Produktbild: Die Arena

Die Arena Roman

42

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Nein, App installieren Ja, App öffnen

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.07.2022

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

1503 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Michaela Messner

Sprache

Deutsch

EAN

9783406791277

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

14.07.2022

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

1503 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Michaela Messner

Sprache

Deutsch

EAN

9783406791277

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    4/5

    29.07.2022

    eBook (ePUB)

    Tornado über Paris

    Nach ihrem großen Erfolg von „Desorientale“ veröffentlicht Négar Djavadi nun ihren zweiten Roman – „Die Arena“ entwirft ein rasantes, gesellschaftskritisches und danteskes Spiegelbild des multikulturellen Paris im 21. Jahrhundert, in dem sich vielfältige Milieus aggressiv gegenüberstehen und ein kleiner Funke eine große Spirale an Gewalt auslösen kann. Somit fungiert der Osten von Paris mit den Vierteln Belleville/Jaurès/Buttes-Chaumont als realitätsnahe und schonungslose Arena, in denen eine Vielzahl unterschiedlicher und widersprüchlicher Charaktere geworfen werden – alle sind sie auf ihre Weise frustriert und suchen ihren Weg in einer Zeit, in der die öffentliche mediale Unterhaltung mehr zählt als das wahre Selbstsein und das authentische Miteinander kommunizieren. Négar Djavadi hat ein rhythmisches, rohes und vielstimmiges Sittengemälde entworfen, in dem sie als präzise auktoriale Erzählerin ihre Charakter feinfühlig-detailliert kennt und entwirft – Jugendliche aus den verschiedenen Cités, Polizisten, Migranten, Politiker, Prediger, Aktivisten und Blogger sowie und allen voran der nonchalante und dauergestresste Benjamin Grossmann, Direktor für Film bei BeCurrent, dem fiktiven Pedant zur Streaming-Plattform Netflix. Als er sein immens wichtiges Handy verliert und einem vermeintlichen Dieb hinterherläuft, beginnt er eine Kette von Ereignissen in einen furiosen Gang zu setzen, bei denen alle Beteiligte kräftig durcheinander gewirbelt werden. Denn der junge Issa wird wenig später tot aufgefunden und Polizistin Asya wird ihm in einem Moment der Verlorenheit einen Fußtritt geben, der gefilmt wird und sofort viral geht. Im Zeitalter der Unterhaltung werden Ereignisse sekundenschnell aufgegriffen, um dann in den sozialen Medien eventuell mit einem veränderten und fiktionalisierten Narrativ veröffentlicht zu werden – besonders in Wahlkampfzeiten schlagen manche Bilder wie Polizeigewalt oder Revierkämpfe hohe Wellen, bis ein medial erzeugter Shitstorm in einem realen, gewalttätigen Clash der sozialen Schichten endet. Dieses Thema greift die Autorin neben anderen urban-menschlichen Zusammenstößen präzise und mit verschiedenen erzählerischen Finessen wie Chatprotokollen auf. Die Charaktere wechseln schnell und treten polyphon auf – trotzdem erhält jede/r eine sehr moderne und nuancenreiche Beschreibung. Djavadi schreibt sehr szenisch und mit vielen filmischen Referenzen sowie in einem äußerst voranpreschenden, dringlichen Stil, der in seinem Rhythmus nicht nur die angespannte, mediale Erregung einfängt, sondern auch zum pulsierenden Finale in der musikalischen Vortragsform furioso hinarbeitet. Insgesamt hat das treibende, eindrückliche Tempo mit der düsteren Vorahnung auf ein dramatisches Ende seine dramaturgischen und erzählerischen Tücken – die Aufmerksamkeit des Lesers ist über die knapp 500 Seiten lang mit vielen Details sehr gefordert und trotzdem erscheinen manche Charaktere nicht genug ausbalanciert in der Tiefe. Doch Djavadi ist eine sehr kluge Erzählerin und anspruchsvolle Beobachterin ihrer Stadt – ihr literarisches Fazit über die verschiedenen Milieus in Paris ist hoch aktuell, brisant und legt den Finger in die Wunde von gesellschaftlichen Versäumnissen und politischen Zerrüttungen. Nie verliert Djavadi in ihrem Tornado an emotionalen und knallharten Geschichten und Ereignissen in der Großstadt-Arena den Überblick beim unterhaltsam-visuellen Erzählen und Verknüpfen – und liefert eine universelle Sozialstudie, die stellvertretend für den gesellschaftlichen Wandel weltweit steht.

