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Irene Dische

1. Die militante Madonna

Die militante Madonna

Gesprochen von
9
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Jens Wawrczeck

Spieldauer

5 Stunden und 56 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

05.10.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

34

Verlag

SAGA Egmont

Übersetzt von

Ulrich Blumenbach

Sprache

Deutsch

EAN

9788726930146

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Jens Wawrczeck

Spieldauer

5 Stunden und 56 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

05.10.2021

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

34

Verlag

SAGA Egmont

Übersetzt von

Ulrich Blumenbach

Sprache

Deutsch

EAN

9788726930146

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  • Anna Pichler

    aus Bad Hofgastein

    5/5

    24.01.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    die militante Madonna

    Irene Dische hat mit diesem Buch einen Roman geschaffen, der auf teils amüsante und unterhaltsame Weise einen Einblick in die damalige Zeit gibt und gleichzeitig die Gegenwart beleuchtet. Wie sie das gemacht hat? D'Eon, der tatsächlich gelebt hat, spricht mit den Lesern und erzählt aus seinem Leben. Dabei erfährt man, dass er als Mann und als Frau lebte - je nachdem, wonach ihm gerade war. Er bedient sich dieser beiden Rollen je nach Lebenslage und Erfordernis, spionierte er doch für den französischen König. Dabei zieht er das eine oder andere Mal Paralellen zu der Gesellschaft im 21. Jahrhundert und zeigt uns kleinere und größere Schwachstellen auf. Der Schreibstil hat mir supergut gefallen, weil er authentisch zu der Zeit passt, in der die Geschichte spielt. Auch die Charaktere waren glaubhaft und haben ein gutes Bild der damaligen Verhältnisse und Gesellschaftsschichten gezeichnet.

  • leseratte1310

    5/5

    26.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine bemerkenswerte Persönlichkeit

    Der Chevalier d’Éon de Beaumont hat wirklich gelebt und er erzählt uns in diesem Roman seine Geschichte. Er war adlig, gebildet und bewegte sich in höchsten Kreisen. Im Auftrag des französischen Königs agiert er in London als Diplomat und Spion. Doch er kann sich seiner Position nie sicher sein. Er manipuliert und intrigiert und betrachtet das leben als ein Spiel. Mal tritt er als Frau auf und mal als Mann. Die wettlustigen Engländer schließen Wetten auf sein Geschlecht ab. Als der König stirbt und sein Sohn an dessen Stelle tritt, wird es eng für d’Eon. Er muss nach Frankreich zurückkehren und dort als Frau leben, wodurch er keine Ansprüche mehr geltend machen kann. Er ist zum Spielball politischer Ränke geworden. Irene Dische hat einen tollen und humorvollen, manchmal einen etwas zynischen Schreibstil. Sie lässt den Chevalier d'Eon de Beaumont seine Geschichte erzählen, wobei er den Leser/die Leserin direkt anspricht und dabei springt er auch schon mal in die jetzige Zeit, um Vergleiche zu ziehen. Auch wenn der Protagonist mit anderen sein Spiel treibt und dabei wenig rücksichtsvoll ist, so war er mir dennoch nicht unsympathisch. Sowohl in seiner Dragoneruniform als auch in Frauenkleidern macht er eine gute Figur. Ist es da ein Wunder, dass die wettverrückten Engländer nicht mehr zu halten sind und manchmal ihren gesamten Besitz verspielen. D‘Eon freundet sich mit dem windigen Journalisten Morande und dem raffinierten Pierre de Beaumarchais, in den er sich verliebt, an. Er steht auch zu seinen Freunden, selbst dann, als er erkennt, dass sie nur den eigenen Vorteil im Blick haben. Das Leben des Chevaliers ist ein einziges Auf und Ab, mal luxuriös, mal ärmlich, mal hat er seine Ränke gesponnen, mal geriet er in das Netz von anderen. Er war eine vielschichtige Persönlichkeit und hatte ein turbulentes Leben. Ich kann diesen unterhaltsamen Roman nur empfehlen.

  • Kaffeeelse

    5/5

    19.10.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mann oder Frau?!?!

