Produktbild: Titans Kinder

Titans Kinder Eine Space-Utopie

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

24.06.2022

Verlag

P.machinery

Seitenzahl

196 (Printausgabe)

Dateigröße

1234 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783957658104

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Altersempfehlung

14 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

24.06.2022

Verlag

P.machinery

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196 (Printausgabe)

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1. Auflage

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Deutsch

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9783957658104

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Phantastische Utopie

Christoph Grimm (An Afternoon in Utopia) am 22.07.2022

Bewertungsnummer: 1752176

Bewertet: eBook (ePUB)

In nicht allzu ferner Zukunft ist die Menschheit zumindest ein wenig in die planetarische Nachbarschaft vorgedrungen. Im Auftrag ihres Konzerns folgt das Trio Rain (Bioinformatikerin), Marlon (Astronaut) und Sunita (Ingenieurin) dem Notruf einer Forschungsstation auf dem Saturnmond Titan. Dort treffen sie auf die Biologin Verve, die quasi im Alleingang Forschungen betreibt. In einem der gigantischen Methanseen entdecken sie Lebensformen, die sich in rasanten Schüben verändern … Aiki Miras Debüt hebt sich in mehreren Punkten auffallend von der gängigen Genre-Literatur ab. Der Roman ist einerseits Hard SF, d. h. er fußt sowohl bei der Darstellung von Titan als auch bei technischen Möglichkeiten auf dem aktuellen Wissensstand bzw. denkbaren, technologischen Entwicklungen. Hingegen erlaubt sich „Titans Kinder“ mit den entdeckten Lebensformen und biologischen Transformationen phantastische Elemente. In seiner Gesamtheit möchte der Roman nicht nur für spannende Lesestunden sorgen – was vortrefflich gelingt – sondern folgt der Tradition solcher Werke wie „Dune“ und „Die Mars-Chroniken“, das Setting als Vehikel für tiefere Inhalte zu nutzen. Die im Untertitel angekündigte Utopie erschließt sich erst zum Schluss – und ich werde einen titanischen Teufel tun, auch nur andeutungsweise etwas zu verraten. Diese Erfahrung ist vergleichbar mit dem Schluss von „Planet of the Apes“, der letzten Mars-Chronik oder dem Finale von „Babylon 5“ und verdient es, unvorbereitet erlebt zu werden. Der Roman ist mit etwas mehr als 200 Seiten recht kurz, erstreckt sich jedoch mit Zeitsprüngen über Wochen, Monate und Jahre. Die Perspektiven werden mehrfach gewechselt, wobei Rain schlussendlich den größten Anteil erhält. Dennoch gelingt es Aiki Mira ihre Charaktere durch geschickt eingewobene Momente und glänzend geschriebene Dialoge komplex zu zeichnen. Durch seine Kürze ist der Roman sehr dicht erzählt, spannend gehalten und lässt keine Langeweile aufkommen. Etwas utopisch geht es jedoch auch bereits zuvor zu, denn „Titans Kinder“ präsentiert einen ausgesprochen diversen Cast, bspw. mit der asexuellen Transperson Rain. Das Utopische ist dabei nicht etwa die Repräsentation an sich, sondern der im Roman gesellschaftlich akzeptierte Umgang mit dem Facettenreichtum des menschlichen Daseins. Zu beanstanden habe ich lediglich Kleinigkeiten: Der Start, etwa die ersten 30 Seiten, sind etwas holprig. Wie erwähnt, ist der Roman sehr dicht und das Erzähltempo hoch, wodurch keine Langeweile aufkommt und gefordert wird, Leerstellen auszufüllen. So sehr ich dieses strukturelle Vorgehen schätze, wäre ein *bisschen* Ruhe zwischen den erzählerischen Stürmen schön gewesen. Dessen ungeachtet ist „Titans Kinder“ mehr als ein solides Debüt. Der Roman begeistert durch Fantasie, Spannung, sprachlichen Nuancen und – was in der oft generisch daherkommenden SF dringend nötig ist – einer Vision. Meinerseits eine absolute Leseempfehlung.

