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Alphabet der Sehnsucht Texte zum Vergessen

2

16,90 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.11.2021

Verlag

SchreibStimme

Seitenzahl

172

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/1,3 cm

Gewicht

241 g

Farbe

Dunkellila / Graublau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9525558-0-4

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Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.11.2021

Verlag

SchreibStimme

Seitenzahl

172

Maße (L/B/H)

21,5/13,5/1,3 cm

Gewicht

241 g

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Dunkellila / Graublau

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1. Auflage

Sprache

Deutsch

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978-3-9525558-0-4

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Hat mich tief gerührt

Adriana aus Hessen am 15.06.2022

Bewertungsnummer: 1730670

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Alphabet der Sehnsucht“ ist keine Biografie der traditionellen Art – es ist eine Ode an den Schmerz, die Hoffnung, den Menschen hinter den Begriff „Gastarbeiter“. Die Zeiten haben sich geändert und Ausländer sind ein Part von Deutschland sowie die Flagge und die Hymne es sind. Es ist der türkische Dönerladen um die Ecke, die iranische Friseurin etwas weiter entlang der Straße, der afghanische Handyladen neben der Schule. Die Zeit möge sich zwar verändert haben, die Wunden und Traumata deren, die den Weg nach Deutschland vor 60. Jahren zum ersten Mal unternahmen – die verheilen nicht so schnell. Ich spreche hier von Vätern, die ihr Leben dem Land gegeben haben in Austausch für bessere Chancen für ihre Kinder und im Gegenzug oft früher starben mit allen Ungerechtigkeiten, die man ihnen währenddessen antat. Die lyrischen Werke innerhalb des Buchs haben eine ehrliche, nackte und oft hässliche Wahrheit vermittelt. Es ist eine Welt und eine Zeit, die ich erst zu verstehen beginnen muss. Die tiefe und ungeschliffene Emotion dahinter lies mich manchmal lange sprachlos, sodass ich für eine Minute das Buch zuklappen musste, um das zu verdauen, was ich gerade gelesen habe. Ich bin dankbar, dass diese Anekdoten und selbst die schmerzlichen Erfahrungen von Gastarbeitern in Deutschland, auf eine so herzige und Ehre erweisende Art mit der Welt geteilt wurde. Als ich an der Jungen Medien Jury teilnahm, lasen wir das Buch "Vor uns das Meer" von Alan Gratz, das die Migration thematisierte, indem er zwei geschichtliche Epochen vereinigte (Jüdische Auswanderer während und vor dem 2. Weltkrieg und die aus dem Jahr 2015 Flüchtlingsfamilie aus Syrien). Dieses Buch gemeinsam mit dem Buch "Alphabet der Sehnsucht" sind die einzigen Bücher, die mich je so berührt haben und das Thema so liebevoll wie respektvoll ansprachen. Das Zitat auf Seite 23: "Ich las so viel, dass meine Eltern mir einmal verboten zu lesen", hat sich fast zu persönlich angefühlt. Wenn ich zurück in meine zweite Heimat kehre, besuche ich immer die lokale Bücherei und versuche die Bücher zu finden, die ich früher als Kind immer ausleihen würde. Solche Momente der Wiedererkennung in fremden Worten, sehe ich immer als eine gelungene Übermittlung einer Geschichte oder der Emotion.

