Produktbild: Beifang

Beifang Roman

97

22,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.07.2022

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

234

Maße (L/B/H)

21,9/13,3/2,5 cm

Gewicht

371 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03879-3

Beschreibung

Rezension

»Voll von Brüchen und Tragik, ein Familienporträt wie ein vom Leben gezeichneter, buckliger Quasimodo, schafft es der Autor diese Schicksale in ihrer eigenwilligen Würde darzustellen. Stark und lesenswert.« ("uwe-johnson-bibliothek.de")
» [...] wie sich die Erfahrung von Armut und Gewalt noch auf die Seelen der Kinder und Kindeskinder durchdrückt, das ist hier eindrucksvoll erzählt.« ("Neue Ruhr Zeitung")
»Der Autor Martin Simons [...] beweist sich in Beifang als glaubwürdiger, zuverlässiger Erzähler, auch wenn sein Roman nicht auf der aktuellen Welle der Autofiktionalität schwimmt, sondern eher als aufschlussreiche Milieu- und Sozialstudie gelesen werden kann. Hier manifestieren sich vererbte Traumata und verdrängte Ängste noch in den nächsten Generationen als Beziehungsunfähigkeit und Orientierungslosigkeit.« ("Titel Kulturmagazin")
»Simons ist ein brillanter Erzähler« ("Luxemburger Wort")
»Martin Simons erzählt präzise und leicht von dem verborgenen Fortwirken eines von Mittellosigkeit, Gewalt und Stolz geprägten Milieus, das trotz aller äußeren Widrigkeiten kein Selbstmitleid kennt, und vom Vater- und Sohnsein in einer ungewöhnlichen Familie.« ("Buch-Magazin")
»Simons' Geschichte ist realistisch und real, sehr unromantisch und widersteht der Verlockung, in Nostalgie und Anekdotenhaftem hängen zu bleiben. Ein unbedingt lesenswertes Buch mit hohem Identifikationsfaktor.« ("Stadtanzeiger Soest")
»Die Welt der Zechensiedlungen und Bergmannsfamilien erinnert an die Romane von Ralf Rothmann. Aber im Unterschied [...] erlaubt Simons sich keine Überhöhung durch quasi religiöse Momente der Transzendenz. Vielmehr löst er in den felsenfesten Gewissheiten und den Flözen der Erinnerung knirschende Tektonik aus. Das ist teils bitter, teils schockierend, teils auch sehr komisch. Seinen Lesern und Leserinnen beschert er damit das Erlebnis unendlicher Ironie, ohne jedoch seine Figuren der Lächerlichkeit preiszugeben.« ("Deutschlandfunk")
»Martin Simons hat sich mit ›Beifang‹ nicht nur auf eine mutige familiäre Schatz- und Wahrheitssuche gemacht; es ist ihm gelungen, Momente der „wahren Empfindung“ zu sammeln und literarisch festzuhalten. Dabei ist ihm [...] auch noch eine beeindruckende Mentalitäts-Schilderung der deutschen Kriegs- und Nachkriegsgeschichte gelungen.« ("Die Tagespost")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.07.2022

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

234

Maße (L/B/H)

21,9/13,3/2,5 cm

Gewicht

371 g

Farbe

Cool Grey / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-03879-3

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    19.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großes Lesevergnügen

    Frank ist Vater eines Sohnes, hat aber nur sporadisch Kontakt. Er würde Vincent gerne öfter sehen, scheitert aber häufig an seinem Mangel an Kommunikationsfähigkeit. Diese Eigenschaft hat er, wie es scheint, von seinem Vater übernommen. Auch die Besuche bei seinen Eltern finden eher selten statt. Als Frank erfährt, dass sein Elternhaus verkauft wird, trifft es ihn härter als vermutet. Er weiß kaum etwas über seine Familie, ganz zu schweigen von den Großeltern. Sein Vater hat von jeher abgelehnt über seine Kindheit zu reden. Weder von den vielen Schlägen, noch der bitteren Armut oder den harten Lebensbedingungen der Großfamilie in dieser Zechensiedlung am Rand des Ruhrgebiets. Wer waren seine Großeltern Rosa und Winfried Zimmermann. Das möchte Frank herausfinden und begibt sich auf die Suche.

  • Bewertung

    aus Stuttgart

    5/5

    17.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leben in der Zechensiedlung

    In der Zechensiedlung Beifang am Rande des Ruhrgebiets lebt in den Nachkriegsjahren der Hilfsarbeiter und zwölffache Vater Winfried Zimmermann mit seiner Familie. Hier herrscht die Armut, man wurstelt sich durch. Jahrzehnte später macht sich sein Enkel Frank auf die Suche nach der Geschichte seiner Familie. Da sein Vater selbst kaum etwas erzählt, besucht Frank die zahlreichen Onkel und Tanten und lässt sich von ihnen Szenen aus ihrer Kindheit erzählen. So entsteht ein Leben aus vielerlei Facetten, die ungeschönt von der Kindheit in der Enge der Zechenhaushälfte, von Armut und Gewalt erzählen, mit wenig Aussicht auf eine Besserung. Frank überlegt, was davon sich in seinem eigenen Leben wiederfindet, in der Beziehung zu seinem Sohn, den er viel zu selten sieht. Die Geschichte wirkt sehr authentisch. Ich musste zwischendrin sehr genau lesen, in welcher Zeit die Erzählung sich gerade befindet, ob es um Franks Vater oder seinen Großvater geht; überhaupt ist es keine Geschichte, die man einfach so mal wegliest, denn so manche der Ereignisse sind recht bedrückend. Insgesamt aber gefällt mir der Ansatz des Autors, aus dem Leben im Ruhrpott zu erzählen. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

