Produktbild: Ferne Gestade

Ferne Gestade Roman. Nobelpreis für Literatur 2021

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26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2022

Verlag

Penguin

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,5/4,1 cm

Gewicht

650 g

Farbe

Tanne

Originaltitel

By the Sea

Übersetzt von

Thomas Brückner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60260-6

Beschreibung

Rezension

»„Ferne Gestade" ist ein filigran konstruierter, schmerzlich schöner Roman, der uns Dinge zeigt, vor denen wir allzu oft die Augen schließen.« ("rbb kultur, Frank Dietschreit")
»Fesselnd der Einblick in Ostafrikas multikulturelle Gesellschaft und ihre politischen Verwerfungen; großartig die Figurenzeichnung, das allgemein Menschliche, die Einsicht, wie Menschen einander belügen, betrügen, misshandeln und trotz allem zueinanderfinden können.« ("Bayern 2, Diwan, Cornelia Zetzsche")
»Gurnah durchdringt hier die Schicksale von Geflüchteten präzise und mitfühlend, gerade in der Kluft zwischen den Kulturen und Kontinenten.« ("Der Tagesspiegel, Gerrit Bartels")
»›Ferne Gestade‹ ist ein hochkomplexer, schattierungsreicher Roman über die Verheerungen des Kolonialismus« ("Frankfurter Rundschau, Sylvia Staude")
»Ein vielschichtiges, Jahrhunderte durchquerendes literarisches Gesamtkunstwerk, soghaft, spannend, sarkastisch – einfach genial.« ("Kleine Zeitung, Werner Krause")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2022

Verlag

Penguin

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,8/14,5/4,1 cm

Gewicht

650 g

Farbe

Tanne

Originaltitel

By the Sea

Übersetzt von

Thomas Brückner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-60260-6

Herstelleradresse

Penguin Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    11.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnlich

    Der Klappentext ist vielleicht etwas irreführend, weil es weniger um die Fluchterfahrungen als um die Familiengeschichte der beiden Männer geht. Diese beschreibt Gurnah aber ganz außergewöhnlich, indem er von einer Figur den Faden zur nächsten spannt und immer so weiter. Trotzdem schafft er es, dass man nie den Überblick verliert, indem er einen immer wieder zum Ausgangspunkt zurückbringt.

  • Bewertung

    aus Villach

    4/5

    15.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine andere Flüchtlingsgeschichte

    Ein alter Mann aus Sansibar landet in London, ein Flüchtling. Er gibt den Behörden gegenüber an, dass er kein Wort Englisch spricht. Bei seinem Weggang aus Afrika wurde ihm gesagt, dass dies die beste Strategie ist. Nur Asyl und Flüchtling möge er sagen. Er besitzt einen gefälschten Pass, auf einen falschen Namen ausgestellt. Sansibar ist eine Insel im Osten von Afrika, mit Ethnien aus Indien, Arabien, Europa und Afrika, und damit eine Insel mit verschiedenen Religionen, Mythen, Aberglauben und Traditionen. Die Menschen treiben vor allem Handel, sind Kaufleute und richten ihre Reisen auf die Insel nach dem Monsun. Unverhofft trifft der alte Mann in London auf einen Landeskollegen. Damals, in Sansibar, waren die beiden sich feindlich gegenüber eingestellt, war doch die Familie des einen für das Schicksal des anderen verantwortlich und umgekehrt. Jeder der beiden kennt nur einen Teil der Geschichte, die sich damals zugetragen hat. In London nutzen sie die Möglichkeit, ihr Unwissen und ihre Lücken zu füllen. Plötzlich stellt sich die Vergangenheit in einem anderen Licht dar. Eine Geschichte, die einerseits faszinierend ist, andererseits Längen hat und so richtig konnte mich der Roman nicht einnehmen. Irgendwie hatte ich nach dem Lesen des Klappentextes eine andere Erwartung an die Flüchtlingsgeschichte der beiden. Also: für mich nicht so ganz überzeugend.

