Produktbild: Das pinke Hochzeitsbuch

Das pinke Hochzeitsbuch Roman

1

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2022

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

22,1/14,5/2,5 cm

Gewicht

372 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87688-7

Beschreibung

Rezension

»Przemek Zybowski weiß, wovon er spricht. Er hat seine eigene Geschichte literarisch verarbeitet, mal nüchtern, mal märchenhaft, auch tragisch. Er hat ein poetisches Plädoyer für das Erinnern geschrieben, eine Spurensuche, die in die Zukunft führt.« ("Claudia Ingenhoven / MDR Kultur")
»Zybowski erzählt in ganz eigenen Bildern die Geschichte einer großen Verletzung und vom Aufwachen in einem Polen, das nicht mehr existiert.« ("Meike Schnitzler / Brigitte")
»Immer abwechselnd erzählt Przemek Zybowski in der Ich-Form von der Gegenwart und in der dritten Person von diesem seltsamen Jahr ohne Eltern, das von einem großen Verlust, aber auch einer großen Freiheit geprägt war.« ("Wolfgang Popp / Ö1")
»Ein starker, genauso herzzereißender wie streckenweise witziger Text. Ein Text, der alles mitbringt, was einen gelungenen Roman ausmacht, also etwas Tiefes und etwas Leichtes.« ("Katrin Schumacher / MDR Kultur")
»Ein bemerkenswerter Roman in hochsensibler, oftmals sich ins poetisch Surreale steigernder Sprache.« ("Gabriele Weingartner / Die Rheinpfalz")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2022

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

22,1/14,5/2,5 cm

Gewicht

372 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87688-7

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Eine Zeitreise

Bewertung am 27.01.2023

Bewertungsnummer: 1868331

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich bin erstaunt über die vielen Parallelen zum eigenen Erleben in der damaligen Zeit, wie wahrscheinlich viele andere Kinder auch, die in den achtziger Jahren zeitweise auf jemanden in ihrem Leben verzichten mussten, weil er in den Westen ausgewandert war. Der Autor beschreibt die damalige Welt so bildlich, dass ich jedes Detail genau vor mir sah, weil ich alles genau so kenne. Auch die Betrachtung der Menschen ist interessant und zutreffend, so kann man sie nur in der Rückbetrachtung, als Erwachsener sehen. Dabei ist diese Betrachtung keineswegs anklagend; roh - aber mitfühlend, verstehend. Sie ist ohne Wertung und dennoch fühlt man tief mit (die kleine Marysia, der schlesische Ubowca und seine Tochter …) Ich mochte auch den ungewöhnlichen Sprachstil und die teils langen, verschachtelten Sätze. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt; aus der des achtjährigen Jungen als auch der des erwachsenen Mannes, der nach dem Tod der Grußmutter nach Polen fährt und sich einige Tage lang mit den traumatischen Erlebnissen des Jahres 1984 "auseinandersetzt", nachdem seine Eltern in den Westen geflohen sind und ihn bei der Großmutter zurückgelassen haben. Die Auseinandersetzung gleicht dabei weniger gezielten Fragen oder den Hinterfragen der Dinge, die Geschehen sind, als vielmehr dem intuitiven Aufspüren längst vergangener Dinge und tief in sich vergrabener Gefühle. In einem Interview mit dem Autor habe ich gehört, dass er für diese Geschichte fünfzehn Jahre lang in seiner Vergangenheit recherchiert hat. Dazu kann ich nur sagen, die Arbeit und die Zeit waren gut investiert. Beruflich bedingt war ich gezwungen das Buch aus der Hand zu legen, nach Feierabend aber habe ich es in einem Rutsch durchgelesen. Ein berührendes Werk, in dem sich viele von "uns" in irgendeiner Weise wiedererkennen dürften.

Eine Zeitreise

Bewertung am 27.01.2023
Bewertungsnummer: 1868331
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich bin erstaunt über die vielen Parallelen zum eigenen Erleben in der damaligen Zeit, wie wahrscheinlich viele andere Kinder auch, die in den achtziger Jahren zeitweise auf jemanden in ihrem Leben verzichten mussten, weil er in den Westen ausgewandert war. Der Autor beschreibt die damalige Welt so bildlich, dass ich jedes Detail genau vor mir sah, weil ich alles genau so kenne. Auch die Betrachtung der Menschen ist interessant und zutreffend, so kann man sie nur in der Rückbetrachtung, als Erwachsener sehen. Dabei ist diese Betrachtung keineswegs anklagend; roh - aber mitfühlend, verstehend. Sie ist ohne Wertung und dennoch fühlt man tief mit (die kleine Marysia, der schlesische Ubowca und seine Tochter …) Ich mochte auch den ungewöhnlichen Sprachstil und die teils langen, verschachtelten Sätze. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt; aus der des achtjährigen Jungen als auch der des erwachsenen Mannes, der nach dem Tod der Grußmutter nach Polen fährt und sich einige Tage lang mit den traumatischen Erlebnissen des Jahres 1984 "auseinandersetzt", nachdem seine Eltern in den Westen geflohen sind und ihn bei der Großmutter zurückgelassen haben. Die Auseinandersetzung gleicht dabei weniger gezielten Fragen oder den Hinterfragen der Dinge, die Geschehen sind, als vielmehr dem intuitiven Aufspüren längst vergangener Dinge und tief in sich vergrabener Gefühle. In einem Interview mit dem Autor habe ich gehört, dass er für diese Geschichte fünfzehn Jahre lang in seiner Vergangenheit recherchiert hat. Dazu kann ich nur sagen, die Arbeit und die Zeit waren gut investiert. Beruflich bedingt war ich gezwungen das Buch aus der Hand zu legen, nach Feierabend aber habe ich es in einem Rutsch durchgelesen. Ein berührendes Werk, in dem sich viele von "uns" in irgendeiner Weise wiedererkennen dürften.

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