Die dänische forensische Anthropologin Josefine Jespersen wird nach Gotland gerufen, um einige Steinzeit-Skelette zu untersuchen, die bei Grabungen gefunden wurden. Doch als Josefine einen weiblichen Schädel genauer betrachtet, macht sie eine schaurige Entdeckung: Die Frau ist erst vor einigen Jahren getötet worden - und in ihrem Schädel befindet sich der Knochen einer weiteren Person. Die Spur bringt Josefine und den Kriminalkommissar Alexander Damgaard auf einen alten Vermisstenfall. Und als zwei weitere Frauen ermordet werden, ist klar: Josefine und Damgaard jagen einen perfiden Serienmörder ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Bewertung
aus Göttingen
5/5
28.02.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein spannender und grausiger Thriller
Josefine ist forensische Anthropologin und wird zu einem Steinzeitfund nach Gotland gerufen. Sie soll die Kollegen unterstützen die bei den Grabungen gefundenen Knochen zu analysieren. Dabei entdeckt sie einen Frauenschädel, der erst einige Jahre alt ist und in dem sich Knochenmaterial einer weiteren Person befinden. Josefine und der Kriminalkommissar Alexander Damgaard ermitteln und entdecken einen alten Vermisstenfall und stellen fest, dass sie hinter einem Serienmörder her sind.
Ein spannender und grausiger Thriller.
Nach dem Lesen habe ich festgestellt, dass dies bereits der 2. Teil des Duos Josefine und Damgaard ist. Knochengrund lässt sich aber auch sehr gut unabhängig lesen und ich kam in der Geschichte auch so gut klar. Allerdings bin ich jetzt neugierig auf den 1. Teil.
Die Hauptperson Josefine ist ein starker Charakter, die sich von nichts unterkriegen lässt und toll für ihren Job und Privatleben einsetzt. Auch die anderen Charaktere sind toll ausgearbeitet. Der Plot ist grausig, das Thema um Knochen jedoch sehr interessant. Die Geschichte war von Anfang an interessant und hat mich ab der Hälfte dann nochmal richtig gepackt. Ein rasantes Finale beendet dann die Story.
Ein packender Thriller den ich jeden mit starken Nerven empfehlen kann.
steffi_heavy_fun
aus Pasching
4/5
16.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannender Thriller mit ungewöhnlichem Setting
Mir hat dieses Buch prinzipiell gut gefallen, trotz des etwas holprigen Starts, den ich durch den detaillierten und etwas ausschweifenden Erzählstil hatte. Ich persönlich brauche keine konkreten Beschreibungen über die Farbe der Vorhänge oder andere Details der Umgebung, insbesondere wenn die Schauplätze ständig wechseln und es sich oftmals um eine einmalige Begehung handelt. Auch käme mir nie in den Sinn an Muskelübersäuerung zu denken, wenn ich mich gerade auf der Flucht befinde. Das ist aber wie vieles Geschmackssache und in meinen Augen hätten kleine Kürzungen hier und da das Werk noch spannender werden lassen. Das ist jedoch ,,jammern” auf hohem Niveau, da sowohl der Fall, das Setting als auch die Protagonisten wahnsinnig interessant und aufregend waren. Im Nachgang habe ich festgestellt das es sich hier um den 2. Fall der dänischen forensischen Anthropologin Josefine Jespersen handelt, wobei mir das beim Lesen selbst nicht aufgefallen wäre. Ich hatte daher also nie das Gefühl etwas verpasst zu haben oder irgendwo der Handlung nicht folgen zu können. Da ich Anthropologie wahnsinnig spannend finde und bereits unterschiedliche Bücher mit männlichen Protagonisten gelesen habe, wollte ich unbedingt mal eine Frau in dieser Berufssparte begleiten und ich fand sie überaus authentisch sowie glaubwürdig. Josefine hat in dieser überwiegenden Männerdomäne einige Vorteile, aber auch viele Nachteile, die ihr stressiger Berufsalltag mit sich bringt. Wir lernen nicht nur sie als Person mit ihren Wünschen, Ängsten und Träumen näher kennen, sondern auch ihr Umfeld wodurch sie äußerst greifbar wirkte. Doch nicht nur unsere Anthropologin macht einiges her, auch die anderen Hauptakteure und Nebenfiguren stehen ihr in Nichts nach und erhalten ausreichend Tiefgang.
