England, 1950: Lady Anne Coke, gerade achtzehn Jahre alt geworden, kehrt auf das Anwesen ihrer Familie in Norfolk zurück. Ihr geliebter Großvater wurde tot am Fuß der Treppe aufgefunden. Ein tragischer Unfall? Mord? Oder steckt der Hausgeist Lady Mary dahinter, wie es das Küchenpersonal vermutet? In der Tasche des Grafen wird eine wertvolle Halskette entdeckt und in seinem Kalender ein Name: Lavender Crane . Anne ist alarmiert. Sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln, gemeinsam mit Charles, einem charmanten Sozialdemokraten. Was die beiden herausfinden, führt sie in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Damals lebte Anne auf Holkham Hall und wurde von ihrer herrischen Gouvernante Lavender Crane drangsaliert …
Imposant wie «Downton Abbey», glamourös wie «The Crown»: Cosy Crime at its best mit viel britischem Flair.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
aebbies.buechertruhe
5/5
13.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein Krimi aus durchlauchter Feder
England im Jahr 1950. Lady Anne Coke ist gerade erst 18 Jahre alt geworden, als sie nach Norfolk zu ihrer Familie gerufen wird. Ihr Großvater ist auf seinem Landsitz tödlich verunglückt. Vermutlich ist er die Treppe heruntergefallen. In seiner Hosentasche wurde die Nachbildung einer kostbaren Halskette aus dem Familienschmuck gefunden. Außerdem hatte er in seinem Kalender den Namen Lavender Crane notiert. Schon allein dieser Name sorgt bei Lady Anne für eine Gänsehaut, denn so hieß ihr Kindermädchen. Diese Frau hatte die kleine Anne bestialisch gequält und verschwand eines Tages ganz plötzlich. Anne glaubt, daß ihr Großvater ermordet wurde. Zusammen mit dem jungen Maler Charles beginnt sie zu ermitteln. Dabei stört es sie nicht, daß Charles überzeugter Sozialdemokrat ist. Sie verfolgen Spuren, die bis in den zweiten Weltkrieg reichen und decken ein unglaubliches Verbrechen auf.
Die Autorin des Krimis "Die Tote auf der Treppe" gibt in ihrem Nachwort zum Buch zu, daß einiges aus der Handlung ihren Kindheitserinnerungen entspricht. So auch die Figur des Kindermädchens. Dafür hat Anne Glenconner mein tiefes Mitgefühl. So etwas zu erleben muß für ein kleines Mädchen furchtbar gewesen sein. Dieser außergewöhnliche Krimi gibt bei all der Spannung in der Handlung auch noch Einblicke in die Traditionen des britischen Adels und in das Erbrecht. Staunend erlebt man, wie schon die nachfolgende Generation dazu erzogen wird, auf jeden Fall im Sinne dieser Traditionen zu handeln. Diese Informationen bekommt man mit diesem Buch aus erster Hand, denn die Autorin war tatsächlich die Hofdame von Prinzessin Margaret, der Schwester von Queen Elizabeth. Ein so spannendes Buch aus so durchlauchter Feder ist schon etwas Besonderes.
Bewertung
5/5
06.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Cozy Crime und britischer Adel.
Klassischer britischer Krimi, dessen Erzählstränge zwischen den Jahren 1943 und 1950 wechseln und so Stück für Stück eine interessante Story bilden. Cozy Crime mit sympathischen Hauptfiguren und für mich sehr erfreulich: OHNE eine gekünstelt angebahnte Liebesbeziehung zwischen eben diesen Figuren. Anfangs denkt man, die Autorin würde sich ein wenig in der Vorgeschichte von Lady Anne verrennen, aber alles läuft auf die Lösung des Falls heraus. Gut geschrieben, nie langweilig. Und nebenbei ein Einblick in den britischen Adel ist immer auf eine seltsame Art und Weise interessant.
Bewertung
aus Düsseldorf
5/5
08.04.2023
Buch (Taschenbuch)
spannend und interessant
Meine Meinung:
Von Anne Glenconner hatte ich bereits das Buch „Lady Blake und das Grab im Meer“ gelesen, was mich begeistert hat. Deshalb war ich neugierig auf das nächste Buch von ihr.
Anne Coke befand sich im Jahr 1950 gerade auf einer Handelsreise, als sie die Nachricht bekam, dass ihr Großvater gestorben ist. Sie machte sich sofort auf den Weg nach Hause, was durchaus beschwerlich war. Zu Hause angekommen, wurde ihr mitgeteilt, dass es einige Merkwürdigkeiten gibt, die Anne natürlich aufklären will.
Die Autorin hat alles sehr gut und auch spannend geschildert. Ich lernte reichlich Personen kennen, manche waren mir sofort sympathisch und andere hätte ich am liebsten gar nicht kennen gelernt. Leider gehörte eine Person dazu, die Anne das Leben sehr schwer gemacht hat. Dies alles habe ich nach und nach erfahren und es hat mich richtig wütend gemacht.
