Produktbild: An den Ufern des Orowango

An den Ufern des Orowango Gustavs und Kulus abenteuerliche Reise zum Kongo

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16,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Verlag

Ueberreuter Verlag, Kinder- und Jugendbuch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,9/13,8/2,6 cm

Gewicht

441 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7641-7123-0

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

Das Buch von Frank Maria Reifenberg ist einerseits eine gelungene und abwechslungsreiche Abenteuergeschichte und andererseits ein Einblick in nur ein dunkles Kapitel der Kolonialzeit [...] Eine wichtige und aufschlussreiche Lektüre [...] Isabel Blarr, 1001 Buch ("1001 Buch")
Das Buch von Frank Maria Reifenberg ist einerseits eine gelungene und abwechslungsreiche Abenteuergeschichte und andererseits ein Einblick in nur eines der dunklen Kapitel der Kolonialzeit [...] Eine wichtige und aufschlussreiche Lektüre [...]. Isabel Blarr, Eselsohr ("eselsohr")
Das [...] Buch zeugt von Respekt vor den historisch und literarisch hoch brisanten Themen Kolonialismus und Rassismus [...] Toll! Christiane Thiel, Der Evangelische Buchberater ("Der Evangelische Buchberater")
[...] Frank Maria Reifenberg [schafft mit] »An den Ufern des Orowango« [...] die perfekte Verbindung einer spannenden Abenteuergeschichte und wichtiger Aufklärung. Andrea Schnepf, Buchkultur ("Buchkultur")
Frank Maria Reifenberg hat mit An den Ufern des Orowango ein Thema besetzt, das einerseits historisch rüberkommt, andererseits aktueller nicht sein könnte. Christine Paxmann, Eselsohr ("eselsohr")
Reifenberg macht neugierig auf Geschichte und achtet auf diversitäts- und diskriminierungssensible Sprache. Toll! Maren Bonacker, Börsenblatt ("Börsenblatt")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

ab 12 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

15.08.2023

Verlag

Ueberreuter Verlag, Kinder- und Jugendbuch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,9/13,8/2,6 cm

Gewicht

441 g

Farbe

Beige / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7641-7123-0

Herstelleradresse

Ueberreuter Verlag
Ritterstraße 3
10969 Berlin
DE

Email: office@ueberreuter.de

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  • Test-LR

    5/5

    06.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freundschaft wider Rassismus