  • Bewertung

    5/5

    27.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Roman ist großartig, beunruhigend,...

    Der Roman ist großartig, beunruhigend, temporeich und - nicht zuletzt - sehr, sehr spannend. Er spielt in Paris und beschreibt den Großstadtdschungel, welcher den Touristen bestenfalls verborgen bleibt. Die Macht der Medien (inkl. Fake News) wird offenbar. Unbedingt lesen!!!

  • Bewertung

    aus Hamburg

    5/5

    27.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das andere Paris

    Der zweite Roman von Négar Djavadi spielt hauptsächlich in den Teilen von Paris, in die Touristen nie einen Fuß setzen und die sie bestenfalls mit Berichten von Ausschreitungen in den Banlieues aus den Nachrichten verbinden. In einer Art Domino-Effekt wird das Leben der Protagonisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, komplett verändert. Der banale Auslöser höchst dramatischer Ereignisse ist der Verlust eines Handys: Benjamin Grossman hat das Problemviertel seiner Kindheit hinter sich gelassen und ist erfolgreicher Manager bei BeCurrent, einem Streaming-Unternehmen. In seinem Handy finden sich die Nummern der prominentesten Schauspieler. Aber er weiß, dass er auch schnell alles verlieren kann. Als er durch einen unglücklichen Zufall nach einem seltenen Besuch bei seiner Mutter das Handy vermisst, verdächtigt er einen Jugendlichen des Diebstahls, es kommt zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Tags darauf wird der Junge bei einem Routineeinsatz der Polizei tot aufgefunden, die Polizistin, die wenig sensibel die Leiche mit einem Fußtritt zum Aufstehen bewegen will, wird von einer Jugendlichen gefilmt, die das Video ins Netz stellt… Auf den ersten Blick könnte es sich bei diesem Roman um einen einfachen Krimi handeln, doch mit dieser Erwartung ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Allein die Vielzahl an Personen mit völlig unterschiedlichen Biografien und Lebensentwürfen erfordert gerade zu Anfang viel mehr Konzentration als ein einfacher Krimi. Themen wie Gentrifizierung, Rassismus, Armut und Chancenlosigkeit sowie eine deutliche Kritik an der bedenkenlosen Nutzung sozialer Medien sind alles bestimmend. Gleichzeitig legt die Autorin viel Wert auf eine detaillierte Charakterzeichnung. Hier gibt es kein Schwarz-Weiß, Vorurteile und einfache Erklärungen werden nicht bedient. Armut ist nicht gleich ungebildet, bedrohliches Teenagergehabe nicht gleichzusetzen mit innerlicher Verrohung. Die besten Vorsätze können bei Négar Djavadi durchaus in die größte Katastrophe führen. Obwohl das Ende des Romans lange vorhersehbar war, ist das Ausmaß und die Wucht am Ende deutlich heftiger als erwartet. Nicht alle Fragen werden beantwortet, das Schicksal etlicher Protagonisten wird nicht auserzählt. Insofern lässt die Autorin die Leser*innen etwas ratlos zurück, ähnlich wie am Ende einer Serie, die Raum für eine weitere Staffel lässt. Trotz des anspruchsvollen und nicht leicht zu konsumierenden Inhalts ist der Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen. Auch hier spürt man, dass Négar Djavadi Drehbücher geschrieben hat. „Die Arena“ gehört zu den Romanen, auf die man sich einlassen muss. Die Autorin bietet keine sympathischen Identifikationsfiguren und gibt auch keine einfachen Antworten. Trotzdem ist „Die Arena“ ein sehr lesenswerter, aktueller Gesellschaftsroman im besten Sinne. Klare Leseempfehlung!

