Produktbild: Zusammenwachsen

Zusammenwachsen Die Herausforderungen der Integration

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17,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

02.08.2022

Verlag

Hoffmann & Campe

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1194 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783455014549

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Nein

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

02.08.2022

Verlag

Hoffmann & Campe

Seitenzahl

288 (Printausgabe)

Dateigröße

1194 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783455014549

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Bereicherung für ein friedliches Miteinander

Bewertung am 28.09.2022

Bewertungsnummer: 1795096

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In „Zusammenwachsen“ beschreibt Musa Deli die Belastungen und Herausforderungen der Migration und ihre Auswirkungen auf die Integration der MigrantInnen in Deutschland. Dabei konzentriert er sich vorrangig auf Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Doch was bedeutet es, ein Mensch mit Migrationshintergrund zu sein? Per Definition ist es jemand, der selbst oder mindestens ein Elternteil migriert ist. Dies bedeutet, dass Migranten der 3. Generation, bei denen die Eltern in Deutschland geboren wurden, in sämtlichen Statistiken gar nicht als „mit Migrationshintergrund“ auftauchen, aber die Auswirkungen dennoch in der Gesellschaft spüren. Dies behindert allerdings in weiten Teilen ein normales Zusammenleben, da man sich ständig rechtfertigen muss (z.B. zu politischen oder religiösen Themen) oder sich anpassen/entscheiden soll („Hier in Deutschland trinken wir Bier!“, „Wir sind in Deutschland, redet deutsch!“ bei Unterhaltungen mit anderen türkischsprachigen Menschen). Dies kann mitunter zu einer Identitätskrise führen. Musa Deli geht zunächst auf die unterschiedlichen Generationen an MigrantInnen ein und erläutert wirklich unfassbar empathisch von den jeweiligen Problemen und Gedanken dieser Menschen. Dabei beruft er sich auf seine Arbeit als Leitung eines Gesundheitszentrums für MigrantInnen in Köln. Gerade diese Erklärungen zu den drei Generationen fand ich sehr hilfreich für den Umgang mit Menschen in meinem Umfeld, da jede Generation ihre eigenen Probleme hat und wir doch oft vergessen, uns in unser Gegenüber hineinzuversetzen. Besonders betroffen hat mich das Kapitel zu den „Kofferkindern“ - die Kinder der ArbeitsmigrantInnen, die zunächst in der Türkei bei Verwandten auf unbestimmte Zeit bleiben mussten. Das ist etwas, das ich bis heute einfach nicht nachvollziehen kann, aber jeglicher Versuch es mit der älteren Generation zu besprechen, endet leider in einem relativ kurzen Gespräch. Aber auch dazu hat der Autor eine sehr logische Erklärung: „bei ihnen [den Müttern, die ihre Kinder zurückgelassen haben] ist heute vor allem die Scham darüber groß, die Trennung zugelassen zu haben. Manchmal sogar so groß, dass sie über das Thema schweigen oder es nicht mehr erinnern.“ Man könnte auch sagen, dass es einen so tiefen Riss in der Seele hinterlassen hat, dass man diese teils traumatische Trennung versucht von sich abzukapseln und dann in Gesprächen in eine „Abwehrhaltung“ eingeht. So werden klärende Gespräche zwischen 1. und 2. Generation dadurch „vereitelt, dass Eltern ihren Kindern Undank vorwerfen […]. Es wird argumentiert, dass man doch stets alles für die Familie getan und Geld verdient habe, um den Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen.“ Im weiteren Verlauf erläutert Deli, mit welchen Mitteln und Vorgehensweisen wir die Integration „verbessern“ können und ein friedliches Miteinander möglich machen. Hierbei ist es vor allem wichtig, dass wir als Gesellschaft Offenheit ausstrahlen und unsere kulturelle Diversität als Bereicherung auffassen. […]es werden von beiden Seiten Vermutungen über die Beweggründe des Gegenübers angestellt, ohne miteinander in den Dialog zu treten. Wir bleiben uns - trotz all der gemeinsamen Jahre - fremd und erfahren nichts über die tatsächlichen Motive und Hintergründe der alltäglichen Interaktionen.“ Dieses Buch möchte ich wirklich von Herzen empfehlen: An Menschen mit türkischem Migrationshintergrund aus jeder (!) Generation, da man so generationenübergreifende Konflikte vielleicht vermeiden kann (oder die Eltern/Kinder besser versteht!). Daher die Bitte, dieses Buch auch auf Türkisch zu übersetzen. Weiterhin an Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland migriert sind, um einen offenen Austausch zu fördern und voneinander zu lernen. Man kann vielleicht einen Großteil der Erklärungen auf die Allgemeinheit der MigrantInnen beziehen, aber eben nicht alles. Zu guter Letzt möchte ich dieses Buch jedem Menschen in Deutschland empfehlen, der sich unserer Gesellschaft zugehörig fühlt, hier lebt und sich vielleicht sogar an dem „Migrantenstrom“ stört, da ich die Hoffnung nicht aufgebe, auch mit diesen Menschen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Ich vergebe 4,5 Sterne, da sich manche Erläuterungen wiederholen und der Autor zu häufig generalisiert (vor allem die Erklärungen der Probleme der ersten und dritten Generation). Es wäre schön gewesen, hier auch von den „integrierten“ Menschen zu lesen. Außerdem möchte ich anmerken, dass der Titel wundervoll gewählt wurde, da das Wort je nach Schreibweise eine mehrfache Bedeutung hat: Zusammenwachsen und zusammen wachsen. Für mich war die Lektüre dieses Buches eine absolute Bereicherung!

