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23 Uhr 12 – Menschen in einer Nacht Ein Roman in zwölf Geschichten | »Durchgeknallt und wild, wie eine Drehbuchvorlage für den nächsten Film von Quentin Tarantino.« Christine Westermann, WDR

17

18,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.05.2022

Verlag

dtv

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/2 cm

Gewicht

315 g

Farbe

Lichtgrau / Graublau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Kérozène ( Éditions de l’Iconoclaste, Paris 2021)

Übersetzt von

Sina de Malafosse

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-29022-7

Beschreibung

Rezension

Ein mitreißendens Buch über verschiedene Abnormitäten, Ängste und Kuriositäten. ("Maxi")
Hammerschreibe, Bilder mit einer Wucht und Originalität, das ist unfassbar beeindruckend, es ist einfach brillant, wie diese Frau Erlebnisse und Sachverhalte in Bilder gießt. ("Bayern 1")
Ein hartgesottener Knochen ist das Buch – aber glänzend geschrieben. ("spiegel.de, SPIEGEL Bestseller – Mehr Lesen mit Elke Heidenreich")
Die Handlung ist durchgeknallt und wild, als habe die Autorin die Drehbuchvorlage für den nächsten Film von Quentin Tarantino abliefern wollen. ("WDR 5, Bücher")
Sie erzählt mit rabenschwarzem Humor und überbordender Fantasie, man hält seitenweise die Luft an. ("stern, Westermann liest")
Ein abgründiges Buch über toxische Beziehungen und eruptive Befreiungsschläge. ("Deutschlandfunk Kultur")
Zwölf kleine einzelne Geschichten wachsen zu dem zusammen, was wir – wie diese großartige Autorin – „das wirkliche Leben“ nennen. Kein leichter Stoff, aber was ist schon leicht? ("Kölner Stadt-Anzeiger")
Ein Dutzend Schicksale, kunstvoll miteinander verwoben, drehen sich um einander. Bizarre Dramen, mehrere Tote und Abgründe ohne Ende. ("General-Anzeiger")
Ein Buch über Befreiungsschläge und toxische Beziehungen. ("MADONNA")
Sehr klug, teils sehr schräg – und immer mit starken Bildern, die man nicht so schnell vergisst. ("Münchner Merkur")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.05.2022

Verlag

dtv

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,1/13,8/2 cm

Gewicht

315 g

Farbe

Lichtgrau / Graublau

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Kérozène ( Éditions de l’Iconoclaste, Paris 2021)

Übersetzt von

Sina de Malafosse

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-29022-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Havers

    5/5

    29.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „23 Uhr 12. Eine Autobahntanks…

    „23 Uhr 12. Eine Autobahntankstelle in einer Sommernacht. Wenn man das Pferd mitrechnet, die Leiche aber nicht, sind zu diesem Zeitpunkt dreizehn Personen vor Ort (…)Wenn man die Leichen noch immer ausnimmt, das Pferd aber mitzählt, sind zu genau diesem Zeitpunkt nur noch zehn Personen vor Ort. Es ist 23 Uhr 14 (…) Hier ist man nur auf der Durchreise.“ So Anfang und Ende in Adeline Dieudonnés neuem Roman in zwölf Geschichten „23 Uhr 12“, in dem wir in einer kurzen Momentaufnahme das Leben von Menschen streifen, die sich in der Nacht auf einem Rastplatz in den Ardennen begegnen. Die Szenerie wirkt wie aus der Zeit gefallen. Schatten, die das Neonlicht wirft, der Geruch nach Benzin und Auspuffgasen, die Geräusche der vorbeifahrenden Autos, alles bloß Kulisse für die kurze Unterbrechung, den Stopp in einer Welt zwischen Vorher und Nachher, in der jede/r seine eigene Geschichte im Gepäck hat. Zwei Minuten, die zur Ewigkeit werden. Wie bereits in „Das wirkliche Leben“ brilliert Dieudonné einmal mehr mit ihrer Kompromisslosigkeit. Mit harter, direkter Sprache und einem gnadenlos entlarvenden Blick, mit groben Strichen beschreibt sie die Personen und deren Beziehungen, Eigenheiten, Obsessionen, Triebe und Ängste und schaut in die Abgründe der menschlichen Seele. Das wirkt stellenweise skurril und absurd, wirkt aber auch schockierend und verstörend. Dennoch gelingt es ihr trotz der Kürze tief in die einzelnen Schicksale einzutauchen und kompromisslos die Einsamkeit der Menschen und die kaum auszuhaltende Leere in deren Leben aufzuzeigen. Ein kleiner großer Roman, trostlos, aber auch melancholisch, bei dem ich während des Lesens ständig „Nighthawks“, das bekannteste Gemälde Edward Hoppers, vor Augen hatte. Lesen!

  • Bewertung

    5/5

    12.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    12 absurde Menschen in einer Sommernacht...

