Wir wünschen uns das Paradies auf Erden: Friede, Freude, Sonnenschein. Doch was, wenn ein Gewittersturm aufzieht? Wenn das Leben aus den Fugen gerät und man daran zu zerbrechen droht?
Einer dieser großen Stürme trifft Fabienne Sita und wirft sie zu Boden. Ein Blitz schlägt mitten in ihre Träume und Hoffnungen ein und lässt einen Haufen Asche zurück. Doch ein Satz, ein Blick, eine Begegnung verändert alles. Tiefster Schmerz trifft auf wahre Schönheit. Eine innere Reise beginnt, die gleichermaßen eindrucksvoll wie heilsam ist.
Diese zutiefst bewegende und gleichnishafte Geschichte macht Mut, sich selbst auf den Weg zu begeben, und zu erleben, wie aus Asche ein Stückchen Eden werden kann.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Attenhofen
5/5
12.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Mann in Weiß
Dieses außergewöhnliche Buch beschreibt eine innere Reise an der Hand eines liebevollen Begleiters. Wie die Autorin im Vorwort feststellt, lässt sich dieses Buch nicht eindeutig einer Kategorie zuordnen. Mit einer künstlerisch durchdachten Gestaltung und allegorischen Texten, nimmt es den Leser mit auf eine Reise der Heilung von inneren Wunden. Das Ergebnis dieses Ganzwerdens ist ein Leben, das von Freiheit und Schönheit bestimmt ist.
Dieser Weg beginnt mit der Enttäuschung der Autorin nach einem schmerzhaften Todesfall, durch den sich ihre Welt in ein undurchdringliches Schwarz verwandelt. Doch nach einiger Zeit geschieht etwas. Aus der Asche des Zerbruchs entsteht ganz allmählich etwas Neues.
Nacheinander betritt die Autorin in Gedanken verschiedene Bauwerke und Landschaften. Eine schwarze Festung, ein Haus, das scheinbar keine Wünsche offenlässt, eine Wohlfühl-Insel und mehr. An jedem Ort gibt es etwas zum Entdecken, zum Lernen, zum Aufarbeiten. Es geht um grundlegende Lebensthemen wie Neid, Täuschung und Angst. Daneben werden Wunden angesprochen, wie die Wut auf Gott, oder die Angst vor Kontrollverlust.
Vieles erscheint der Erzählerin als unüberwindbare Hürde. Die Erlebnisse rufen tiefe Schmerzen hervor, doch ihr Begleiter, der Mann in Weiß, lässt ihr die Zeit, die sie braucht. Und immer ist er tröstend an ihrer Seite. Er selbst trägt bei allem die schwerste Last.
Eine durchgängige Frage dieses Buchs ist die Frage nach dem Selbstwert. Was ist, wenn ich nicht genüge? Und immer wieder geht es um das Loslassen und die richtige Balance, und das bezieht sich nicht nur auf Materielles, sondern auch auf Haltungen, wie Selbstmitleid oder Vergleichsdenken.
Die märchenhaften Gleichnisse werden nicht den Geschmack von jedem Leser treffen, dafür sind sie zu persönlich gefärbt. Doch lassen sich die Gedanken leicht auf das eigene Leben übertragen. Immer wieder schimmert beim Lesen etwas Wahres durch, das tief ins Herz dringt. Stückchen für Stückchen zeigt das Buch eigene Lebenswunden auf und weist den Weg zur Heilung.
Der Mann in Weiß, der für Jesus steht, begeistert mit seinem liebevollen und verständnisvollen Wesen. Dadurch schimmert das uns zugewandte Herz Gottes durch die Seiten dieses Buchs.
Fazit: Mit dem Thema innere Heilung nimmt dieses Buch seine Leser mit auf eine Reise zur Wahrheit und Heilung. Sehr empfehlenswert!
Bewertung
aus Remshalden
5/5
19.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine innere Reise zum Ursprung des Lebens und des Schmerzes.
Worum geht es?
Fabienne Sita hat einen schweren Verlust zu verkraften. Eines Tages begegnet sie dem Weißen Mann in ihren Träumen. Fortan begleitet dieser sie auf der Reise zu fünf verschiedenen Häusern, die jeweils für einen wunden Punkt der Autorin stehen. Sie nimmt den Leser mit auf eine allegorische Reise zu ihrer Heilung und zu Erkenntnissen, die Gottes wahres Wesen erkennen lassen. Passende Fotoschrecken zu den jeweiligen Abschnitten unterstreichen Erzähltes.
Mein Eindruck:
Das Buch, oder besser gesagt Werk, lässt sich in keine Schublade stecken. Es sind fantasievolle allegorische Erzählungen gepaart mit tiefen Erkenntnissen über den christlichen Glauben. Es ist Fabienne Sitas ganz persönliche Reise zu ihren Schmerzpunkten, die aber so bildgewaltig erzählt werden, dass auch der Leser sich wiederfinden kann. Passende Fotostrecken untermalen die erzählten Erlebnisse. Das ganze Buch zeugt von einer tiefen Sehnsucht nach dem wahren Wesen Gottes. Es ist eine ästhetische Suche nach dem wahren Kern des Evangeliums. Schreibstil und Gestaltung gehen hier Hand in Hand. Mich haben so einige Stellen tief berührt und fast verändert zurück gelassen.
Fazit:
Ich möchte hier gar nicht über ein Buch, sondern über ein Kunstwerk sprechen. Bild und Text sind so stark miteinander verwoben, dass man sie nicht getrennt betrachten kann. Wie es bei jedem Kunstwerk so ist, lässt sich auch hier über Kunst streiten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es manchen Lesern zu abstrakt und allegorisch erscheint.
Für mich ist dieser Stil perfekt, denn es ist meine Sprache.