    Gestaltung: --------------- Das Cover sieht schon ganz nach Abenteuer aus. Die Farbgestaltung erinnerte mich ein wenig an die alten Romane von Tom Sawyer, und von der Zeitepoche passt das auch. Im Buch gibt es noch ein paar wenige, sehr hübsche Schwarz-weiß-Illustrationen, die die vier Hauptteile der Handlung voneinander trennen. Die Kapitelüberschriften sind nummeriert und mit Schnörkeln versehen. Besonders die Karte zu Beginn und am Ende des Buches, in der man die Reise der beiden Jungen mitverfolgen kann, gefiel mir. Insgesamt ist die Gestaltung des Hardcovers sehr ansprechend. Inhalt: --------------- Im Jahr 1895 lebt der 14-jährige Gustav in einem fiktiven Vorort von Hamburg auf dem Hof seines herrischen Onkels. Seine Mutter ist gestorben und sein Vater im Kongo auf einer Mission verschollen. Sein Alltag ist eintönig, doch das ändert sich, als ein Zirkus in die Stadt kommt. Die Hauptattraktivität ist eine Ausstellung von "echten Kannibalen aus Afrika". Einer von ihnen kann jedoch entkommen. Er heißt Kulu, ist im gleichen Alter wie Gustav und kommt aus dem Gebiet, in dem Gustavs Vater zuletzt war. Die beiden Jungen freunden sich an und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise in den Kongo. Kulu, um in seine Heimat zurückzukehren, und Gustav, um seinen Vater zu suchen. Werden sie gemeinsam die Gefahren überwinden und am Ende Erfolg haben? Mein Eindruck: --------------- "Der Mensch als solcher kann ein Teufel oder ein Engel sein. Ob er dabei auch noch Mann oder Frau, reich oder arm, schwarz oder weiß oder gelb oder rot im Gesicht ist, ob er zum großen Allah oder zum lieben Gott betet oder ob er lieber Sauerkraut stampft oder Pfeife raucht, ist ganz egal." (S. 18) Mir gefiel die Idee sehr gut, anhand einer Abenteuergeschichte zu erzählen, woher bestimmte rassistische Begriffe und Vorstellungen kommen, wie diese geprägt wurden und leider unreflektiert bis heute noch erhalten sind. Dass es sogenannte Menschenzoos gab, in denen indigene Völker zur Schau gestellt und ihre "Wildheit" demonstriert wurde, war mir schon bekannt. Aber das Ganze bekommt in dieser Geschichte ein Gesicht. Durch Kulu und die Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren, spürt man als Leser jedes Mal deutlich, wie es sich anfühlt, als "Neger" behandelt zu werden bzw. als Tier oder Sache statt als Mensch. Die Handlung ist sehr spannend erzählt. Man fiebert mit den beiden mit und die Kapitel sind so gestaltet, dass am Ende oft Cliffhanger sind und man einfach immer weiterlesen möchte. Der Alltag der Menschen damals wird spürbar und man erhält Einblicke in die Seefahrt und auch in das Leben auf unterschiedlichen Kontinenten, da die Jungen eine recht weite Strecke über mehrere Länder zurücklegen müssen. Auch eine kleinere Kriminalgeschichte wird in die Handlung eingewoben, die zusätzliche Spannung erzeugt. Passend zur damaligen Zeit werden auch ein paar Momente geschildert, die aus heutiger Sicht grausam erscheinen. Aber diese Stellen sind notwendig, denn sie verleihen der Geschichte Authentizität und sind so kurz gehalten, dass Kinder damit umgehen können. Besonders hat mir die stetig wachsende Freundschaft der beiden Jungen gefallen und dass man eine gute Vorstellung davon bekommt, wie das Eindringen "des weißen Mannes" in die Welt der indigenen Völker gewirkt hat und welche Spuren der Kolonialismus bis heute hinterlassen hat. Hierzu ist das Nachwort von Demba Sanoh sehr hilfreich, in dem die wichtigsten Fakten zu diesem Thema noch einmal zusammengefasst werden. Ich habe das Buch mit meiner 10-jährigen Tochter gelesen, der es ebenso gefallen hat wie mir. Ich empfehle dieses Buch Kindern ab 10 Jahren, aber auch Jugendlichen und Erwachsenen, die daran ihre Freude haben und noch einiges dazu lernen werden. Fazit: --------------- Spannende und gleichzeitig lehrreich geschriebene Abenteuer-Freundschaftsgeschichte über den Kolonialismus und seine Auswirkungen bis heute

  • Test-LR

    5/5

    06.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Freundschaft wider Rassismus…

