desto weniger kann ich mit stilistischen Experimenten in der Belletristik was anfangen. Ich mag das auch nicht, wenn Dialekt geschrieben wird, beispielsweise (daher gehen mir bei Rita Falks Büchern und dem Bayerischem beispielsweise die Zehennägel hoch, wenn ich sie lese, aber ich liebe die Verfilmungen). Philippine spricht nicht unbedingt Dialekt, aber ihr Satzbau ist teilweise sehr simpel. Wobei ich hier nicht umhin komme, festzustellen, dass ihr Satzbau niveauvoller wird, je älter sie wird – ich sehe das durchaus, dass die Autorin hier sehr geschickt uns allein durch Philippines Sprache ihre Veränderung und ihren intellektuellen Wachstum präsentiert. Allein, sorry, ist trotzdem nicht meins….
Ja, was soll ich sagen. Die Geschichte an sich ist echt gut. Das Buch selbst ist auch super hochwertig und schön gestaltet, haptisch ist das eine Freude. Aber ich bin aus genannten gründen nicht in einen Lesefluss gekommen. Das ist echt superschade. Hin und wieder war ich mal kurzfristig „drin“, aber dann blätter ich um, und dann kommt wieder ein Zeit- und Handlungssprung, das war echt blöd.
Ich tu mich echt schwer, dieses Buch zu bewerten. Ich würde allen potentiellen Leserinnen empfehlen, sich eine Leseprobe runterzuladen, oder im Buchhandel mal ein wenig rein zu lesen. Wie gesagt, gute Grundidee, historisch gut recherchiert, interessante Personen – aber der Stil ist speziell.
Bewertung
5/5
26.09.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nie langweilig
Das Buch spielt im 18. Jahrhundert. Frauen hatten es hier nicht leicht, so auch die junge Philippine. Ihr Vater will sie zur Heirat zwingen, doch Philippine macht sich kurzerhand aus dem Staub. Sie lebt von nun an als Philipp und macht sich auf den langen Weg nach Wien.
Die Geschichte der jungen Frau ist mitreißend und wird nie langweilig. Stets besteht die Gefahr, dass ihre Verkleidung aufliegt und sie die Konsequenzen tragen muss. Die Geschichte nimmt eine Wendung, als sie schließlich einen ganz besonderen Mann trifft, der hinter ihr Geheimnis kommt.
Es ist beeindruckend wie die Autorin den damaligen Zeitgeist darstellt und wie man an einigen Stellen auch den Bezug zur heutigen Zeit erkennen kann. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich so mit den Charakteren mitgeliefert habe. Von mir eine klare Kaufempfehlung!
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