Das Setting in Schweden/Dänemark fand ich sehr aufregend, da ich bisher kaum Bücher gelesen habe, die in diesen Ländern spielen. So werden viele Eigenheiten dieser Kultur dem Leser nähergebracht und ich fand diese Einblicke äußerst abwechslungsreich sowie interessant. Hier kann man jedoch nicht nur fremde Länder entdecken, man erhält jede Menge Hintergrundwissen über die Arbeiten der diversen Berufssparten, mit denen wir im Laufe der Ermittlungen in Berührung kommen und natürlich über die Knochen selbst. Es ist immer wieder erstaunlich wie viel man aus einem Skelett herauslesen kann und wie weit die Wissenschaft/Technologie in manchen Bereichen schon ist. Ich fand das Buch durchwegs gut recherchiert und hätte als Laie nicht unterscheiden können, was real und was fiktiv ist, da auf mich alles glaubwürdig und nachvollziehbar wirkte. Den Täter konnte ich bis zum Schluss nicht erraten und auch wenn sich die Ermittlungen stellenweise etwas hinziehen, so ergab ein Puzzleteil das Nächste und führte letztendlich zum Ziel. Gerade bei sogenannten ,,Cold Cases” sind Ermittlungen umso schwieriger weswegen ich es auch als unrealistisch empfunden hätte, wenn der Fall in kürzerer Zeit gelöst worden wäre. Die Morde sowie die vielen anderen Geheimnisse, die ans Licht kommen sind äußerst brutal und man sollte auf keinen Fall zimperlich sein, um gut durch dieses Buch zu kommen. Es ist unglaublich was für ein Abschaum da draußen existiert und bei manchen Szenen hatte ich Gänsehaut. In diesem Sinne kann ich diesen spannenden Thriller allen weiterempfehlen, die auf einen detailverliebten Schreibstil Wert legen und gerne Ermittlungen begleiten möchten, die einen nordischen Flair mit sich bringen.
Mona
aus Peine
4/5
12.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Knochengrund von Lotte Petri…
Knochengrund von Lotte Petri Knochengrund ist der zweite Band um die forensische Anthropologin Josefine Jespersen und dem Kriminalkommissar Alexander Damgaard. In Gotland werden Steinzeit-Skelette gefunden und Josefine Jespersen soll diese untersuchen. Ein Schädel fällt ihr aber ins Auge und bei näherer Untersuchung stellt sie fest, dass er nicht aus der Steinzeit sein kann. Bei der weiteren Untersuchung stellt Josefine fest, dass ein Knochen in dem Schädel steckt, der nicht zu diesem Schädel gehören kann, sondern von einem Kind sein muss. Aber von wem stammt dieser Knochen? Und warum liegt der Schädel mit dem fremden Knochen in dem Steinzeitgrab? Da ganz sicher ein Verbrechen vorliegt, wird auch der Kriminalkommissar Alexander Damgaard mit ins Boot geholt, der nun die Ermittlungen um den Frauenschädel und dem Knochen leitet. Denn es muss in Erfahrung gebracht werden, von wem der Schädel ist und warum der Knochen des Kindes in diesem Schädel liegt. Die Story wird aus verschiedenen Sichtweisen beschrieben, denn er spielt in der Vergangenheit, sowie in der Gegenwart. Die Hauptprotagonisten sind gut herausgearbeitet und kommen sehr sympathisch herüber. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Fazit: Weniger ein Thriller, aber ein guter und lesenswerter Krimi!
Susi Aly
4/5
09.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Lotte Petri konnte mich mit „Knochengrund“ stark begeistern und in den Bann ziehen
Auf „Knochengrund“ von Lotte Petri, hab ich mich sehr gefreut, was vor allem an der Grundthematik liegt, die mich sehr gereizt hat.
