Edith ist frisch verwitwet und glücklich. Endlich Zeit, ihre Träume zu erfüllen, ohne dass ihr Mann sie bevormunden kann. Doch da ist noch Ediths Sohn Klaus. Der übernimmt die Attitüden seines Vaters, und das Schlimmste: Klaus fühlt sich pudelwohl im Hotel Mama! Hilfe kommt von Ediths neuer Freundin Kim, die so ganz anders ist als die Frauen, die Edith bisher kannte. Bei Waldspaziergängen mit ihren Hunden schmieden die beiden Frauen Pläne, Klaus aus dem mütterlichen Nest zu scheuchen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
23.09.2022
eBook (ePUB)
Nesthocker Klaus
Ein Roman für Hundemenschen und Meerjungfrauen
Edith, endlich glücklich verwitwet, träumt davon, den Führerschein zu machen und ans Meer zu
fahren.
Doch ihrem Plan stehen zwei Hindernisse im Weg: Ihre Unsicherheit und der knapp 40-jährige Sohn Klaus, der seine Mutter weiterhin in Abhängigkeiten drängt, wie es sein Vater schon tat.
Als Edith bei einem Waldspaziergang mit Pudel Paulchen die jüngere Kim kennenlernt, hält sie sie für die perfekte Frau für Klaus.
Doch Kim steht nicht auf Männer.
Sie freunden sich an und zusammen schmieden sie Pläne, Klaus aus dem Haus zu vertreiben. Manch eine Idee ist skurriler als die andere.
Aber da ist noch mehr: Edith merkt, dass Kim ihr immer wichtiger wird, als nur als Komplizin.
Das Buch ist unterhaltsam in der Ich-Perspektive geschrieben.
Was wie ein stereotypische Geschichte wirkt, ist ein vielschichtiger Roman, der leise und mit Sprachwitz erzählt, warum wir bestimme Rollen in unserem Leben spielen und dass wir die Summe unserer Geschichte sind.
Aber vor allem, dass das Bild, das wir von uns selbst haben, nicht deckungsgleich mit der Realität sein muss.
Ein Roman, der ermutigt, die eigenen Träume zu leben.
Ein Roman für Hundemenschen und Meerjungfrauen.
Warum? Findet es selbst heraus ;-). Es lohnt sich!
Bewertung
aus Hamburg
5/5
04.01.2023
Buch (Paperback)
Klaus muss aus.
Lieben Dank Maiken Brathe für diesen wundervollen Roman,man fühlt sich verbunden mit Edith und Kim. Mein Mitgefühl mit Klaus und Heinz hält sich in Grenzen, denke das irgendwo wir einen Heinz oder eine Klaus sitzen haben. Wo ich sehr geweint habe war um Paulchen der Hund von Edith. Denke wenn man es schaft als Schriftstellerin das der Leser so ergriffen ist von der Geschichte mehr geht nicht. Übringens man weint nicht nur es gibt auch viel zu lachen.
Bewertung
5/5
10.12.2022
Buch (Paperback)
Klaus muss raus
Autorin: Maiken Brathe ; Roman; Ulrike Helmer Verlag, Sulzbach am Taunus; 2022
„Heinz ist tot. Jetzt muss nur noch Klaus verschwinden.“ Schon die ersten beiden Sätze dieses Romans haben mich zum Lachen gebracht und neugierig gemacht. Ich hatte etwas ganz anderes erwartet, geht es doch laut Klappentext um Hotel Mama, Freundinnen und Hundemenschen. Alles sehr nett, aber schwer mit Klischees beladen… Zum Glück umgeht die Autorin diese Fallen – nein mehr noch, sie ignoriert sie so vollkommen, dass ich als Leserin ebenfalls vergesse, wie „man“ sich so eine Frauenfreundschaft, Muttergefühle und Hundeliebhaber üblicherweise vorstellt. Mit viel Sprachwitz und dabei immer einfühlsam in ihre Protagonistinnen schildert Maiken Brathe die Versuche der frisch verwitweten Edith, ihren Sohn Klaus zum Auszug zu bewegen. Diesem Sohn gönnt die Autorin allerdings nicht einen Hauch ihrer Empathie; er ist und bleibt ein Abziehbild seines quälend widerwärtigen Vaters. Die Beziehung zwischen Ehemann Heinz und Edith ist so subtil gruselig geschildert, dass mir als Leserin bei jedem „Summton“ von Heinz eine Gänsehaut über die Seele kriecht. Umso willkommener sind die Szenen, in denen Edith mit ihrer neuen Freundin Kim und natürlich den beiden Hunden spazieren geht und sie Pläne schmieden, wie sie Klaus loswerden können. Die Versuche steigern sich von Kapitel zu Kapitel, nehmen kriminelle Züge an und enden schließlich … aber das liest besser jede*r selbst und lässt sich überraschen.
