Ein Höllenritt in eisigen Höhen: wenn Bergkameraden zu Gegnern werden
Eine ungleiche Seilschaft, die den Mount Everest auf der schwierigen Nordroute bezwingen will. Gefährliche Geheimnisse, die allen zum Verhängnis werden können. Und ein Achttausender, der keine Fehler verzeiht ...
Je näher die Bergsteigergruppe der Todeszone kommt, desto mehr gerät das soziale Gefüge ins Wanken. Zwischen Fels, Eis und gähnender Leere beginnt für die Frauen und Männer ein erbitterter Kampf ums Überleben.
- Der Mount-Everest-Thriller des norwegischen Erfolgsautors Odd Harald Hauge
- Drei Männer und zwei Frauen: fünf verschiedene Beweggründe, den Berg herauszufordern
- Extremsportler unter Erfolgsdruck: schwindelerregendes Abenteuer am Berg der Berge
- Wer schafft es auf den Gipfel? Wer überlebt die Todeszone des Mount Everest?
Überleben am Mount Everest: der Expeditionsthriller von Extremabenteurer Odd Harald Hauge
Der norwegische Autor weiß, wovon er schreibt: 2007 bestieg er selbst den Mount Everest. Nun hat er einen spannenden Roman vorgelegt, dessen Handlung sich rund um den Gipfel des Achttausenders zuspitzt. Die Leser begleiten den Protagonisten Martin Moltzau, einen Abenteurer mit lukrativen Sponsorenverträgen, durch schwierige Wetterverhältnisse und gefährliche Konflikte. Alles dreht sich nur noch um eine Frage: Wer von ihnen schafft es auf den Berggipfel? Oder vielmehr: Wer schafft es lebend wieder nach unten?
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
7 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
(0)
1 Sterne
(0)
kein Thriller - aber ein lesenswerter Abenteuerroman
annlu am 05.12.2022
Bewertungsnummer: 1838530
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Martin Moltzau ist Abenteurer und Extremsportler. Doch seine bisherigen Erfolge sind seinem Sponsor nicht mehr gut genug. Die Firma will einen schnellen Erfolg und sieht diesen in einer Everestbesteigung. Obwohl er weder Bergsteiger ist noch mit Höhen umgehen kann, findet er sich in einem Expeditionsteam wieder, das bald schon unter einem schlechten Stern zu stehen scheint. Nicht nur schlägt das Wetter um, unter der Oberfläche schwelen auch so manche Geheimnisse und Konflikte vor sich hin, die nur darauf warten auszubrechen.
Das Buch wird als Thriller bezeichnet und angepriesen – deshalb meine Einschätzung vorneweg. Als Thriller kann ich die Geschichte nicht einstufen. Vielmehr ist es ein Abenteuerroman, der sich mit den Gefahren am Everest auseinandersetzt. Obwohl ich schon Einiges dazu gelesen habe, waren das bisher immer biografische Erzählungen von Bergsteigern, die sicher eine andere Sicht auf das Thema haben. Gerade deshalb haben mich in dieser Geschichte die Eindrücke eines Nicht-Bergsteigers angesprochen. Noch nie war mir bewusst, wie langwierig eine solche Expedition ist. Der eigentliche Aufstieg – das was bei anderen Berichten im Vordergrund steht – kommt hier erst zum Schluss ins Spiel. Vorher trotzt Martin seinen Ängsten bereits auf der gefährlichen Anfahrt und in den vielen Auf- und Abstiegen zur Akklimatisation.
Gemeinsam mit Moltzau tritt der Leser diese an. Dabei ist der Sportler nur widerwillig mit von der Partie. Da hilft es auch nicht, dass der berühmte Everest-Experte Sir Richard Lawrence der Expeditionsleiter ist. Im Gegenteil scheint dieser genauso Geheimnisse zu hüten, wie die restlichen Teilnehmer. Es dauert nicht lange und die Teilnehmer beginnen sich zu streiten. Schuld dafür sind auch die langen Tage des Nichtstuns, die hier hervorgestrichen werden (wieder im Gegensatz zu den Berichten, die ich bisher gelesen habe). Die Zeit, die sie in den Camps auch wegen eines Wetterumschwungs totschlagen müssen, scheint nur dafür geschaffen zu sein, die schwelenden Konflikte auflodern zu lassen. Dabei hat Martin das Gefühl, dass er sich auf niemanden verlassen kann.