Phantastische Utopie

Christoph Grimm (An Afternoon in Utopia) am 22.07.2022
Bewertungsnummer: 1752176
Bewertet: eBook (ePUB)

In nicht allzu ferner Zukunft ist die Menschheit zumindest ein wenig in die planetarische Nachbarschaft vorgedrungen. Im Auftrag ihres Konzerns folgt das Trio Rain (Bioinformatikerin), Marlon (Astronaut) und Sunita (Ingenieurin) dem Notruf einer Forschungsstation auf dem Saturnmond Titan. Dort treffen sie auf die Biologin Verve, die quasi im Alleingang Forschungen betreibt. In einem der gigantischen Methanseen entdecken sie Lebensformen, die sich in rasanten Schüben verändern … Aiki Miras Debüt hebt sich in mehreren Punkten auffallend von der gängigen Genre-Literatur ab. Der Roman ist einerseits Hard SF, d. h. er fußt sowohl bei der Darstellung von Titan als auch bei technischen Möglichkeiten auf dem aktuellen Wissensstand bzw. denkbaren, technologischen Entwicklungen. Hingegen erlaubt sich „Titans Kinder“ mit den entdeckten Lebensformen und biologischen Transformationen phantastische Elemente. In seiner Gesamtheit möchte der Roman nicht nur für spannende Lesestunden sorgen – was vortrefflich gelingt – sondern folgt der Tradition solcher Werke wie „Dune“ und „Die Mars-Chroniken“, das Setting als Vehikel für tiefere Inhalte zu nutzen. Die im Untertitel angekündigte Utopie erschließt sich erst zum Schluss – und ich werde einen titanischen Teufel tun, auch nur andeutungsweise etwas zu verraten. Diese Erfahrung ist vergleichbar mit dem Schluss von „Planet of the Apes“, der letzten Mars-Chronik oder dem Finale von „Babylon 5“ und verdient es, unvorbereitet erlebt zu werden. Der Roman ist mit etwas mehr als 200 Seiten recht kurz, erstreckt sich jedoch mit Zeitsprüngen über Wochen, Monate und Jahre. Die Perspektiven werden mehrfach gewechselt, wobei Rain schlussendlich den größten Anteil erhält. Dennoch gelingt es Aiki Mira ihre Charaktere durch geschickt eingewobene Momente und glänzend geschriebene Dialoge komplex zu zeichnen. Durch seine Kürze ist der Roman sehr dicht erzählt, spannend gehalten und lässt keine Langeweile aufkommen. Etwas utopisch geht es jedoch auch bereits zuvor zu, denn „Titans Kinder“ präsentiert einen ausgesprochen diversen Cast, bspw. mit der asexuellen Transperson Rain. Das Utopische ist dabei nicht etwa die Repräsentation an sich, sondern der im Roman gesellschaftlich akzeptierte Umgang mit dem Facettenreichtum des menschlichen Daseins. Zu beanstanden habe ich lediglich Kleinigkeiten: Der Start, etwa die ersten 30 Seiten, sind etwas holprig. Wie erwähnt, ist der Roman sehr dicht und das Erzähltempo hoch, wodurch keine Langeweile aufkommt und gefordert wird, Leerstellen auszufüllen. So sehr ich dieses strukturelle Vorgehen schätze, wäre ein *bisschen* Ruhe zwischen den erzählerischen Stürmen schön gewesen. Dessen ungeachtet ist „Titans Kinder“ mehr als ein solides Debüt. Der Roman begeistert durch Fantasie, Spannung, sprachlichen Nuancen und – was in der oft generisch daherkommenden SF dringend nötig ist – einer Vision. Meinerseits eine absolute Leseempfehlung.

Ungewöhnlich, beeindruckend, nachdenklich - bitte noch mehr davon!