Bewertung
5/5
13.11.2022
Buch (Paperback)
vielschichtig und bewegend
Inhalt:
Edith ist frisch verwitwet und könnte glücklich sein, hat sie sich doch schon so manchen Herzenswunsch erfüllt, der ihr früher verwehrt wurde. Ihr Mann hat sie bevormundet und nun genießt sie ihre neue Freiheit. einziger Wermutstropfen ist ihr fast 40-jähriger Sohn, der nicht nur Nesthocker ist, sondern auch immer mehr in die Rolle des verstorbenen Vaters schlürft und Edith bevormunden will. Als Edith bei ihren Spaziergängen mit ihrem geliebten Pudel Kim trifft, stellt sich schnell heraus, dass sie eine Mitstreiterin gewonnen hat. Gemeinsam schmieden sie Pläne, wie sie Klaus aus dem Hotel Mama bugsieren können. Doch ob die Pläne aufgehen müsst ihr leider selbst lesen.
Fazit:
Die Figuren des Romans erscheinen am Anfang etwas schwierig und sperrig, ganz besonders Edith, die noch in den Fesseln ihrer Ehe gefangen ist. Für mich erschien sie etwas gewöhnungsbedürftig, doch je mehr ich von ihr und ihrem Leben erfahren habe, umso besser konnte ich sie verstehen. Ihre Last ist recht schwer zu tragen und so konnte es mich auch nicht mehr wundern, wie oft sie gedanklich in der Vergangenheit weilte. Es fiel ihr schwer sich zu befreien und nach vorne zu schauen. Gut, dass sie Kim begegnete, die ihr immer wieder den Kopf geraderückte.
Die Versuche, den bequemen und bestimmenden Sohn aus dem Haus zu treiben waren teilweise recht humorvoll geschildert und hinterließen bei mir dennoch das Gefühl von bittersüßer Schwere und manchmal sogar Hilflosigkeit. Wie aus dem wahren Leben gegriffen.
Die Mischung aus humorvollen Abschnitten und tiefgründigen Gedanken hat mir sehr gut gefallen, auch wenn sie herausfordernd waren. Es gab öfter Gedankengänge, die mich ins Mark trafen und mich zum Innehalten und Nachdenken brachten. Ich erhielt tiefe Einblicke in Ediths Gedanken und Gefühle und fühlte mich ihr trotz anfänglicher Schwierigkeiten eng verbunden. Kim erschien mir sehr rätselhaft und ich konnte erst nach und nach entschlüsseln, warum sie sich so geheimnisvoll gab, obwohl ich schon recht früh einen Verdacht hatte.
Ich konnte tief in die Handlung abtauchen, die mich mit ihrer Intensität tief berührte. Dieses außergewöhnliche Buch zeigt wieder einmal, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu beschreiten und Chancen, die sich bieten beherzt anzunehmen.
Mich saht dieser Roman mit seinen vielschichtigen Charakteren und der tiefgründigen Handlung voll und ganz überzeugt und ich vergebe ihm eine überzeugte Leseempfehlung.
Schmuckguggerin
aus Hainburg
4/5
06.10.2022
Buch (Paperback)
Edith ist seit einigen…
Edith ist seit einigen Monaten Witwe und könnte ihr Leben nach einer nicht ganz einfachen Ehe endlich mal selbst gestalten, wenn da nicht ihr sehr erwachsener Sohn wäre. Immerhin hat sie sich Paulchen, einen Hund zugelegt. Beim Gassigehen lernt sie so wenigstens Kim kennen, die auch Hundehalterin ist, aber nicht nur das. Die Beiden schließen eine besondere Art von Freundschaft und erleben so Manches zusammen. Wer aber bleibt, das ist Klaus, Ediths Sohn. Er hat sich auf eine ganz spezielle Weise entwickelt und entsprechend bei seiner Mutter „eingenistet“. Wir Lesenden nehmen teil an Ediths Überlegungen und Erinnerungen an ihre Ehe und werden von Kims Ratschlägen immer wieder schwungvoll in die Gegenwart geholt. Das Buch ist in einer sehr angenehm lesbaren Sprache geschrieben und lässt es auch zu, sich beim Lesen in Einzelheiten zu verlieren. Trotz der teilweise humorvollen Schilderungen, bleibt die Frage, wie Edith und ihr Mann ihre Elternrolle früher wahrgenommen haben. Für Heinz, das wissen wir seit der ersten Seite, ist es zu spät, aber Edith scheint noch einige Möglichkeiten zu haben..... Ich kann das Buch all jenen empfehlen, die sich zurücklehnen und gut unterhalten lassen möchten.
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