Produktbild: Flaschenpost

Flaschenpost Ferne Botschaften, frühe Vermessungen und ein legendäres Experiment

1

36,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.09.2022

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

24,2/16,8/2,2 cm

Gewicht

578 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-673-7

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Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

20.09.2022

Verlag

Mareverlag

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

24,2/16,8/2,2 cm

Gewicht

578 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86648-673-7

Herstelleradresse

mareverlag GmbH
Pickhuben 2
20457 Hamburg
DE

Email: mare@marbuch.de

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Ein wirklich überraschendes Buch über überraschende Erkenntnisse

Renas Wortwelt am 14.11.2022

Bewertungsnummer: 1825870

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es wundert mich immer mal wieder, worüber man Bücher schreiben kann. Und dann noch interessante und spannende Bücher. Wer hätte gedacht, dass das Thema Flaschenpost so vielseitig sein könnte. Wolfgang Struck, Literaturprofessor in Erfurt, hat bereits über Seekarten, verschollene Forscher und Kolonialismus geschrieben. Nun also Flaschenposten. Dabei geht es nicht um so romantische, dem Meer anvertraute Briefchen, wie man sie aus manchem Liebesfilm kennt. Nein, Flaschenpost wurde über viele Jahrzehnte zur Forschung eingesetzt. Georg Neumayer, berühmter Ozeanograph und Namensgeber einer bekannten Forschungsstation in der Antarktis, wollte mit Hilfe der Flaschen, die er dem Meer anvertraute, die Driften und Meeresströmungen erforschen. Er entwarf eine Art Postkarte, auf welcher vermerkt wurde, wann und wo diese Flasche ins Meer geworfen wurde und von wem. Auf der Rückseite des Papiers sollte dann der Finder so genau wie möglich angeben, wo er die Flasche gefunden hat und dies dann an Neumayer bzw. seine Sammlung zurücksenden. Der Weg, den die jeweilige Flasche demzufolge dann vermutlich genommen hatte, zeichnete er dann auf Seekarten nach und ermittelte im Laufe der Zeit die verschiedenen Meeresströmungen. Dass die von Neumayer erdachte Vorgehensweise aber nicht auch die Erfindung der Flaschenpost war, ist wahrscheinlich. Wolfgang Struck verfolgt in seinem Buch den Weg zurück zu den Anfängen, sofern man davon sprechen kann. Dabei ist das Offensichtliche vielleicht nicht sofort zu sehen: um Flaschenposten auf den Weg bringen zu können, muss es erst einmal Flaschen geben. Und zwar Flaschen in ausreichender Menge und Flaschen, die wasserdicht verschließbar sind. Es ist in der Tat sehr fesselnd, diesen Informationen nachzugehen, zu erfahren, wer wann Flaschenposten ins Meer warf. Darunter war zum Beispiel auch Columbus, der, glaubend, man würde nie wieder Land erreichen, sozusagen sein Vermächtnis einer Flasche anvertraute. Dass der Absender einer Flaschenpost nie wissen kann, ob seine Nachricht den Adressaten erreicht, ja, ob sie überhaupt je gefunden wird, macht das Ganze noch um vieles spannender. Dazu kommt die wirklich sehr ansprechende Gestaltung dieses Buchs, mit vielen Faksimiles der in Flaschenposten versandten Nachrichten. Ein wirklich überraschendes Buch über überraschende Erkenntnisse zu einem ungewöhnlichen Thema. Wolfgang Struck – Flaschenpost mare, September 2022 Gebundene Ausgabe, 223 Seiten, 36,00 €

Ein wirklich überraschendes Buch über überraschende Erkenntnisse

Renas Wortwelt am 14.11.2022
Bewertungsnummer: 1825870
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es wundert mich immer mal wieder, worüber man Bücher schreiben kann. Und dann noch interessante und spannende Bücher. Wer hätte gedacht, dass das Thema Flaschenpost so vielseitig sein könnte. Wolfgang Struck, Literaturprofessor in Erfurt, hat bereits über Seekarten, verschollene Forscher und Kolonialismus geschrieben. Nun also Flaschenposten. Dabei geht es nicht um so romantische, dem Meer anvertraute Briefchen, wie man sie aus manchem Liebesfilm kennt. Nein, Flaschenpost wurde über viele Jahrzehnte zur Forschung eingesetzt. Georg Neumayer, berühmter Ozeanograph und Namensgeber einer bekannten Forschungsstation in der Antarktis, wollte mit Hilfe der Flaschen, die er dem Meer anvertraute, die Driften und Meeresströmungen erforschen. Er entwarf eine Art Postkarte, auf welcher vermerkt wurde, wann und wo diese Flasche ins Meer geworfen wurde und von wem. Auf der Rückseite des Papiers sollte dann der Finder so genau wie möglich angeben, wo er die Flasche gefunden hat und dies dann an Neumayer bzw. seine Sammlung zurücksenden. Der Weg, den die jeweilige Flasche demzufolge dann vermutlich genommen hatte, zeichnete er dann auf Seekarten nach und ermittelte im Laufe der Zeit die verschiedenen Meeresströmungen. Dass die von Neumayer erdachte Vorgehensweise aber nicht auch die Erfindung der Flaschenpost war, ist wahrscheinlich. Wolfgang Struck verfolgt in seinem Buch den Weg zurück zu den Anfängen, sofern man davon sprechen kann. Dabei ist das Offensichtliche vielleicht nicht sofort zu sehen: um Flaschenposten auf den Weg bringen zu können, muss es erst einmal Flaschen geben. Und zwar Flaschen in ausreichender Menge und Flaschen, die wasserdicht verschließbar sind. Es ist in der Tat sehr fesselnd, diesen Informationen nachzugehen, zu erfahren, wer wann Flaschenposten ins Meer warf. Darunter war zum Beispiel auch Columbus, der, glaubend, man würde nie wieder Land erreichen, sozusagen sein Vermächtnis einer Flasche anvertraute. Dass der Absender einer Flaschenpost nie wissen kann, ob seine Nachricht den Adressaten erreicht, ja, ob sie überhaupt je gefunden wird, macht das Ganze noch um vieles spannender. Dazu kommt die wirklich sehr ansprechende Gestaltung dieses Buchs, mit vielen Faksimiles der in Flaschenposten versandten Nachrichten. Ein wirklich überraschendes Buch über überraschende Erkenntnisse zu einem ungewöhnlichen Thema. Wolfgang Struck – Flaschenpost mare, September 2022 Gebundene Ausgabe, 223 Seiten, 36,00 €

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