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Eine Liebe in Pjöngjang

10

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2022

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21,3/13,6/2,1 cm

Gewicht

264 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00293-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Eine sehr sehr delikate, wunderbare Liebesgeschichte, in der sich Liebe und Zweckmäßigkeit auf eigentümliche Art verquicken: ohne dass das eine das andere abwertet. (Ijoma Mangold) ("ZDF "Das literarische Quartett"")
Dieses Longlist-Buch haben wir in der Shortlist vermisst. ("diepresse.com")
Auf so virtuose, kluge, kunstvolle Art wurde lange Zeit keine Liebesgeschichte mehr geschrieben. ("ORF Radio FM4")
Glaubwürdig und von enormer Einfühlungskraft. In diesem Roman stimmt jeder Satz. ("RBB Kultur")
Eine kurzweilige Lovestory vor ungewöhnlicher Kulisse. ("Kölnische Rundschau")
Stichmann schildert diese Amour fou mit einer Sprache, die sich ebenfalls in Grenzregionen vorwagt und trotzdem unerwartet heitere, ja komische Momente hat ... Ein hinreißender Roman. ("Rheinische Post")
Eine unsentimentale und sehr gefühlvolle Liebesgeschichte ... Hervorragend. ("Münchner Merkur")
„Eine Liebe in Pjöngjang“ erzählt großartig von einer Liaison im toten Winkel der Welt ... Eines der besten Bücher der Saison. ("Berliner Morgenpost")
Stichmann nutzt das Ferne, Fremde des Sujets, um eine romantische Erzählung daraus zu machen, mithilfe dichter Leitmotivik und literarischer Anspielungen, die ins Seelenleben der Figuren hineinführen. Feine Spuren von Goethe enthält dieser Text und auch von Thomas Manns später Erzählung von der Betrogenen. Und gerade das macht die Lesbarkeit dieses Textes aus! Lebte Ludwig Tieck noch, er würde heute ähnlich schreiben. Die Psychologie hat hier (wieder) mit Literatur zu tun und leitet sich nicht aus konsensfähigen Thesen ab. Genau so wird das Erzählen (wieder) lebendig. ("Zeit Literaturbeilage")
Das reinste Lesevergnügen. ("MDR Kultur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2022

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

21,3/13,6/2,1 cm

Gewicht

264 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00293-0

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    08.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer ist hier wem ausgeliefert?

    “Ihr Handlungsspielraum war groß, ihre Übersicht dagegen minimal.” (S. 62) Andreas Stichmann schickt uns mit Claudia Aebischer nach Nordkorea zunächst mit samt einer Delegation junger ambitionierter Journalisten, die über die Eröffnung der deutschen Bibliothek in Pjönjang das gleiche Geschwaffel schreiben würden wie so viele vor ihnen schon. Claudia Aebischer wird länger bleiben und sich um die Bibliothek in den anfänglichen Tagen kümmern. Und um Claudia Aebischer wird sich Sunmi kümmern, da sie als sprachenaffine Gelehrte des Tourismusbüros hier nahe an der Ausländerin dran sein kann. Die beiden kommen sich näher und die Verstrickungen werden mehr. „Glück und Scham lagen dicht beisammen.“ (S.14) Andreas Stichmann hat mich auf weniger als 200 Seiten sprachlich stark mit auf eine Reise nach Nordkorea genommen, die so viele gute Bilder und Gedanken hat, dass ich wirklich sehr begeistert bin vom Roman. Auf jeden Fall wurde dieser Roman berechtigt auf die Longliste des Deutschen Buchpreises 2022 genommen. “Angetrieben hatte sie weniger die Verbesserung der Welt als mehr die Sehnsucht nach Bestätigung.” (S. 67) Mich persönlich haben besonders drei Aspekte des Romans angesprochen: 1) Die Sprachkunst mit der hier jeder Satz in die richtige Form gebracht wurde, 2) eine andere Herangehensweise an das Innenleben eines so brutal geführten Landes und 3) die Beziehung der beiden Protagonisten mit all ihren Dynamiken und Beweggründen. „Der Mensch sei gut, die Wissenschaft klasse, die Zukunft ein Bilderbuch, sagte die Diktatur.“ (S 117)

