Produktbild: Qumran

Qumran Die Schriftrollen vom Toten Meer und die Entstehung des biblischen Judentums

1

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

75070

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.02.2022

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

337 (Printausgabe)

Dateigröße

2930 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406781759

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

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17.02.2022

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C.H.Beck Digital

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337 (Printausgabe)

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1. Auflage

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Deutsch

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9783406781759

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  • S.A.W

    5/5

    09.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Ursprung des Monotheismus

    Kratz (2022) schildert die Ergebnisse aus 70 Jahren Qumran-Forschung. In Qumran, einem Ort nordwestlich des Toten Meeres, wurden 1948 dutzende Schriftrollen aus der Zeit vor und nach Christi Geburt entdeckt. In einer mönchsartigen Gemeinschaft hatten sich strenggläubige Juden zusammengefunden, die die hellenistische Gesellschaft des besetzten Judäas verachteten und eine reine Lehre des Monotheismus entwickeln wollten, indem sie streng nach den Gesetzen der Väter lebten. Obwohl die Schriftrollen zum Teil nur in kleinen Fragmenten erhalten sind, konnten die Forscher diese inzwischen soweit rekonstruieren, dass ein stringentes Gesamtbild entsteht, was die Juden zur Zeit Christi glaubten. Da diese Schriften die ältesten Zeugnisse der Bibel sind und die Christen wahrscheinlich aus dieser Essener-Bewegung hervorgegangen sind, oder zumindest von ihr beeinflusst. Die erstaunlichste Erkenntnis ist folgende: „Die Bibel“ gab es damals gar nicht (sie wurde erst 150 nZ von Bischöfen zu einem Buch zusammengefasst), sondern eine Reihe von vielen kleinen Büchern, die aus den verschiedensten Epochen und Traditionen stammten und von den Essenern diskutiert wurden. Diese verschiedenen Bücher stammen aus den Jhdt. der Besetzung Judäas durch die Babylonier, die Perser und die Seleukiden und sind eine Reaktion auf die kulturelle Überlagerung durch diese Fremdvölker. So finden sich darin viele babylonische, persische und griechische Mythen wieder, aber auch ägyptische. Diese wurden in die Vergangenheit projiziert als Buch der Könige, der Propheten und als Psalmen. Den einen Gott Jehova gibt es erst, seit Sargon II das Nordreich Israel eroberte, also konnten Moses, Salomo und David auch gar nicht an ihn glauben. Alles was vor 720 vZ geschehen sein soll, ist reine Legende, das Königreich Salomos gab es nie, auch Moses ist eine Erfindung späterer Zeit. Die Vielzahl der biblischen Bücher, orthodoxe und apokryphische, begründete auch die jüdische Tradition der Diskussion in den Thora-Schulen, die bei den Essenern entstand und im jüdischen Glauben bis heute andauert. Jahrzehntelang waren die Theologen von den Qumran-Schriften fasziniert, hofften sie doch, darin eine Bestätigung der biblischen Wahrheiten zu finden. Das Gegenteil ist geschehen. Das Judentum und das Christentum sind beide erst in der Qumran-Zeit in der heutigen Form entstanden und beruhen auf Legendensammlungen, mit denen sich jüdische Gelehrte gegen ihre Besatzer abgrenzten. Erst unter den Hasmonäern (160 bis 37 vZ) gab es ein erstes jüdisches Königreich mit einem gemeinsamen Glaubenssystem.

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