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Der Passagier Roman

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28,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.10.2022

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21,5/15/5,2 cm

Gewicht

736 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Passenger

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00337-1

Beschreibung

Rezension

Mit diesen beiden Romanen hat Cormac McCarthy sein Vermächtnis formuliert. Er schert sich nicht um literarische Moden, das hat er nie getan. Er bleibt seiner kritischen Sicht auf unsere Spezies treu: „Die Zeitalter der Menschen ziehen sich von Grab zu Grab.“ Keiner kann das besser illustrieren als dieser Schriftsteller. ("Frankfurter Rundschau")
McCarthys Thema, könnte man vielleicht sagen, sind die alten Schatten, aus denen sich auch sein Held nicht lösen kann: nicht nur die verbotene Liebe zur eigenen Schwester, sondern auch sein Vater und dessen Beteiligung am Trinity-Projekt von Los Alamos, wo damals die erste Nuklearbombe entwickelt wurde. ("Mare")
In seinen Beschreibungen von Seelenzuständen, aber auch vom quirligen New Orleans bis zu den stillen Weiten Idahos und zur sturmgepeitschten Ölplattform vor der Küste Floridas findet Cormac McCarthy zu seiner ganzen erzählerischen Größe. ("Bayern 2 "Diwan"")
Cormac McCarthy schreibt Sätze, die einen durchschütteln. Worum es geht? Was ist das Leben? Und: Wer sind wir? (...) Diese Romane von Cormac McCarthy sind das beste, was uns in diesem Jahr beschert wird. ("RBB Antenne Brandenburg")
Ein großes Alterswerk. ("WAZ")
Man liest beide Romane gebannt, fasziniert von McCarthys schlackenloser Sprache, seiner Fähigkeit zu grandiosen Naturbeschreibungen, seinem anscheinend festen Glauben, dem Universum und den Geschicken des Einzelnen darin schreibend auf den Grund kommen zu können. ("Der Tagesspiegel")
McCarthy verlang seinen Lesern einiges ab. Wer durchhält, wird belohnt mir coolen Wortwechseln und schönen, rätselhaften Sätzen, über die sich lange nachsinnen lässt. ("WDR Westart Lesestoff")
Zeigt sich in vielen Sentenzen McCarthys ganze Könnerschaft und Dialoggewandtheit, ist der Roman damit nichtsdestotrotz eine Lektüre-Herausforderung und eine Abkehr von jeder Gefälligkeit. ("Deutschlandfunk Kultur")
Poetische Sprache und Dialoge von einer Klasse und Lässigkeit, die ihresgleichen sucht. ("Spiegel.de")
McCarthy verwandelt die dunkle Last seiner Geschichten in Literatur von Weltrang. ("Deutschlandfunk "Büchermarkt"")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.10.2022

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

21,5/15/5,2 cm

Gewicht

736 g

Farbe

Dunkellila

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

The Passenger

Übersetzt von

Nikolaus Stingl

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00337-1

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bewertung

    5/5

    06.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sucht seinesgleichen

    Diese Geschichte mit den richtigen Worten zu beschreiben ist kein leichtes und man sollte wohl dazu erwähnen, dass die Geschichte keinen klassischen "roten Faden" hat, der sich linear bis zum Ende zieht, man kopfnickend alles auf Anhieb verstanden hat und das Buch zufrieden zur Seite legen kann. Der Klappentext suggeriert eine Art Thriller, versunkenes Flugzeug, fehlender Passagier, dann noch ein Klecks Wissenschaft und Moralfragen. Und doch verflüchtigt sich der Plot zunehmend mit dem Fortschreiten der Geschichte und vielmehr ist das Aufeinandertreffen mit den verschiedensten Zeitgenossen das Augenmerk. Die dabei entstandenen Dialoge sind grandios geschrieben, diese sprachliche Kunst, die McCarthy zu Stande bringt, ist meisterhaft und diese Konsequenz trägt dieses Buch bis zum Ende. Das ist eine Geschichte, die mir im Gedächtnis bleibt und immer mal wieder Revue passieren lasse, sowas kommt nicht allzu häufig vor. Der Folgeband "Stella Maris" ist seit November 2022 auch im Handel und sollte, wenn man denn Interesse an der Geschichte hatte, auch gelesen werden.