5 von 5 Sternen.
peedee
5/5
30.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gelungener Nachfolger von „Die Treppe“
Das Leben besteht nicht nur aus eitel Sonnenschein und einem lauen Lüftchen, nein, es gibt Phasen von Schatten, Sturm oder tiefer Dunkelheit. Was tun? Wie kommt man wieder auf die Beine, wenn einem das Leben zu Fall gebracht hat? Wie kann wieder Hoffnung geschöpft werden? Fabienne Sita erzählt von ihrem Erlebnis, wie aus Asche ein Stück Eden wurde. „Von tiefstem Schmerz, wahrer Schönheit und einer Begegnung, die alles verändert“ (Untertitel).
Erster Eindruck: Sachbücher haben häufig die Tendenz, sehr nüchtern gestaltet zu sein und sich rein auf das Vermitteln von Fakten zu beschränken. Die Gestaltung des vorliegenden Buches ist jedoch aussergewöhnlich: Hardcover; künstlerisch sehr eindrucksvolle Bilder; Spiel mit Licht und Schatten; dramaturgisch guter Aufbau, schöne Farb- und Schriftwahl… sehr schön! Einzig die Schriftgrösse des Fliesstextes ist m.E. ein bisschen zu klein geraten. Zudem sind vollflächige schwarze Seiten fingerabdruckempfindlich. Aber etwas ist ja immer.
Bereits das Vorwort war sehr gelungen. Fabienne weist darauf hin, dass dieses Buch anders ist, als viele es gewohnt sind. Sie kann – und will – ihre Texte auch nicht einer bestimmten „Ecke“ zuordnen: Märchen, Visionen von Gott, Tagträume – sie wünscht sich, dass das Buch tröstet, ermutigt, inspiriert und das Herz berührt. Das finde ich sehr schön.
„Eine Glasflasche, zerbrochen in tausend Stücke. Deren Inhalt – mein Leben, versickert im Boden.“
Die Leser sind eingeladen, Fabienne ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten und zusammen mit dem Mann in Weiss verschiedene Häuser aufzusuchen, denen jeweils unterschiedliche Themen zugeordnet sind, so z.B.:
=== Haus 1 Angst ===
„Die Angst versucht, deine Sinne zu benebeln und deinen Blick zu verdunkeln, um dir dein Gefühl von Sicherheit und deine Fähigkeit, zu vertrauen, zu nehmen.“ Ich kenne das Gefühl von Angst und Hoffnungslosigkeit nur zu gut. Ich muss auch immer wieder dafür sorgen, dass es in meinem „Haus der Angst“ nicht zu dunkel wird. Die „Insel der Unbeschwertheit“ ist auch bei mir sehr klein.
=== Haus 2 Neid ===
Man gibt auf, etwas Neues zu schaffen, wenn einem der Neid gefangen hält und vergiftet. „Und zum Neid gesellt sich die Scham über das eigene Versagen.“ Hier ist Perfektionismus kein guter Schachzug – die Hürde, etwas perfekt zu können, ist einfach zu hoch und somit auch die Gefahr zu scheitern. Gewisse Dinge werden wohl ein Leben lang Baustellen für mich bleiben.
=== Haus 3 Kontrolle ===
Die Kontrolle auf- oder abzugeben fällt mir definitiv nicht leicht. Ich helfe anderen sehr gerne, aber selbst um Hilfe bitten? Das ist schwer. Ich will nicht auf andere angewiesen sein.
Und so geht es weiter – aber zu viel verraten will ich ja nicht. Bei diesem Buch konnte ich nicht jeweils nur 2 – 3 Seiten lesen, sondern musste ziemlich in das Geschriebene eintauchen und mich darauf einlassen, ansonsten war es für mich nicht stimmig. Jeder Leser wird andere Schlüsse aus dem Buch ziehen, was auch gut ist. Da ich vor Jahren begeistert von Fabienne Sitas Erstling „Die Treppe“ war, war ich sehr gespannt auf das neue Buch. Und? Es war wieder eine für mich sehr aussergewöhnliche Lektüre mit vielen Inputs – ein gelungener Nachfolger von „Die Treppe“.
Bewertung
aus Schönefeld
5/5
28.07.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Persönliche tiefgehende, heilende Reise in Gottes Gegenwart
In ihrem Nachfolgeband zu "Die Treppe" nimmt Fabienne Sita den Leser bzw. die Leserin mit hinein in ihre tiefste Zerbrochenheit und Verzweiflung.
Am Tiefpunkt ihres Lebens beginnt Fabienne eine heilsame Reise mit Jesus dem sie in Geschichten und Bildern begegnet. Sie erklärt zu Beginn des Buches, dass sie selber nicht sagen kann, ob es sich um Visionen oder etwas Anderes handelt.
In verschiedenen Häusern zeigt "der Mann in Weiß" ihr ihre tiefsten Ängste und Sorgen. Ihre Erlebnisse verarbeitet Sita in ausdrucksstarken Bildstrecken.
Mich persönlich sprechen die einzelnen Themen und die Verbindung von märchenhaften Geschichten, künstlerisch hochwertigen Bildern und wunderschön gestalteten Lettering-Seiten sehr an. Immer wieder fand ich mich in den einzelnen Themen und Nöten von Fabienne Sita wieder. Ihre Erkenntnisse haben das Potenzial viel Heilung und Freiheit zu bringen. Ich werde dieses wunderschöne, besondere Buch bestimmt noch einmal langsam wie ein hochwertiges Menü lesen und mir auf der gedanklichen Zunge zergehen lassen!
Klare Leseempfehlung an alle, die selber am Tiefpunkt sind und sich in Geschichten und Bilder einführen und -denken können.
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