    Freundschaft wider Rassismus Gestaltung: --------------- Das Cover sieht schon ganz nach Abenteuer aus. Die Farbgestaltung erinnerte mich ein wenig an die alten Romane von Tom Sawyer, und von der Zeitepoche passt das auch. Im Buch gibt es noch ein paar wenige, sehr hübsche Schwarz-weiß-Illustrationen, die die vier Hauptteile der Handlung voneinander trennen. Die Kapitelüberschriften sind nummeriert und mit Schnörkeln versehen. Besonders die Karte zu Beginn und am Ende des Buches, in der man die Reise der beiden Jungen mitverfolgen kann, gefiel mir. Insgesamt ist die Gestaltung des Hardcovers sehr ansprechend. Inhalt: --------------- Im Jahr 1895 lebt der 14-jährige Gustav in einem fiktiven Vorort von Hamburg auf dem Hof seines herrischen Onkels. Seine Mutter ist gestorben und sein Vater im Kongo auf einer Mission verschollen. Sein Alltag ist eintönig, doch das ändert sich, als ein Zirkus in die Stadt kommt. Die Hauptattraktivität ist eine Ausstellung von "echten Kannibalen aus Afrika". Einer von ihnen kann jedoch entkommen. Er heißt Kulu, ist im gleichen Alter wie Gustav und kommt aus dem Gebiet, in dem Gustavs Vater zuletzt war. Die beiden Jungen freunden sich an und begeben sich auf eine abenteuerliche Reise in den Kongo. Kulu, um in seine Heimat zurückzukehren, und Gustav, um seinen Vater zu suchen. Werden sie gemeinsam die Gefahren überwinden und am Ende Erfolg haben? Mein Eindruck: --------------- "Der Mensch als solcher kann ein Teufel oder ein Engel sein. Ob er dabei auch noch Mann oder Frau, reich oder arm, schwarz oder weiß oder gelb oder rot im Gesicht ist, ob er zum großen Allah oder zum lieben Gott betet oder ob er lieber Sauerkraut stampft oder Pfeife raucht, ist ganz egal." (S. 18) Mir gefiel die Idee sehr gut, anhand einer Abenteuergeschichte zu erzählen, woher bestimmte rassistische Begriffe und Vorstellungen kommen, wie diese geprägt wurden und leider unreflektiert bis heute noch erhalten sind. Dass es sogenannte Menschenzoos gab, in denen indigene Völker zur Schau gestellt und ihre "Wildheit" demonstriert wurde, war mir schon bekannt. Aber das Ganze bekommt in dieser Geschichte ein Gesicht. Durch Kulu und die Ungerechtigkeiten, die ihm widerfahren, spürt man als Leser jedes Mal deutlich, wie es sich anfühlt, als "Neger" behandelt zu werden bzw. als Tier oder Sache statt als Mensch. Die Handlung ist sehr spannend erzählt. Man fiebert mit den beiden mit und die Kapitel sind so gestaltet, dass am Ende oft Cliffhanger sind und man einfach immer weiterlesen möchte. Der Alltag der Menschen damals wird spürbar und man erhält Einblicke in die Seefahrt und auch in das Leben auf unterschiedlichen Kontinenten, da die Jungen eine recht weite Strecke über mehrere Länder zurücklegen müssen. Auch eine kleinere Kriminalgeschichte wird in die Handlung eingewoben, die zusätzliche Spannung erzeugt. Passend zur damaligen Zeit werden auch ein paar Momente geschildert, die aus heutiger Sicht grausam erscheinen. Aber diese Stellen sind notwendig, denn sie verleihen der Geschichte Authentizität und sind so kurz gehalten, dass Kinder damit umgehen können. Besonders hat mir die stetig wachsende Freundschaft der beiden Jungen gefallen und dass man eine gute Vorstellung davon bekommt, wie das Eindringen "des weißen Mannes" in die Welt der indigenen Völker gewirkt hat und welche Spuren der Kolonialismus bis heute hinterlassen hat. Hierzu ist das Nachwort von Demba Sanoh sehr hilfreich, in dem die wichtigsten Fakten zu diesem Thema noch einmal zusammengefasst werden. Ich habe das Buch mit meiner 10-jährigen Tochter gelesen, der es ebenso gefallen hat wie mir. Ich empfehle dieses Buch Kindern ab 10 Jahren, aber auch Jugendlichen und Erwachsenen, die daran ihre Freude haben und noch einiges dazu lernen werden. Fazit: --------------- Spannende und gleichzeitig lehrreich geschriebene Abenteuer-Freundschaftsgeschichte über den Kolonialismus und seine Auswirkungen bis heute

  • Bewertung

    aus Jülich

    5/5

    06.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur zu empfehlen!!!