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    08.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer ist hier wem ausgeliefert?…

    Wer ist hier wem ausgeliefert? “Ihr Handlungsspielraum war groß, ihre Übersicht dagegen minimal.” (S. 62) Andreas Stichmann schickt uns mit Claudia Aebischer nach Nordkorea zunächst mit samt einer Delegation junger ambitionierter Journalisten, die über die Eröffnung der deutschen Bibliothek in Pjönjang das gleiche Geschwaffel schreiben würden wie so viele vor ihnen schon. Claudia Aebischer wird länger bleiben und sich um die Bibliothek in den anfänglichen Tagen kümmern. Und um Claudia Aebischer wird sich Sunmi kümmern, da sie als sprachenaffine Gelehrte des Tourismusbüros hier nahe an der Ausländerin dran sein kann. Die beiden kommen sich näher und die Verstrickungen werden mehr. „Glück und Scham lagen dicht beisammen.“ (S.14) Andreas Stichmann hat mich auf weniger als 200 Seiten sprachlich stark mit auf eine Reise nach Nordkorea genommen, die so viele gute Bilder und Gedanken hat, dass ich wirklich sehr begeistert bin vom Roman. Auf jeden Fall wurde dieser Roman berechtigt auf die Longliste des Deutschen Buchpreises 2022 genommen. “Angetrieben hatte sie weniger die Verbesserung der Welt als mehr die Sehnsucht nach Bestätigung.” (S. 67) Mich persönlich haben besonders drei Aspekte des Romans angesprochen: 1) Die Sprachkunst mit der hier jeder Satz in die richtige Form gebracht wurde, 2) eine andere Herangehensweise an das Innenleben eines so brutal geführten Landes und 3) die Beziehung der beiden Protagonisten mit all ihren Dynamiken und Beweggründen. „Der Mensch sei gut, die Wissenschaft klasse, die Zukunft ein Bilderbuch, sagte die Diktatur.“ (S 117)

  • Bewertung

    5/5

    16.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Andreas Stichmann beschreibt mit...

    Andreas Stichmann beschreibt mit literarischer Meisterschaft eine zarte Begegnung zwischen zwei Frauen. Ein eindringliches Buch um die Frage, was es heißt ein selbstbestimmtes Leben zu führen und was man bereit ist dafür zu tun.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    30.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Reise nach Nordkorea...