  • Nähpummelchen

    5/5

    27.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Suche nach Antworten

    Das Buch handelt von einem Mann, der Nachforschungen anstellt über die Kindheit seines Vaters, der in einer sehr kinderreichen Familie unter härtesten Bedingungen gelebt hat. Er erfährt, dass sein Großvater im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit unter schwersten sozialen Verhältnissen seine große Familie durchgebracht hat und das Überleben schwer war. Er erfährt auch, dass die Großeltern sich für die Kinder aufgeopfert haben, im Alter aber von allen Kindern verlassen alleine sterben mussten. Auch der Vergleich zur "Asche meiner Mutter" fällt. Beifang bezieht sich dabei nicht nur auf seine eigentlichen Nachforschungen des Ich-Erzählers. Seine Recherchen bringen auch ganz andere Geschichten ans Tageslicht, und der Erzähler erkennt dabei Parallen zu seinen eigenen, mitunter gescheiterten, Familienbeziehungen. Er erkennt sich in der Geschichte seines Vaters wieder und erkennt, dass er in seinem eigenen Leben etwas ändern möchte.

  • Bewertung

    5/5

    16.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ruhrpott-Zeitreise

    Frank Zimmermann, Anfang Vierzig, der Ich-Erzähler des neuesten Buches „Beifang“ von Martin Simons. Aufgewachsen in einer Zechensiedlung am Rande des Ruhrgebietes, in beengten, ärmlichen Verhältnissen. Und obwohl Frank als erster seines Familienclans das Abitur und studieren konnte, gelang es ihm nicht, seinen Plan als Drehbuchautor und Journalist zu verwirklichen. Mehr schlecht als recht mogelt er sich durchs Leben als freier Texter. Auch in der Beziehung läuft es nicht rund. Er hat einen 12-jährigen Sohn, den er zwar liebt, aber nur wenige Male im Jahr sieht. Marie, die Mutter des Sohnes ist von ihm geschieden und er pflegt lediglich eine lose Beziehung. Er fasst sein Leben mit dem Satz zusammen: „Wenn lebendig zu sein bedeutet, von Emotionen und Sensationen durchströmt zu werden, dann war ich eher tot.“ Als seine Eltern beschliessen, das elterliche Haus zu verkaufen und danach in eine Seniorenanlage zu ziehen, kehrt Frank zurück ins Ruhrgebiet, um bei der Auflösung des Haushaltes zu helfen. Dabei findet er eine alte Holzkiste, die sein Vater vom Grossvater geerbt hat. Gerne hätte Frank mehr erfahren über diesen Mann, doch sein Vater schweigt und lässt sich kaum etwas entlocken. Daher beschliesst Frank, sich selber auf die Suche zu machen und mit einigen der 11 Geschwister seines Vaters Kontakt aufzunehmen. Aus Gesprächen mit Onkeln und Tanten erfährt er mehr über dessen Leben in bitterster Armut. Eine Jugend voller Gewalt und Aussichtslosigkeit. Die Grosseltern waren kaum in der Lage, die Grossfamilie zu ernähren und für das Allernötigste zu sorgen. An eine gute schulische Ausbildung der Kinder war nicht zu denken. Früh hiess es für sie: Arbeit suchen und zum Unterhalt der Familie beizutragen. Frank erfährt viel auf seiner Verwandtentour. Trotzdem schein es, dass diese nicht in Selbstmitleid zerfliessen, nicht ständig darüber jammern oder verbittert sind. Im Gegenteil, ein gute Portion Stolz schwingt in den Erzählungen mit. Stolz, es trotzdem geschafft zu haben, auch wenn das Aufwachsen im Elend Spuren in deren Leben hinterlassen hat. Einige davon, findet Frank auch in seinem eigenen Leben wieder… Fazit: Aus meiner Sicht ist Martin Simons ein grossartiges Buch gelungen. Eines, das sich allerdings nicht leicht liesst und einen manchmal auch ziemlich bedrückt. Meine Erkenntnis daraus: Die eigenen Wurzeln lassen sich nicht verleugnen, doch es liegt an uns, sich nicht von ihnen beeinflussen zu lassen. Bestimmt nicht ein Buch nach jedermanns Geschmack, aber ich fand es absolut lesenswert. Passend gewählt auch das düstere Cover!

  • Bewertung

    5/5

    28.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch mit Nachhall

    Der Autor bringt in seinem Buch sehr deutlich zum Ausdruck wie eine Thematik zur Problematik wird, beziehungsweise zu einer Problematik werden kann. Das Buch ist sehr bewegend und erschreckend zugleich mit einem hohen Nachhall. Eine Geschichte die sich auf drei Generationen auswirkt und die Traumata von Generationen beschreibt. Bspw. - Warum ist der Großvater so wie er ist - "Weisst du nicht, dass nicht nur Träume und Traumata an die Nachwelt weitergegeben werden, sondern auch Bilder ...". Oder auf den Bezug seines Lebenswegs einer 50 Std. Woche über 40 Jahre in einem Betrieb - "es war schlimmer als hätte man mich weggesperrt, denn ich war wie weggesperrt und habe meine Lebenszeit dafür geopfert." Der Schreibstil des Buches ist fließend. Die Sprache und die Sprachwahl passen sich dem Thema an und sind sehr treffend. Der Autor erwirkt so den Eindruck als spreche er und erzähle er aus seinem eigenen Leben. Ich finde es sehr lesenswert und empfehlenswert und vergebe die höchste Punktzahl.

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