  • bedard

    5/5

    27.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das andere Paris Der zweite…

    Das andere Paris Der zweite Roman von Négar Djavadi spielt hauptsächlich in den Teilen von Paris, in die Touristen nie einen Fuß setzen und die sie bestenfalls mit Berichten von Ausschreitungen in den Banlieues aus den Nachrichten verbinden. In einer Art Domino-Effekt wird das Leben der Protagonisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, komplett verändert. Der banale Auslöser höchst dramatischer Ereignisse ist der Verlust eines Handys: Benjamin Grossman hat das Problemviertel seiner Kindheit hinter sich gelassen und ist erfolgreicher Manager bei BeCurrent, einem Streaming-Unternehmen. In seinem Handy finden sich die Nummern der prominentesten Schauspieler. Aber er weiß, dass er auch schnell alles verlieren kann. Als er durch einen unglücklichen Zufall nach einem seltenen Besuch bei seiner Mutter das Handy vermisst, verdächtigt er einen Jugendlichen des Diebstahls, es kommt zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Tags darauf wird der Junge bei einem Routineeinsatz der Polizei tot aufgefunden, die Polizistin, die wenig sensibel die Leiche mit einem Fußtritt zum Aufstehen bewegen will, wird von einer Jugendlichen gefilmt, die das Video ins Netz stellt… Auf den ersten Blick könnte es sich bei diesem Roman um einen einfachen Krimi handeln, doch mit dieser Erwartung ist die Enttäuschung vorprogrammiert. Allein die Vielzahl an Personen mit völlig unterschiedlichen Biografien und Lebensentwürfen erfordert gerade zu Anfang viel mehr Konzentration als ein einfacher Krimi. Themen wie Gentrifizierung, Rassismus, Armut und Chancenlosigkeit sowie eine deutliche Kritik an der bedenkenlosen Nutzung sozialer Medien sind alles bestimmend. Gleichzeitig legt die Autorin viel Wert auf eine detaillierte Charakterzeichnung. Hier gibt es kein Schwarz-Weiß, Vorurteile und einfache Erklärungen werden nicht bedient. Armut ist nicht gleich ungebildet, bedrohliches Teenagergehabe nicht gleichzusetzen mit innerlicher Verrohung. Die besten Vorsätze können bei Négar Djavadi durchaus in die größte Katastrophe führen. Obwohl das Ende des Romans lange vorhersehbar war, ist das Ausmaß und die Wucht am Ende deutlich heftiger als erwartet. Nicht alle Fragen werden beantwortet, das Schicksal etlicher Protagonisten wird nicht auserzählt. Insofern lässt die Autorin die Leser*innen etwas ratlos zurück, ähnlich wie am Ende einer Serie, die Raum für eine weitere Staffel lässt. Trotz des anspruchsvollen und nicht leicht zu konsumierenden Inhalts ist der Schreibstil wirklich sehr angenehm zu lesen. Auch hier spürt man, dass Négar Djavadi Drehbücher geschrieben hat. „Die Arena“ gehört zu den Romanen, auf die man sich einlassen muss. Die Autorin bietet keine sympathischen Identifikationsfiguren und gibt auch keine einfachen Antworten. Trotzdem ist „Die Arena“ ein sehr lesenswerter, aktueller Gesellschaftsroman im besten Sinne. Klare Leseempfehlung!

  • Aischa

    aus Kissing

    5/5

    26.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Brutaler Überlebenskampf in der "Stadt der Liebe"

    Bereits für ihr Romandebüt "Desorientale" wurde Négar Djavadi mehrfach ausgezeichnet, und auch "Die Arena" ist in meinen Augen extrem preisverdächtig. Der Roman vereint Gesellschaftskritik - insbesondere an Medien, Polizeiarbeit und verfehlter Integrationspolitik - mit Elementen des Thrillers. Die Autorin zeichnet ein schillerndes Kaleidoskop an Figuren, und so wie die bunten Splitter sich in diesem optischen Gerät durch Drehung des verspiegelten Rohrs blitzschnell zu völlig neuen Bildern zusammensetzen, so ergeben sich auch im Buch von Kapitel zu Kapitel überraschend neue Sichtweisen. Dabei gelingt es Djavadi trotz der zahlreichen Personen und des komplexen Handlungsgefüges, sich nicht in einer der vielen Verzweigungen zu verlieren. Nein, man wird als Leser*in gekonnt und auf extrem hohem Niveau unterhalten und ins fulminante Finale geleitet. Der Titel könnte nicht treffender gewählt sein: Die Arena als Kampfplatz römischer Gladiatoren wird nun in die Pariser Banlieues verlegt, wo sich konkurrierende Banden jugendlicher Drogendealer verzweifelte, tödliche Kämpfe liefern. Wir kennen ebenso die Wahlkampfarena, in der Politiker medienwirksam mit harten Bandagen um Stimmen der Wahlberechtigten kämpfen. Im Roman thematisiert Djavadi dies anhand des Wahlkampfs für das Amt der Pariser Bürgermeisterin. Und letztlich dürfen wir auch einen Blick auf die Arena als Zirkusmanege oder Musikarena werfen. Nämlich immer dann, wenn es um beifallheischende (Selbst-)Darstellung geht, sei es in Form von Social Media Posts oder am Beispiel des Protagonisten Benjamin, der als Serienchef eines internationalen Streaming-Konzerns unter immensem Erfolgsdruck steht. Beeindruckt bin ich auch von der stilistischen Treffsicherheit Djavadis. Ob sie eine vierzehnjährige Schülerin, eine ehrgeizige Polizistin mit Migrationshintergrund, die cinematophile Mutter des Protagonisten oder einen syrischen Geflüchteten sprechen lässt - ich glaube ihr bzw. den Figuren jedes einzelne Wort. "Die Arena" ist ein in jeder Hinsicht gelungener Roman, den man sich nicht entgehen lassen sollte, auch wenn man sich durch die Lektüre definitiv vom romantisierten Parisbild der Tourismusindustrie verabschieden muss.