    Dieses Buch war wieder ein Highlight! Und ich bin sehr froh wieder an einer Leserunde teilgenommen zu haben. Es ist ein historischer Roman. Um einen Menschen, der einmal real existiert hat. Den Chevalier d’Éon de Beaumont. Ein Adliger, Diplomat und Spion, ein Intrigant und manipulativer Mensch, ein Soldat, Degenfechter und Freimaurer, ein Schriftsteller. Jemand Besonderes. Ein Mensch mit einer gewissen Macht, zumindest zeitweise. Und ein Mann, der erst ab und an in Frauenkleidern in der Gesellschaft auftaucht. Der Wetten auf sein Geschlecht forciert und damit eigentlich die Gesellschaft vorführt. Später wird er vom französischen König gezwungen als Frau in Frauenkleidern zu leben, er wird zur Chevalière Charlotte d’Éon. Und damit wird er als Frau zur damaligen Zeit auch mundtot gemacht. Die Frage ist hier auch warum dies geschah. Verletzungen, Übertretungen und Angst. ... Irene Dische schreibt einen mitreißenden und auch außergewöhnlichen Roman um diesen Chevalier, treibt in diesem Roman auch ihr Rätselspiel um das Geschlecht des Chevaliers mit den Lesern, nur um gleichzeitig genau dieses Denken auch vorzuführen und zu hinterfragen. Ebenso wie sie Vergleiche zieht zwischen dem 18. Jahrhundert und dem Jetzt, zynische Vergleiche, die mich beim Lesen schmunzeln und laut lachen lassen. Ebenso wie sie die Erzählstimme in den Kontakt treten lässt mit der Leserschaft, nicht durchgehend natürlich, sondern eher pointiert und damit auch passend. Dabei ist diese Erzählstimme, trotz ihrer teilweise etwas eigenwilligen Art mit anderen Menschen umzugehen, dennoch sympathisch gezeichnet, was mir sehr gefällt. Eine etwas eigenwillige Ménage à trois steht hier zentral, der Chevalier d’Éon de Beaumont trifft auf den Journalisten Morande und den Theaterschriftsteller Pierre de Beaumarchais. Und alle drei trudeln mit ihren Intrigen durch die Geschichte. Anziehung und Abstoßung par excellence. Ein intensives Leseerlebnis, welches mir definitiv sehr gefallen hat!

  • Barbara T.

    aus Hagen

    5/5

    18.10.2021

    eBook (ePUB 3)

    Damals wie heute

    "Ich betrachte Sie in ihrem seltsamen Jahrhundert voller Verwunderung. Zweihundertfünfzig Jahre nach meiner Zeit glauben sie offenbar, sie hätten die Wahlfreiheit erfunden, ein Mann oder eine Frau zu sein. … In meiner Zeit und in meinen Kreisen sprachen wir, wie es uns gefiel, in den obersten Gesellschaftsschichten, am kultiviertesten Hof der Welt kleideten sich die Männer wie Frauen und die Frauen wie Männer, und niemand regte sich über solche Kinkerlitzchen auf.“ (6) So spricht der Chevalier d’Éon de Beaumont die Leserschaft gleich an den ersten Seiten seiner Erzählung an. In einer theatralischen selbstgefälligen Sprache erzählt er die Geschichte seines turbulenten Lebens in der Zeit vom 1728 bis 1810. Der Chevalier war ein französischer Diplomat, Soldat, Freimauer, Schriftsteller und Degenfechter. Als treuer Diener und Spion des französischen Königs Ludwig XV. verweilt er einige Zeit unter dem Namen Lea de Beaumont am Hof der Zarin Elisabeth von Russland. Da er genauso gern den Dragoneruniform wie auch weibliche Kleider trägt und sein wahres Geschlecht nicht verraten will, wurden in London, wo er zuerst als Interimsbotschafter weiterhin in Diensten des Ludwig XV. steht, mehrere Wetten mit extrem hohen Einsätzen abgeschlossen. Das Thema seiner Identität überwiegt in dem Roman, genauso wie sie auch sein wahres Leben beeinflusst und zum größten Teil bestimmt hat. Denn die Neugier über sein wahres Ich ist unermesslich und, genauso wie die unaufgelösten Wetten, ruft sie unterschiedliche Reaktionen in der Gesellschaft und dem Freundeskreis auf. Ausführlich berichtet der Ich-Erzähler d`Eon über das gesellschaftliche Leben in London und Frankreich des 18. Jahrhunderts, über politische Intrigen und Machtspielen, ungewöhnliche Freundschaften, Liebe und Verrat. Bekannte historischen Persönlichkeiten, wie Voltaire oder Benjamin Franklin, durchkreuzen sein Leben, wichtige politische Ereignisse bestimmen es. „Die militante Madonna“ ist jedoch keine Biografie des ungewöhnlichen Chevaliers. Es ist vielmehr ein Roman, der auf viele Parallele zwischen Damals und Jetzt aufmerksam macht und der heutigen Leserschaft ermöglicht, einen kritischen Blick nicht nur auf das Leben einer ungewöhnlichen, historisch belegten Figur zu werfen. Der Roman animiert uns auch mit einem kritischen Blick die „Kinkerlitzchen“ der heutigen Welt zu betrachten. Denn wir die Autorin in dem Sinne fast zum Schluss schreibt: „es geschieht nichts Neues unter der Sonne“. (165) Mich hat die Figur des Romans fasziniert; ihr Wissen, ihre Gewandtheit, Kampfgeist und Anpassungsfähigkeit in allen Lebenslagen sind bemerkenswert. Der Roman hat mir viele fesselnde, lehrreiche Lesestunden beschert. Ich kann ihn wärmstens empfehlen!

