Produktbild: Das mangelnde Licht

Das mangelnde Licht

21

34,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2022

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

832

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/5,6 cm

Gewicht

860 g

Farbe

Wollweiß / Seidengrau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00293-0

Beschreibung

Rezension

»Die georgische Elena Ferrante.«
Ewelina Tondys, Otwarte, Polen

»Ich war völlig im Bann, das ist großes Storytelling, große Erzählkunst, ein riesiger funkelnder Wandteppich! In so reicher Sprache erzählt, sehr emotional, sehr warm, sehr herzlich, sehr weiblich – eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte vor dem georgischen Bürgerkriegsszenario. Ich bin begeistert!«
Anne Vial, Scout

»Solch ein Geschenk! Nino Haratischwili ist eine große Geschichtenerzählerin, mit der besonderen Gabe, komplexe historische Epochen für uns lebendig werden zu lassen. Gespannt und bewegt folgen wir Dina, Ira, Nene und Qeto und wollen nur eins: Dass das Erzählen nie endet.«
Maria-Christina Piwowarski, Buchhandlung Ocelot und blauschwarzberlin

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2022

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

832

Maße (L/B/H)

21,1/13,2/5,6 cm

Gewicht

860 g

Farbe

Wollweiß / Seidengrau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00293-0

Herstelleradresse

Frankfurter Verlags-Anst.
Arndtstraße 11
60325 Frankfurt
DE

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Tolles Buch über Patriarchale Strukturen und Umbruchzeiten in Georgien in den 90ern.

Bewertung am 07.09.2024

Bewertungsnummer: 2286144

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich hab das achte Leben von der Autorin gelesen und habe es verschlungen. Bei dem Buch das mangelnde Licht hat mich die Perspektive der vier Frauen, die so ganz unterschiedlich sind, fasziniert. Auch die Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen in der georgischen Gesellschaft wird reflektiert und die schwierige Umbruchsphase in den 90ern mit all seinen Konsequenzen. Der Schreibstil der Autorin ist eigenwillige dadurch aber unverwechselbar und man hat das Gefühl als Leser*in in Tiflis zu stehen und selbst durch die Straßen zu gehen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen weil ich die Perspektiven in dem Roman ganz neu und interessant empfinde. Mir gefällt es, dass in den letzten Jahren mehr Roman zum Zusammenbruch der Sowjetunion erscheinen (Lea Ypi, Frei) und sich mit dieser harten und schwierigen Zeit auseinandersetzen.

Tolles Buch über Patriarchale Strukturen und Umbruchzeiten in Georgien in den 90ern.

Bewertung am 07.09.2024
Bewertungsnummer: 2286144
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich hab das achte Leben von der Autorin gelesen und habe es verschlungen. Bei dem Buch das mangelnde Licht hat mich die Perspektive der vier Frauen, die so ganz unterschiedlich sind, fasziniert. Auch die Auseinandersetzung mit den Geschlechterrollen in der georgischen Gesellschaft wird reflektiert und die schwierige Umbruchsphase in den 90ern mit all seinen Konsequenzen. Der Schreibstil der Autorin ist eigenwillige dadurch aber unverwechselbar und man hat das Gefühl als Leser*in in Tiflis zu stehen und selbst durch die Straßen zu gehen. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen weil ich die Perspektiven in dem Roman ganz neu und interessant empfinde. Mir gefällt es, dass in den letzten Jahren mehr Roman zum Zusammenbruch der Sowjetunion erscheinen (Lea Ypi, Frei) und sich mit dieser harten und schwierigen Zeit auseinandersetzen.