    Gustavs Mutter ist tot und sein Vater verschollen im Kongo. Bei seinem Onkel erwarten ihn harsche Worte und Schläge. Zum Glück kann er manchmal dieser Welt durch Bücher entfliehen, die ihm Herr Mörbeck überlässt. Der lässt ihn auch an seiner Toleranz und Weitsicht teilhaben, die Gustav mit einem ganz anderen Blick auf die Menschen, die gerade in einem haltmachenden Zirkus ausgestellt werden, schauen lässt, als das die anderen Dorfbewohner tun. Einer dieser Ausgestellten ist der Junge Kulu, der mit ein paar Dorfkindern aneinander gerät und gemeinsam mit Gustav die Chance auf eine Flucht aus ihrem erpressten Leben nutzt. Was nun beginnt ist wirklich eine abenteuerliche Reise per Schiff erst von Hamburg nach St.Petersburg, wo die beiden kurz getrennt und auf fulminante Weise wieder vereint werden bis nach Boma im Kongo, wo beide Jungs auf Familie und Heimat hoffen. Was für ein großartiges Buch ist hier Frank Maria Reifenberg gelungen! Vor dem Hintergrund der rassistischen Menschenausstellungen am Ende des 19. Jahrhunderts hat er ein Kinder- und Jugendbuch geschrieben, das einerseits diese Ungeheuerlichkeit, den Kolonialismus und die Sklaverei thematisiert und darüber hinaus all dieses mit einer grundlegend großherzigen Freundschaftsgeschichte verbunden. Die Jungs ergänzen sich nicht, nein, sie sind gleich. Sie sind beide voller Selbstbewußtsein und Pfiffigkeit, beide sind anpassungsfähig und lieben das Abenteuer. Ihr gemeinsames Ziel liegt in Boma und das lassen sie nie aus den Augen. Rassismus tritt in den Hintergrund, denn die Leute, denen die Kinder begegnen machen meist selbst keinen Unterschied. Hin und wieder erkennt Gustav die Vorurteile und Nachteile, die Kulu erleben muss und hat gegen Ende der Geschichte eine wichtige Erkenntnis. Der Historiker Demba Sanoh hat dieses Geschichte in einem Nachwort historisch eingeordnet und Reifenberg im Hinblick auf den rassismuskritischen Inhalt beraten. Dadurch ist ein Buch entstanden, welches Kinder sehr sensibel mit einer unmenschlichen Thematik vertraut macht und sie trotzdem ausgezeichnet unterhält.

  • Bewertung

    aus Marl

    5/5

    05.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    1895, Rassismus und Kolonialis…

    1895, Rassismus und Kolonialismus grenzen ab, aber Freundschaft ist stärker 1895, im ländlichen Norddeutschland, hier lebt Gustav bei seinem Onkel, da seine Mutter tot und sein Vater im Kongo verschollen ist. Eines Tages bringt ein Zirkus, der mit echten Kannibalen wirbt, Leben in seinen tristen Alltag. Und für Gustav ändert das zufällige Zusammentreffen mit dem jungen Kulu, einem der dort zur Schau gestellten Menschen, alles. Der Junge will fliehen und in seine Heimat Kongo zurück, Gustav dem gewalttätigen Onkel entkommen und dort nach seinem Vater suchen. Denn dessen letztes Lebenszeichen stamnmt aus diesem Land. Und so machen sich die zwei auf den langen abenteuerlichen Weg nach Afrika. Es geht nach Hamburg, dann weiter über Russland auf den afrikanischen Kontinent. Dabei gibt es eine Menge Abenteuer zu bestehen. Und dass beide tatsächlich, zudem weitgehend unversehrt, ihr Ziel auch wirklich erreichen, ist ausschließlich ihrer gemeinsamen Freundschaft zu verdanken. Wie stark es einen doch macht, einen wirklichen Freund an seiner Seite zu haben. Das Buch bietet erst einmal eine sehr schöne Abenteuergeschichte, spannend, die damalige Zeit sehr real widerspiegelnd. Doch da ist noch so viel mehr. Rassismus und Kolonialismus sind die entscheidenen Themen, die das Geschehen durchdringen und dem Gustav, der zivilisierte Weise und Kulu, der schwarze Kannibale, so ist nun mal die Determinierung zu jener Zeit, mit ihrem Zusammenhalt, ihrem Miteinander und damit, dass dieser Sachverhalt zwischen ihnen nie wirklich eine Rolle spielt, so anschaulich und stark entgegentreten. Dieses Buch, es setzt Zeichen, auch wenn seine Handlung in der Vergangenheit liegt, macht bewusst, wie es einstmals war und so auch, wie es heute, auch in den kleinsten Ansätzen, auf keinen Fall mehr sein sollte. Ein Buch, schon außergewöhnlich in der Wahl seiner Thematik selbst und auch außergewöhnlich, außergewöhnlich gut, in dem Weg, wie es sich dieser annähert und es schafft, gleichzeitig so viel Nähe und doch auch Konfrontation zu erzeugen. Das fühlen sicherlich vor allem und gerade die Erwachsenen, die ihre Kinder ja vielleicht beim Lesen begleiten. Für die junge Lesepublikum ist es vor allem genau das, was es sein soll, ein tolles Abenteuerbuch mit spannenden Infos zu einer vergangenen Zeit. Und dann kann man ja darüber reden.

