„Winning the Loser's Game“ geht zurück auf einen Zeitschriftenartikel, für den Charles D. Ellis den renommierten Graham & Dodd Award erhielt. Darin plädierte der Autor zukunftsweisend für eine Strategie des diversifizierten, kostengünstigen Investierens in Indexfonds, die er in seinem Buch weiter ausbaute. Inzwischen liegt der Klassiker in der achten, aktualisierten Auflage vor und ist damit auf der Höhe der Zeit angekommen. Neu hinzugekommen sind unter anderem Kapitel darüber, wie Technologie und Big Data traditionelle Anlageentscheidungen infrage stellen und wie das Anlegerverhalten die Renditen beeinflusst. Außerdem werden neue Forschungsergebnisse vorgestellt, die für Ellis’ Ansatz sprechen, und vor der Anlage in Anleihen wird gewarnt. Ein umfassender Leitfaden für langfristige Investitionen, erfolgreich aktualisiert, um den Realitäten der heutigen Märkte gerecht zu werden.
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Das Buch „Winning the Loser's…
VolkerM am 06.04.2025
Bewertungsnummer: 3014199
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch „Winning the Loser's Game“ von Charles D. Ellis ist ein Klassiker der Investmentliteratur, der erstmals 1985 erschien und mittlerweile in der 8. Auflage vorliegt. Es vermittelt die Kernidee, dass Anleger langfristig erfolgreich sind, wenn sie sich auf einfache, bewährte Strategien konzentrieren und emotionale Entscheidungen vermeiden. Ellis argumentiert, dass der Aktienmarkt einem "Verliererspiel" gleicht: Profis versuchen, sich gegenseitig zu übertreffen, aber in einem wettbewerbsintensiven Umfeld ist es wahrscheinlicher, dass Fehler den Unterschied ausmachen und nicht brillante Spielzüge. Wer daher versucht, mit einzelnen Aktien den Marktdurchschnitt zu schlagen und eine Outperformance zu erzielen, wird am Ende verlieren - so der Anlageexperte. Ellis betont immer wieder, dass Anleger sich bewusst sein müssen, dass es nicht darum geht, „den Markt zu schlagen“. Vielmehr geht es darum, eine Kombination anderer Faktoren möglichst effizient zu managen, z. B. die eigenen Anlagekenntnisse und -fähigkeiten, die eigene Risikobereitschaft in Bezug auf Vermögen, Einkommen und Liquidität, einen realistischen Zeithorizont, die eigenen finanziellen und psychologischen Bedürfnisse und Ressourcen sowie die kurz- und langfristigen finanziellen Wünsche und Verpflichtungen. Das Ergebnis sollte eine langfristige Vermögensplanung sein, mit der man früh im Leben beginnen sollte, um einerseits den Zinseszinseffekt zu nutzen und andererseits nachhaltige Rückschläge durch Crashs zu vermeiden. Dabei empfiehlt er für den Risikoanteil die Anlage in Indexfonds - wegen der Kosten möglichst in passive, breit gestreute ETFs. Von üblicherweise als risikolos wahrgenommenen Anleihen rät der Experte ab, da deren Kurse fast so stark schwanken können wie die von Aktien und ein schlechter Schutz gegen das Hauptrisiko einer langfristigen Inflation sind. Ellis gibt viele konkrete Handlungsempfehlungen (langfristige Anlagestrategie, Diversifikation des Vermögens, Entscheidungen mit konkreter Asset Allocation, Effizienz vor Effektivität, kein Market Timing, kein Stock Picking u.v.m.) und erläutert diese so detailliert, dass der Anleger in der Lage ist, seine eigene Strategie zu entwickeln. Bei allen Empfehlungen steht immer die Frage im Vordergrund, ob der Anleger langfristig durchhält, damit die erwartete Durchschnittsrendite auch tatsächlich erreicht werden kann. Der Autor empfiehlt einen ruhigen, strategischen Anlageansatz, bei dem man sich nicht von kurzfristigen Trends oder Marktbewegungen leiten lässt. Das Buch hat nichts von seiner Aktualität verloren, bezieht sich aber - und das ist gerade bei den steuerlichen Hinweisen zu beachten - auf den amerikanischen Markt. Die Übersetzung ins Deutsche ist gelungen, die Sprache verständlich und klar. Das Buch von Ellis ist eine große Hilfe beim Rechnen mit den fünf Unbekannten Anlagerendite, Inflation, Ausgaben, Steuern und Zeitraum und hilft dem Anleger, das "Loser's Game" doch noch zu gewinnen.
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