»Middlemarch. Aus dem Leben der Provinz« zählt zu den bedeutendsten britischen Romanen des viktorianischen Zeitalters und spielt zur beginnenden Industrialisierung in der Provinzstadt Middlemarch. Die Adelige Dorothea Brooke ist vielen Männer ihrer Zeit an Intelligenz überlegen und wünscht sich nichts mehr, als einen ihr intellektuell gleichgestellten Mann. In dem Gelehrten, weitaus älteren Edward Casaubon, glaubt sie diesen gefunden zu haben. Doch nach der Eheschließung muss sie feststellen, dass er nicht die höhere geistige Existenz verkörpert, nach der sie sich sehnt. Ihre tragische Geschichte scheint sich in dem Leben vieler anderer Bewohner Middlemarch widerzuspiegeln. Obwohl sie alle unterschiedlichen gesellschaftlichen Klassen angehören, plagt sie der gleiche innere Konflikt. Sie sind zerrissen zwischen der Wahrung der Rollenbilder in der Gesellschaft und der Bekennung zu wahrer Liebe.
Kundinnen und Kunden meinen
3.0/5.0
Maily
3/5
27.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Middlemarch
„Middlemarch“ ist ein viktorianischer Gesellschaftsroman über das Leben der Bewohner der fiktiven englischen Provinzstadt Middlemarch. Geschrieben wurde das Buch von Mary Anne Evans, die unter dem Pseudonym George Eliot ihre Romane veröffentlicht hat.
Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und ist eine soziologische Gesellschaftsstudie zur Zeit der industriellen Revolution, einer Zeit des Umbruchs. In dem Buch geht es um den Status der Frauen, Heirat, Idealismus, Religion, politische Reformen und Bildung. Man bekommt hier einen sehr komplexen Eindruck über das Leben in der damaligen Zeit.
In der Geschichte gibt es mehrere Handlungsstränge, die mit der Zeit ineinander verlaufen. Zum einen geht es um das Leben von Dorothea Brooke, den jungen Arzt Tertius Lydgate, Fred Vincy sowie um Mary Garth. Aber es gibt noch zahlreiche weitere Charaktere, die in diesem Buch eine (große) Rolle spielen. Ich fand die ganzen Charaktere im Buch sehr vielschichtig und authentisch dargestellt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich bei fast keinem der Charaktere in dieser Geschichte eine emotionale Bindung aufbauen konnte und ich deren Verhalten manchmal wirklich schrecklich fand. Die Ausnahmen hierbei sind Dorothea, Will Ladislaw und Lydgate.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und ich konnte mir durch den bildhaften Schreibstil alles ganz genau vorstellen. Die Geschichte beinhaltet humorvolle, spannende sowie sarkastische Stellen, aber auch traurige und tragische. Es gibt unerwartete Wendungen und besonders die Dialoge haben mir sehr gefallen. Die Autorin geht in diesem Buch auch auf die politischen Ereignisse der damaligen Zeit ein, wie beispielsweise den Reform Act. Außerdem zeigt Eliot eine realistische Darstellung menschlichen Verhaltens.
Mit seinen über 1185 Seiten ist das Buch ein echter Wälzer. Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich das Buch komplett durchgelesen habe. Obwohl einige Passagen wirklich sehr ausschweifend sowie langatmig waren und die Autorin an manchen Stellen sehr ins Detail gegangen ist, habe ich die Geschichte gerne gelesen.
Bewertung: 3/5 Sternen
Maily
3/5
27.08.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Middlemarch“ ist ein…
„Middlemarch“ ist ein viktorianischer Gesellschaftsroman über das Leben der Bewohner der fiktiven englischen Provinzstadt Middlemarch. Geschrieben wurde das Buch von Mary Anne Evans, die unter dem Pseudonym George Eliot ihre Romane veröffentlicht hat. Die Geschichte spielt im 19. Jahrhundert und ist eine soziologische Gesellschaftsstudie zur Zeit der industriellen Revolution, einer Zeit des Umbruchs. In dem Buch geht es um den Status der Frauen, Heirat, Idealismus, Religion, politische Reformen und Bildung. Man bekommt hier einen sehr komplexen Eindruck über das Leben in der damaligen Zeit. In der Geschichte gibt es mehrere Handlungsstränge, die mit der Zeit ineinander verlaufen. Zum einen geht es um das Leben von Dorothea Brooke, den jungen Arzt Tertius Lydgate, Fred Vincy sowie um Mary Garth. Aber es gibt noch zahlreiche weitere Charaktere, die in diesem Buch eine (große) Rolle spielen. Ich fand die ganzen Charaktere im Buch sehr vielschichtig und authentisch dargestellt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich bei fast keinem der Charaktere in dieser Geschichte eine emotionale Bindung aufbauen konnte und ich deren Verhalten manchmal wirklich schrecklich fand. Die Ausnahmen hierbei sind Dorothea, Will Ladislaw und Lydgate. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen und ich konnte mir durch den bildhaften Schreibstil alles ganz genau vorstellen. Die Geschichte beinhaltet humorvolle, spannende sowie sarkastische Stellen, aber auch traurige und tragische. Es gibt unerwartete Wendungen und besonders die Dialoge haben mir sehr gefallen. Die Autorin geht in diesem Buch auch auf die politischen Ereignisse der damaligen Zeit ein, wie beispielsweise den Reform Act. Außerdem zeigt Eliot eine realistische Darstellung menschlichen Verhaltens. Mit seinen über 1185 Seiten ist das Buch ein echter Wälzer. Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich das Buch komplett durchgelesen habe. Obwohl einige Passagen wirklich sehr ausschweifend sowie langatmig waren und die Autorin an manchen Stellen sehr ins Detail gegangen ist, habe ich die Geschichte gerne gelesen. Bewertung: 3/5 ⭐️
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5/5
04.01.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein Meisterwerk der Literatur
Eliot alias Mary Ann Evans war die größte und einflussreichste Romanautorin Englands und "Middlemarch" ist ihr Meisterwerk und wie ich finde, einer der besten britischen Romane überhaupt!
Dorothea nimmt den langen Umweg zum Glück - meist steht sie sich mit ihren hehren Ansprüchen sogar selbst im Weg. Ihr Lebensweg, der ihrer Schwester und das Schicksal ihrer Nachbarn wird in "Middelmarch" brillant, vielschichtig und äußerst real erzählt - einfach hochkarätige Literatur! Und: "Fast immer sind unsere Nachbarn besser als wir denken."
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