Relativ früh musste ich feststellen, dass es sich hier um eine Reihe handelt. Diese handelt von der forensischen Anthropologin Josefine Jespersen. Und „Knochengrund“ ist dabei Band 2. Die Fälle sind zwar in sich abgeschlossen, ich würde jedoch zur Reihenfolge raten, gerade um das Privatleben von Josefine besser verstehen zu können.
Zudem geht es in diesem Thriller um Kinder. Wer damit nicht umgehen kann, sollte besser die Finger davon lassen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und mitreißend.
Es beginnt zwar nicht mit einem extremen Spannungsbogen. Dennoch war ich sofort begeistert von der Dynamik und konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen.
Hierbei erfahren wir unterschiedliche Perspektiven, je nachdem, wer gerade im Zentrum des Geschehens liegt.
Überwiegend begleiten wir dabei Josefine und den Ermittler Xander, was mir wirklich gut gefallen hat.
Man erfährt dadurch nicht nur Rückblicke, sondern auch wie sie ticken.
Besonders Josefine mochte ich wahnsinnig gern. Sie ist eine starke Persönlichkeit, neigt aber aufgrund ihres Hintergrundes zu sehr emotionalen und sentimentalen Reaktionen.
Zudem handelt sie oft impulsiv und leicht naiv, was im krassen Gegensatz zu ihrem Berufsfeld steht.
Daneben gibt es noch eine weitere Perspektive, die sehr verstörend, aber gleichzeitig auch sehr faszinierend und leidenschaftlich dargeboten wird.
Insgesamt konnten mich die Charaktere sehr überzeugen mit ihrer Art, gerade weil sie auch Schwächen zeigen.
Anthropologie ist ein sehr faszinierendes und interessantes Berufsfeld, worüber man hier wahnsinnig viel erfährt.
Auf einen dieser Ausgrabungsstätten gibt es jedoch etwas, was dort nicht sein sollte.
Und alleine, wie es dargeboten und ausgearbeitet wurde, ist so interessant und vielschichtig, dass ich einfach nur beeindruckt war.
Schnell wurde daraus ein Mordfall, der jenseits von Moral und Verstand liegt.
Dabei ist der ästhetische Gesichtspunkt wirklich beeindruckend, denn man spürt, dass Genialität und Wahnsinn stark miteinander verknüpft sind.
Dabei versteht der Täter in seinen Bann zu ziehen und nicht eine Sekunde loszulassen.
Josefine und Xander ermitteln fieberhaft.
Doch was die Autorin hier für ernste und sensible Themen eingewebt hat, ist wirklich heftig .
Menschlich gesehen, eine extrem harte Kost, auch wenn die Autorin sich dabei mit intensiven Details zurückhält.
Emotional gesehen ist es kaum zu verkraften, weil es einfach viel tiefere Kreise zieht, als einem bewusst ist.
Die Hintergründe bei allem sind dagegen unglaublich interessant.
Besonders Josefines ist sehr schmerzhaft und tragend.
Das Tempo der Handlung ist dabei nicht besonders hoch, die Spannung eher unterschwellig spürbar. Dennoch ist man wie im Sog. Weil es einfach so beklemmend und schrecklich ist und man nichts mehr möchte als Erlösung.
Leider gibt es auch Momente, die etwas zu gewollt wirken, als dass sie glaubhaft wären, was ich total schade fand.
Dadurch sollte dem Ganzen wohl mehr Dramatik gegeben werden, was leider nicht wirklich funktioniert hat.
Insgesamt konnte mich dieser Thriller jedoch trotzdem begeistern. Weil er sich einfach so echt angefühlt hat und der Nervenkitzel unglaublich gut spürbar war.
Zudem liebe ich einfach die Grundthematik seitens Josefines.
Ich bin definitiv gespannt, was Band 3 zu bieten haben wird.
Fazit:
Lotte Petri konnte mich mit „Knochengrund“ stark begeistern und in den Bann ziehen.
Die Themen sind sehr sensibel und trotzdem versteht es die Autorin, sie mit sehr viel Feingefühl darzubieten.
Eine unglaublich interessante Handlung, die weniger durch Tempo, als vielmehr durch die Dynamik zwischen allem bestimmt wird.
Ich bin definitiv gespannt auf Band 3.
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