    12 absurde Menschen in einer Sommernacht in der Raststätte auf der Autobahn. Jeder hat sein Päckchen zu tragen...aber das hier ist ganz schön harter Tobak. Und trotzdem ist es sowas von fesselnd, spannend und emotional.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    08.06.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kurz vor der Geisterstunde

    Auf dem Cover des Buches steht, es wäre ein Roman in zwölf Geschichten. Dies ist aber nicht ganz richtig, denn es sind eher zwölf Kurzgeschichten, die mal mehr, mal weniger skurril sind. Gemeinsam ist allen, dass die jeweiligen Beteiligten letztendlich auf einer Raststätte gelandet sind und nun ein Resümee ziehen. Da ist zum Beispiel das Pferd, das in einem Anhänger steht und keine Ahnung hat, was ihm bevorsteht und warum. Es erzählt mir seine Geschichte. Da ist eine Frau, die nach über zehn Jahren Ehe ausgebrochen ist, allerdings auf eine Art und Weise, die nicht gerade üblich ist. Die Wege dieser Personen und des Pferdes haben sich noch nie gekreuzt und werden dies auch in Zukunft wahrscheinlich nicht tun. Es sind Momentaufnahmen bestimmter Handlungen oder Rückblicke gelebter Leben. Dies ist interessant und stellenweise sehr kurios, ganz ernst nehmen sollte man das Buch tatsächlich nicht. Ich liebe Kurzgeschichten und wurde wunderbar unterhalten. Meine Phantasie schlug Purzelbäume und amüsierte sich prächtig. Von mir gibt es fünf Sterne und eine Leseempfehlung. Wer skurrile Literatur mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

  • hallobuch, Silke Schröder

    aus Hannover

    5/5

    19.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Über menschliches Verhalten und Denken

    In ihrem neuen Roman “23 Uhr, 12 Menschen in einer Nacht” erzählt die belgische Autorin Adeline Dieudonné von dreizehn Schicksalen. Auf einer zugigen Autobbahnrastätte treffen Menschen aufeinander, die alle ihre eigenen Geschichten und ihre Macken haben, die ungeduldig sind, die ihre Müdigkeit bekämpfen, sich Sorgen machen oder – einfach einen Mord begangen haben. In ihren kurzen Kapiteln berichtet sie von den komischen, gruseligen oder angespannten Gedanken ihrer Figuren. Herausgekommen ist ein psychologisch fein austariertes Essay über menschliches Verhalten und Denken. Vielleicht etwas kurz, aber amüsant mit viel schwarzem Humor, manchmal drastisch und tabulos, aber vor allem zum Nachdenken anregend erzählt.

  • Bewertung

    4/5

    08.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende Einblicke, die durch ihre Direktheit schockieren

    Adeline Dieudonné verfolge ich seit ihrem Debüt "Das wirkliche Leben" im Frühjahr 2020. Die belgische Schauspielerin und Schriftstellerin hat eine interessante Sprache und schafft es mich als Leser immer wieder zu überraschen. In "23 Uhr 12 - Menschen in einer Nacht" liefert sie zwölf Kurzgeschichten, deren Protagonisten zunächst gemeinsam haben, dass sie sich alle zur gleichen Zeit an der gleichen Autobahnraststätte befinden. Doch dann geht die Autorin in die Tiefe, gewährt Einblicke in das Leben und die Vergangenheit ihrer Figuren. Und mit jeder Geschichte zeigt sie beeindruckend, in welcher Gesamtheit sie die Klaviatur der Literatur zu spielen weiß. Jeder Text ist anders, hat eine eigene Tragik und Wucht. Manche Texte berühren und manche ließen mich recht nachdenklich zurück. Dennoch laufen nicht alle Geschichten am Ende zusammen, was mich ein wenig störte. Generell ist das Buch auch nichts für Leser:innen, die keine offenen Enden mögen, denn: das Buch ist nur eine Momentaufnahme aus dem Leben dieser sehr unterschiedlichen Menschen. Und einem Pferd. Trotzdem haben es diese kurzen Szenen in sich. Welche Gedanken hat eine philippinische Kinderfrau, die ihre eigenen Kinder vielleicht einmal im Monat über eine schlechte Handyverbindung zu Gesicht bekommt? Wie fühlt es sich an als alte Frau letztendlich aus dem geliebten Zuhause gerissen zu werden, nur damit das Anwesen verkauft und einer Touristenattraktion weichen kann? Welche Beziehung pflegt man als Mitarbeiter in einem Schlachthof zu Schweinen? Und was führte dazu, das ein bildschönes Mädchen Delphine hasst und extreme Gewaltfantasien gegenüber diesen Meeressäugern entwickelte? Spannende Einblicke, die durch ihre Direktheit schockieren. Sicher nicht für jede:n etwas, aber durch die Unterteilung der jeweiligen Kurzgeschichten gerade auch für Gelegenheitsleser:innen oder für Menschen, die keine Lust auf einen fünfhundert Seiten Roman haben ein guter und sprachlich faszinierender Tipp.

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