Hat mich tief gerührt

Adriana aus Hessen am 15.06.2022
Bewertungsnummer: 1730670
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„Alphabet der Sehnsucht“ ist keine Biografie der traditionellen Art – es ist eine Ode an den Schmerz, die Hoffnung, den Menschen hinter den Begriff „Gastarbeiter“. Die Zeiten haben sich geändert und Ausländer sind ein Part von Deutschland sowie die Flagge und die Hymne es sind. Es ist der türkische Dönerladen um die Ecke, die iranische Friseurin etwas weiter entlang der Straße, der afghanische Handyladen neben der Schule. Die Zeit möge sich zwar verändert haben, die Wunden und Traumata deren, die den Weg nach Deutschland vor 60. Jahren zum ersten Mal unternahmen – die verheilen nicht so schnell. Ich spreche hier von Vätern, die ihr Leben dem Land gegeben haben in Austausch für bessere Chancen für ihre Kinder und im Gegenzug oft früher starben mit allen Ungerechtigkeiten, die man ihnen währenddessen antat. Die lyrischen Werke innerhalb des Buchs haben eine ehrliche, nackte und oft hässliche Wahrheit vermittelt. Es ist eine Welt und eine Zeit, die ich erst zu verstehen beginnen muss. Die tiefe und ungeschliffene Emotion dahinter lies mich manchmal lange sprachlos, sodass ich für eine Minute das Buch zuklappen musste, um das zu verdauen, was ich gerade gelesen habe. Ich bin dankbar, dass diese Anekdoten und selbst die schmerzlichen Erfahrungen von Gastarbeitern in Deutschland, auf eine so herzige und Ehre erweisende Art mit der Welt geteilt wurde. Als ich an der Jungen Medien Jury teilnahm, lasen wir das Buch "Vor uns das Meer" von Alan Gratz, das die Migration thematisierte, indem er zwei geschichtliche Epochen vereinigte (Jüdische Auswanderer während und vor dem 2. Weltkrieg und die aus dem Jahr 2015 Flüchtlingsfamilie aus Syrien). Dieses Buch gemeinsam mit dem Buch "Alphabet der Sehnsucht" sind die einzigen Bücher, die mich je so berührt haben und das Thema so liebevoll wie respektvoll ansprachen. Das Zitat auf Seite 23: "Ich las so viel, dass meine Eltern mir einmal verboten zu lesen", hat sich fast zu persönlich angefühlt. Wenn ich zurück in meine zweite Heimat kehre, besuche ich immer die lokale Bücherei und versuche die Bücher zu finden, die ich früher als Kind immer ausleihen würde. Solche Momente der Wiedererkennung in fremden Worten, sehe ich immer als eine gelungene Übermittlung einer Geschichte oder der Emotion.

Im Raum schwirrende Buchstaben zu deutschen und türkischen Wesensworten

Bewertung am 18.06.2022

Bewertungsnummer: 1732151

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im "Alphabet der Sehnsucht" lässt uns Fatma Sagir ungeschönte Einblicke erhaschen in die zerrissene Kindheit zwischen zwei Welten, in ihr Zeugnis von der ersten Migrantengeneration von Gastarbeitern, deren Schweigen sie eine Stimme verleiht und für die Erinnerung deren Lebens und Werkes sie kämpft. Aus Rassismus, Angst, Wut, Trauer, Verlust, dem Dazwischensein als Fremde weist sie einen Hoffnungsschimmer hin zu einem standhaften Gesehenwerden, zum Finden des eigenen Weges derer, die nicht dazugehören. Die Prosa besteht aus persönlichen Erzählungen und der Mitteilung eigener Meinungen und Erfahrungen der Autorin zu diesen Themen, nicht zuletzt auch zur Rolle der Literatur von Autoren mit Migrationserfahrung. Dazwischen erschüttert einen ungewöhnliche Lyrik mit der Vermittlung kraftvoller Emotionen. Ich hoffe auf das Erscheinen der ausführlichen Lebensgeschichten der ersten Migrationsgenerationen und als kulturelle Bereicherung insbesondere auf das der Kindheitserzählungen anatolischer Erzählkultur.

Im Raum schwirrende Buchstaben zu deutschen und türkischen Wesensworten

Bewertung am 18.06.2022
Bewertungsnummer: 1732151
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Im "Alphabet der Sehnsucht" lässt uns Fatma Sagir ungeschönte Einblicke erhaschen in die zerrissene Kindheit zwischen zwei Welten, in ihr Zeugnis von der ersten Migrantengeneration von Gastarbeitern, deren Schweigen sie eine Stimme verleiht und für die Erinnerung deren Lebens und Werkes sie kämpft. Aus Rassismus, Angst, Wut, Trauer, Verlust, dem Dazwischensein als Fremde weist sie einen Hoffnungsschimmer hin zu einem standhaften Gesehenwerden, zum Finden des eigenen Weges derer, die nicht dazugehören. Die Prosa besteht aus persönlichen Erzählungen und der Mitteilung eigener Meinungen und Erfahrungen der Autorin zu diesen Themen, nicht zuletzt auch zur Rolle der Literatur von Autoren mit Migrationserfahrung. Dazwischen erschüttert einen ungewöhnliche Lyrik mit der Vermittlung kraftvoller Emotionen. Ich hoffe auf das Erscheinen der ausführlichen Lebensgeschichten der ersten Migrationsgenerationen und als kulturelle Bereicherung insbesondere auf das der Kindheitserzählungen anatolischer Erzählkultur.

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Alphabet der Sehnsucht

von Fatma Sagir

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