  • Bewertung

    5/5

    29.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der zweite Teil heisst ‚Stella Maris‘

    Es ist ungewöhnlich, eine Buchbesprechung mit dem Hinweis auf den Folgeband eines Romanes zu beginnen. In diesem Fall hilft es aber- denn dieser zweite Teil erscheint in wenigen Wochen und wird die Ergänzung zu ‚ der Passagier‘ sein. Der Autor hat viele Jahre an diesen Romanen gearbeitet und schon dieser erste Teil wirft einen mitten in eine Handlung voller aktueller Bezüge. Flugzeuganschläge, Entwicklung von tödlichen Waffen, menschliche Abgründe- viele Themen werden literarisch verarbeitet und führen die Leser:innen buchstäblich in die eigenen Tiefen. Wer gerne Hörbücher mag, hat hier mit der Einspielung von Christian Brückner grosses Glück- besser kann man diesen Text wohl nicht einsprechen.

  • Sursulapitschi

    5/5

    27.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Feuerwerk an sprachlicher Brillanz und klugem Witz

    Also gut, Cormac McCarthy schreibt nach sechzehn Jahren einen neuen Roman und ich war dabei. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht ist, ich habe keine Ahnung, worum es eigentlich ging und bin mir auch nicht sicher, ob es überhaupt ein Roman ist. Eigentlich ist es eine hochphilosophische Elegie, ein melancholischer Abgesang auf das Leben generell, eine poetische Klageschrift, irgendwas zwischen einem Alptraum und Wahnvorstellungen, ein Buch wie ein Gruselfilm, in dem man sich in Episoden dem Kern des Grauens nähert. Wenn man die Buchbeschreibung liest, denkt man, huch, hat McCarthy tatsächlich einen Thriller geschrieben? Da ist ein abgestürztes Flugzeug, das Taucher untersuchen, um festzustellen, dass ein Passagier fehlt, klar. Nur tut das eigentlich nichts zur Sache. Es geht um einen dieser Taucher, Bobby Western, der um seine Schwester trauert. Die beiden hatten ein ganz besonderes Verhältnis, trotzdem wollte sie nicht leben, diese wundervolle Schwester. Sie war genial, viel zu klug, viel zu begabt, wunderschön und hatte mit einer ganzen Menagerie von Fantasiegestalten zu kämpfen, die immer auftauchten, wenn sie ihre Medikamente reduzierte. Ihr ständiger Begleiter war ein missgestalteter Zwerg. Die irrwitzigen Wortgefechte der beiden werden immer wieder eingestreut und erläutern ein wenig, wenn auch nicht viel. Dafür sind sie aber pure Poesie, total verrückte Philosophie, rotzfreche eloquente Betrachtungen zu ihrer Situation, lassen einen ehrfürchtig staunen und machen großen Spaß. Auf die Idee, sie z.B. „kleiner Pfirsichflaum“ zu nennen, muss man erst einmal kommen, grandios. Ansonsten treibt Bobby durch dieses Buch, ist auf der Flucht oder einfach unterwegs, trauert immer und überall und trifft kluge Menschen, die kluge Vorträge zu unterschiedlichsten Themen halten. Es überleben nicht viele. Vielleicht sind diese Szenen nur alptraumhafte Variationen zum Thema Genie und Wahnsinn, vielleicht hat sich der Autor an dieser Stelle sechzehn Jahre lang seinen Frust von der Selle geschrieben. Auf jeden Fall gibt es oft lange Passagen, die bei aller Brillanz nichts zum Geschehen beitragen. Und am Ende ist man tatsächlich kaum klüger als am Anfang. Das Hörbuch dauert 16 Std. und 22 Minuten, wobei man Christian Brückner, dem Sprecher, großen Respekt zollen muss. Er liest diesen anspruchsvollen Text ausdrucksvoll und engagiert. Seine Interpretation des dreisten, verrückten Zwergs ist preisverdächtig. Dieses Buch ist natürlich genial, ein Feuerwerk an sprachlicher Brillanz und klugem Witz. Ich bin tief beeindruckt, aber auch ein wenig ratlos, was ich davon halten soll. Vielleicht bringt der zweite Teil des Werks Licht in das Ganze. Einstweilen bin ich froh, den ersten Teil durchstanden zu haben.

  • den

    4/5

    05.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Plot“ hin oder her…Gutes Buch aber nicht für jeden.