Kundinnen und Kunden meinen

5

20

4

10

3

9

2

3

1

0

Bewertungen (42)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ingrid Abeln

    Ingrid Abeln

    OSIANDER Tübingen

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    19.08.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Paris als Kampfplatz

    Ein Gesellschaftsroman, der die unterschiedlichen Bevölkerungsschichten aufeinanderprallen lässt. Mit viel Drive erzählt die Regisseurin und Drehbuchautorin Négar Djavadi von Benjamin Grossmann, der es geschafft hat, sich aus dem 10. Arrondissement zu befreien und jetzt Europachef einer Streaming Plattform ist. Er zählt zu den Königen der Welt, denn nicht Geld, sondern das Bild regiert die Welt. Bei dem Besuch seiner Mutter wird er in eine Geschichte verwickelt, die ihn nicht mehr loslässt. Ein Video einer jungen Bloggerin geht viral und alle Beteiligten stehen unter Strom. Ein vielschichtiger Roman mit tollem Rhythmus.
  • Zum Bewerterprofil von Bernadette Koschinski

    Bernadette Koschinski

    OSIANDER Stuttgart – Das GERBER

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    31.07.2022

    eBook (ePUB)

    Das heutige Paris als antike Arena

    Négar Djavadi lässt in ihrem Roman Figuren aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten mit verschiedenen kulturellen Hintergründen aufeinandertreffen. Die Protagonisten begegnen sich sowohl bewusst und unbewusst. Die unterschiedlichen Gangs der einzelnen Stadtviertel bekriegen sich dabei brutal und sind auf Rache aus. In einen solchen Konflikt gerät Benjamin Grossmann. Er stammt selbst aus den Banlieues, hat sich jedoch zum Chef des Streaming-Anbieters BeCurrent hochgearbeitet. Er darf sich keine Fehler erlauben und ist einem enormen Druck ausgesetzt, jeder Schritt wird über sein Smartphone überwacht. Eines Abends wird genau das gestohlen - oder hat er es verloren? Er verdächtigt einen Jungen und stellt ihn zur Rede. Am Folgetag wird dieser tot aufgefunden. Die ersten Schritte der Ermittlungen, die einen Fußtritt einer Polizistin gegen die Leiche beinhalten, verbreiten sich rasend schnell in den sozialen Medien und die Debatte über Polizeigewalt kommt auf. Ein hochspannender, schnelllebiger Roman mit vielen Wendungen, der zum Nachdenken anregt.
  • Zum Bewerterprofil von Sarah Schäfer-Stradowsky

    Sarah Schäfer-Stradowsky

    OSIANDER Schorndorf

    Buchhändler*in

    Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

    5/5

    15.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kampfplatz Paris

    Benjamin Grossmann klettert die Karriereleiter bei einem Streaminganbieter verbissen nach oben und könnte nun gerade seinen Erfolg geniessen, wäre da nicht ein fataler Moment der Unachtsamkeit gewesen. Auf einmal hat er Anteil an den hitzigen Unruhen die Paris überziehen... Ein überzeugender, aktueller, starker Gesellschaftsroman, der den unterschiedlichen Milieus Raum und Stimme gibt und die Problematiken unserer Welt der Post-Wahrheit verhandelt. Rasant wie ein Thriller, literarisch, und zum Nachdenken.

Unsere Meinungen

Bewertungen (3)

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Die Arena