Bewertung am 10.11.2022

Bewertungsnummer: 1823110

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch stand drei Monate hintereinander auf der Phantastik-Bestenliste.de und so bin ich darauf aufmerksam geworden. Von Anfang an entwickelte der Roman einen Sog von Paranoia, sense of wonder und ein bisschen Horror. Was ist in der außerirdischen Forschungseinrichtung passiert? Das einzig übriggebliebene Mitglied erklärt dazu: „In den letzten fünf Jahren wachte ich fast jede Nacht schweißgebadet auf... wegen der Leere, die der Verlust meiner Crew hinterlassen hat. Eine Leere wie eine Leiche, die bis heute jede Nacht neben mir liegt… eine geheimnisvolle Kraft war in alles eingedrungen. Wir waren verloren.“ Die Bilder des Romans sind beeindruckend: „Als sich Marlon umdrehte, glühte das Gebäude. Alle Scharniere, Schrauben und Schweißnähte strahlten rubinrot. Es nieselte. Der Regen wusch den Rost von der Station. Um das Gebäude bildeten sich rosafarbene Pfützen. In Rinnsalen floss der Rost weiter in die Landschaft, als würde die Station ausbluten.“ Die Figuren sind mir direkt unter die Haut gegangen, am meisten Abram Krasnikov: „Glückselig lächelte er vor sich hin. Dabei strahlte sein Gesicht eine altmodische Schönheit aus. Rain musste an die Insekten denken, die auf der Erde immer noch Pflanzen perfekt imitierten, die längst ausgestorben waren. Krasnikov verkörperte auf ähnliche Weise eine Welt, die schon lange untergegangen war.“ Die Beziehung zwischen Rain Seung und Abram Krasnikov empfand ich als ungewöhnlich, unheimlich und bewegend. Der kurze Roman schafft es ganz nebenbei eine Vielzahl an außergewöhnlichen und überraschenden Ideen vorzustellen: „Neues Leben in die Welt zu bringen, erschien ihr wie eine Form der Gewalt. Hatten sie mithilfe des präbiotischen Cocktails nicht genau das getan? Was jetzt als Nahrung vor ihnen lag, hatten sie ungefragt ins Leben gerufen und dann getötet.“ Noch lange nach dem Lesen hatte ich genügend Stoff zum Weiterdenken. Das Buch war nämlich viel zu schnell vorbei. Mein Fazit: Von dem Autor möchte ich noch mehr lesen

Ungewöhnlich, beeindruckend, nachdenklich - bitte noch mehr davon!

Bewertung am 10.11.2022
Bewertungsnummer: 1823110
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Buch stand drei Monate hintereinander auf der Phantastik-Bestenliste.de und so bin ich darauf aufmerksam geworden. Von Anfang an entwickelte der Roman einen Sog von Paranoia, sense of wonder und ein bisschen Horror. Was ist in der außerirdischen Forschungseinrichtung passiert? Das einzig übriggebliebene Mitglied erklärt dazu: „In den letzten fünf Jahren wachte ich fast jede Nacht schweißgebadet auf... wegen der Leere, die der Verlust meiner Crew hinterlassen hat. Eine Leere wie eine Leiche, die bis heute jede Nacht neben mir liegt… eine geheimnisvolle Kraft war in alles eingedrungen. Wir waren verloren.“ Die Bilder des Romans sind beeindruckend: „Als sich Marlon umdrehte, glühte das Gebäude. Alle Scharniere, Schrauben und Schweißnähte strahlten rubinrot. Es nieselte. Der Regen wusch den Rost von der Station. Um das Gebäude bildeten sich rosafarbene Pfützen. In Rinnsalen floss der Rost weiter in die Landschaft, als würde die Station ausbluten.“ Die Figuren sind mir direkt unter die Haut gegangen, am meisten Abram Krasnikov: „Glückselig lächelte er vor sich hin. Dabei strahlte sein Gesicht eine altmodische Schönheit aus. Rain musste an die Insekten denken, die auf der Erde immer noch Pflanzen perfekt imitierten, die längst ausgestorben waren. Krasnikov verkörperte auf ähnliche Weise eine Welt, die schon lange untergegangen war.“ Die Beziehung zwischen Rain Seung und Abram Krasnikov empfand ich als ungewöhnlich, unheimlich und bewegend. Der kurze Roman schafft es ganz nebenbei eine Vielzahl an außergewöhnlichen und überraschenden Ideen vorzustellen: „Neues Leben in die Welt zu bringen, erschien ihr wie eine Form der Gewalt. Hatten sie mithilfe des präbiotischen Cocktails nicht genau das getan? Was jetzt als Nahrung vor ihnen lag, hatten sie ungefragt ins Leben gerufen und dann getötet.“ Noch lange nach dem Lesen hatte ich genügend Stoff zum Weiterdenken. Das Buch war nämlich viel zu schnell vorbei. Mein Fazit: Von dem Autor möchte ich noch mehr lesen

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Titans Kinder

von Aiki Mira

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