Produktbild: "Deutschland, deine Kolonien"

"Deutschland, deine Kolonien" Geschichte und Gegenwart einer verdrängten Zeit - Ein SPIEGEL-Buch

7

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.05.2022

Herausgeber

Eva-Maria Schnurr + weitere

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

4373 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641292379

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

16.05.2022

Herausgeber

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

4373 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641292379

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  • Lia48

    5/5

    30.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte, Hintergründe & Zusammenhänge des deutschen Kolonialismus – informativ & lesenswert!

    (C. N.: U. a. Rassismus, Sklaverei, Gewalt, Mord, Völkermord, Ausbeutung, usw.) ---- „Wenn man sich an bestimmte Grausamkeiten gegenüber Menschen gewöhnt, dann ebnet es den Pfad zu noch mehr Brutalität.“ (David Simo, zitiert in „Deutschland, deine Kolonien“) ---- Ein Thema, welches zu meiner Schulzeit so gut wie gar nicht im Geschichtsunterricht zur Sprache kam (und wenn doch, dann bestimmt noch deutlich weniger kritisch), welches ich mir aber schon länger einmal genauer anschauen wollte, ist Deutschlands Rolle im Kolonialismus. Durch wenige Dokus und Filme war mir schon manches bekannt, anderes noch nicht. Dass Deutschland im Vergleich mit anderen Staaten später und weniger lange Kolonialmacht war (1884-1918/ 1919), könnte mit zum Mythos vom „harmlosen“ Kolonialismus der Deutschen geführt haben. „Deutschland, deine Kolonien“ zeigt, dass auch Deutschland kolonialisierte, versklavte, verschleppte, ermordete und ausgebeutet hat – nicht weniger grausam als andere europäischen Mächte. Manche Stimmen meinen, dass das Land sogar besonders brutal und menschenunwürdig vorgegangen ist. Beim Transport wurden viele Sklaven wie Tiere behandelt und starben. Andere wurden in deutsche Menschenzoos gesteckt und von Millionen von Menschen bestaunt. An den Herero und Nama begingen die Deutschen Völkermord – sie wollten sie vernichten. Das Buch beschreibt, dass der Kolonialismus jedoch viel weiter greift und sich nicht nur auf die Zeit beschränkt, als Deutschland Kolonien in Afrika, der Südsee und in China hatte. Es beleuchtet die Hintergründe, zeigt auf, wie eng deutsche Kaufleute, Politiker und Unternehmen in das Geschäft mit Menschen verstrickt waren und erzählt vom aktuellen geschichtswissenschaftlichen Forschungsstand. „Die koloniale Vergangenheit wirkt bis in die Gegenwart weiter. Wir müssen über strukturellen Rassismus reden und darüber, dass die Ausbeutung der Kolonien letztlich die Moderne und den Kapitalismus begründet hat. Und weil wir weiterhin in diesen Wirtschaftsstrukturen leben, setzt sich auch der strukturelle Rassismus bis heute fort.“ Erstaunlich, dass es in Deutschland anscheinend erst 2017 die erste große Ausstellung zum deutschen Kolonialismus im Deutschen Historischen Museum gab. Und dass wir erst seit wenigen Jahren Debatten um Straßennamen und koloniale Denkmäler (z. B. von großen Sklavenhändlern) führen. Und wie gehen wir eigentlich mit Raubkunst in unseren Museen um? Wie, mit Schädel, Knochen und Mumien von Menschen aus den Kolonien? „Geschähe das mit den Überresten deutscher Bürger, wäre es strafbar,“ – das sollte uns doch zu denken geben … Ein Buch, welches tatsächlich sehr zum Nachdenken anregt. In 27 Kapiteln, geschrieben von unterschiedlichsten Autor*innen, die vor allem die Perspektive der kolonisierten Länder einnehmen, greift es die unterschiedlichsten Themen rund um den deutschen Kolonialismus auf. Ich fand es äußerst lesenswert und informativ, manche Zusammenhänge sind mir viel klarer geworden und obwohl es viele geschichtliche Fakten beinhaltet, blieb mein Interesse geweckt. Der Fokus des Buches liegt dabei auf der Vergangenheit. Eventuell hätte ich mir noch einen detailreicheren Blick auf die Gegenwart gewünscht und vielleicht noch mehr Einblicke von Zeitzeug*innen (was vermutlich schwierig ist, wenn diese bereits verstorben sind). Aber das ist meckern auf hohem Niveau. Dafür finde ich die Zusammenfassungen über die verschiedenen deutschen Kolonien sowie die Chronik vom deutschen Kolonialismus am Ende des Buches, sehr hilfreich. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! 4,5-5/5 Sterne!

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    19.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gut verständlich für Laien und Interessierte!

    Nachdem in der Presse gerade soviel über die Rückgabe der erbeuteten Kunstgegenstände und Umbenennung von Straßen berichtet wurde, wollte ich mich über die Kolonialisierung der Deutschen informieren. Dazu ist dieses Buch super geeignet, denn hier wird kein Fachchinesich geschrieben, sondern werden Realitäten aufgezeigt. Besonders die Original-Dokumente aus der damaligen Zeit sind sehr aufschlussreich. Das Denken damals war ein anderes, der/die weiße Mann/Frau war den schwarzen Männern/Frauen weit überlegen. Leben und leben lassen galt damals nicht. Wer nicht spurte wurde entfernt. Da hat sich Deutschland wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Einfach gruselig. Und weitere Nationen waren wohl nicht anders. Gott sei Dank denken wir heute anders.

