Mit das Blödeste, das einem mit Ende vierzig passieren kann: Eine überperfekte Nachbarin. Ein pubertierendes Kind. Jobfrust. Online-Dating. Der Blick in den Spiegel am Morgen danach. Und dann ist da auch noch dieser Scheißkerl, der einen fertigmachen will. Mit das Beste: Eine Nachbarin, die gerne kocht. Ein Kind, dem man das Gras wegkiffen kann. Ein netter Kollege. Frieden schließen mit sich selbst. Zwei neue Freundinnen. Und ein raffinierter Plan, wie man es dem Scheißkerl heimzahlen kann. Die alleinerziehende Ärztin Tille, die frisch getrennte Hausfrau Almut und die erfolgreiche Werberin Yeliz schmieden ihn – und zwar dort, wo immer die wichtigsten Gespräche stattfinden: am Küchentisch.
Kundinnen und Kunden meinen
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Am liebsten sitzen alle in der Küche
Bewertung am 15.08.2022
Bewertungsnummer: 1767396
Bewertet: Hörbuch-Download
Ich kannte Julia Karnick bisher nicht, mir ist das türkisfarbene Titelbild aufgefallen und der Klappentext klang ebenfalls ansprechend. Zwar bin ich etwas jünger als die drei Frauen Tille, Almut und Yeliz, könnte mir aber durchaus vorstellen, auch mal donnerstags mit ihnen in der Küche zu sitzen. Was sie erleben, könnte aus dem wahren Leben gegriffen sein, auch der "böse Medienmann" könnte existieren - ihm möchte ich nicht begegnen. Mir haben die Gespräche in der Küche gefallen, natürlich gab es auch mal Diskussionen und sogar Streit, aber das gehört eben zu Leben, Frausein, Älterwerden, dazu. Kopf einziehen zählt nicht. Die Damen machen aus ihrem derzeitigen Leben das Beste, probieren gemeinsam etwas Neues aus, unterstützen sich gegenseitig und schmieden gemeinsam (Rache-)Pläne. Dazu gibt es immer gutes Essen, klingt verlockend.
Positiv ist mir aufgefallen, dass die Website meines ehemaligen Arbeitgebers "Monster" erwähnt wird, als Almut einen Job sucht. Schön, dass sie später die freie Auswahl hat.
Ilka Teichmüller liest sehr angenehm vor, man kann ihr stundenlang zuhören, bei diesem Hörbuch sind es etwas über 11 Stunden, die mir gar nicht so lang vorkamen.
Von mir bekommt "Am liebsten sitzen alle in der Küche" 4,5 bis 5 Sterne mit Hörempfehlung. Es ist tatsächlich bei uns auch so: bei Feiern oder auch nur "einfachen" Familientreffen sammeln sich immer mal wieder Grüppchen in der Küche...
Nehmt Euch in Acht, Männer!
Bewertung aus Quickborn am 19.08.2022
Bewertungsnummer: 1770013
Bewertet: Hörbuch-Download
Julia Karnick, Hamburgerin wie es scheint mit Leib und Seele, hat sich an ihren ersten Roman gewagt. Und gewonnen! Das ist schon ein beeindruckendes Debüt, das die Journalistin jetzt zur Schriftstellerin macht.
„Am liebsten sitzen alle in der Küche“ ist so ein herrlicher Buchtitel, da muss man einfach zugreifen, es erinnert an die eigene Kindheit und Jugend, wo die Küche noch DER Aufenthaltsraum der Familie, der Freunde, der Kinder war. Dass man hier auch essen kann oder kochen muss, schließt das mit ein, aber über die nächtelangen Gespräche geht nichts. Karnick könnte vom Alter her meine Tochter sein, das brachte für mich noch einmal zusätzlich einen anderen Blickwinkel in die Geschichte, denn wie die heute um die 50jährigen ticken, das ist doch ein wenig anders als vor 20 Jahren.
So lernen wir im Buch dann auch das Küchenwunder Almut kennen, frisch geschieden, ab und zu mit Hetti, der pubertierenden Tochter beglückt oder geschlagen, ganz wie man‘s nimmt. Nummer zwei am bald jeden Donnerstag stattfindenden „Abendmahl“ ist Tille, alleinerziehende Urologin, mit dem ebenfalls pubertierenden Jan. Die dritte im Bunde ist Yeliz, Werbefrau, verheiratet mit Morten, dem Dänen, der perfekt tischlern kann, aber etwas glücklos ist, und mit einer türkischen, nicht ganz einfachen Schwiegerfamilie geschlagen.
Nachdem sich die drei Frauen also angefreundet haben, beginnt der Alltag in die traute Runde ab und an Kerben zu schlagen. Je nachdem, welche gerade eine Spitze abbekommt, bei der ist das beleidigt sein mal inwendig mal äußerlich, aber irgendwann geht es weiter mit den Treffen. Wenn, ja wenn, es keine störenden bzw. verstörenden Männer gäbe, dann könnte das Leben soooo schön sein. Leute wie Herr Vennemahn könnten einem das Leben echt zur Hölle machen, aber da sind ja noch die Freundinnen, mit denen man das Ungemach teilen kann.
Auf den im Klappentext angekündigten Rachefeldzug muss man dann doch ganz schön lange warten, die Story verliert manchmal ein bisschen an Fahrt, nimmt diese aber zum Schluss wieder gut auf.
Karnick erzählt ihre Geschichte auf eine heitere, ironische und punktgenaue Art, es gibt köstliche Szenen, die man gleich zweimal lesen kann, um herzhaft zu lachen. Ob es Tilles Praxis ist, in der da so einiges schiefläuft oder die Firma von Yeliz, mit ihren „Werbefuzzis“, Karnick legt den Finger in jede verfügbare Wunde. Mich hat der Stil ein klein wenig an den Donnerstagsmordclub von Richard Osman erinnert, insbesondere Verstärker wie „sagte…“, „fragte…“ sind zwar lustig, aber in der Wiederholung wirken sie manchmal etwas aufgesetzt.
Ob dem Leser der Racheplan gefällt, das muss jeder für sich entscheiden, ich hatte eigentlich etwas Spektakuläreres erwartet. Aber es waren 11 unterhaltsame Stunden, so muss es sein bei einem Roman, der so einen schönen Titel hat.
Ilka Teichmüller liest dieses Buch mit genau der richtigen Portion Ironie und Forschheit, die nötig ist. Klasse, das hat Spaß gemacht. Die türkischen Textteile sind übrigens so perfekt, da kann man neidisch werden, oder war da ein Double am Werk?
Klare Kauf- und Hörempfehlung!
Meinung aus der Buchhandlung
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Was habe ich gelacht, mich selber wiedergefunden und Frauen aus meiner Umgebung entdeckt.
Herrlich zu lesen, witzig, nie oberflächlich, weise und eine großartige Hommage an Frauen Freundschaften. Auf jeden Fall lesen!
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Tille, Almut und Yeliz, alle gerade mehr oder weniger gebeutelt , finden durch Zufall zusammen. Sie treffen sich häufig bei Almut zum Essen. Es werden große und kleine Probleme erötert, geklönt und gelacht. Durch Mißverständnisse haben sie gemeinsam Probleme. Aber um Almut zu helfen, sich an einem windigen Verführer zu rächen, merken sie, gemeinsam sind wir stark.
Das richtige Buch für einen verregneten Sonntag, an dem man nicht raus möchte.
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