Ein kleines sizilianisches Dorf. Als der Tabbacchere Costanzo plötzlich stirbt, gerät seine Frau Agata ins Visier des rücksichtslosen Bürgermeisters und seines korrupten Klüngels: Sie wollen ihr das üppige, mit Orangen- und Zitronenbäumen bepflanzte Land abnehmen.
Doch Agata wehrt sich. Sie schart eine Reihe von Verbündeten um sich. Und die rebellische Gemeinschaft nimmt es mit dem hinterhältigen Bürgermeister und seinen Kumpanen auf …
Götz Otto wurde weltweit bekannt mit dem James-Bond-Film »Der Morgen stirbt nie«. Er ist regelmäßig in internationalen Filmproduktionen und auf der Bühne zu sehen.
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Leicht humorig, ganz nett als Unterhaltung nebenbei.
Wedma am 29.09.2021
Bewertungsnummer: 1576300
Bewertet: Hörbuch (CD)
Dieses Werk habe ich als Hörbuch geistig „verspeist“. Eine interessante, leicht humorige Geschichte mit einigen mythischen Elementen, mit der Hauptaussage: Frauen an die Machtdie ich wunderbar beim heimischen Werkeln kennenlernen konnte. Und als ich hörte, dass es Fortsetzung gibt, dann war klar, dass auch Teil 2 auf meinem Abspielgerät landet.
Klappentext beschreibt die Eckpunkte ganz gut.
Überrascht hat mich diese Geschichte auf vielerlei Art.
Dass sie so deutlich gesellschaftskritisch wird, hätte ich nicht gedacht. Am Beispiel des kleinen Dorfes wurde hier der heutigen Gesellschaft Spiegel vors Gesicht gehalten. Die skrupellosen, machtgierigen Männer zerstören das wenige noch gebliebene Gute, bloß um ihre Ansprüche zu befriedigen und ihren Status zu stipulieren, was der Gemeinschaft aber nichts nachhaltig Gutes verspricht. Dagegen gibt es eine harmlos wirkende Frau, frei von Machtgehabe und weitestgehend in politischen Dingen unerfahren, sie macht dann das Rennen und wird zum Oberhaupt des Dorfes. Was Frauenrolle angeht, mutet diese Geschichte geradezu märchenhaft an.
Die Fülle an Stellen, die mit Liebesszenen und dergleichen zu tun haben, hat mich ebenfalls überrascht. Die Bevölkerung des Dorfes hat scheinbar nichts weiter im Kopf. Gutes Essen kommt an zweiter Stelle noch dazu.
Aber insgesamt ist dies eine gute Unterhaltung. Leicht humorig, ganz nett als Nebenbei Unterhaltung. Ich bleibe auf Teil 2 gespannt und vergebe 4 Sterne.
Eine poetische Wohlfühl-Geschichte
Elke aus Vaihingen an der Enz am 11.02.2021
Bewertungsnummer: 1438554
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Mitte der neunziger Jahre, ein sizilianisches Dorf in den Hügeln hoch über dem Meer, in einer ursprünglichen Landschaft inmitten von Orangen- und Zitronenbäumen gelegen. Das Leben geht seinen gemächlichen Gang, man fühlt sich wohl hier. Ein kleines Stück vom Paradies, wären da nicht der Bürgermeister Don Saverio Pallante und seine Handlanger, denen nur daran gelegen ist, sich die Taschen zu füllen. Nicht genug, dass eine vor vielen Jahren gebaute Ölraffinerie die Gegend verschandelt, der neueste Plan des Bürgermeisters ist die Errichtung einer Mülldeponie, ausgerechnet auf der Saracina, einem üppig bepflanzten Stück Land, das seit Generationen im Besitz von Costanzos Familie ist. Dieser betreibt gemeinsam mit seiner Frau Agata die Tabaccheria, gleichsam die Seele des Dorfes. Bisher hat er sich beharrlich geweigert, sein Land zu verkaufen, doch dann stirbt er unverhofft. Für den Bürgermeister ein Glücksfall, glaubt er sich jetzt endlich am Ziel seiner Wünsche, denn es ist nicht nur das Grundstück, das er begehrt. Aber er hat die Rechnung ohne Agata gemacht, die eine Vielzahl Verbündeter um sich versammelt, mit denen sie der mächtigen Clique des Bürgermeisters die Stirn bietet. Denen, die dulden und schweigen erwarten, weil es das ungeschriebene Gesetz ist.
Macht und Machtlosigkeit, David gegen Goliath, ein Motiv, das nicht zum ersten Mal Thema eines Romans ist. Vor allem dann, wenn einfache Leute, die sich scheinbar nicht wehren können, über den Tisch gezogen werden sollen. Auf den ersten Blick nicht sonderlich originell, aber Tea Ranno macht aus dieser Ausgangssituation eine Geschichte, die von Anfang bis Ende nicht nur bestens unterhält, sondern auch das Interesse des Lesers/der Leserin fesselt. Geschuldet ist das in erster Linie den liebevoll gezeichneten, aber dennoch glaubhaften Menschen, die sich um Agata scharen. Allesamt Paradiesvögel, wie beispielsweise Lisabetta, die mit ihren Kräutern heilende Gerichte für Leib und Seele zubereitet, der Professor, der heimlich Liebesgedichte schreibt oder Lucietta, die ungeahnte Fähigkeiten hat.
Ein Märchen, in dem die Guten gut und die Bösen böse sind. Eine poetische Wohlfühl-Geschichte über Solidarität, über die magische und mächtige Kraft der Freundschaft, die selbst in ausweglos scheinenden Situationen Mut machen und Veränderungen bewirken kann. Und letztlich zum Sieg führt.
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