  • Jürg Stocker

    aus Scuol

    4/5

    25.05.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein überladenes «Wimmelbild»

    Der Literaturnobelpreisträger Abdulrazak Gurnah verpackt hier eine riesige Menge von Schilderungen in eine Familiengeschichte über Flüchtige, Asylsuchende und Migrantenschicksale, die auf unterschiedlichste Weise und Pfaden unterwegs sind. Alles beginnt am Flughafen von London. Ein älterer Herr aus Sansibar bittet um Asyl. Hier kommt erstmals die List, aber nicht zum letzten Mal, ins Spiel. Der Mann gibt vor, der englischen Sprache nicht mächtig zu sein. Aus dieser Situation heraus entwickelt Gurnah eine Geschichte um einen Afrikaner, der in Europa seinen Weg sucht und dabei auch auf seine Vergangenheit trifft. Im weiteren Verlauf des Romans wird für mich ein schon fast nicht mehr fassbares «Wimmelbild» gezeichnet. Dazu zähle ich hier lediglich ein paar wenige Stichworte auf: Rache, Betrug, Verlust, Neid, List, Tradition des ostafrikanischen Lebens, Handelsbeziehungen über Kontinente, politische Willkür, wirtschaftlicher Ruin von Ländern, religiöse Bildsprachen; dazu ein Beispiel, Zitat: «In den höheren Lüften herrscht immer grosse Aufregung, weil dort Gott und seine Engel wohnen und die hohe Politik erörtern und Verrat und Aufruhr aushecken. Zufällige Lauscher oder Spitzel oder Selbstsüchtige sind Ihnen nicht willkommen, und das Schicksal des Universums verdüstert ihnen die Brauen und lässt ihr Haar weiss werden. Als Vorsichtsmassnahe entfesseln die Engel dann und wann einen ätzenden Regenschauer, um übelwollende Lauscher mit der Drohung entstellender Wunden abzuschrecken.» Es kommen dann noch Schilderungen anderer religiöser Darstellungen dazu. Ich gehe davon aus, Gurnah wollte mit diesem Roman etwas aus seiner Lebensgeschichte heraus aufzeichnen. Dass er dazu das sprachliche und handwerkliche Wissen hervorragend umsetzen kann ist für mich nicht das Thema. Persönlich ist für mich die angebotene Geschichte zu überladen. Weniger ist halt manchmal tatsächlich mehr.

  • Kristall86

    aus an der Nordseeküste

    3/5

    26.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    3 Sterne

    Klappentext: „Es ist ein später Novembernachmittag, als Saleh Omar auf dem Flughafen Gatwick landet. In einer kleinen Tasche, dem einzigen Gepäck, das der Mann aus Sansibar bei sich trägt, liegt sein wertvollster Besitz: eine Mahagonischachtel mit Weihrauch. Eben noch war Omar Inhaber eines Geschäftes, er besaß ein Haus, war Ehemann und Vater. Jetzt ist er ein Asylbewerber, und Schweigen ist sein einziger Schutz. Während Omar von einem Beamten ins Verhör genommen wird, lebt nicht weit entfernt, zurückgezogen in seiner Londoner Wohnung, Latif Mahmud. Auch er stammt aus Sansibar, hatte jedoch bei der Flucht aus seiner Heimat einst den Weg über den »sozialistischen Bruderstaat« DDR gewählt. Als Mahmud und Omar Jahre später in einem englischen Küstenort aufeinandertreffen, entrollt sich beider Vergangenheit: eine Geschichte von Liebe und Verrat, von Verführung und Besessenheit, und von Menschen, die inmitten unserer wechselvollen Zeit Sicherheit und Halt suchen.“ Dies war mein erstes Buch von Schriftsteller Abdulrazak Gurnah. Die Geschichten rund um Saleh Omar und Latif Mahmud haben ihre gewisse Spannung und ihre Faszination aber dennoch konnten sie mich nicht so einnehmen wie erhofft. Vieles blieb unausgesprochen, vieles blieb unvollendet, vieles war zum wirr und unglaubwürdig und so einige Dinge liesen mich einfach ratlos zurück. Auch wenn die Geschichte bereits 2002 veröffentlich wurde, hat sie an Aktualität nichts verloren. Der Autor nimmt einen auf besondere Weise an die Hand und führt uns in eine andere Welt. Richtig wohl fühlt man sich dort nicht und genau das ist der Punkt. Omar und Mahmud müssen genau dies und man versucht ihnen zu folgen. Dies wird leider nur nicht immer leicht für den Leser, da zu viele verschachtelte Sätze das Lesen etwas erschweren. Zur Story an sich will ich gar keine weiteren Inhaltsangaben machen - die muss man einfach selbst erlesen. Jeder wird hier andere, für sich wichtige, Punkte finden die entweder für oder gegen das Buch sprechen. Die Geschichte hat den gewissen Biss aber Abdulrazak Gurnah verzettelt sich in zu vielen Nebensächlichkeiten und Personen, dass es schwer fällt, hier am Ball zu bleiben. Die Geschichte ist gut (3 Sterne) aber mehr auch nicht.

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