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Das Patriarchat der Dinge Der SPIEGEL-Bestseller in einer aktualisierten und erweiterten Neuausgabe — Warum die Welt Frauen nicht passt

15

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

16695

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.06.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,4 cm

Gewicht

332 g

Farbe

Elfenbein / Himbeer

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6629-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

16695

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

22.06.2022

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,4 cm

Gewicht

332 g

Farbe

Elfenbein / Himbeer

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-6629-8

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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Design, das Ungerechtigkeit zementiert

SternchenBlau am 28.06.2025

Bewertungsnummer: 2526180

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Endlers Buch ist so toll, dass ich es bereits zwei Mal mit Begeisterung gelesen habe. Und ich werde sicherlich auch weiterhin darin nachschlagen und daraus zitieren. Viele Frauen haben vermutlich das Gefühl, dass viele Gegenstände, Gegebenheiten, allgemeiner das Design der Welt nicht so wirklich passen. Aber zumindest ich dachte ja noch in meinen 20ern oft, dass das an mir läge. Doch es liegt am Design, das einfach nicht für Frauen gemacht ist. (Für PoCs, trans Personen und Menschen mit Behinderung übrigens auch nicht und es ist wichtig, dass Endlers im letzten Kapitel eine intersektionale Brücke schlägt.) In einer Welt, in der kürzlich ein bekannter Theatermacher meinte: „Ich dachte immer, das Patriarchat sei überwunden“, und erst der Fall Pelicot zu einem Heureka-Moment führte, dass dies ein Trugschluss war – in dieser Welt ist das Bewusstsein um dieses patriarchales Design oftmals mehr als mangelhaft. Und obwohl ich mich schon seit langem mit struktureller Diskriminierung beschäftige und einige Aspekte aus dem Buch schon bei der Erstlektüre kannte, haben mich einige Tatsachen wieder überrascht. Das krasseste Beispiel: Das Satteldesign im Radrennsport wurde rein auf die männliche Anatomie angepasst. Die britische Profi-Radsportlerin Hannah Dines dachte zunächst auch, es läge an ihr, als sie Hornhautabschürfungen und eingewachsene Schamhaare bekam. Doch es blieb nicht dabei, die chronischen Entzündungen der äußeren Schamlippen und Lymphknoten führten zu Verhärtungen, die schließlich chirurgisch entfernt werden müssen. All das nur, weil die Industrie keine Sättel für Frauen konstruiert, die gut 50 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Und es liegt NICHT am Profisport, denn Männer haben keine solchen Probleme. Cis Frauen sterben statistisch viel häufiger an Herzinfarkt, obwohl sie ihn seltener bekommen, einfach, weil ihre spezifischen Symptome nicht erkannt (oder nicht ernst genommen) werden. Es gibt langweilige Witze darüber, dass Frauen so lange auf Toilette brauchen würden, dabei liegt es auch daran, wie das Design der Toiletten aussieht. Endler sammelt viele solche Beispiele und es wird deutlich: Es gibt noch ganz viel zu tun. Dabei macht Endlers Stil wirklich großen Spaß zu lesen. Sie dosiert die Analyse, die Verwunderung, die Absurdität ausgezeichnet. Bitte lesen! 5 von 5 Sternen.

Design, das Ungerechtigkeit zementiert

SternchenBlau am 28.06.2025
Bewertungsnummer: 2526180
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Endlers Buch ist so toll, dass ich es bereits zwei Mal mit Begeisterung gelesen habe. Und ich werde sicherlich auch weiterhin darin nachschlagen und daraus zitieren. Viele Frauen haben vermutlich das Gefühl, dass viele Gegenstände, Gegebenheiten, allgemeiner das Design der Welt nicht so wirklich passen. Aber zumindest ich dachte ja noch in meinen 20ern oft, dass das an mir läge. Doch es liegt am Design, das einfach nicht für Frauen gemacht ist. (Für PoCs, trans Personen und Menschen mit Behinderung übrigens auch nicht und es ist wichtig, dass Endlers im letzten Kapitel eine intersektionale Brücke schlägt.) In einer Welt, in der kürzlich ein bekannter Theatermacher meinte: „Ich dachte immer, das Patriarchat sei überwunden“, und erst der Fall Pelicot zu einem Heureka-Moment führte, dass dies ein Trugschluss war – in dieser Welt ist das Bewusstsein um dieses patriarchales Design oftmals mehr als mangelhaft. Und obwohl ich mich schon seit langem mit struktureller Diskriminierung beschäftige und einige Aspekte aus dem Buch schon bei der Erstlektüre kannte, haben mich einige Tatsachen wieder überrascht. Das krasseste Beispiel: Das Satteldesign im Radrennsport wurde rein auf die männliche Anatomie angepasst. Die britische Profi-Radsportlerin Hannah Dines dachte zunächst auch, es läge an ihr, als sie Hornhautabschürfungen und eingewachsene Schamhaare bekam. Doch es blieb nicht dabei, die chronischen Entzündungen der äußeren Schamlippen und Lymphknoten führten zu Verhärtungen, die schließlich chirurgisch entfernt werden müssen. All das nur, weil die Industrie keine Sättel für Frauen konstruiert, die gut 50 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen. Und es liegt NICHT am Profisport, denn Männer haben keine solchen Probleme. Cis Frauen sterben statistisch viel häufiger an Herzinfarkt, obwohl sie ihn seltener bekommen, einfach, weil ihre spezifischen Symptome nicht erkannt (oder nicht ernst genommen) werden. Es gibt langweilige Witze darüber, dass Frauen so lange auf Toilette brauchen würden, dabei liegt es auch daran, wie das Design der Toiletten aussieht. Endler sammelt viele solche Beispiele und es wird deutlich: Es gibt noch ganz viel zu tun. Dabei macht Endlers Stil wirklich großen Spaß zu lesen. Sie dosiert die Analyse, die Verwunderung, die Absurdität ausgezeichnet. Bitte lesen! 5 von 5 Sternen.

Sehr lesenswert und wichtig!

Bewertung am 23.03.2024

Bewertungsnummer: 2161123

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen. Es ist schön geschrieben und liest sich gut. Der Inhalt erschreckt leider immer wieder, da die Welt (noch immer) vom Mann für den Mann geschaffen wurde. Jede*r sollte dieses Buch lesen!

Sehr lesenswert und wichtig!

Bewertung am 23.03.2024
Bewertungsnummer: 2161123
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen. Es ist schön geschrieben und liest sich gut. Der Inhalt erschreckt leider immer wieder, da die Welt (noch immer) vom Mann für den Mann geschaffen wurde. Jede*r sollte dieses Buch lesen!

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Das Patriarchat der Dinge

von Rebekka Endler

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