Vier Frauen, die einst unzertrennlich waren

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 20.01.2024

Bewertungsnummer: 2113099

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Jahr 2019 besucht die Ich-Erzählerin des Romans, Keto, eine Ausstellungseröffnung in Brüssel. Hier werden die Fotografien ihrer Freundin Dina gezeigt, die zwanzig Jahre zuvor Selbstmord begangen hat. Gemeinsam mit Nene und Ira waren sie seit ihrer Kindheit in Tbilissi lange Zeit ein unzertrennliches Quartett. Keto wandert von Foto zu Foto und taucht dadurch in die Vergangenheit ein. Sie erinnert sich an den Beginn ihrer Freundschaft, überwiegend unbeschwerte Schuljahre und die zunehmend schmerzhafte Zeit als junge Erwachsene, in welcher ihr Land in Krieg und Chaos stürzt, sich familiäre Tragödien ereignen und sie alle konsequenzenreiche Entscheidungen treffen müssen. Für mich ist "Das mangelnde Licht" der dritte Roman von Nino Haratischwili und ich freute mich auf eine spachgewaltige, berührende Lektüre. Gleich auf der ersten Seite, in welcher sich Keto an eine Szene mit ihren drei Freundinnen aus dem Jahr 1987 zurückerinnert, verrät sie in einem Nebensatz, dass Dina Selbstmord begangen hat. Anschließend springt die Geschichte zur Ausstellungseröffnung in Brüssel. Dieser Abend bildet die Basis, um anhand von Dinas Fotos immer wieder in die Vergangenheit zu springen, in welcher die Schicksale der vier Frauen, die einst Freundinnen waren, chronologisch erzählt werden. Die Autorin nimmt sich Zeit, die vier Protagonistinnen und ihre Familien vorzustellen, die in Tbilissi aufgewachsen sind. Ketos Mutter ist früh gestorben, sie ist mit ihrem Bruder bei ihrem Vater und ihren beiden Großmüttern aufgewachsen. Dieser wird als junger Erwachsener Teil der organisierten Kriminalität und gerät damit in einen Konkurrenzkampf zu Mitgliedern aus Nenes Familie. Diese hat für Nene strategische Heiratspläne, die nicht zu deren eigenen Wünschen passen. Auch Dina findet sich aufgrund ihrer Gefühle zwischen feindlichen Fronten wieder. Ira kann das Geschehen nur hilflos beobachten und schwört, eines Tages einzugreifen. Der Roman wirkte schnell eine Sogwirkung auf mich aus. Die Autorin schreibt mit einer klaren, feinfühligen Sprache, während ich zusah, wie die Protagonistinnen die unbeschwerten Tage hinter sich lassen und sich einer grausamen Welt stellen müssen. In dieser werden ihre eigenen Wünsche immer wieder überhört und sie müssen schwere Entscheidungen treffen, um zum einen die zu schützen, die sie lieben, und sich zum anderen nicht selbst zu verlieren. Ein großer Teil des Dramas spielt sich innerhalb der Familien und Liebesbeziehungen ab, gleichzeitig wird die Handlung von der politischen Situation in Georgien beeinflusst, in welche ich Einblicke erhielt. Es gibt in diesem Roman einige wirklich heftige Szenen, die für mich schmerzhaft zu lesen waren. Gleichzeitig bleibt immer ein Funken Hoffnung bestehen, dass den Protagonistinnen ein Befreiungsschlag und Selbstverwirklichung gelingen, auch wenn ich von Beginn an wusste, dass es für Dina kein gutes Ende gibt. "Das mangelnde Licht" ist ein eindringlich geschriebener, dramatischer Roman, der mich mitfühlen ließ und dessen Erzählweise mich beeindrucken konnte.

Vier Frauen, die einst unzertrennlich waren

Hanna von Buchsichten aus Düsseldorf am 20.01.2024
Bewertungsnummer: 2113099
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Jahr 2019 besucht die Ich-Erzählerin des Romans, Keto, eine Ausstellungseröffnung in Brüssel. Hier werden die Fotografien ihrer Freundin Dina gezeigt, die zwanzig Jahre zuvor Selbstmord begangen hat. Gemeinsam mit Nene und Ira waren sie seit ihrer Kindheit in Tbilissi lange Zeit ein unzertrennliches Quartett. Keto wandert von Foto zu Foto und taucht dadurch in die Vergangenheit ein. Sie erinnert sich an den Beginn ihrer Freundschaft, überwiegend unbeschwerte Schuljahre und die zunehmend schmerzhafte Zeit als junge Erwachsene, in welcher ihr Land in Krieg und Chaos stürzt, sich familiäre Tragödien ereignen und sie alle konsequenzenreiche Entscheidungen treffen müssen. Für mich ist "Das mangelnde Licht" der dritte Roman von Nino Haratischwili und ich freute mich auf eine spachgewaltige, berührende Lektüre. Gleich auf der ersten Seite, in welcher sich Keto an eine Szene mit ihren drei Freundinnen aus dem Jahr 1987 zurückerinnert, verrät sie in einem Nebensatz, dass Dina Selbstmord begangen hat. Anschließend springt die Geschichte zur Ausstellungseröffnung in Brüssel. Dieser Abend bildet die Basis, um anhand von Dinas Fotos immer wieder in die Vergangenheit zu springen, in welcher die Schicksale der vier Frauen, die einst Freundinnen waren, chronologisch erzählt werden. Die Autorin nimmt sich Zeit, die vier Protagonistinnen und ihre Familien vorzustellen, die in Tbilissi aufgewachsen sind. Ketos Mutter ist früh gestorben, sie ist mit ihrem Bruder bei ihrem Vater und ihren beiden Großmüttern aufgewachsen. Dieser wird als junger Erwachsener Teil der organisierten Kriminalität und gerät damit in einen Konkurrenzkampf zu Mitgliedern aus Nenes Familie. Diese hat für Nene strategische Heiratspläne, die nicht zu deren eigenen Wünschen passen. Auch Dina findet sich aufgrund ihrer Gefühle zwischen feindlichen Fronten wieder. Ira kann das Geschehen nur hilflos beobachten und schwört, eines Tages einzugreifen. Der Roman wirkte schnell eine Sogwirkung auf mich aus. Die Autorin schreibt mit einer klaren, feinfühligen Sprache, während ich zusah, wie die Protagonistinnen die unbeschwerten Tage hinter sich lassen und sich einer grausamen Welt stellen müssen. In dieser werden ihre eigenen Wünsche immer wieder überhört und sie müssen schwere Entscheidungen treffen, um zum einen die zu schützen, die sie lieben, und sich zum anderen nicht selbst zu verlieren. Ein großer Teil des Dramas spielt sich innerhalb der Familien und Liebesbeziehungen ab, gleichzeitig wird die Handlung von der politischen Situation in Georgien beeinflusst, in welche ich Einblicke erhielt. Es gibt in diesem Roman einige wirklich heftige Szenen, die für mich schmerzhaft zu lesen waren. Gleichzeitig bleibt immer ein Funken Hoffnung bestehen, dass den Protagonistinnen ein Befreiungsschlag und Selbstverwirklichung gelingen, auch wenn ich von Beginn an wusste, dass es für Dina kein gutes Ende gibt. "Das mangelnde Licht" ist ein eindringlich geschriebener, dramatischer Roman, der mich mitfühlen ließ und dessen Erzählweise mich beeindrucken konnte.