    Verstehe nicht wie man sich ständig über Plot beschwert oder den roten Faden, was in sich nicht ein gutes Buch ausmacht und deshalb ein Roman nicht wegen des Plots bewertet werden sollte, und ein Plot auch genau so wenig die Story ist. Bitte nicht auf das Gerede von denen hören, die als erstes den Plot erwähnen. (die wissen wahrscheinlich nicht mal was das ist) und das Buch selber ausprobieren wenn es euch anspricht oder ihr den Autor Cormac McCarthy gern habt. Es wird nicht für jeden sein, zieht sich an manchen Stellen, aber es ist kein schlechtes Buch. Manchmal etwas Merkwürdig, oft herzlich und traurig und Cormac McCarthy besitzt sogar in den deutschen Übersetzungen eine schöne Sprache.

  • Jürg Stocker

    aus Scuol

    3/5

    20.12.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein geschwätziges Wirrwar

    Der Roman fängt interessant, spannend, ja gar fesselnd an. Bergungstaucher finden ein Flugzeugwrack samt Leichen. Da ein Passagier im Wrack fehlt, nimmt die Geschichte zügig Fahrt auf. Ermittlungen werden aufgenommen. Man vermutet, einen Agententhriller vor sich zu haben. Dann triftet die Story immer wieder ab. Der Bergungstaucher, Sohn eines Atombombenbauers und seine von Halluzinationen geplagte Schwester leiden unter den Aktivitäten des Vaters. Zwischendurch geht es um den Vietnamkrieg, das Attentat auf John F. Kennedy. Bei den eingesetzten, mechanischen Gerätschaften hat Mc Carthy genau recherchiert. Er beschreibt diese bis ins kleinste Detail. Zitat aus dem Buch: «Die Sache ist die, ich kann mir einfach nicht zusammenreimen, wie das Flugzeug da unten hingekommen ist. Und jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, was alles nicht stimmt, wird die Liste länger. (Da war ich noch begeistert). Fazit: Ich habe noch nie ein Buch, 100 Seiten vor dem Ende, aufgehört zu lesen. Dieses hat es geschafft!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lukas Herberth

    Lukas Herberth

    Thalia Osiander Konstanz – LAGO Shopping-Center

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Passagier des Untergangs

    Ein sehr gutes Buch, das aber schwierig zu erklären ist, ist immer ein kleiner Albtraum für unseren Berufsstand, aber ich versuche mich: Eine Odyssey durch den Süden der Vereinigten Staaten im Schatten des Kalten Krieges und der drohenden atomaren Vernichtung. In vielen einzelnen Episoden reist der Protagonist, geplagt von den Sünden des Vaters und verfolgt vom Tod seiner geliebten Schwester, von Ort zu Ort. Dort trifft er Gestalten, die kaum mehr wie er selbst ihr Schicksal selbst zu bestimmen wissen. Alle haben ihre Laster, ihre Verfehlungen und ihre Schuld, und niemand von ihnen kann dabei Wahn, Glaube, Erinnerung und Realität mit Sicherheit voneinander unterscheiden. Ein großes Buch, das weder leicht zu lesen, noch zu verarbeiten ist. Aber auch genau deswegen eine große Empfehlung.
  • Zum Bewerterprofil von Jakob Rimmler

    Jakob Rimmler

    OSIANDER Aalen

    Buchhändler*in

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    5/5

    29.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Meister der menschlichen Abgründe ist zurück

    Sechzehn Jahre nach "Die Straße" kehrt Cormac McCarthy mit einem zweibändigen Meisterwerk zurück. Der fehlende Passagier eines abgestürzten Flugzeuges ist in diesem ersten Teil Ausgangspunkt für eine faszinierende Geschichte, die mit ihrer Vielfältigkeit (Verschwörung, Trauma, todbringende Wissenschaft und verhängnisvolle Geschwisterliebe sind nur ein paar beinhaltete Themen) genau so undurchschaubar ist wie das Leben selbst. Doch mit jeder Figur, jedem Dialog und durch die wortgewaltig erzeugte Atmosphäre wird ein düsterer Sog entwickelt, durch den ebendieser heraufbeschworene Wirrwarr eine Einheit bildet, welche nach Zuklappen des Buches plötzlich logisch erscheint. Danach kann man nur direkt Lust auf den zweiten Band "Stella Maris" haben und sich fragen, wohin diese ohnehin schon einzigartige Reise jetzt noch abdriftet.

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