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Angabe der Person

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.11.2022

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

2871 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644014640

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

15.11.2022

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

2871 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644014640

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Da schauen Sie, wie? Nein, da schauen Sie weg!

Gesellschaftliche Betrachterin aus Großraum Halle (Saale) am 05.03.2023

Bewertungsnummer: 1893472

Bewertet: Hörbuch-Download

Elfriede Jelinek empört sich, sie ist außer sich. Noch eine Steigerung gefällig: “Deutscher Staat, ich hasse dich!“ Zu dieser in ihrem Buch formulierten und begründeten Wut kommt es aus dem Anlass, dass die bayerische Steuerfahndung das Haus und die persönlichen Sachen der Autorin durchsucht hat, wegen des Verdachts falscher Angaben zu ihren Aufenthaltszeiten in Deutschland bei der Einkommensteuer. Die Staatsanwaltschaft hat, so aus dem Buch ersichtlich, während der Untersuchungen keinen Wert auf eine Kommunikation oder eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe mit ihr gelegt: „Vielleicht glaubt Ihnen der Richter, wir glauben Ihnen nicht.“ Letztlich wurde das Verfahren als haltlos eingestellt. Und die nötige Entschuldigung und Selbstreflexion staatlicherseits war offensichtlich ausgeblieben. So hinterfragt jetzt Frau Jelinek mit wehrhaft literarischem Knüppel ihrerseits den Staat. Dieser Text ist eine meisterliche Betrachtung der jüngeren deutschen Gegenwart, ein Kaleidoskop des wirklich großen Unrechts, bei dem der Rechtsstaat wegsieht. In den Versatzstücken finden sich (ohne Namensnennung) der unaufgelöste Wirecard-Skandal, bei dem der Hauptgeldwäscher in Russland untergetaucht ist oder die Mordserie durch die als NSU organisierten nationalistischen Täter, deren Opfer so zahlreich wurden, weil die Behörden vorschnell Ausländer in den Blick genommen haben. Namentlich genannt ist hingegen der österreichische Fußballspieler David Alaba in einem Sumpf der Zuwendungen des Fußballclubs Bayern München auf Schweizer Bankkonten, über den die bayerische Politik schützend ihre Hand hält. Anders als bei Jelinek. Vom Großen geht es immer wieder ins Familiäre. Per se als Juden waren die Jelineks in der Historie schon häufiger durch Staatsgewalt Verletzte. So erfahren wir, dass ihr Urahn Herschel Jelinek 1848 für eine Schrift liquidiert worden ist, wobei – wie zu erwarten – der die Staatsgewalt final ausübende Henker sich auf der Hinrichtungsstätte auch dem Wunsch Herschels entzogen hat, mit ihm zu diskutieren. Beim großen Unrecht fordert Frau Jelinek das Handeln des Staates ein, aber hier versagt der Staat. Kapitalistische Finanzströme wirbeln bis zur Unkenntlichkeit um die Welt. Und die Erde wird gerade müde, während sie im Meer untergeht. Glatte fünf Sterne für dieses Buch des Jahres! Sechs Sterne für alle Steuerfahnder, Staatsanwälte, Politiker und Wirtschaftsmagnaten (stets Damen wie Herren), die das Buch lesen, die Anklage annehmen und sich entweder verurteilen lassen oder künftig Besseres tun. Besseres wirklich tun! Im Namen des Staates und der Gesellschaft.

Da schauen Sie, wie? Nein, da schauen Sie weg!

Gesellschaftliche Betrachterin aus Großraum Halle (Saale) am 05.03.2023
Bewertungsnummer: 1893472
Bewertet: Hörbuch-Download

Elfriede Jelinek empört sich, sie ist außer sich. Noch eine Steigerung gefällig: “Deutscher Staat, ich hasse dich!“ Zu dieser in ihrem Buch formulierten und begründeten Wut kommt es aus dem Anlass, dass die bayerische Steuerfahndung das Haus und die persönlichen Sachen der Autorin durchsucht hat, wegen des Verdachts falscher Angaben zu ihren Aufenthaltszeiten in Deutschland bei der Einkommensteuer. Die Staatsanwaltschaft hat, so aus dem Buch ersichtlich, während der Untersuchungen keinen Wert auf eine Kommunikation oder eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe mit ihr gelegt: „Vielleicht glaubt Ihnen der Richter, wir glauben Ihnen nicht.“ Letztlich wurde das Verfahren als haltlos eingestellt. Und die nötige Entschuldigung und Selbstreflexion staatlicherseits war offensichtlich ausgeblieben. So hinterfragt jetzt Frau Jelinek mit wehrhaft literarischem Knüppel ihrerseits den Staat. Dieser Text ist eine meisterliche Betrachtung der jüngeren deutschen Gegenwart, ein Kaleidoskop des wirklich großen Unrechts, bei dem der Rechtsstaat wegsieht. In den Versatzstücken finden sich (ohne Namensnennung) der unaufgelöste Wirecard-Skandal, bei dem der Hauptgeldwäscher in Russland untergetaucht ist oder die Mordserie durch die als NSU organisierten nationalistischen Täter, deren Opfer so zahlreich wurden, weil die Behörden vorschnell Ausländer in den Blick genommen haben. Namentlich genannt ist hingegen der österreichische Fußballspieler David Alaba in einem Sumpf der Zuwendungen des Fußballclubs Bayern München auf Schweizer Bankkonten, über den die bayerische Politik schützend ihre Hand hält. Anders als bei Jelinek. Vom Großen geht es immer wieder ins Familiäre. Per se als Juden waren die Jelineks in der Historie schon häufiger durch Staatsgewalt Verletzte. So erfahren wir, dass ihr Urahn Herschel Jelinek 1848 für eine Schrift liquidiert worden ist, wobei – wie zu erwarten – der die Staatsgewalt final ausübende Henker sich auf der Hinrichtungsstätte auch dem Wunsch Herschels entzogen hat, mit ihm zu diskutieren. Beim großen Unrecht fordert Frau Jelinek das Handeln des Staates ein, aber hier versagt der Staat. Kapitalistische Finanzströme wirbeln bis zur Unkenntlichkeit um die Welt. Und die Erde wird gerade müde, während sie im Meer untergeht. Glatte fünf Sterne für dieses Buch des Jahres! Sechs Sterne für alle Steuerfahnder, Staatsanwälte, Politiker und Wirtschaftsmagnaten (stets Damen wie Herren), die das Buch lesen, die Anklage annehmen und sich entweder verurteilen lassen oder künftig Besseres tun. Besseres wirklich tun! Im Namen des Staates und der Gesellschaft.

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von Elfriede Jelinek

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