    An der Spitze einer Delegation junger Kulturschaffender reist Claudia Aebischer ein letztes Mal nach Pjöngjang: zur feierlichen Eröffnung der dortigen Deutschen Bibliothek. Starke Empfindungen sind ihr eigentlich fremd. Doch schon kurz hinter der chinesischen Grenze sieht sie sich mit einer Erscheinung konfrontiert, die eine alte Sehnsucht in ihr weckt. Eine Begegnung, die alles neu und anders macht – gibt es das? Das Phänomen hat, wie Claudia erfährt, einen Namen. Sunmi ist Germanistin, Dolmetscherin und Agentin der DVRK. (Verlagsbeschreibung) Nordkorea gilt als einer der totalitärsten und restriktivsten international anerkannten Staaten der Gegenwart. Dorthin reist die 50jährige ostdeutsche Claudia Aebischer mit einer Delegation von Journalist:innen, um die neue Deutsche Bilbliothek in Pjöngjang zu eröffnen. Ihr zur Seite gestellt wird Sunmi, eine Dolmetscherin, die viele Sprachen beherrscht und die zudem eine Agentin der Demokratischen Volksrepublik Korea ist. Claudia ist mit dem strengen Verhaltenskodex des isolierten Landes vertraut, und im Allgemeinen fällt es ihr nicht schwer, Emotionen zu verbergen und nur die gewünschten Antworten zu liefern. Doch obschon ihr bewusst ist, dass ihr Sunmi nicht nur aufgrund der Sprachbarrieren zugeteilt wurde, sondern auch als Spitzel, um etwaiges Fehlverhalten sofort weiterzuleiten, kann Claudia nicht verhindern, dass ihr die junge Frau zunehmend sympathisch wird. Dies scheint auch auf Gegenseitigkeit zu beruhren, doch kaum einmal ergibt sich eine Gelegenheit, sich kurz ungestört auszutauschen. Denn auch der Spitzel wird bespitzelt. Von Beginn an schafft Andreas Stichmann ein beklemmendes Szenario - keine Geste, kein Blick, keine Andeutung bleibt unbeobachtet, und selbst die erfahrene Claudia kann ein unbeabsichtigtes Fehlverhalten kaum vermeiden. Zudem will sie auch die sympathische Sunmi nicht in Gefahr bringen, die mit einem deutlich älteren einflussreichen General verheiratet ist und die stets versuchen muss, dessen Erwartungen zu erfüllen. Und doch gibt es da diese Anziehung zwischen den beiden Frauen, die Gedanken von einem “was wäre wenn” hochkommen lässt, die schließlich in einem gewagten Plan gipfeln… Claudia erscheint als eine wenig emotionale Frau, aufgewachsen in der DDR und mit dem Leistungsdenken und der Obrigkeitshörigkeit vertraut. Unleugbar zeigen sich Parallelen zwischen der ehemaligen DDR und Nordkorea, und doch gibt es beiderseits viel Fremdartiges. Kann eine bloße Zuneigung diesen kulturell-gesellschaftlichen Graben überwinden? Und spiegeln die Zuschreibungen tatsächlich die Gedanken und Gefühle der anderen Frau - oder handelt es sich dabei doch eher um eigene Projektionen? Der kurze Roman hält die Spannung, wohin sich letztlich alles entwickeln wird da in Nordkorea… Schnörkellos, prägnant und passagenweise nahezu sachlich erscheint der Schreibstil von Andreas Stichmann, der mit seinem Werk für die Longlist des Deutschen Buchpreises 2022 nominiert wurde. Er liefert einen erschreckenden Einblick in das Leben in Nordkorea, wobei eigene Erfahrungen im Rahmen einer Reise in dieses Land Pate gestanden haben dürften. George Orwells Großer Bruder aus dem Roman “1984” ist hier beklemmende Realität. Eine interessante Herangehensweise an ein Land, ein spannendes Gedankenexperiment mit einer letztlich passenden Auflösung. Mich beschäftigt der kurze Roman deutlich über das Lesen hinaus. So soll es sein…   © Parden

  • Bewertung

    4/5

    15.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Poesie, Sehnsucht und die Frage nach Wahrhaftigkeit

    Eine Erzählung in der die Gleichgeschlechtliche Liebe eher nebensächtlich und gefährlich wird für die Handlung: 85s in Nordkorea und eine Deutsche Athletin, die mit den Gefühlen zu Sumni kämpft und die Situation westlich reflektiert. Sumni hatte ein schlimmes Leben, ist hochbegabt und hat eine östliche Sicht auf die Dinge... Die Gespräche zwischen Sumni und Claudia waren einfach erfrischend und mehrschichtig. Mega schön geschrieben! In so wenigen Seiten steckt so viel an sozialen, historischen, philosophischen Diskussionen und eine wunderschöne lesbische Erfahrungsreise in Pjönjang... Meine kleine queere Seele war zwischndurch Feuer und Flamme: Als Film wäre das hier sehr sapio-sexy-mexy!....

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Bewertungen (10)

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  • Zum Bewerterprofil von Evelyn Lehmann

    Evelyn Lehmann

    OSIANDER Memmingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    16.04.2022

    eBook (ePUB 3)

    Leise erzählt, dennoch oder gerade...

    Leise erzählt, dennoch oder gerade deswegen bekommt man einen bleibenden Eindruck von diesem fremden Land, den Bewohnern und dem teilweise absurd anmutenden Tourismus. Die feine Liebesgesichte rundet den Roman ab.

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