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Das mangelnde Licht

von Nino Haratischwili

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Eva Dorner

OSIANDER Fürth

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5/5

Großartige Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Am Anfang stand für mich bei diesem Buch die Frage: Will ich mir wirklich die Zeit für ein 826-Seiten-Buch nehmen? Kann ja mal anfangen, dachte ich bei mir. Um es vorwegzunehmen: ich habe es nicht mehr aus der Hand gelegt. Die Geschichte ist als Rückschau angelegt. Drei der vier Hauptpersonen treffen sich anlässlich einer Ausstellung in Brüssel. Diese vier Frauen bildeten einst eine Schicksalsgemeinschaft in ihren Kindertagen in Tbiliss, in Georgien. Sie verbindet eine Freundschaft wie nur Kinder sie schließen können, eine Liebe, ein Versprechen für die Ewigkeit. Vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Sozialismus werden Dina, Ira, Keto und Nene erwachsen. Der Autorin gelingt es, dem Leser sowohl literarischen Genuss als auch emotionale Gänsehaut-Momente zu verschaffen. Sie schreibt über ihre Heldinnen so authentisch, dass ich mich als Teil dieser Viererclique erlebte, mit ihnen litt und triumphierte. Es ist ein Buch über Menschen, Freundschaft, Liebe, Revolution, Krieg, Verrat, Leidenschaft, den absoluten Willen zum Überleben. Und das darf dann schon auch 826 Seiten haben. Fazit: Absolut lesenswert!
  • Eva Dorner
  • Buchhändler/-in

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5/5

Großartige Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Am Anfang stand für mich bei diesem Buch die Frage: Will ich mir wirklich die Zeit für ein 826-Seiten-Buch nehmen? Kann ja mal anfangen, dachte ich bei mir. Um es vorwegzunehmen: ich habe es nicht mehr aus der Hand gelegt. Die Geschichte ist als Rückschau angelegt. Drei der vier Hauptpersonen treffen sich anlässlich einer Ausstellung in Brüssel. Diese vier Frauen bildeten einst eine Schicksalsgemeinschaft in ihren Kindertagen in Tbiliss, in Georgien. Sie verbindet eine Freundschaft wie nur Kinder sie schließen können, eine Liebe, ein Versprechen für die Ewigkeit. Vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Sozialismus werden Dina, Ira, Keto und Nene erwachsen. Der Autorin gelingt es, dem Leser sowohl literarischen Genuss als auch emotionale Gänsehaut-Momente zu verschaffen. Sie schreibt über ihre Heldinnen so authentisch, dass ich mich als Teil dieser Viererclique erlebte, mit ihnen litt und triumphierte. Es ist ein Buch über Menschen, Freundschaft, Liebe, Revolution, Krieg, Verrat, Leidenschaft, den absoluten Willen zum Überleben. Und das darf dann schon auch 826 Seiten haben. Fazit: Absolut lesenswert!

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