  • Bewertung

    5/5

    26.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein längst überfälliges Thema

    Deutschland und der Kolonialismus. Das Thema hat seinen Weg in die breite Öffentlichkeit noch nicht gefunden. Zu Unrecht, finden auch die Herausgeber Eva-Maria Schnurr und Frank Patalong. Dank der Unterstützung verschiedener Kolonialismus-Experten wird deutlich, wie Rassismus zum Grundpfeiler wurde, der seine Strukturen bis in die Gegenwart zieht. Wenn man liest, mit welcher Selbstgerechtigkeit und -gefälligkeit andere Völker entmenschlicht wurden, dann kann einen dies nicht kalt lassen. Mit dem Gerücht, das die Deutschen nur wenig Kolonien hatten und daher auch gar nicht so schlimm waren, wird gründlich aufgeräumt, denn die Gewaltexzesse lassen einen bestürzt zurück. Ein wichtiges Buch zu einem wichtigen Thema, das endlich dringend aufgearbeitet werden muss!

  • Bewertung

    5/5

    23.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit spannenden Berichten, Interviews...

    Mit spannenden Berichten, Interviews und kurzen inhaltlichen Erklärungsblöcken wird in diesem Buch ein guter Überblick über die deutsche Kolonialgeschichte gegeben. Neben den Geschehnissen findet auch besonders der Blick der unterdrückten Bevölkerung Beachtung. Lesenswert.

  • meine.literaturliebe

    4/5

    18.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Guter Ansatz zur Aufarbeitung

    Deutscher Kolonialismus wurde lange Zeit aus und von der Gesellschaft verdrängt. Nach vielen Meinungen war die Kolonialzeit im Vergleich zu anderen Mächten recht kurz und damit humaner. Besetzte Gebiete in China, Namibia, Tansania, Kamerun und weiteren Staaten in Afrika wurden gar mit Entwicklungshilfe begründet. Diese Verharmlosung führt sicherlich dazu bei, dass die Kolonialgeschichte bis heute nicht vollständig aufgearbeitet wurde. Das Buch eignet sich insbesondere zum Einstieg und für Jugendliche. In kurzen Beiträgen und Interviews wird ein grober Einblick in die Kolonialzeit vermittelt. Genozid, Forschung von Medizinern wie etwa Robert Koch aber auch Raubkunst, die bis heute in deutschen Museen liegen, sind nur ein paar Beispiele der Betroffenen. Die einzelnen Kapiteln habe ich unterschiedlichen wahrgenommen. Zu einigen Themen habe ich mir mehr, zu anderen weniger Informationen gewünscht. Im Ganzen vermittelt das Buch aber einen interessanten (ersten) Eindruck und ist ein guter Ansatz zur Aufarbeitung.

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Bewertungen (7)

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  • Zum Bewerterprofil von Theresa Raupp

    Theresa Raupp

    OSIANDER Schwäbisch Hall

    Buchhändler*in

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    5/5

    28.05.2025

    eBook (ePUB)

    Wichtiger Beitrag zur deutschen Geschichte

    Was erfährt man in der Schule über die deutsche Kolonialzeit? - Die Berliner Konferenz - Dass Deutschland seine Kolonien nach dem ersten Weltkrieg abgeben musste. Das wars. Aus was bestand die deutsche Kolonialzeit? - Aus ersten Versuchen bereits im 16. Jahrhundert. - Aus Landraub und "Landkäufen" - Aus Rebellionen in den unterdrückten Regionen, die blutig niedergeschlagen wurden. Welche "Kolonien" dem Deutschen Reich zufielen und welche Folgen bis heute dort spürbar sind, alles das findet man in diesem Buch - endlich! Denn wir sollten uns auch mit diesem Erbe auseinandersetzen - mehr, als es in der Schule behandelt wird.
  • Zum Bewerterprofil von Marion Olßon

    Marion Olßon

    OSIANDER Reutlingen

    Buchhändler*in

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    5/5

    23.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein dunkles Stück Deutscher Geschichte

    Viel zu wenig weiß man von Deutschland als Kolonialmacht. Dieses Buch ändert dies nun, ein Stück deutscher Vergangenheit, die noch gar nicht so lange her ist, wird beleuchtet und hinterfragt. Geschichte, die noch lebendig ist und auch bleiben sollte, denn die Folgen der Kolonialzeit sind noch heute zu spüren! Nur wenn wir begreifen, was damals geschehen ist und wie weit diese Verbrechen bis in die Gegenwart reichen, kann dieses Kapitel verarbeitet werden.
  • Zum Bewerterprofil von Simon Reuber

    Simon Reuber

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    4/5

    16.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein dunkles deutsches Kapitel

    Das Buch eignet sich als sehr guter Einstieg ins Thema: Deutschlands dunkle koloniale Geschichte. Es handelt sich hierbei um eine Zusammenstellung aus mehreren Artikeln und Interviews, versehen mit nützlichen Zusatzinformationen. Die Autor*innen sind teils deutscher teils afrikanischer Abstammung und vermitteln eine gute Übersicht und einen grundlegenden Einblick in die Geschichte. Grundsätzlich eignet sich das Buch überaus gut, um ins Thema einzusteigen.

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