  • Barbara T.

    aus Hagen i.Bremischen

    5/5

    18.10.2021

    eBook (ePUB 3)

    Damals wie heute "Ich…

    Damals wie heute "Ich betrachte Sie in ihrem seltsamen Jahrhundert voller Verwunderung. Zweihundertfünfzig Jahre nach meiner Zeit glauben sie offenbar, sie hätten die Wahlfreiheit erfunden, ein Mann oder eine Frau zu sein. … In meiner Zeit und in meinen Kreisen sprachen wir, wie es uns gefiel, in den obersten Gesellschaftsschichten, am kultiviertesten Hof der Welt kleideten sich die Männer wie Frauen und die Frauen wie Männer, und niemand regte sich über solche Kinkerlitzchen auf.“ (6) So spricht der Chevalier d’Éon de Beaumont die Leserschaft gleich an den ersten Seiten seiner Erzählung an. In einer theatralischen selbstgefälligen Sprache erzählt er die Geschichte seines turbulenten Lebens in der Zeit vom 1728 bis 1810. Der Chevalier war ein französischer Diplomat, Soldat, Freimauer, Schriftsteller und Degenfechter. Als treuer Diener und Spion des französischen Königs Ludwig XV. verweilt er einige Zeit unter dem Namen Lea de Beaumont am Hof der Zarin Elisabeth von Russland. Da er genauso gern den Dragoneruniform wie auch weibliche Kleider trägt und sein wahres Geschlecht nicht verraten will, wurden in London, wo er zuerst als Interimsbotschafter weiterhin in Diensten des Ludwig XV. steht, mehrere Wetten mit extrem hohen Einsätzen abgeschlossen. Das Thema seiner Identität überwiegt in dem Roman, genauso wie sie auch sein wahres Leben beeinflusst und zum größten Teil bestimmt hat. Denn die Neugier über sein wahres Ich ist unermesslich und, genauso wie die unaufgelösten Wetten, ruft sie unterschiedliche Reaktionen in der Gesellschaft und dem Freundeskreis auf. Ausführlich berichtet der Ich-Erzähler d`Eon über das gesellschaftliche Leben in London und Frankreich des 18. Jahrhunderts, über politische Intrigen und Machtspielen, ungewöhnliche Freundschaften, Liebe und Verrat. Bekannte historischen Persönlichkeiten, wie Voltaire oder Benjamin Franklin, durchkreuzen sein Leben, wichtige politische Ereignisse bestimmen es. „Die militante Madonna“ ist jedoch keine Biografie des ungewöhnlichen Chevaliers. Es ist vielmehr ein Roman, der auf viele Parallele zwischen Damals und Jetzt aufmerksam macht und der heutigen Leserschaft ermöglicht, einen kritischen Blick nicht nur auf das Leben einer ungewöhnlichen, historisch belegten Figur zu werfen. Der Roman animiert uns auch mit einem kritischen Blick die „Kinkerlitzchen“ der heutigen Welt zu betrachten. Denn wir die Autorin in dem Sinne fast zum Schluss schreibt: „es geschieht nichts Neues unter der Sonne“. (165) Mich hat die Figur des Romans fasziniert; ihr Wissen, ihre Gewandtheit, Kampfgeist und Anpassungsfähigkeit in allen Lebenslagen sind bemerkenswert. Der Roman hat mir viele fesselnde, lehrreiche Lesestunden beschert. Ich kann ihn wärmstens empfehlen!

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