Die Autorin hat einen spannenden Roman geschrieben, dabei allerdings viele Erinnerungen an tatsächliche Begebenheiten einfließen lassen. Den Toten auf der Treppe hat es wirklich gegeben. Welche Personen außerdem noch gelebt und einen Platz in ihrem Roman gefunden haben und welche sie „erfunden“ hat, wird am Ende des Buches erklärt.
Ich fühlte mich an das Buch gefesselt und wollte natürlich wissen, weshalb der Tote eine Kette in der Tasche hatte. Selbstverständlich wurde das Rätsel am Ende gelöst, zuvor steigerte sich die Spannung immer mehr.
Fazit:
Auch dieses Buch hat mich begeistern können. Die Autorin hat eigene Erlebnisse in einem spannenden Roman untergebracht. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und ich würde mich freuen, wenn es noch weitere Bücher von ihr geben wird. Wie es scheint, hat sie erst spät mit dem Schreiben begonnen und ich hoffe, dass ihr noch eine lange Zeit gegeben ist, in der sie Bücher schreiben kann.
hasirasi2
aus Dresden
5/5
06.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Tragischer Unfall oder Mord?
„Es ist ein großes Haus, … und wir haben alle unsere Geheimnisse.“ (S. 386)
England 1950: Die junge Lady Anne Coke von Holkham Hall kann sich nicht vorstellen, warum ihr Großvater, der Earl of Leicester, die Treppe heruntergestürzt ist und sich das Genick gebrochen hat, schließlich war er noch nicht besonders alt und sehr rüstig. Und warum hatte er das berühmte Coke-Collier dabei, das seit Jahren nicht mehr aus dem Safe genommen wurde?
Die Dienerschaft ist überzeugt, dass der Hausgeist „Lady Mary“ hinter dem tragischen Unfall steckt, doch Anne stellt zusammen mit dem Maler und demokratischen Sozialisten Charles Elwood Ermittlungen an. Als sie die letzten Termine des Earl kontrollieren, fällt ihr ein Name ins Auge – Lavender Crane, Annes Gouvernante während des Krieges. „Allein der Name reichte aus, um Anne in tausend winzige Scherben zerbrechen zu lassen.“ (S. 43)
Die Tote auf der Treppe ist bereits der zweite Krimi aus der Feder von Anne Glenconner, der ehemaligen Hofdame von Prinzessin Margaret, und beruht wie schon „Lady Blake und das Grab im Meer“ zum Teil auf ihrer Biographie.
Lady Anne soll sich eigentlich auf ihren Debütantinnenball vorbereiten, als erst ihr Großvater und dann ein Jugendfreund tödlich verunglücken. Im Gegensatz zum Hauspersonal glaubt sie nicht, dass das Hausgespenst dahintersteckt, sondern sucht nach einem eventuellen Motiv und Täter. Dabei gerät auch ihre ehemalige Gouvernante ins Visier, an die sie sich nie erinnern wollte. „Nichts war ihr angetan worden. Überhaupt nichts. Sie hat eine kindische Gespensterjagd unternommen. Und eine grässliche Gouvernante gehabt. Nichts, worüber es sich zu reden lohnt. Nichts, woran man heute noch rühren sollte. Je weniger man darüber sprach, desto eher war es überwunden.“ (S. 150)
Anne und ihre Familie haben zwar immer noch ihren guten Namen und ihre Stellung in der Thronfolge, aber das Geld ist knapp, Essen wird rationiert und Kleidung getragen, bis sie auseinanderfällt. Ihre Mutter und ihre Schwester betreiben eine kleine Töpferei, deren Produkte Anne verkauft. Sie sind also ziemlich bodenständig, was sie immer wieder mit Charles Elwood diskutiert, der einen Umsturz der Gesellschaft fordert und sich wunderbare Wortgefechte mit ihr liefert.
Ich hatte Anne sofort ins Herz geschlossen. Sie ist intelligent, aufgeschlossen und neugierig, kümmert sich aber auch um die Belange der Angestellten – eine sehr warmherzige und umsichtige Persönlichkeit. Was sie allerdings mit Lavender Crane erleben musste, tat mir extrem leid. Besonders erschüttert hat mich, dass die Autorin dafür (leider) ihre eigene Vergangenheit bemühen konnte.
Charles Elwood spielt zwar nur eine Nebenrolle, die aber ziemlich gut. Anne zieht ihn ins Vertrauen, weil er in der Gegend der Einzige ist, der sie nicht schon seit der Kindheit kennt und ein Außenstehender ist. Allerdings macht er aus seinem Vorurteil gegen ihre Klasse und ihre Art zu leben keinen Hehl, auch wenn er bald einsieht, dass es auf Holkham Hall relativ gerecht zugeht. Er ist ruhiger und besonnener als Anne und bremst sie immer wieder, wenn sie übers Ziel hinausschießen oder sich selber in Gefahr bringen könnte.