  • Bewertung

    5/5

    05.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    1895, Rassismus und Kolonialismus grenzen ab, aber Freundschaft ist stärker

    1895, im ländlichen Norddeutschland, hier lebt Gustav bei seinem Onkel, da seine Mutter tot und sein Vater im Kongo verschollen ist. Eines Tages bringt ein Zirkus, der mit echten Kannibalen wirbt, Leben in seinen tristen Alltag. Und für Gustav ändert das zufällige Zusammentreffen mit dem jungen Kulu, einem der dort zur Schau gestellten Menschen, alles. Der Junge will fliehen und in seine Heimat Kongo zurück, Gustav dem gewalttätigen Onkel entkommen und dort nach seinem Vater suchen. Denn dessen letztes Lebenszeichen stamnmt aus diesem Land. Und so machen sich die zwei auf den langen abenteuerlichen Weg nach Afrika. Es geht nach Hamburg, dann weiter über Russland auf den afrikanischen Kontinent. Dabei gibt es eine Menge Abenteuer zu bestehen. Und dass beide tatsächlich, zudem weitgehend unversehrt, ihr Ziel auch wirklich erreichen, ist ausschließlich ihrer gemeinsamen Freundschaft zu verdanken. Wie stark es einen doch macht, einen wirklichen Freund an seiner Seite zu haben. Das Buch bietet erst einmal eine sehr schöne Abenteuergeschichte, spannend, die damalige Zeit sehr real widerspiegelnd. Doch da ist noch so viel mehr. Rassismus und Kolonialismus sind die entscheidenen Themen, die das Geschehen durchdringen und dem Gustav, der zivilisierte Weise und Kulu, der schwarze Kannibale, so ist nun mal die Determinierung zu jener Zeit, mit ihrem Zusammenhalt, ihrem Miteinander und damit, dass dieser Sachverhalt zwischen ihnen nie wirklich eine Rolle spielt, so anschaulich und stark entgegentreten. Dieses Buch, es setzt Zeichen, auch wenn seine Handlung in der Vergangenheit liegt, macht bewusst, wie es einstmals war und so auch, wie es heute, auch in den kleinsten Ansätzen, auf keinen Fall mehr sein sollte. Ein Buch, schon außergewöhnlich in der Wahl seiner Thematik selbst und auch außergewöhnlich, außergewöhnlich gut, in dem Weg, wie es sich dieser annähert und es schafft, gleichzeitig so viel Nähe und doch auch Konfrontation zu erzeugen. Das fühlen sicherlich vor allem und gerade die Erwachsenen, die ihre Kinder ja vielleicht beim Lesen begleiten. Für die junge Lesepublikum ist es vor allem genau das, was es sein soll, ein tolles Abenteuerbuch mit spannenden Infos zu einer vergangenen Zeit. Und dann kann man ja darüber reden.

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