Bereicherung für ein friedliches Miteinander

Bewertung am 28.09.2022
Bewertungsnummer: 1795096
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In „Zusammenwachsen“ beschreibt Musa Deli die Belastungen und Herausforderungen der Migration und ihre Auswirkungen auf die Integration der MigrantInnen in Deutschland. Dabei konzentriert er sich vorrangig auf Menschen mit türkischem Migrationshintergrund. Doch was bedeutet es, ein Mensch mit Migrationshintergrund zu sein? Per Definition ist es jemand, der selbst oder mindestens ein Elternteil migriert ist. Dies bedeutet, dass Migranten der 3. Generation, bei denen die Eltern in Deutschland geboren wurden, in sämtlichen Statistiken gar nicht als „mit Migrationshintergrund“ auftauchen, aber die Auswirkungen dennoch in der Gesellschaft spüren. Dies behindert allerdings in weiten Teilen ein normales Zusammenleben, da man sich ständig rechtfertigen muss (z.B. zu politischen oder religiösen Themen) oder sich anpassen/entscheiden soll („Hier in Deutschland trinken wir Bier!“, „Wir sind in Deutschland, redet deutsch!“ bei Unterhaltungen mit anderen türkischsprachigen Menschen). Dies kann mitunter zu einer Identitätskrise führen. Musa Deli geht zunächst auf die unterschiedlichen Generationen an MigrantInnen ein und erläutert wirklich unfassbar empathisch von den jeweiligen Problemen und Gedanken dieser Menschen. Dabei beruft er sich auf seine Arbeit als Leitung eines Gesundheitszentrums für MigrantInnen in Köln. Gerade diese Erklärungen zu den drei Generationen fand ich sehr hilfreich für den Umgang mit Menschen in meinem Umfeld, da jede Generation ihre eigenen Probleme hat und wir doch oft vergessen, uns in unser Gegenüber hineinzuversetzen. Besonders betroffen hat mich das Kapitel zu den „Kofferkindern“ - die Kinder der ArbeitsmigrantInnen, die zunächst in der Türkei bei Verwandten auf unbestimmte Zeit bleiben mussten. Das ist etwas, das ich bis heute einfach nicht nachvollziehen kann, aber jeglicher Versuch es mit der älteren Generation zu besprechen, endet leider in einem relativ kurzen Gespräch. Aber auch dazu hat der Autor eine sehr logische Erklärung: „bei ihnen [den Müttern, die ihre Kinder zurückgelassen haben] ist heute vor allem die Scham darüber groß, die Trennung zugelassen zu haben. Manchmal sogar so groß, dass sie über das Thema schweigen oder es nicht mehr erinnern.“ Man könnte auch sagen, dass es einen so tiefen Riss in der Seele hinterlassen hat, dass man diese teils traumatische Trennung versucht von sich abzukapseln und dann in Gesprächen in eine „Abwehrhaltung“ eingeht. So werden klärende Gespräche zwischen 1. und 2. Generation dadurch „vereitelt, dass Eltern ihren Kindern Undank vorwerfen […]. Es wird argumentiert, dass man doch stets alles für die Familie getan und Geld verdient habe, um den Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen.“ Im weiteren Verlauf erläutert Deli, mit welchen Mitteln und Vorgehensweisen wir die Integration „verbessern“ können und ein friedliches Miteinander möglich machen. Hierbei ist es vor allem wichtig, dass wir als Gesellschaft Offenheit ausstrahlen und unsere kulturelle Diversität als Bereicherung auffassen. […]es werden von beiden Seiten Vermutungen über die Beweggründe des Gegenübers angestellt, ohne miteinander in den Dialog zu treten. Wir bleiben uns - trotz all der gemeinsamen Jahre - fremd und erfahren nichts über die tatsächlichen Motive und Hintergründe der alltäglichen Interaktionen.“ Dieses Buch möchte ich wirklich von Herzen empfehlen: An Menschen mit türkischem Migrationshintergrund aus jeder (!) Generation, da man so generationenübergreifende Konflikte vielleicht vermeiden kann (oder die Eltern/Kinder besser versteht!). Daher die Bitte, dieses Buch auch auf Türkisch zu übersetzen. Weiterhin an Menschen, die aus anderen Ländern nach Deutschland migriert sind, um einen offenen Austausch zu fördern und voneinander zu lernen. Man kann vielleicht einen Großteil der Erklärungen auf die Allgemeinheit der MigrantInnen beziehen, aber eben nicht alles. Zu guter Letzt möchte ich dieses Buch jedem Menschen in Deutschland empfehlen, der sich unserer Gesellschaft zugehörig fühlt, hier lebt und sich vielleicht sogar an dem „Migrantenstrom“ stört, da ich die Hoffnung nicht aufgebe, auch mit diesen Menschen auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Ich vergebe 4,5 Sterne, da sich manche Erläuterungen wiederholen und der Autor zu häufig generalisiert (vor allem die Erklärungen der Probleme der ersten und dritten Generation). Es wäre schön gewesen, hier auch von den „integrierten“ Menschen zu lesen. Außerdem möchte ich anmerken, dass der Titel wundervoll gewählt wurde, da das Wort je nach Schreibweise eine mehrfache Bedeutung hat: Zusammenwachsen und zusammen wachsen. Für mich war die Lektüre dieses Buches eine absolute Bereicherung!

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Zusammenwachsen

von Musa Deli

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