Meine Tochter machte ihre ersten Schritte in einem Obdachlosenheim." Stephanie Land steht kurz davor, ihren Traum vom Studium in die Tat umzusetzen, als sie ungeplant schwanger wird. Ihr Freund fängt an, sie immer stärker zu kontrollieren und zu bedrohen, von ihrer Familie bekommt sie keine Hilfe. Zusammen mit ihrer kleinen Tochter flüchtet sie schließlich aus ihrer toxischen Beziehung und landet auf der Straße. Doch statt zu verzweifeln beginnt Stephanie zu kämpfen: Mit einem Job als Putzhilfe schafft sie es gerade so, sich und ihre Tochter über Wasser zu halten. Während sie die Häuser putzt, erlebt sie aus erster Hand die Sorgen und Sehnsüchte ihrer so viel besser gestellten Kunden. Und trotz vieler Rückschläge schafft sie es mit schierer Willenskraft, eine bessere Zukunft für sich und ihr Kind zu erkämpfen. Dies ist ihre Erfolgsgeschichte.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Lesemaus
aus Zürich
5/5
07.08.2022
Buch (Paperback)
Eine Stimme für viele
Stephanie Land schildert ihren eindrücklichen Erfahrungsbericht als alleinerziehende Mutter, die verzweifelt versucht, der Armutsfalle zu entkommen. Die Verzweiflung und die vielfältigen Probleme, aber auch die Schuldgefühle und Selbstvorwürfe verbinden dabei Frauen weltweit, welche die Mammutaufgabe zu bewältigen haben, alleine eines oder mehrere Kinder zu erziehen. Dieses Buch ist gleichzeitig ein eindringliches Manifest für Menschen, die das Schicksal an den Rand der Gesellschaft gedrängt hat.
Bewertung
aus Frankfurt
5/5
16.05.2022
Buch (Paperback)
Mut zur Hoffnung
Nach dem mich schon die Netflix-Serie „Maid“ in ihren Bann gezogen hatte, kam ich nicht umhin mich ebenfalls in das Hörbuch zu stürzen. Stephanie Lands Geschichte ist mehr als bewegend und überwältigend. Mehr als einmal habe ich schockiert innegehalten, auch die ein oder andere Träne ist geflossen. Doch auch schöne Situationen wechseln sich mit den heftigen ab, bis sie schließlich an Überhand gewinnen, um in ein Happy End zu münden.
„Maid“ - schockierend, erzürnend, aber Hoffnung schenkend!
Buechermango
5/5
27.04.2022
Buch (Paperback)
Bewegende Geschichte einer krassen Frau
Maid Nachdem ich ein großer Fan der Netflix Serie war, kam ich an diesem Buch einfach nicht vorbei. Selten hat mich ein Buch so tief getroffen und bewegt. Und falls ihr unsicher seid, ob es sich überhaupt lohnt, wenn ihr die Serie schon kennt: Yes. Die Serie basiert auf dem Buch und es gibt immer wieder Parallelen. Vieles ist aber auch anders und ich finde, dass das Buch andere Seiten aufzeigt.
Stephanie Land befreit sich aus einer toxischen Beziehung. Gemeinsam mit ihrer Tochter flüchtet sie aus dieser Situation. Rückhalt aus der Familie oder im Freundeskreis hat sie nicht und so landen die beiden erstmal auf der Straße. Mit Putzjobs, von denen nach dem Tanken kaum noch Geld übrig bleibt, hält sie sich über Wasser. Über Jahre schadet sie ihrem Körper und schlägt sich mit Ämtern und Stigmata rum. Ihre Tochter gibt ihr dabei die nötige Kraft, weiter zu kämpfen und immer wieder aufzustehen. Eindrücklich schildert die Autorin ihren persönlichen Weg, der so oft unerträglich wirkt, aber am Ende erfolgreich ist.
„Vielleicht ging es ihnen wirklich ein bisschen wie mir. Vielleicht war mir gar nicht klar, wie einsam sich manche Menschen in ihrer Ehe fühlten. Vielleicht sehnten wir uns alle nach etwas – etwas, worauf wir die Hoffnung bereits aufgegeben hatten.“
Bei ihrer Arbeit trifft Stephanie die verschiedensten Personen. Für einige Kund*innen ist sie wie ein Geist, und doch erfährt sie die privatesten Infos über sie. In Maid erzählt sie nicht nur ihre persönliche Geschichte mit Mia, auch Eindrücke ihrer Arbeit fließen immer wieder mit ein. Und oft wird deutlich: Ein großes Haus und viel Geld machen kein glückliches Leben aus. Die Autorin hat eine besondere Beobachtungsgabe und kann diese Erlebnisse umso schöner wiedergeben. Ich mag ihren Schreibstil sehr gerne, ihre Worte treffen genau ins Herz.