Anne Glenconner schreibt sehr fesselnd und verbindet geschichtliche Hintergründe, reale Vorkommnisse und Fiktion. Bei Annes Jagd nach „Lady Mary“ kann man sich sogar ein bisschen gruseln. Ich fühlte mich wieder ausgezeichnet unterhalten, auch wenn ich den Täter etwas früher als Lady Anne ermittelt hatte, und hoffe auf weitere Bände.
hasirasi2
aus Dresden
5/5
06.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Tragischer Unfall oder Mord?…
Tragischer Unfall oder Mord? „Es ist ein großes Haus, … und wir haben alle unsere Geheimnisse.“ (S. 386) England 1950: Die junge Lady Anne Coke von Holkham Hall kann sich nicht vorstellen, warum ihr Großvater, der Earl of Leicester, die Treppe heruntergestürzt ist und sich das Genick gebrochen hat, schließlich war er noch nicht besonders alt und sehr rüstig. Und warum hatte er das berühmte Coke-Collier dabei, das seit Jahren nicht mehr aus dem Safe genommen wurde? Die Dienerschaft ist überzeugt, dass der Hausgeist „Lady Mary“ hinter dem tragischen Unfall steckt, doch Anne stellt zusammen mit dem Maler und demokratischen Sozialisten Charles Elwood Ermittlungen an. Als sie die letzten Termine des Earl kontrollieren, fällt ihr ein Name ins Auge – Lavender Crane, Annes Gouvernante während des Krieges. „Allein der Name reichte aus, um Anne in tausend winzige Scherben zerbrechen zu lassen.“ (S. 43) Die Tote auf der Treppe ist bereits der zweite Krimi aus der Feder von Anne Glenconner, der ehemaligen Hofdame von Prinzessin Margaret, und beruht wie schon „Lady Blake und das Grab im Meer“ zum Teil auf ihrer Biographie. Lady Anne soll sich eigentlich auf ihren Debütantinnenball vorbereiten, als erst ihr Großvater und dann ein Jugendfreund tödlich verunglücken. Im Gegensatz zum Hauspersonal glaubt sie nicht, dass das Hausgespenst dahintersteckt, sondern sucht nach einem eventuellen Motiv und Täter. Dabei gerät auch ihre ehemalige Gouvernante ins Visier, an die sie sich nie erinnern wollte. „Nichts war ihr angetan worden. Überhaupt nichts. Sie hat eine kindische Gespensterjagd unternommen. Und eine grässliche Gouvernante gehabt. Nichts, worüber es sich zu reden lohnt. Nichts, woran man heute noch rühren sollte. Je weniger man darüber sprach, desto eher war es überwunden.“ (S. 150) Anne und ihre Familie haben zwar immer noch ihren guten Namen und ihre Stellung in der Thronfolge, aber das Geld ist knapp, Essen wird rationiert und Kleidung getragen, bis sie auseinanderfällt. Ihre Mutter und ihre Schwester betreiben eine kleine Töpferei, deren Produkte Anne verkauft. Sie sind also ziemlich bodenständig, was sie immer wieder mit Charles Elwood diskutiert, der einen Umsturz der Gesellschaft fordert und sich wunderbare Wortgefechte mit ihr liefert. Ich hatte Anne sofort ins Herz geschlossen. Sie ist intelligent, aufgeschlossen und neugierig, kümmert sich aber auch um die Belange der Angestellten – eine sehr warmherzige und umsichtige Persönlichkeit. Was sie allerdings mit Lavender Crane erleben musste, tat mir extrem leid. Besonders erschüttert hat mich, dass die Autorin dafür (leider) ihre eigene Vergangenheit bemühen konnte. Charles Elwood spielt zwar nur eine Nebenrolle, die aber ziemlich gut. Anne zieht ihn ins Vertrauen, weil er in der Gegend der Einzige ist, der sie nicht schon seit der Kindheit kennt und ein Außenstehender ist. Allerdings macht er aus seinem Vorurteil gegen ihre Klasse und ihre Art zu leben keinen Hehl, auch wenn er bald einsieht, dass es auf Holkham Hall relativ gerecht zugeht. Er ist ruhiger und besonnener als Anne und bremst sie immer wieder, wenn sie übers Ziel hinausschießen oder sich selber in Gefahr bringen könnte. Anne Glenconner schreibt sehr fesselnd und verbindet geschichtliche Hintergründe, reale Vorkommnisse und Fiktion. Bei Annes Jagd nach „Lady Mary“ kann man sich sogar ein bisschen gruseln. Ich fühlte mich wieder ausgezeichnet unterhalten, auch wenn ich den Täter etwas früher als Lady Anne ermittelt hatte, und hoffe auf weitere Bände.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
26.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Cosy Crime in der unmittelbaren Nachkriegszeit, in der gar nichts "cosy" war... Very British!
Der Earl wird tot aufgefunden. In der Tasche ein gefälschtes Collier und ein Zettel mit dem Namen der ehemaligen Gouvernante seiner Enkelin... Der Reflex der Familie: nicht dran rühren! Und die Polizei ist auch nur allzu bereit, an einen Unfall zu glauben. Aber der Name der Gouvernante lässt bei Anne furchtbare Kindheitserinnerungen wieder hochkommen, denn sie war dieser Sadistin hilflos ausgeliefert. Also beginnt sie zu ermittel. Eins ist sicher: der Geist von Lady Mary war es nicht!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.