Explizit wird auch die Lage der Sherpas angesprochen. Sie sind diejenigen, die jedes Jahr ihr Leben aufs Spiel setzen und nicht wenige von ihnen verlieren es auch – nur damit die zahlenden Gäste so viel Komfort wie möglich bekommen. In dieser Geschichte kommt es zu einigen Unzufriedenheiten in ihren Reihen, die Martin als Ausländer aber nie so recht zu fassen bekommt. Ein weiteres Thema, das angesprochen wird, sind auch die Risiken, die jemand bereit ist, für einen Traum bzw. ein extremes Erlebnis einzugehen.
Obwohl ich bereits wusste, dass eine Everestbesteigung tödliche Folgen haben kann, waren mir diese nie so bewusst, wie in dieser Erzählung. Vielleicht auch, weil das, was ich bisher dazu gelesen habe, den Fokus mehr auf den Erfolg gelegt hat, als auf die Risiken.
Fazit: Es war zwar kein Thriller – aber ein überzeugender Abenteuerroman, der mir ausgesprochen gut gefallen hat und mir die Extreme des Himalayas näher gebracht hat, als alles, was ich bisher dazu gelesen habe.
Eiskalte Wandergruppe
Dauerleserin am 20.11.2022
Bewertungsnummer: 1829744
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Fünf sehr unterschiedliche Menschen machen sich zu einer geführten Wanderung auf den Mount Everest auf. Sie wollen an der herausfordernden Nordwand hoch. Die drei Männer und zwei Frauen haben ganz unterschiedliche Gründe für die Wanderung. Ob und wie alle die Bergspitze erreichen und vor allem, ob sie auch wieder unversehrt in die Zivilisation zurückkehren, erzählt dieses Buch.
„Der Mount Everest, 8850 Meter über dem Meer. Lawinengefahr, Todeszone, messerscharfe Bergkämme, schwindelerregende Abgründe. All die Dinge, vor denen er sich bisher immer erfolgreich gedrückt hatte. Was für ein Mist.“ (Paperback, S. 15)
Cover und Schreibstil:
Das Cover von „Tod am Everest“ zeigt die Spitze des Mount Everest im Schneesturm. Der Mount Everest ist der höchste Berg der Welt, und jedes Jahr sterben einige Menschen, die ihn erklimmen. Interessanter Weise sterben sie eher beim Abstieg als beim Aufstieg … Viele interessante Infos und Bilder zu diesem Thema findet man natürlich im Internet.
Odd Harald Hauge schreibt flüssig und spannend. Was mich irritiert und zu Beginn teilweise auch gestört hat, ist, dass es in dem Buch keine richtigen Kapitel gibt. Vielmehr ist der Text durch Absätze unterteilt. Im Laufe des Buchs habe ich mich aber daran gewöhnt.
Entschädigt wird man durch ganz viele interessante Informationen über die Begehung des Mount Everest. Die Informationen klingen alle glaubhaft und nachvollziehbar. Kein Wunder, denn der Autor ist selbst Extremsportler und hat vor einigen Jahren selbst den Mount Everest bestiegen. Und natürlich glänzt „Tod am Everest“ auch durch brillante Wetter- und Landschaftsbeschreibungen, außerdem werden politische Gegebenheiten und Verwicklungen, die mit dem Tourismus rund um den Mount Everest einhergehen, beschrieben und erklärt.
„Tod am Everest“ wird als Expeditionsthriller beworben. Thriller-Elemente konnte ich jedoch in diesem Buch tatsächlich nicht finden.
Fazit und Leseempfehlung:
Obwohl ich sonst fast nur Krimis bzw. Thriller lese, hat mich „Tod am Everest“ beim Lesen durchgehend begeistern können. Das Buch ist gleichzeitig ein Sachbuch, ein Abenteuerbuch und eine Gesellschaftsstudie.
Aber obwohl so gut wie keine Krimi-Elemente enthalten sind, ist das Buch spannend. Am Anfang fragt man sich, wer mitkommt und wieso. Dann wird beschrieben, wie die Gruppe zunächst ein bisschen zusammenwächst, um dann gleich darauf wieder zu zerbrechen. Denn Konflikte sind bei einer solchen Extremsituation wie bei der Wanderung auf den Mount Everest quasi vorprogrammiert.
Klar, nicht alle Gruppenmitglieder überleben die Tour, so viel kann man hier verraten.
„Die Berge behalten ihre Geheimnisse für sich.“ (Paperback, S. 43)
Ich vergebe für „Tod am Everest“ fünf Sterne. Ein tolles Buch für alle Abenteurer, für alle, die es werden wollen, und natürlich auch für alle, die lieber eingekuschelt auf dem Sofa „mitwandern“.
„Die Menschen steigen nicht auf Berge, weil es einfach ist, sondern wegen der Gefahr.“ (Paperback, S. 329)
Die Dauerleserin
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.