„Ich hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt und sämtliche in Frage kommenden Ämter abgeklappert, um an staatliche Hilfe zu gelangen, hatte mich in lange Schlangen mit Menschen eingereiht, die jede Menge Unterlagen bei sich hatten, um ihre Mittellosigkeit zu beweisen. Es war unglaublich aufwendig, die eigene Armut zu belegen.“
Auch das Thema Armut wird hier sehr eindrücklich geschildert. Die Hürden, überhaupt Hilfe zu bekommen und die unmenschlichen Anforderungen und Voraussetzungen. Die Vorurteile, mit denen Betroffene zu kämpfen haben, wenn sie zum Beispiel Lebensmittelgutscheine nutzen. Und auch, wie schwer es ist, Kontakte zu knüpfen, oder überhaupt zu daten. Die anhaltende Angst, dass irgendwas wichtiges kaputt geht. Ein Leben, das von Scham und Ängsten geprägt ist.
In diese heftigen Themen fließen immer wieder schöne Momente ein. Stephanie Land tut alles, um ihrer Tochter ein gutes Leben zu ermöglichen. Die Momente der beiden zu erleben ist immer wieder herzerwärmend und es war wunderschön, dem happy end am Ende immer näher zu kommen.
Maid ist ein großartig erzähltes Buch, das deutlich zeigt, wie viel noch zu tun ist. Zu vielen Frauen geht es heute noch wie Stephanie Land und keine dieser Frauen hat diese Situation verdient. Ein Buch, das wütend macht, und trotzdem Hoffnung gibt.
J. Kaiser
5/5
25.04.2022
Buch (Paperback)
Grossartig und berührend
Klapptext: Meine Tochter machte ihre ersten Schritte in einem Obdachlosenheim
Fazit: Im Fernsehen gibt es eine Sendung mit dem Namen Maid. Das vorliegende Buch bildet die Grundlage zu dieser Serie. Das Lesen wie eine Frau unter erschwerten Bedingungen ihr Leben zu meistern vermag ist sehr berührend zu Lesen. Das Buch ist von Beginn an spannend und berührt sicher jeden Leser. Stephanie möchte studieren, so ihr Traum. Dieser platzt, als sie schwanger wird. Der Freund bedroht und kontrolliert sie. Von ihrer Familie kann sie keine Hilfe erwarten. Sie sucht mit ihrer Tochter das Weite und landet auf der Strasse. Sie erkennt, dass sie kämpfen muss, damit sie und ihre Tochter überleben. Das Lesen wie sie das schafft und wo sie die Kraft hernimmt, ist berührend zu Lesen. Dieses Buch muss man gelesen haben. Beim Lesen beginnt man Nachzudenken, was diese Frau alles unternimmt um zu Überleben. Einfach ein grossartiges Buch.
Lesendes Federvieh
aus München
4/5
03.01.2023
Buch (Paperback)
Berührende Geschichte einer mutigen Mutter
Was für ein Leben, was für eine Geschichte, was für eine starke, bewundernswerte junge Frau und Mutter!
Stephanie Land beschreibt ihren Alltag, insbesondere ihre zahlreichen Putzjobs und auch die Querelen mit ihrem Exfreund so intensiv und plastisch, man kann ihre Erschöpfung, ihre Enttäuschungen und grenzenlose Einsamkeit aus jeder Zeile heraus spüren. Im Hinterkopf hatte ich dabei immer, wie schnell jeder einzelne in solch eine schier ausweglose Situation hineinschlittern kann. Man sieht Amerika einmal nicht von seiner glitzernden Seite, sondern das bittere Gesicht der Realität, wenn man durchs Raster fällt.
Dabei schildert Stephanie Land eindringlich, was es bedeutet in Armut leben zu müssen, weil man von seinem Lohn aus harter Arbeit den Lebensunterhalt nicht stemmen kann. Sie erzählt, wie erniedrigend es ist auf alle erdenklichen staatlichen Hilfen und Lebensmittelmarken angewiesen zu sein. Gleichzeitig fand ich es einfach schön zu lesen, wie sie es trotzdem schaffte ihrer kleinen Tochter ein liebevolles Zuhause zu schaffen. Das waren kleine Lichtblicke zum Durchatmen. Obwohl man zwar aus dem Vorwort weiß, dass das Buch ein Happy End hat, geht es wirklich an die Nieren. Und das Schlimme daran ist, dass es vielen alleinerziehenden Frauen ebenso ergeht. Vielleicht weitet dieses absolut lesenswerte Buch ein bisschen den Blickwinkel hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit und auch dafür, dass jeder von seiner Arbeit ein vernünftiges Leben führen kann.
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