Produktbild: Strega

Strega

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

30239

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

22.09.2022

Verlag

AKI Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1357 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Hanna Granz

Sprache

Deutsch

EAN

9783311703693

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 A

Verkaufsrang

30239

Erscheinungsdatum

22.09.2022

Verlag

AKI Verlag

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

1357 KB

Auflage

1

Übersetzt von

Hanna Granz

Sprache

Deutsch

EAN

9783311703693

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  • Bewertung

    5/5

    07.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Surreal betörend

    »Ich betrachtete mich selbst im Spiegel. Ich erkannte das Bild einer jungen, aber gefallenen Frau. Ich beugte mich vor und drückte den Mund gegen den Spiegel. Der Wasserdampf beschlug das Glas wie Kondensat in einem Zimmer, in dem jemand tief geschlafen hat, wie ein Toter. Hinter mir sah ich das Zimmer widergespiegelt. Im Bett lagen Haarnadeln, Schlaftabletten und ein Baumwollschlüpfer. Auf dem Laken waren Flecken von Milch und Blut.« Der »Strega«-Sound ist zart, harmonisch, surreal und hintergründig vergiftet. Meditativ zieht es uns in die mystische Erzählung einer Initiation. Aus der Ferne erzählt Rafaela von einer beschlagen Vergangenheit. Sie ist neunzehn, als ihre Kindlichkeit endet. Ihre Mutter schickt sie nach Strega, in jene wage abgeschiedene Zwischenwelt, die sie zeitlos, zwischen Wachen und Träumen auf das Leben als Frau vorbereiten soll. Im verblichenen Hotel Olympic gibt es keine Gäste, nur sie und acht weitere Mädchen. Sie sind Saisonarbeiterinnen in strenger Uniform, die in Hingabe dienen, Regeln befolgen und Strafen empfangen. Sie sind lieb, sie sind naiv, sie Begehren auf. Die Mädchen entdecken in ihrer eifrigen Devotion das Böse in Gestalt eines Mädchenmörders, in der übernahme des gewaltvoll-männlichen Blicks und sie finden zu ihrer eigenen Macht. Bei »Strega« ist nicht zu merken, dass es sich um eine Übersetzung handelt, denn egal welche Seite ich aufschlage, die Sprache ist betörend sinnlich. Bei »Strega« sitzt jeder Satz. Ich spüre den Impuls, Passagen herausschreiben, weil ich sie halten möchte. Zur gleichen Zeit folge ich der rhythmischen mystischen Stimme, treibe im Text, der gehalten wird durch den Einband, den Vorsatz und den Nachsatz, die die Künstlerin Ida Sønder Thorhauge gestaltete.

  • Kata_____Lović

    aus Bremen

    5/5

    07.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    »Ich betrachtete mich selbst…

    »Ich betrachtete mich selbst im Spiegel. Ich erkannte das Bild einer jungen, aber gefallenen Frau. Ich beugte mich vor und drückte den Mund gegen den Spiegel. Der Wasserdampf beschlug das Glas wie Kondensat in einem Zimmer, in dem jemand tief geschlafen hat, wie ein Toter. Hinter mir sah ich das Zimmer widergespiegelt. Im Bett lagen Haarnadeln, Schlaftabletten und ein Baumwollschlüpfer. Auf dem Laken waren Flecken von Milch und Blut.« Der »Strega«-Sound ist zart, harmonisch, surreal und hintergründig vergiftet. Meditativ zieht es uns in die mystische Erzählung einer Initiation. Aus der Ferne erzählt Rafaela von einer beschlagen Vergangenheit. Sie ist neunzehn, als ihre Kindlichkeit endet. Ihre Mutter schickt sie nach Strega, in jene wage abgeschiedene Zwischenwelt, die sie zeitlos, zwischen Wachen und Träumen auf das Leben als Frau vorbereiten soll. Im verblichenen Hotel Olympic gibt es keine Gäste, nur sie und acht weitere Mädchen. Sie sind Saisonarbeiterinnen in strenger Uniform, die in Hingabe dienen, Regeln befolgen und Strafen empfangen. Sie sind lieb, sie sind naiv, sie Begehren auf. Die Mädchen entdecken in ihrer eifrigen Devotion das Böse in Gestalt eines Mädchenmörders, in der übernahme des gewaltvoll-männlichen Blicks und sie finden zu ihrer eigenen Macht. Bei »Strega« ist nicht zu merken, dass es sich um eine Übersetzung handelt, denn egal welche Seite ich aufschlage, die Sprache ist betörend sinnlich. Bei »Strega« sitzt jeder Satz. Ich spüre den Impuls, Passagen herausschreiben, weil ich sie halten möchte. Zur gleichen Zeit folge ich der rhythmischen mystischen Stimme, treibe im Text, der gehalten wird durch den Einband, den Vorsatz und den Nachsatz, die die Künstlerin Ida Sønder Thorhauge gestaltete.

  • Bewertung

    5/5

    05.11.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Voller Übernatürlichem, Zauber und Geheimnissen

    Unglaublich atmosphärisch ist dieses Buch, so düster, unheilvoll und rätselhaft. Vieles wird nur angedeutet, aber dafür Beobachtungen so deutlich durch Farben und Gerüche beschrieben, sodass man klare Szenen vor Augen hat. Durch ihren Schreibstil hat mich Johanne Lykke Holm perfekt in diese bedrohliche Stimmung versetzt und mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    4/5

    06.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Traum und Gewalt

    Strega ist kein Roman über eine bestimmte Frau, sondern über ein System, in dem Frauen leben. Über das unsichtbare, allgegenwärtige Gefühl, beobachtet, bedroht oder benutzt zu werden. Der „Mörder“, von dem die Mädchen sprechen, ist kein Einzelner — er ist das, was die Gesellschaft aus Männern gemacht hat, und was Männer aus der Gesellschaft gemacht haben. Ein Prinzip, nicht eine Person. Holm zeigt diese Gewalt nicht, sie erklärt sie auch nicht. Sie lässt sie in der Luft liegen, in den Blicken, in den Gesten, im Schweigen. So entsteht ein unheimlicher, traumartiger Raum, in dem die Frauen immer wachsam sind, ohne genau zu wissen, wovor. Strega erzählt davon, wie es ist, in einer Welt zu leben, in der Gefahr nicht sichtbar, sondern verinnerlicht ist. Zwischen all den dunklen Bildern, dem Schweigen, der Bedrohung, steht auch eine der schönsten Liebeserklärungen der Gegenwartsliteratur – zart, erschütternd und von seltener Wahrhaftigkeit. Die Sprache wirkt wie ein Delirium, wie ein endloser, warmer Traum, der sich nie auflöst. Man liest mit Bewunderung – und mit Müdigkeit. Die Sätze sind schön, aber sie wiederholen sich, sie ziehen Kreise, sie verlangen Konzentration. Manchmal möchte man aus diesem Nebel herauskommen, nach Luft schnappen, etwas Greifbares finden. Doch Holm will genau das nicht: Sie will keine Handlung, keine Erklärung, kein Ende. Ich bewundere die Konsequenz, mit der sie das tut. Aber gleichzeitig bleibt eine Schwere, eine Erschöpfung, ein Zuviel. Es ist ein eindringlicher Versuch, weibliche Erfahrung in Sprache zu verwandeln, die so dicht ist, dass sie fast erstickt. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

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