Produktbild: Der Kalte Krieg der Generationen

Der Kalte Krieg der Generationen Wie wir die Solidarität zwischen Jung und Alt erhalten

4

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Herder

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,7 cm

Gewicht

394 g

Auflage

888. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-451-39082-1

Beschreibung

Rezension

Es sollte über die Fachgrenze der Gerontologie wahrgenommen, diskutiert und in den allgemeinen Diskurs eingespeist werden. ("socialnet.")
"[...] ein gut lesbares und verständliches Buch.“ ("Badische Zeitung")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.04.2022

Verlag

Herder

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/13/2,7 cm

Gewicht

394 g

Auflage

888. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-451-39082-1

Herstelleradresse

Herder Verlag GmbH
Hermann-Herder-Str. 4
79104 Freiburg
DE

Email: kundenservice@herder.de

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Ein Ende mit Hoffnung

Lea aus Wien am 06.09.2022

Bewertungsnummer: 1781273

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Johannes Pantel beschreibt schockende Bilder - Menschen, die anderen Menschen neidig sind. Kinder, die ihren Eltern lebensnotwendige Medizin verweigern. Ärzte und Ärztinnen, die über Leben entscheiden, um das System zu entlasten. Was klingt wie eine utopische Vorstellung, ist in unserer Gesellschaft ein Teil der Realität. Vor allem durch die Corona-Krise wurde der Generationenkonflikt immer öfter in den Vordergrund gedrängt: stellen wir das System so um, dass das Leben der Alten geschützt wird? Oder achten wir darauf, dass wir die Jungen weiterhin sozialisieren und opfern unsere Alten auf, die sowieso "eh bald" sterben werden? Der Autor geht differenziert auf jede Generation ein, von den Gen Z bis zu den Baby-Boomern und analysiert deren Lebensbedingungen sowie den Wandel der Zeit, der auf die Entwicklung der Generationen einen großen Einfluss hatte. Dabei geht er auf einen wichtigen Aspekt ein: die Ressourcenknappheit. Menschen leben tendenziell immer länger und werden immer älter, wodurch das Sozialsystem stark belastet ist - es kommen verhältnismäßig wenig junge Menschen nach, die arbeiten und in das System einzahlen. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, dass Herr Pantel in seinem Buch spannend beschreibt und Lösungsvorschläge aufbreitet, um einem großen Konflikt zu entgehen. Sämtliche Quellen und Statistiken werden ebenfalls angeführt, was den qualitativen Wert des Buches erheblich steigen lässt. Die Statistiken haben die Zahlen außerdem deutlich anschaulicher werden lassen und ermöglichen einen vertiefenden Einblick in die Thematik. Ein tolles Buch um sich mit dem Thema stärker zu befassen!

Ein Ende mit Hoffnung

Lea aus Wien am 06.09.2022
Bewertungsnummer: 1781273
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Johannes Pantel beschreibt schockende Bilder - Menschen, die anderen Menschen neidig sind. Kinder, die ihren Eltern lebensnotwendige Medizin verweigern. Ärzte und Ärztinnen, die über Leben entscheiden, um das System zu entlasten. Was klingt wie eine utopische Vorstellung, ist in unserer Gesellschaft ein Teil der Realität. Vor allem durch die Corona-Krise wurde der Generationenkonflikt immer öfter in den Vordergrund gedrängt: stellen wir das System so um, dass das Leben der Alten geschützt wird? Oder achten wir darauf, dass wir die Jungen weiterhin sozialisieren und opfern unsere Alten auf, die sowieso "eh bald" sterben werden? Der Autor geht differenziert auf jede Generation ein, von den Gen Z bis zu den Baby-Boomern und analysiert deren Lebensbedingungen sowie den Wandel der Zeit, der auf die Entwicklung der Generationen einen großen Einfluss hatte. Dabei geht er auf einen wichtigen Aspekt ein: die Ressourcenknappheit. Menschen leben tendenziell immer länger und werden immer älter, wodurch das Sozialsystem stark belastet ist - es kommen verhältnismäßig wenig junge Menschen nach, die arbeiten und in das System einzahlen. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht, dass Herr Pantel in seinem Buch spannend beschreibt und Lösungsvorschläge aufbreitet, um einem großen Konflikt zu entgehen. Sämtliche Quellen und Statistiken werden ebenfalls angeführt, was den qualitativen Wert des Buches erheblich steigen lässt. Die Statistiken haben die Zahlen außerdem deutlich anschaulicher werden lassen und ermöglichen einen vertiefenden Einblick in die Thematik. Ein tolles Buch um sich mit dem Thema stärker zu befassen!

»Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.«

Liselottchen aus Rankweil am 29.06.2022

Bewertungsnummer: 1738588

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wohin mit dem Überschuss an Menschen? Das fragt sich der Autor in diesem vorzüglich recherchierten Sachbuch, das sich teilweise ausgesprochen spannend liest. Er schlüsselt darin die einzelnen Generationen auf, besonders die (Baby)-Boomer Jahrgänge, die sich nun alle der Rente zubewegen bzw. sich bereits im Rentenalter befinden. Bisher hat das System der Altenversorgung funktioniert, die arbeitende Bevölkerung stellte einen großen (ausreichenden) Teil der Bevölkerungsschicht dar, sodass mit ihrem Geld sowohl die Kinder als auch die alten Menschen versorgt werden konnten. In den kommenden Jahrzehnten verschiebt sich das jedoch, wir werden immer mehr Rentner/innen haben, die vom Geld der Arbeitenden leben müssen. Kann das auf Dauer funktionieren? Zudem erreicht die Menschheit – dank der fortschrittlichen Medizin – ein zunehmend höheres Alter. Manche überleben die Rente um dreißig Jahre oder mehr. Dies tun sie jedoch meist nicht einem Zustand, der als topfit zu bezeichnen ist, ein Großteil ist auf häusliche oder Pflege in Heimen angewiesen. Hierzu mangelt es wiederum an Pflegekräften, sodass diejenigen, die in solchen Einrichtungen arbeiten, überlastet sind und ihrer Tätigkeit nicht befriedigend in adäquater Weise nachkommen können. Die Alten werden vernachlässigt, mit Medikamenten ruhig gestellt oder sogar mit Gewalt konfrontiert. Was also tun? Menschenverachtende Dystopien in Film und Büchern unterbreiten uns eine makabre Lösung: sämtliche Leute sollen in einem gewissen Alter aus Solidarität den Freitod wählen. Tun sie es nicht, wird »sanft« nachgeholfen. Der Zweck heiligt die Mittel, oder nicht? Im letzten Teil entwirft der Autor Lösungsvorschläge und Ansätze, die eventuell funktionieren könnten. Allerdings benötigte es dazu eine tatkräftig agierende Politik. Es bleibt die Hoffnung, dass das große Erwachen und Handeln noch rechtzeitig kommen wird. Eine kurze Fabel am Schluss hat mich am meisten berührt, denn sie zeigt, wie viel das Vorbild ausmacht. Leben wir unseren Kindern und Enkeln gelebte Menschlichkeit vor, dann können diese sie auch entwickeln. Das Buch ist in flüssig gut lesbarem Schreibstil verfasst und ich habe es zügig lesen können. Ein aufwühlend realistisches Szenario, das hier gezeichnet wurde. Mich hat es sehr beeindruckt und ich lege es verantwortungsbewussten Leser/innen ans Herz. Unbedingt lesenswert.

»Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.«

Liselottchen aus Rankweil am 29.06.2022
Bewertungsnummer: 1738588
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wohin mit dem Überschuss an Menschen? Das fragt sich der Autor in diesem vorzüglich recherchierten Sachbuch, das sich teilweise ausgesprochen spannend liest. Er schlüsselt darin die einzelnen Generationen auf, besonders die (Baby)-Boomer Jahrgänge, die sich nun alle der Rente zubewegen bzw. sich bereits im Rentenalter befinden. Bisher hat das System der Altenversorgung funktioniert, die arbeitende Bevölkerung stellte einen großen (ausreichenden) Teil der Bevölkerungsschicht dar, sodass mit ihrem Geld sowohl die Kinder als auch die alten Menschen versorgt werden konnten. In den kommenden Jahrzehnten verschiebt sich das jedoch, wir werden immer mehr Rentner/innen haben, die vom Geld der Arbeitenden leben müssen. Kann das auf Dauer funktionieren? Zudem erreicht die Menschheit – dank der fortschrittlichen Medizin – ein zunehmend höheres Alter. Manche überleben die Rente um dreißig Jahre oder mehr. Dies tun sie jedoch meist nicht einem Zustand, der als topfit zu bezeichnen ist, ein Großteil ist auf häusliche oder Pflege in Heimen angewiesen. Hierzu mangelt es wiederum an Pflegekräften, sodass diejenigen, die in solchen Einrichtungen arbeiten, überlastet sind und ihrer Tätigkeit nicht befriedigend in adäquater Weise nachkommen können. Die Alten werden vernachlässigt, mit Medikamenten ruhig gestellt oder sogar mit Gewalt konfrontiert. Was also tun? Menschenverachtende Dystopien in Film und Büchern unterbreiten uns eine makabre Lösung: sämtliche Leute sollen in einem gewissen Alter aus Solidarität den Freitod wählen. Tun sie es nicht, wird »sanft« nachgeholfen. Der Zweck heiligt die Mittel, oder nicht? Im letzten Teil entwirft der Autor Lösungsvorschläge und Ansätze, die eventuell funktionieren könnten. Allerdings benötigte es dazu eine tatkräftig agierende Politik. Es bleibt die Hoffnung, dass das große Erwachen und Handeln noch rechtzeitig kommen wird. Eine kurze Fabel am Schluss hat mich am meisten berührt, denn sie zeigt, wie viel das Vorbild ausmacht. Leben wir unseren Kindern und Enkeln gelebte Menschlichkeit vor, dann können diese sie auch entwickeln. Das Buch ist in flüssig gut lesbarem Schreibstil verfasst und ich habe es zügig lesen können. Ein aufwühlend realistisches Szenario, das hier gezeichnet wurde. Mich hat es sehr beeindruckt und ich lege es verantwortungsbewussten Leser/innen ans Herz. Unbedingt lesenswert.

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